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Professor Snape und die Rosen-Affäre

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Professor Snape und die Rosen-Affäre

Hallo, meine Lieben :) Wir starten in eine neue Woche und zwar mit einem Doppelkapitel. Es bleibt weiterhin ereignisreich, spannend und auch amüsant ;) Deshalb will ich euch gar nicht lange auf die Folter spannen und wünsche euch ganz viel Spaß beim Weiterlesen.

Liebe Grüße,

eure Melody

~~~ 19 Professor Snape und die Rosen-Affäre

Lucinda PoV

Wenn es etwas gab, das ich mehr hasste als ungeklärte Rätsel, dann war es, im Mittelpunkt zu stehen. Und genau deshalb hätte ich misstrauisch werden müssen, als die Große Halle an diesem Morgen ungewöhnlich friedlich wirkte. Ruby hatte sich zu mir ans Ende vom Slytherin Tisch gesetzt und saß mir gegenüber. Wir hatten uns über unsere Notizen zum Trimagischen Turnier gebeugt und die anderen Slytherin wunderten sich schon gar nicht mehr darüber, dass Ruby mir so oft einen Besuch abstattete.

>>Jemand muss den Feuerkelch mit einem mächtigen Verwechslungszauber getäuscht haben <<, flüsterte ich. >>Das kann unmöglich ein Schüler gewesen sein? <<

>>Moody? <<

Ich überlegte einen Moment. >>Es wäre möglich. Zumindest hat er mein Misstrauen geweckt und irgendwas stimmt mit ihm nicht.<<

Noch bevor Ruby antworten konnte, erschien Professor Snape an unserem Tisch. Mit der Eleganz einer aufziehenden Gewitterfront legte er kommentarlos mehrere Pergamente auf den Tisch. >>Ihre Zaubertranktests. << Ich warf einen Blick darauf. >>Hervorragend <<, murmelte Snape knapp.

Von ihm war das beinahe schon ein Liebesgeständnis.

Ruby grinste. >>Du hast sogar einen halben Punkt mehr als ich. <<

>>Sag das nicht so laut. <<

>>Warum nicht? <<

>>Weil das Universum immer einen Ausgleich verlangt. <<

>>Unsinn. <<

In genau diesem Moment erklang eine laute Stimme. >>Lucinda Stonefield! <<

Ich schloss die Augen. >>Siehst du? <<, murmelte ich.

Ruby verdrehte die Augen. >>Zu spät. <<

Als ich aufsah, kam Castor Thornbloom breit grinsend durch den Mittelgang marschiert. Nicht allein. Hinter ihm liefen sechs Hauselfen. Sechs! Jeder einzelne schleppte etwas. Der erste einen gewaltigen Rosenstrauß. Der zweite eine herzförmige Schachtel Pralinen. Der dritte ein silbernes Kissen. Der vierte einen übertrieben großen Stoffdrachen. Der fünfte spielte mit einer winzigen Harfe eine schrecklich kitschige Melodie. Und der sechste streute ununterbrochen Rosenblätter auf den Boden.

Die gesamte Halle verstummte. Ich wollte einfach im Erdboden versinken. Castor blieb genau vor mir am Tisch stehen. >>Guten Morgen, wunderschöne Lucinda. <<

Ich starrte ihn an. >>Nein. <<

Er blinzelte. >>Ich habe doch noch gar nichts gesagt. <<

>>Ich weiß. Trotzdem nein. <<

Aus naher Entfernung hörte ich Fred Weasley lachen. George klopfte bereits auf den Tisch.

Castor ließ sich nicht beirren. >>Nach unserem letzten Gespräch habe ich erkannt, dass ich mich mehr anstrengen muss. <<

>>Nein. <<

>>Deshalb…<<

>>Immer noch nein.<<

>>…möchte ich dir heute…<<

>>Castor.<<, unterbrach ich ihn und er hielt inne.

>Ja? <<

>>Ich weiß nicht, was dein Plan ist. <<

>>Gut. <<

>>Aber ich verspreche dir schon jetzt, dass er scheitert. <<

Ein leises Kichern ging durch die Halle.

Castor grinste nur. >>Das sehen wir gleich. <<

Er schnippte mit den Fingern. Die Hauselfen stellten sich ordentlich nebeneinander auf. Dann verbeugten sie sich gleichzeitig. >>Miss Lucinda! <<, riefen sie wie aus einem Mund. Oh nein. Nein. Nein! >>Der großartige, charmante, überaus gut aussehende Castor Thornbloom möchte Euch fragen, ob…<<

>>Nein. <<

>>…Ihr mit ihm…<<

>>Nein. <<

>>…zum nächsten Hogsmeade-Ausflug…<<

>>Nein. <<

>>…gehen möchtet. <<

Stille. Alle Augen lagen auf mir. Sogar Professor Flitwick hatte aufgehört zu essen. Professor Sprout lächelte bereits erwartungsvoll. Und Snape…Snape stand immer noch keine drei Meter entfernt. Den Stapel Tests unterm Arm.

