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7. Endlich ausgesprochen

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7. Endlich ausgesprochen

Im Café hingegen blieb die kleine Gruppe noch eine Weile sitzen. Alisaie hatte mittlerweile ihren Teller leer gegessen und betrachtete G'raha, der ungewöhnlich still geworden war. „Du denkst schon wieder nach.“

„Tue ich das?“

„Ja.“

Alphinaud sah von seinem Buch auf. „Worüber?“

G'raha antwortete zunächst nicht. Sein Blick lag noch immer auf der Tür. „Über Mina.“ Alisaie grinste. „Natürlich.“

„Ich frage mich nur, ob ich heute etwas richtig gemacht habe.“

Y'shtola stellte ihre Tasse ab. „Du hast ihr zugehört.“

„Das ist nicht unbedingt eine Antwort.“

„Doch.“ Sie sah ihn ruhig an. „Für jemanden, der lange versucht hat, seine Gefühle zu sortieren, warst du heute erstaunlich geduldig.“

G'raha senkte den Blick. „Ich möchte sie nicht wieder verlieren.“

Alisaies Gesicht wurde ernst. „Dann lauf ihr nicht davon.“

G'raha sah sie an. „Das habe ich nicht vor.“

„Gut.“

Alphinaud schloss sein Buch. „Dann solltest du ihr vielleicht irgendwann erklären, was genau du fühlst.“

G'raha schwieg.

„Nicht heute“, fügte Alphinaud hinzu. „Aber irgendwann.“

G'raha nickte langsam. „Ja.“ Sein Blick wanderte zu seiner Hand. Dort, wo Minas Finger unter dem Tisch immer wieder seinen berührt hatten, meinte er die Wärme noch beinahe zu spüren. Ein kaum merkliches Lächeln erschien. „Ich glaube, sie hat heute genug durchgemacht.“

Y'shtola lächelte. „Das hat sie.“ Dann hob sie ihre Tasse. „Und du solltest ihr Zeit geben.“

„Das werde ich.“

Alisaie grinste wieder. „Aber die Familienfeier kommt trotzdem?“

G'raha lachte. „Offenbar.“

„Gut.“

„Warum bist du so begeistert?“

„Weil ich ihre berühmten Küchlein probieren will.“

„Natürlich.“

Am nächsten Morgen begann für Mina der Alltag wieder. Doch etwas war anders. Nicht alles war plötzlich gut. Ihre Gefühle waren noch da. Die Unsicherheit ebenfalls. Aber zum ersten Mal seit Wochen fühlte sich die Erinnerung an G'rahas rote Augen nicht mehr wie ein Stich an. Sondern wie etwas Warmes. Und irgendwo in ihrem Kopf war ein Satz hängen geblieben: Du musst dich vor mir nicht beeilen. Vielleicht war das genug. Für den Moment.

Ein Klingeln weckte sie welches ihr ihm Ohr dröhnte. „Gngrrrr“, antwortete sie in die Perle. „Oh hab ich dich geweckt?“, fragte eine männliche Stimme. Müde fuhr sich die Weißhaarige mit einem Gähnen über das Gesicht. „Nee, ich bin wach“, nuschelte sie. „Hörst dich an als würdest du gleich wieder einschlafen“. murrend drehte sich Mina auf den Bauch. „Was nervt du mich so früh am Morgen Aki?“, fragte sie und schaute auf ihren Wecker. „Ich wollte mich nur versichern ob mein Mündel noch unter den Lebenden wandelt und wie es dir geht. “

„Du hörst trifft beides zu“, schwang sie ihre Beine aus dem Bett und schlürfte in die Küche. „Das hört sich eher so an als bräuchtest du eine große Infusion Kaffee. Werd erst mal wach, wir können die Tage noch reden. Bis dann.“

