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Fragile – Additional Content [zeitlich kurz nach HoD]

Torment Of Our Demons – Angstober 2026 — www.fanfiktion.de · All chapters

Fragile – Additional Content [zeitlich kurz nach HoD]

Hi. Also ich bin immer noch krank, war wohl keine Erkältung, sondern Grippe und/oder Corona haha, wunderschön, nachts um halb 4 mit Wassereis und Asthmaspray wie der letzte Vollidiot im Büro zu sitzen.

NA JA, Fieber geht runter, also viel Spaß mit Crows Zweifeln. <3

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„Yusei?!“

Schnell schloss Crow die Tür hinter sich ab, steckte den Schlüssel ein. Die Lampen leuchteten noch, es roch ein wenig nach Cup-Ramen. Doch es war still. Schnellen Schrittes lief er die Treppen hoch, schaute sich um. Doch er fand die beiden nirgendwo. „Sorry, ich hatte keine Zeit mehr gehabt, Bescheid zu geben, wir hatten einen Notfall, ich konnte nicht weg“, erzählte er und unweigerlich stiegen ihm dabei Tränen hoch. „Sorry, ich hoffe, es ist alles gut gegangen, ich wollt dich nicht so lang mit Nyo allein lassen, ich -!“

Er hatte die Tür zu seinem Zimmer aufgerissen. Das kleine Nachtlicht verteilte Wellen in allen Farben des Regenbogens durch den Raum. Auf seinem Bett lag Nyo, zugedeckt, seelenruhig am Schlafen. In ihrer kleinen Hand hielt sie fest Yuseis Finger. Er saß neben ihr, schirmte sie von der Bettkante ab und schnarchte leise.

„… weiß, dass du auch arbeiten musst“, murmelte er, betrachtete das Bild noch eine Weile und schloss dann die Tür wieder.

Er schüttelte den Kopf, atmete tief durch. „Alles okay, er ist wunderbar allein zurechtgekommen.“

Langsam trottete er zurück zur Küche, zog sich dabei die Schuhe aus und schob sie in die nächstbeste Ecke, die Uniformjacke gesellte sich direkt dazu. Auf der Küchenzeile fand er einen Zettel mit Yuseis Handschrift.

Hat getrunken, inhaliert und gespielt

Zora meint, du müsstest vielleicht mit ihr zum Kinderarzt wegen des Hautausschlags

Akemi hat angerufen, will Sachen von Lexy vorbeibringen

Wenn ich nicht hier bin, bin ich mit eingeschlafen. Ramen sind noch im Schrank

Crow nickte für sich, holte sich etwas zu trinken aus dem Kühlschrank und suchte nach den Ramen, die er schnell fand. Während der Wasserkocher also lief, setzte er sich auf einen der Stühle am kleinen Esstisch und fuhr sich durch die Haare. Ein wenig froh war er über den ruhigen Moment, doch gleichzeitig saßen die Gewissensbisse tief.

Er schniefte und schniefte nochmal, wischte sich hastig über die Augen und wurd das gelbe Halstuch los.

Da hörte er das Klacken einer Tür. Ein Gähnen.

Kurz darauf erblickte er Yusei, welcher ihn nur aus dem Augenwinkel wahrnahm. „Ich hab Nyo in ihr Bett gelegt“, sagte er sofort, hielt dabei das Babyfon hoch. „Alles sicher und ruhig. Sie hat sich selbst in den Schlaf gebrabbelt, glaub, wenn sie etwas älter ist, hat sie dir viel zu erzählen.“

Crow nickte, konnte auch das nächste Schniefen nicht unterdrücken.

Es dauerte nicht lang, bis Yusei ihm seine Cup-Ramen hinstellte und auf dem anderen Stuhl Platz nahm. „Notfall?“

Schniefend nickte er. „Ja, ähm… Gab noch einen Zwischenfall und der Dude war ein sehr hartnäckiger Duellant.“

„Hm“, murmelte Yusei, trank einen Schluck aus seiner Enerygdose. „Man sollte meinen, mit ein bisschen Duelltalent kann man in den Locals was verdienen, aber wenn interessiert das schon.“ Dann sah er Crow vielsagend an. „Ist alles gut gegangen. Du hattest trotz Notfall einen erfolgreichen Arbeitstag und deine Tochter ist mit allem versorgt, alles bestens.“

Es stimmte.

Es war alles gut.

Dennoch schüttelte er den Kopf. „Tut mir trotzdem leid, du musst auch arbeiten und kannst dich nicht ständig um Nyo kümmern, ich weiß, ich -!“ – „Crow, ich studiere “, schritt Yusei ein und hatte nur einen verständnislosen Blick übrig. „Ich hab Zeit . Ich kann auch im Home Office arbeiten, wann ich will, niemand beschwert sich. Es ist alles in Ordnung, ehrlich.“

Es sollte beruhigend sein, war es auch, doch Crow schniefte nochmals und fuhr sich mit beiden Händen durchs Gesicht. „Ich weiß, ich weiß, aber… Nyo ist vier Monate alt und ich war kaum bei ihr, du kennst sie besser als ich und jedes Mal, wenn ich versuche, Zeit zu gewinnen, passiert so eine Scheiße, okay?“

Yusei lehnte sich zurück.

„Ich krieg’s nicht hin, egal, wie sehr ich’s mir vornehm, irgendeine Scheiße passiert immer und ich… Ich bin einfach nicht da, okay? Ich dachte, ich krieg das hin, aber ich krieg’s nicht hin, Nyo ist immer noch zu klein für ihr Alter und so zerbrechlich und ich krieg’s nicht hin, bei all ihren Arztterminen dabei zu sein und sie sieht mich fast gar nicht, weil ich nur da bin, wenn sie schläft. Ich wette, sie weiß nicht mal, dass ich ihr Vater bin!“

Verzweifelt sah er Yusei an, doch kassierte von ihm nur einen weiteren vielsagenden Blick. „Du machst dich selbst etwas zu sehr fertig, Crow. Sieh’s realistisch, du hast grad ne Ausbildung angefangen, Nyo ist quasi grad erst geboren, wir haben nen Haufen Mist hinter uns und Lexy… Na ja.“ Er zuckte mit den Schultern. „Du gibst dein bestes, es ist grad einfach nur viel auf einmal.“

Crow hob die Schultern und Yusei nahm ein Bein hoch auf den Stuhl, setzte dazu an, noch etwas zu sagen, doch in dem Moment ertönte das Babyfon in seiner Hand. Er warf Crow einen fragenden Blick zu und dieser sprang sofort auf, wischte sich die Tränen weg. Erst, als er ums Eck verschwunden war, atmete Yusei auf und starrte Crows Ramen an, die er nicht einmal angerührt hatte.

Er zögerte kurz, nahm sein Smartphone raus und öffnete den Kontakt Martha .

Können wir am Wochenende tauschen? Ich pass auf die Kids auf und du machst Crow klar, dass er kein schlechter Vater ist?