Sein Blick wanderte langsam von Castor zu den Hauselfen. Dann zu mir. Sein Gesichtsausdruck sagte deutlich: Bitte erlösen Sie mich von diesem Unsinn.

Ich atmete tief durch. >>Castor. <<

>>Ja? <<

>>Darf ich dich etwas fragen? <<

Er strahlte. >>Natürlich. <<

>>Wer hat dir eingeredet, dass Frauen so etwas mögen? <<

Er runzelte die Stirn. >>Naja…Aufmerksamkeit, romantische Gesten…<<

>>Öffentliche Bloßstellung. <<, unterbrach ich ihn und erhob mich vom Platz.

>>Wie bitte? <<

Ich trat einen Schritt auf ihn zu. >>Du kennst mich überhaupt nicht. << Er wollte widersprechen, doch ich hob einen Finger. >>Wenn du mich kennen würdest, wüsstest du, dass ich Aufmerksamkeit hasse. << Ich deutete auf die gesamte Halle. >>Du hast gerade das schlimmste getan, was du hättest tun können. <<

Er wirkte zum ersten Mal verunsichert. >>Ich wollte dich beeindrucken. <<

>>Nein. << Ich lächelte höflich. >>Du wolltest alle anderen beeindrucken. <<

Ein Raunen ging durch die Halle. Castors Lächeln geriet ins Wanken.

>>Romantik<<, sagte ich ruhig >>hat nichts mit Zuschauern zu tun. <<

Ich nahm den riesigen Rosenstrauß aus den Armen eines verwirrten Hauselfen. Alle hielten den Atem an. Castor lächelte hoffnungsvoll. Ich drehte mich um. Und legte den Strauß Professor Snape in die Arme.

Die Halle explodierte. Fred fiel beinahe von der Bank. George schlug mit der Faust auf den Tisch. Selbst Professor McGonagalls Mundwinkel zuckten verdächtig.

Snape blickte zuerst auf den Strauß. Dann auf mich. Dann auf Castor. Sein Blick hätte einen Dementor erfrieren lassen. >>Fünfzig Punkte Abzug für Slytherin, Mr Thornbloom<<, sagte er mit eiskalter Stimme.

Castor riss entsetzt die Augen auf. >>W-Was? Aber, Professor…<<

>>Missbrauch von Hauselfen. <<

>>Aber…<<

>>Störung des Frühstücks. <<

>>Ich…<<

>>Und geschmacklose Dekoration. <<

Die Halle brach erneut in Gelächter aus.

Ich nickte Snape höflich zu. >>Vielen Dank, Professor. Die Rosen stehen Ihnen übrigens ausgezeichnet. <<

Sein Blick verriet eindeutig, dass ich mich gefährlich nahe an einer lebensmüden Bemerkung befand. Mit einer knappen Bewegung stellte er den Strauß auf den Lehrertisch, drehte sich um und rauschte davon. Castor blieb sprachlos zurück.

Ich setzte mich wieder. >>Ruby. <<

>>Ja?<<

>>Falls ich jemals auf die Idee kommen sollte, öffentlich jemandem meine Gefühle zu gestehen…<<

>>Dann? <<

>>Verwandle mich bitte vorher in eine Kröte. <<

Ruby lachte Tränen. Ich griff nach meinem inzwischen kalten Tee. Endlich. Ruhe. Oder zumindest glaubte ich das. Denn während Castor langsam davonging, sah ich nicht, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte. Aus Enttäuschung…wurde Ehrgeiz.

Sie ist anders als die anderen.

Sie lässt sich nicht beeindrucken.

Sie hat mich vor ganz Hogwarts abblitzen lassen.

Ein langsames Grinsen erschien auf seinem Gesicht. Ich hingegen hatte keine Ahnung, dass ich mit meiner Abfuhr gerade nicht das Ende seiner Annäherungsversuche eingeläutet hatte. Sondern erst den Anfang.

***

Wenn ich dachte, der Morgen wäre grausam, wurde ich spätestens am Nachmittag eines Besseren belehrt. Ich wusste bereits nach wenigen Sekunden, dass Moody wieder Ärger verursachen würde. Der ehemalige Auror bewegte sich durch die Korridore wie eine wandelnde Naturkatastrophe. Früher oder später traf es immer jemanden.

Heute war Draco Malfoy an der Reihe. Ich kam gerade aus dem Unterricht, als lautes Geschrei durch den Gang hallte. Neugierig blieb ich stehen. Und bereute es sofort. Draco lag nicht auf dem Boden. Draco war ein Frettchen. Ein echtes Frettchen.