„Bis dann hab dich lieb Aki", und beendete den Anruf. Sie befüllte die Kaffeemaschine die dann nach dem anschalten lautstark ihren Dienst aufnahm. Gähnend streckte sie sich und tapste ins Bad um Zähne zu putzen und zu duschen. Danach saß sie halbwegs wach an ihrem Küchentisch mit einer dampfenden Tasse schwarzen Kaffee in der Hand und schaute aus dem Fenster. Und was jetzt? Wie ging es weiter? Sie konnten schlecht so tun als wäre nie was gewesen und konnte einfach zur Tagesordnung und zur Normalität zurück kehren. Nein dahin gab es kein zurück mehr, dafür hatte sie gesorgt. Eigentlich hatte sie vorgehabt G'raha gestern den Todesstoß zu versetzen, das wirklich alles beendet war. Aber als er so vor ihr stand....sie konnte es einfach nicht. Hatte es nicht übers Herz gebracht. Auch wenn sie sich damit seelisch selbst geißelte.

Der Morgen lag still über Gridania. Nur das gedämpfte Zwitschern einiger Vögel drang durch das geöffnete Fenster, während Mina gedankenverloren ihre Tasse umklammerte. Kein Zurück. Dieser Gedanke wollte einfach nicht verschwinden. Und irgendwo zwischen all den Überlegungen meldete sich plötzlich ihre Perle erneut. Kling. Diesmal nur ein kurzer Signalton. Wenn Mina darauf reagierte, erklang eine vertraute Stimme. „Mina?“ Firmien. Seine Stimme klang deutlich wacher als ihre. „Ich hoffe, ich störe nicht.“ Eine kurze Pause. „Aki hat mir gestern erzählt, dass du in letzter Zeit ziemlich durch den Wind warst.“ Er klang nicht vorwurfsvoll. Eher vorsichtig. „Und bevor du jetzt behauptest, alles sei bestens...“ Ein leises Schmunzeln. „...ich kenne dich lange genug, um zu wissen, wann du mir etwas vormachst.“

Währenddessen saß zur selben Zeit ein gewisser Miqo'te in einem völlig anderen Teil Gridanias an einem Schreibtisch und starrte auf ein Buch, ohne auch nur eine einzige Zeile davon aufzunehmen. G'raha hatte seit dem Aufstehen kaum etwas geschafft. Er hatte versucht zu lesen. Er hatte versucht, seine Notizen zu sortieren. Er hatte sogar versucht, sich mit einer Tasse Tee abzulenken. Nichts davon funktionierte. Immer wieder tauchte das Bild vor seinem inneren Auge auf. Mina auf der Brücke. Mina in seinen Armen. Ihr leises Du hast mir schrecklich gefehlt. Und gestern. Ihr Lachen. Ihre roten Augen. Die Berührung ihrer Finger. G'raha schloss das Buch. „Das wird so nichts.“ Er lehnte sich zurück und fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht. Y'shtolas Worte gingen ihm durch den Kopf. Gib ihr Zeit. Das wollte er. Wirklich. Aber gleichzeitig hatte er das ungute Gefühl, dass zwischen ihnen etwas ausgesprochen werden musste. Nur nicht heute. Nicht, solange Mina gerade erst wieder angefangen hatte, zu atmen. Er stand auf und ging zum Fenster. Vielleicht sollte er ihr einfach ein paar Tage Ruhe lassen. Keine Überraschungsbesuche. Keine unangekündigten Gespräche. Keine weiteren komplizierten Fragen. Nur Zeit. Doch gerade als er sich wieder seinem Schreibtisch zuwenden wollte, hörte er Schritte vor seiner Tür.

„G'raha?“ Alisaies Stimme. „Bist du schon wach?“

G'raha sah zur Tür. „Leider ja.“

„Gut.“ Die Tür öffnete sich. Alisaie steckte den Kopf herein. „Wir müssen etwas besprechen.“ G'raha ahnte bereits, dass das nichts Gutes bedeutete. „Was?“

„Unsere Familienfeier.“

Er starrte sie an. „Es ist sieben Uhr morgens.“

„Und?“

„Alisaie...“

„Wir müssen planen.“

G'raha seufzte. „Du bist schlimmer als ich.“

„Danke.“

„Das war kein Kompliment.“

„Ich nehme es trotzdem.“ Sie verschwand wieder aus der Tür. G'raha blieb noch einen Moment stehen. Dann musste er trotz allem lachen. Vielleicht war das tatsächlich genau das, was sie alle brauchten. Etwas völlig Normales. Etwas Leichtes. Etwas, das Mina zeigte, dass sie nicht wieder verschwinden musste. Er wusste nur noch nicht, dass Mina währenddessen in ihrer Küche saß und sich genau dieselbe Frage stellte: Wie sollte es jetzt weitergehen?

