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Ugly Duckling – mild spoiler

Torment Of Our Demons – Angstober 2026 — www.fanfiktion.de · All chapters

Ugly Duckling – mild spoiler

„Na, was haben wir denn da?“

Der Mann hielt die Arme hinter dem Rücken verschränkt, ein starres Grinsen auf den Lippen. Keine Falte war auf seiner glattgebügelten Fratze zu erkennen. Er streckte die behandschuhte Hand aus, strich über ihre Wange.

Sie kniff die Augen zu, traute sich nicht, weg zu zucken. Ihr Herz raste und die Tränen brannten auf ihren Wangen.

„Das graue Mäuschen. Hübsch bist du geworden. Warst du damals nicht ein gescheiterter Versuch und deine Eltern konnten nicht davon ablassen, eine Drohne aus dir zu machen?“

Kein Wort glitt ihr über die Zunge. Als wäre sie taub gewesen. Sie holte Luft, doch ihr Atem ging nur flach.

Die Hände, die sie grob an den Armen hielten, drückten zu.

Ein scharfer Blick gesellte sich zum Grinsen. „Ja, das warst du. Das kleine, hässliche Entlein von der Straße. Ich weiß noch, als deine Eltern dich aufgegabelt und hergebracht haben. So dreckig und fernab von Perfektion.“ Er kam so nahe, dass sie seinen Atem auf ihren Lippen spüren konnte. Sein Ton war ein Säuseln. „Und so undankbar für alles, was ich je für dich getan habe. Obwohl dein Potenzial alles andere als versprechend war, habe ich so viel in dich investiert, ich hab dich hübsch gemacht und dir eine Chance gegeben. Und du dankst es mir, indem du mit deinen Eltern Verrat begehst.“ Er kam einen Schritt näher, zu ihrem Ohr. „Immerhin erfüllst du doch noch einen Zweck als Köder.“

Er stoppte. Sie wollte schon aufatmen und die Augen öffnen, da hörte sie ihn seufzen. „Nur ein Jammer, dass dein Verrat trotzdem bestraft werden muss.“

Obwohl sie es nicht wollte, riss sie ihre Augen auf. Nur ein Winseln entfloh ihrer Kehle.

Ihre Blicke trafen sich.

Aus seinem Grinsen wurde ein kaltes Lächeln. „Keine Sorge, ich habe veranlasst, deine Wunden zu versorgen, dir wird nichts geschehen.“ Er ging einen Schritt zurück. „Deine Frau hingegen hat keine Wunden zum Versorgen.“

Ihr gefror das Blut in den Adern.

Seine Fratze war wie ein Schatten in all dem grellen Licht, nur durchbrochen von den strahlend gelben Iren.

„Was meinst du, wie viel hält sie aus, bevor sie stirbt?“