Ich starrte die Szene an. Dann Moody. Dann wieder das Frettchen.

>>Das kann nicht sein Ernst sein. <<

Moody ließ das Tier erneut durch die Luft hüpfen. Mehrere Schüler lachten. Andere wirkten schockiert. Professor McGonagall hingegen war alles andere als begeistert. >>Professor Moody! << Ihre Stimme durchschnitt den Korridor wie ein Messer. >>Wir verwandeln keine Schüler zur Bestrafung in Tiere! <<

>>Hätte der Bengel vielleicht vorher überlegen sollen, was er sagt. <<

>>Das rechtfertigt es trotzdem nicht! <<

Ich verschränkte die Arme. Jeder normale Lehrer wäre für so etwas suspendiert worden. Aber Moody durfte offenbar tun und lassen, was er wollte. Mein Misstrauen ihm gegenüber wuchs mit jeder Begegnung. Er war impulsiv. Unberechenbar. Und genoss seine Macht eindeutig viel zu sehr. Das war keine gute Kombination.

Ganz besonders nicht in einem Jahr, in dem Harry Potter plötzlich und völlig unerklärlich als vierter Champion ausgewählt worden war. Nein. Je länger ich darüber nachdachte, desto weniger gefiel mir diese Angelegenheit.

Noch schlechter wurde meine Laune später im Gemeinschaftsraum. Draco hatte mittlerweile wieder menschliche Gestalt angenommen. Leider bedeutete das auch, dass er nun jedem erzählen musste, wie schrecklich ungerecht man ihn behandelt hatte. >>Dieser Verrückte gehört eingesperrt! <<

>>Absolut. <<

>>Ein Skandal. <<

>>Eine Schande! <<

Ich saß in einer Ecke und versuchte zu lesen. Versuchte. Denn Malfoy redete ohne Unterlass.

>>Und Potter hat natürlich wieder alles genossen. <<

Das Buch knirschte gefährlich zwischen meinen Fingern.

>>Typisch Potter. <<

>>Der steckt bestimmt dahinter. <<

>>Bestimmt. <<

>>Ganz sicher. <<

>>Wahrscheinlich wollte er—<<

Ich schlug das Buch zu. Laut. Sehr laut. Der gesamte Gemeinschaftsraum verstummte. Mehrere Köpfe drehten sich zu mir um.

Draco blinzelte. >>Was ist denn mit dir los? <<

Ich erhob mich. >>Nichts. <<

>>Klingt aber nicht danach. <<

>>Dann solltest du vielleicht weniger reden. <<

Seine Stirn legte sich in Falten. >>Wie bitte? <<

Ich spürte, wie mein Geduldsfaden endgültig riss. >>Seit einer Stunde jammerst du herum. << Betretenes Schweigen. >>Du wurdest in ein Frettchen verwandelt. <<

>>Ja! <<

>>Du lebst noch. <<

>>Natürlich lebe ich noch! <<

>>Dann gratuliere. <<

Mehrere Schüler unterdrückten ein Lachen.

Dracos Gesicht lief rot an. >>Du hast wohl keine Ahnung, wie erniedrigend das war! <<

>>Doch. << Meine Stimme wurde eisig. >>Aber glaub mir, Draco. Es gibt wesentlich schlimmere Dinge. <<

Für einen Moment herrschte absolute Stille. Dann drehte ich mich um und verließ den Gemeinschaftsraum. Bevor ich noch etwas sagte, das ich später bereuen würde.

***

>>Du wirkst, als würdest du jemanden verhexen wollen. <<

Ruby schob mir eine Tasse Tee hin.

Ich saß ihr gegenüber in einer verlassenen Ecke der Bibliothek. >>Nur Moody. <<

>>Ah. <<

>>Vielleicht auch Malfoy. <<

>>Das überrascht mich nicht. <<

Ich nahm einen Schluck. >>Dieser Mann macht mich wahnsinnig. <<

>>Welcher? <<

>>Beide. <<

Ruby lachte. Zumindest einer von uns schien noch gute Laune zu haben. >>Du bist gereizt. <<

>>Das bin ich nicht. <<

>>Lucinda. <<

>>Gut. Vielleicht ein bisschen. <<

>>Ein bisschen? <<

Ich funkelte sie an.

Ruby grinste. >>Die vielen Menschen überfordern dich. <<

Leider traf sie damit ins Schwarze. Ich ließ den Blick sinken. >>Vielleicht. <<

>>Du warst Jahrzehnte im Exil. <<

>>Ich weiß. <<

>>Du hast dich an Ruhe gewöhnt. <<

>>Ja. <<

>>Und jetzt wohnst du mit hunderten Teenagern in einem Schloss<<, sagte sie, woraufhin ich ungehalten brummte.