Und wieder vergingen Tage. Sie hatte sogar sich mit ihrer Freundin ausgesprochen die der gleichen Meinung war. Es war Selbstgeißelung was sie tat. Klüger wäre ein klarer Schlussstrich gewesen. Aber sie hatte es nicht fertig gebracht. Dafür war sie zu sehr in G'raha verliebt, wie er so betrübt auf der Brücke stand. Sie gestand es sich ein, aber traute sich nicht ihm dies zu gestehen, zu groß war die Angst vor der Abweisung. weil er ständig von Freundschaft gesprochen hatte. Und dann war auch noch die Sache mit der anderen Frau. Das waren die zwei Hauptgründe warum sie aus dem Weg gegangen war. Warum sie sich dazu gezwungen sah diesen drastischen Schritt damals im Café durch zu ziehen. Wo G'raha sie völlig entgeistert angeschaut hatte als sie mit jemand anderes dort saß. Sie wollte G'raha nicht dazu zwingen das er sich aufgrund ihrer Gefühle irgendwann einredete in sie verliebt zu sein, obwohl es nicht stimmte und es eigentlich eine andere gab. Und je mehr Tage verstrichen desto stärker kehrten die Zweifel zurück und die Angst. Kurz blickte sie auch auf ihren Koffer und stellte sich vor, wie sie diesen einfach packte und wortlos wieder verschwand. Vielleicht wäre das damals die noch bessere Lösung gewesen, aber darauf war sie nicht gekommen.

Die Tage vergingen tatsächlich. Und mit jedem davon wurde der Alltag ein wenig normaler. Zumindest äußerlich. Mina ging wieder ihrer Ausbildung nach, kümmerte sich um ihren Haushalt, arbeitete im Café und traf sich gelegentlich mit ihrer Freundin. Sie lachte wieder häufiger. Sie schlief besser. Selbst die Kopfschmerzen wurden weniger. Doch sobald es still wurde, kamen die Gedanken zurück. Immer wieder. Freundschaft. Dieses Wort hatte G'raha so oft benutzt. Und dann war da diese andere Frau. Mina hatte keine Ahnung, wer sie war. Sie wusste nur, dass G'raha Gefühle für sie hatte. Dass er sie vermisste. Ihr Lachen, ihre Anwesenheit. Wie sollte sie gegen so etwas ankommen? Gar nicht. Deshalb war sie gegangen. Und deshalb saß sie nun da und starrte auf den Koffer. Einfach packen. Einfach verschwinden. Diesmal ohne Abschied. Ohne Erklärung. Dann müsste sie sich nicht mehr jeden Tag fragen, ob seine Blicke etwas bedeuteten. Müsste nicht bei jeder kleinen Berührung ihres Schweifs Herzklopfen bekommen. Müsste nicht jedes Mal hoffen, wenn er ihren Namen sagte. Sie schloss die Augen. „Verdammt...“ Ihr Herz wusste längst, was ihr Verstand noch immer nicht akzeptieren wollte. Sie liebte ihn. Nicht ein bisschen. Nicht auf diese harmlose Art, die man mit „sehr guter Freund“ erklären konnte. Sie liebte G'raha Tia. Und genau deshalb hatte sie Angst.

Zur selben Zeit saß G'raha in der Bibliothek des Hauptquartiers. Ein Buch lag aufgeschlagen vor ihm. Seit ungefähr zehn Minuten hatte er dieselbe Seite betrachtet. Alisaie saß ihm gegenüber und beobachtete ihn. „Du liest die Seite nicht.“

G'raha hob den Blick. „Doch.“

„Nein.“

„Woher willst du das wissen?“

„Weil du seit zehn Minuten auf dieselbe Zeile starrst.“

G'raha sah wieder ins Buch. „Vielleicht ist sie besonders interessant.“

Alisaie schnaubte. „Es geht um Mina.“ Stille.