>>Wenn du es so formulierst, klingt es noch schlimmer. <<

Ruby lachte erneut. Dann wurde sie ernster. >>Du musst dir Zeit geben. <<

Ich schwieg. Weil sie recht hatte. Ich war diese Nähe zu anderen Menschen schlicht nicht mehr gewohnt. Früher hatte ich mich problemlos unter Schülern bewegt. Heute kostete mich jede soziale Interaktion Kraft. Und die Situation mit Harry machte es nicht besser.

>>Irgendetwas stimmt nicht. <<

Ruby seufzte. >>Das sagst du seit Wochen. <<

>>Weil es stimmt. << Ich zog mehrere Notizen heran. >>Wir haben Karkaroff überprüft. <<

>>Ja. <<

>>Keine Hinweise. <<

>>Nein. <<

>>Bagman. <<

>>Nichts. <<

>>Die anderen Lehrer. <<

>>Ebenfalls nichts. <<

Frustriert lehnte ich mich zurück. >>Und trotzdem wurde Harry ausgewählt. <<

Ruby nickte langsam. >>Das wissen wir. <<

>>Jemand hat den Feuerkelch manipuliert. <<

>>Ja. <<

>>Und Moody ist inzwischen mein Hauptverdächtiger. <<

Nun hob Ruby eine Augenbraue. >>Wegen des Frettchens? <<

>>Nein. <<

>>Gut. <<

>>Das hilft nur nicht gerade seinem Fall. <<

Sie schüttelte den Kopf. >>Lucinda. <<

In ihrer Stimme lag ein mahnender Unterton. Den hatte sie schon früher gehabt, wenn ihr etwas nicht gefiel. Nur achtete ich nicht darauf und fasste die Faktoren zusammen, die ich inzwischen über Moody gesammelt hatte.

>>Er verhält sich seltsam. <<

>>Das tut Moody schon immer. <<, erwiderte Ruby seufzend.

>>Er weiß zu viel. <<

>>Er ist Auror. <<

>>Er taucht ständig auf. <<

>>Er ist Lehrer. <<

Ich kniff die Augen zusammen.

Ruby blieb unbeeindruckt. >>Du suchst nach einem Schuldigen. <<

>>Weil es einen gibt. <<

>>Das bestreite ich nicht. << Sie legte ihre Hand auf meine. >>Aber du darfst nicht vorschnell handeln. << Ich hasste es, wenn sie recht hatte. >>Wenn Moody wirklich dahintersteckt, brauchen wir Beweise. <<

>>Und wenn wir keine Zeit haben? <<

>>Dann finden wir trotzdem erst die Wahrheit heraus. <<

Ich ließ den Blick über die Notizen wandern. Alles Sackgassen. Alles nutzlos. Und trotzdem konnte ich das Gefühl nicht abschütteln. Moody war falsch. Irgendetwas an ihm passte nicht. Vielleicht war es nur mein Instinkt. Vielleicht mein Misstrauen.

Oder vielleicht die Erinnerung daran, wie oft ich Menschen unterschätzt hatte. Einen Fehler würde ich nicht noch einmal machen. Nicht nach Tom. Nicht nach allem, was geschehen war.

Ruby schien meine Gedanken zu erraten. >>Versprich mir etwas. <<

>>Kommt darauf an. <<

>>Du unternimmst keine Alleingänge. <<

Ich seufzte. >>Du bist unerträglich vernünftig. <<

>>Danke. <<

>>Das war kein Kompliment. <<

>>Ich weiß. <<

Widerwillig nickte ich. >>Na schön. Ich verspreche es. <<

Ruby lächelte zufrieden. Doch während sie sich wieder ihren Unterlagen widmete, blieb mein Blick auf den Pergamenten liegen. Und in meinem Kopf tauchte immer wieder nur ein Name auf. Moody. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht. Und früher oder später würde ich herausfinden, was er verbarg.

***

Severus PoV

Severus Snape hatte selten das Bedürfnis verspürt, jemanden eigenhändig aus einem Fenster von Hogwarts zu befördern. Wenn, dann musste es ein wirklich grausamer Tag gewesen sein. Heute war einer dieser Tage.

Mit schnellen, wütenden Schritten durchquerte er die Korridore und ignorierte sämtliche Schüler, die ihm aus dem Weg sprangen. Normalerweise genoss er es, wenn sie Angst vor ihm hatten. Heute war ihm das nicht genug. Heute wollte er, dass sie vergaßen, was sie gesehen hatten.

Leider war das unmöglich. Denn ganz Hogwarts hatte es gesehen. Die Rosen. Die Hauselfen. Die lächerliche Darbietung von Castor Thornbloom. Und vor allem ihn. Severus Snape. Mit einem Blumenstrauß in den Händen.

Er stieß die Tür zum Büro des Schulleiters auf. >>Albus. <<

Dumbledore blickte von seinen Unterlagen auf. >>Severus. Ich hatte bereits vermutet, dass Ihr Besuch etwas mit dem heutigen…ungewöhnlichen Ereignis zu tun haben könnte. <<

Snape blieb abrupt stehen. >>Ungewöhnlich? <<

Dumbledore lächelte leicht. >>Das war eine sehr höfliche Umschreibung. <<

Snape zog eine Zeitung aus seinem Umhang und knallte sie auf den Schreibtisch. >>Das hier. <<

Dumbledore nahm den Tagespropheten. Schon nach den ersten Zeilen hob er überrascht die Augenbrauen.

„Der geheimnisvolle Zaubertrankmeister und die Rosen der Leidenschaft?“

Eine kurze Pause. Dann sah er über den Rand der Zeitung hinweg. >>Severus. <<

>>Nein. <<

>>Ich wollte nichts sagen. <<

>>Ihr Gesicht sagt genug. <<

Dumbledore konnte ein Schmunzeln nicht ganz verbergen. >>Ich muss zugeben, es ist eine ungewöhnliche Darstellung Ihrer Person. <<

Snape trat näher. >>Ungewöhnlich? << Seine Stimme klang gefährlich ruhig. >>Diese Frau behauptet, ich hätte einen Rosenstrauß mit sichtlicher Rührung entgegengenommen. <<

>>Nun. << Dumbledore blätterte weiter. >>Das stimmt nicht. <<

>>Natürlich nicht! <<

>>Sie sahen eher aus, als würden Sie darüber nachdenken, den Strauß zu vergiften. <<

Snape schwieg. Einen Moment lang. >>Das ist nicht der Punkt. <<

>>Nein? <<

>>Nein. << Er deutete auf den Artikel. >>Rita Kimmkorn hat mich zum Mittelpunkt einer lächerlichen Geschichte gemacht. <<

Dumbledore las weiter. >>“ Augenzeugen berichten von einem seltenen Moment, in dem Professor Snape seine sonst so eiserne Maske fallen ließ.“ << Er blickte auf. >>Ich nehme an, das gefällt Ihnen nicht. <<

>>Es ist eine Katastrophe. <<

>>Eine Katastrophe? <<

Der Schulleiter hob lediglich eine Augenbraue. Doch Snape funkelte ihn an und knurrte verbissen. >>Albus, mein Ruf basiert darauf, dass Schüler mich für einen Mann halten, der keinerlei Gefühle besitzt. <<

Dumbledore lächelte. >>Das klingt nicht nach einem besonders erstrebenswerten Ruf. <<

>>Er funktioniert. <<

>>Bis ein Schüler mit Rosen auftaucht. <<

Snape presste die Lippen zusammen. >>Thornbloom. <<

>>Ein sehr kreativer Junge. <<

>>Ein Ärgernis. <<, zischte Snape und ging ein paar Schritte, während Dumbledore schmunzelte.

>>Ein verliebtes Ärgernis, wie mir scheint. <<

Snape drehte sich langsam zu ihm um. >>Wenn Sie auch nur andeuten, dass ich…<<

>>Ich habe nichts angedeutet. <<

>>Sie wollten es. <<

>>Vielleicht ein kleines bisschen. <<

Snape ignorierte das. >>Das Schlimmste ist nicht einmal der Artikel. <<

Dumbledore wurde ernster. >>Was dann? <<

Snape deutete auf die Zeitung. >>Kimmkorn schreibt, dass ich mich ungewöhnlich beschützend gegenüber Miss Stonefield verhalten hätte. <<

Dumbledore schwieg. Denn er wusste genau, warum das problematisch war. Rita Kimmkorn war eine Meisterin darin, aus Nichtigkeiten Geschichten zu erschaffen. Aber manchmal bemerkte sie Dinge, die andere übersahen.

>>Sie sollte vorsichtiger sein <<, sagte Snape leise.

>>Rita Kimmkorn? <<

>>Nein. << Sein Blick blieb auf dem Artikel. >>Miss Stonefield. <<

Dumbledore legte die Zeitung beiseite. >>Sie machen sich Sorgen, dass ihre Aufmerksamkeit sie gefährden könnte. <<

Snape antwortete nicht sofort. Dann sagte er: >>Diese Schule besteht aus Menschen, die Geheimnisse sammeln, weil sie glauben, sie hätten ein Recht darauf. << Eine kurze Pause. >>Und Kimmkorn lebt davon. <<

Dumbledore nickte langsam. >>Dann sollten wir wohl ein Auge darauf haben. <<

Snape verschränkte die Arme. >>Und Thornbloom? <<

>>Was ist mit ihm? <<

>>Er muss lernen, dass nicht jede romantische Geste eine gute Idee ist. <<

Dumbledore lächelte. >>Ich glaube, diese Lektion hat Miss Stonefield ihm bereits erteilt. <<

Zum ersten Mal an diesem Tag wirkte Snape nicht vollkommen wütend. Fast amüsiert. Fast. >>Eine äußerst gründliche Lektion. <<

>>Das scheint eine Eigenschaft von der jungen Dame zu sein. <<

Snape deutete anklagend auf die Zeitung. >>Trotzdem. <<

>>Ja? <<

Er sah noch einmal auf das Bild von sich mit den Rosen. Sein Gesicht verfinsterte sich sofort wieder. >>Wenn ich Thornbloom begegne, werde ich ihm erklären, dass manche Fehler nicht mit einer Entschuldigung behoben werden können. <<

Dumbledore hob eine Augenbraue. >>Severus. <<

>>Ja? <<

>>Sie werden ihn nicht verfluchen. <<

Eine Pause. >>Ich habe nichts dergleichen gesagt. <<

>>Aber gedacht. <<

Snape wandte sich zur Tür. >>Ich hasse es, wenn Sie recht haben. <<

>>Das höre ich erstaunlich oft. <<

Als die Tür hinter ihm zufiel, blieb Dumbledore allein zurück. Mit der Zeitung. Und einem leichten Lächeln. Denn so absurd der Artikel auch war…Rita Kimmkorn hatte eines richtig erkannt: Manchmal verbargen sich hinter den strengsten Fassaden die interessantesten Geschichten.

***

Lucinda PoV

Ich hatte gehofft, dass die Sache mit Castor Thornbloom nach einem Tag vergessen sein würde. Das war eine sehr optimistische Annahme gewesen. Eine geradezu lächerlich optimistische Annahme.

Als ich am nächsten Morgen den Kerker für Zaubertränke betrat, wusste ich bereits, dass etwas nicht stimmte. Nicht wegen der Kälte. Nicht wegen der düsteren Atmosphäre. Sondern wegen der Tatsache, dass jeder einzelne Schüler sprach. Und zwar über mich.

>>Ich kann immer noch nicht glauben, dass Snape den Strauß halten musste <<, flüsterte ein Gryffindor.

>>Er sah aus, als würde jemanden mit den Rosen ersticken wollen <<, sagte ein Hufflepuff.

>>Das Beste war der Artikel <<, meinte ein Ravenclaw. >>Rita Kimmkorn hat geschrieben, dass er eine ‚ungeahnte romantische Seite‘ gezeigt hätte. <<

Ich blieb abrupt stehen. Nein. Nein, nein, nein. Ich hatte gehofft, dieser Satz wäre ein Gerücht. Offenbar war das Universum entschlossen, mich zu bestrafen.

Ruby ließ sich neben mir auf ihren Platz fallen und hielt eine Zeitung hoch. >>Du hast es noch nicht gelesen, oder? <<

Ich sah sie an. >>Ich vermute, wenn ich es nicht gelesen habe, ist meine Lebenserwartung höher. <<

Sie grinste. >>Wahrscheinlich. <<

Ich nahm die Zeitung trotzdem. Ein Fehler. Ein großer Fehler.

Denn direkt unter der Überschrift befand sich ein Bild. Professor Snape. Mit dem Rosenstrauß. Sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar. Er sah aus, als würde er gleichzeitig darüber nachdenken, Castor zu verfluchen, Rita Kimmkorn zu verklagen und die Existenz von Blumen generell infrage zu stellen.

Ich musste zugeben…

Es war schwer, nicht zu schmunzeln.

>>Du lachst <<, stellte Ruby fest.

>>Nein. <<

>>Lucinda. <<

>>Ich lächle innerlich. <<

>>Das zählt. <<

Ich wollte gerade antworten, als die Tür des Klassenraums aufgerissen wurde. Sofort verstummten alle Gespräche. Professor Snape betrat den Raum. Und ich wusste sofort: Er hatte eine sehr schlechte Laune. Eine wirklich sehr schlechte Laune.

Normalerweise war Snape kalt. Heute war er kalt mit einer zusätzlichen Schicht tödlicher Ruhe. Er stellte seine Unterlagen auf den Tisch. Sah in die Runde und sagte: >>Bevor wir beginnen, gibt es offenbar etwas, das einige von Ihnen unbedingt mit mir teilen möchten. <<

Niemand sagte etwas. Natürlich nicht. Niemand war lebensmüde.

Snape ließ seinen Blick durch den Raum wandern. Er blieb an Castor Thornbloom hängen. >>Mr Thornbloom. <<

Castor wurde sofort blass. >>Professor? <<

>>Ich habe gehört, Sie verfügen über ein außergewöhnliches Talent. <<

Castor schluckte. >>Danke, Sir. <<

>>Das war kein Kompliment. <<

Stille.

Snape trat langsam näher. >>Sie haben es geschafft, in weniger als fünf Minuten einen kompletten Unterrichtsraum, die Große Halle und den Tagespropheten gegen sich aufzubringen. <<

Ein paar Schüler senkten schnell die Köpfe, um ihr Grinsen zu verbergen.

>>Ich wollte doch nur…<<

>>Das interessiert mich nicht. << Snape hob die Zeitung hoch. >>Sie haben eine öffentliche Liebeserklärung organisiert. <<

Castor räusperte sich. >>Ja. <<

>>Mit sechs Hauselfen. <<

>>Ja. <<

>>Rosen. <<

>>Ja. <<

>>Und einer Harfe. <<

Castor schwieg.

Snape sah ihn an. >>Warum genau eine Harfe? <<

Niemand antwortete. Ruby biss sich auf die Lippe. Ich ebenfalls.

>>Mr Thornbloom. <<

>>Sir? <<

>>Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass manche Menschen keine öffentliche Aufmerksamkeit wünschen? <<

Castor blickte kurz zu mir. Dann wieder zu Snape. >>Vielleicht. <<

>>Vielleicht? <<

>>Jetzt schon. <<

Ein leises Lachen ging durch den Raum. Snape ignorierte es. >>Ihre Aktion hat nicht nur Miss Stonefield in eine unangenehme Situation gebracht. << Er hob noch einmal die Zeitung. >>Sie haben auch mich unfreiwillig zum Mittelpunkt einer Geschichte gemacht, die niemand lesen möchte. <<

Castor wurde rot. >>Das war nicht meine Absicht. <<

>>Das ist der Satz, den Menschen meistens sagen, nachdem sie etwas getan haben, das sie hätten vorher bedenken sollen. << Snape legte die Zeitung auf den Tisch. >>Daher werden Sie heute eine zusätzliche Aufgabe erhalten. <<

Castors Augen weiteten sich. >>Eine Strafarbeit? <<

>>Nein. << Eine kurze Pause. >>Etwas Schlimmeres. << Alle warteten angespannt. Snape nahm ein Pergament. >>Sie werden einen Aufsatz schreiben. <<

Castor atmete erleichtert auf. Zu früh.

>>Fünfzehn Seiten. << Er erstarrte. >>Über die psychologischen Auswirkungen unerwünschter Aufmerksamkeit und die Bedeutung persönlicher Grenzen. <<

Einige Schüler mussten lachen. Snape sah in die Runde. Sofort verstummten sie.

>>Mit Quellenangaben. <<

Castor starrte ihn an. >>Professor…<<

>>Und da Sie offensichtlich sehr viel über Romantik nachdenken, können Sie dieses Wissen sicher sinnvoll einsetzen. <<

Ich konnte nicht anders. Ich musste grinsen. Snape bemerkte es natürlich. Sein Blick wanderte zu mir. Für einen Moment sah es so aus, als würde er etwas sagen. Dann wandte er sich wieder ab. >>Nun. << Er postierte sich vor der gesamten Klasse. >>Da wir alle heute gelernt haben, das schlechte Entscheidungen Konsequenzen haben, beginnen wir mit dem Unterricht. <<

Ich schlug mein Buch auf.

Neben mir flüsterte Ruby: >>Ich glaube, Castor wird diese Lektion nie vergessen. <<

Ich betrachtete ihn. Er saß da und schrieb bereits seine Strafarbeit. Und obwohl er eindeutig gedemütigt wurde, bemerkte ich etwas Merkwürdiges. Er wirkte nicht wütend. Eher…entschlossen. Das beunruhigte mich mehr, als es sollte. Denn manche Menschen gaben nach einer Niederlage auf.

Castor Thornbloom gehörte offenbar nicht zu diesen Menschen. Und ich hatte das ungute Gefühl, dass die Geschichte ihn keineswegs abschrecken würde.

Professor Snape begann unterdessen mit dem Unterricht. Er schrieb eine komplizierte Zaubertrankformel an die Tafel und drehte sich anschließend langsam zu uns um. >>Nun. << Sein Blick wanderte durch den Raum. >>Wer kann mir erklären, warum die Reihenfolge der Zutaten bei diesem Trank entscheidend ist? <<

Stille. Natürlich. Ich sah mich um.

Mehrere Schüler starrten angestrengt in ihre Bücher, als könnten die Antworten plötzlich zwischen den Seiten auftauchen. Ein paar taten so, als würden sie Notizen machen. Niemand hob die Hand.

Snape verschränkte die Arme. >>Beeindruckend. << Seine Stimme war so kalt, dass selbst der Trank in den Kesseln vermutlich gefror. >>Eine Klasse voller Schüler, die offenbar der Meinung ist, dass Wissen durch reines Anschauen von Pergamenten entsteht. << Niemand sagte etwas. >>Mr Longbottom. <<

Neville zuckte zusammen. >>Ähm…Sir? <<

>>Vielleicht können Sie uns überraschen. <<

Neville blickte nervös auf seine Unterlagen. >>Ich…glaube, dass man die Zutaten vorsichtig gemischt werden müssen? <<

Eine Pause. Snape sah ihn an. >>Eine bemerkenswerte Erkenntnis. << Neville sank wieder in sich zusammen. >>Leider vollkommen unzureichend. <<

Ich senkte den Blick wieder auf mein Buch. Die Antwort war nicht schwierig. Die Reihenfolge bestimmte die Stabilität der magischen Verbindung. Eine falsche Zugabe würde die Wirkstoffe nicht nur neutralisieren, sondern konnte dazu führen, dass der Trank seine Eigenschaften ins Gegenteil verkehrte.

Ich wusste es. Natürlich wusste ich es. Aber ich hob meine Hand nicht. Nicht heute. Nicht nachdem Snape ohnehin schon schlechte Laune hatte. Und vor allem nicht, weil jede Aufmerksamkeit gerade das Letzte war, was ich gebrauchen konnte.

>>Professor? << Hermine hob zögerlich die Hand.

Snape sah sie an. >>Ja? <<

>>Die Reihenfolge verhindert, dass sich die magischen Eigenschaften der Zutaten gegenseitig aufheben. Die erste Zutat aktiviert die zweite, wodurch die dritte ihre Wirkung entfalten kann. <<

Snape nickte knapp. >>Akzeptabel. <<

Hermine lächelte leicht.

>>Allerdings <<, fügte Snape hinzu, >>hätten Sie erwähnen können, dass eine falsche Reihenfolge eine instabile Reaktion verursacht. <<

Ihr Lächeln verschwand wieder. Typisch Snape. Ein Kompliment und eine Kritik im selben Satz. Ich wandte den Blick auf meinen Kessel. Und genau in diesem Moment geschah es. Ein leichtes Brennen zog sich über mein rechtes Handgelenk. Nicht stark. Nicht schmerzhaft. Aber vertraut. Mein Atem stockte kaum merklich. Niemand bemerkte es. Zumindest hoffte ich das.

Ich ließ meine Hand langsam über mein rechtes Handgelenk gleiten, als würde ich lediglich meinen Ärmel richten. Doch unter dem Stoff spürte ich die Wärme. Das Zeichen. Das Symbol meines Fluches. Mein Blick wanderte kurz zur Tür. Dann zu Snape. Er war gerade damit beschäftigt, einen Ravenclaw-Schüler wegen einer frisch abgemessenen Zutat auseinanderzunehmen.

Gut. Niemand achtete auf mich. Vorsichtig zog ich den Ärmel ein kleines Stück zurück. Die feinen Linien des Symbols zeichneten sich auf meiner Haut ab. Das Zeichen, das mich für immer band. An ihn. An Tom. Mein Bruder. Mein Fluch. Solange er lebte…lebte auch ich.

Das Brennen war nicht zufällig. Etwas hatte sich verändert. Irgendwo. Irgendwann. Mein Herz schlug schneller, doch mein Gesicht blieb vollkommen ruhig. Ich hatte Jahre damit zugebracht, meine Gefühle zu verbergen. Angst. Wut. Schmerz. Alles musste hinter der perfekten Maske bleiben.

Besonders hier. In Hogwarts. Ich zog den Ärmel wieder herunter.

>>Miss Stonefield. <<

Ich blickte auf. Snape stand vor meinem Tisch. Natürlich. Natürlich musste er es bemerkten. >>Sir? <<

Sein Blick fiel auf meinen Kessel. >>Sie scheinen heute ungewöhnlich still zu sein. <<

Ein paar Schüler sahen zu mir. Ich zwang mich zur Ruhe. >>Ich konzentriere mich auf den Trank, Professor. <<

Snape musterte mich einen Moment. Dann wanderte sein Blick zurück zum Kessel. >>Eine seltene Eigenschaft bei Schülern. <<

Ich wusste nicht, ob das ein Lob oder eine Beleidigung war. Bei Snape war das selten eindeutig. Er ging weiter. Ich atmete leise aus. Meine Finger schlossen sich unter dem Tisch um mein Handgelenk. Das Brennen war schwächer geworden. Aber die Frage blieb.

Warum jetzt? Warum heute? Und vor allem…was hatte Tom getan?

Während um mich herum der Unterricht weiterging, wusste ich eines sicher: Die Rosen, Rita Kimmkorn und Castor Thornbloom waren gerade nicht mehr das größte Problem. Denn mein eigener Fluch hatte begonnen, mich daran zu erinnern, dass es Dinge gab, vor denen selbst die Mauern von Hogwarts keinen Schutz boten.