G'raha schloss das Buch. „Ja.“

Alisaies Ausdruck wurde ernster. „Du hast seit Tagen nichts von ihr gehört.“

„Ich weiß.“

„Und du hast sie nicht besucht.“

„Ich weiß.“

„Warum?“

G'raha strich mit einem Finger über den Buchdeckel. „Weil sie gesagt hat, dass sie Zeit braucht.“

„Hat sie das?“

Er hielt inne. „Nicht mit diesen Worten.“

Alisaie sah ihn an. „Dann warum?“

G'raha atmete langsam aus. „Weil ich glaube, dass sie Angst hat.“

Alisaie schwieg.

„Und ich will nicht derjenige sein, der sie wieder dazu bringt davonzulaufen.“ Seine Stimme war leiser geworden. „Als sie damals gegangen ist...“ Er schluckte. „Ich habe nicht verstanden, warum.“ Ein bitteres Lächeln. „Jetzt glaube ich, dass ich zumindest einen Teil davon verstehe.“

Alisaie legte den Kopf schief. „Und was willst du tun?“

G'raha sah zum Fenster. „Nichts erzwingen.“ Eine Pause. „Aber ich will auch nicht einfach wieder verschwinden.“

Alisaie nickte langsam. „Dann musst du ihr irgendwann sagen, was wirklich in deinem Kopf vorgeht.“

G'raha antwortete nicht sofort. Dann: „Ja.“ Seine Hand schloss sich langsam um den Buchrücken. „Das werde ich.“

Am Abend lag Minas Haus im warmen Schein einer einzelnen Lampe. Der Koffer stand noch immer dort. Unberührt. Sie ging schließlich zu ihm hinüber. Legte eine Hand auf den Griff. Und blieb stehen. Nur ein Schritt. Mehr wäre es nicht. Einfach wieder fort. Vielleicht wäre es sogar vernünftiger. Doch dann erinnerte sie sich an die Brücke. An seinen Blick. An seine Stimme. Du hast mir schrecklich gefehlt. Ihre Finger lösten sich wieder vom Koffer. „Nein...“ Mina schüttelte langsam den Kopf. „Ich kann nicht schon wieder weglaufen.“ Sie setzte sich auf den Boden davor. Vielleicht musste sie nicht sofort eine Entscheidung treffen. Vielleicht durfte sie einfach einmal bleiben. Und abwarten, was passierte. Denn eines wusste sie inzwischen ganz sicher: Sie konnte G'raha nicht aus ihrem Herzen löschen. Und vielleicht musste sie das auch gar nicht. Nur die Angst davor, was seine Antwort irgendwann sein würde, die musste sie irgendwie aushalten.

Wütend schrubbte sie schon seit zehn Minuten einen Teller der eigentlich schon längst sauber war. Es waren jetzt wieder mehrere Tage vergangen, kein Lebenszeichen von ihm. Kein Fortschritt und kein Rückschritt. Es bildete sich wieder ein Kloß in ihrem Hals und ihre Sicht verschwamm. „Von wegen du vermisst mich“, drehte sie sich auf dem Absatz um und pfefferte den Teller mit Wucht gegen die Wand. „Du Lügner!“ brüllte sie aus vollem Hals, schluchzte und sank dann an der Spüle in sich zusammen. Wobei sie ihre Beine an sich ran zog und den Kopf dazwischen vergrub während ihre Schultern bebten und heiße Tränen ihre Wangen erneut benetzten.

Der Teller zerbarst mit einem scharfen Krachen an der Wand. Für einen Moment war danach nur Stille. Dann drang von draußen ein dumpfes Geräusch an Minas Ohren. Schritte. Jemand blieb vor ihrer Tür stehen. Eine kurze Pause. Dann ein vorsichtiges Klopfen. „Mina?“ Die vertraute Stimme. G'raha. Er war tatsächlich gekommen. Auf der anderen Seite der Tür herrschte einen Moment lang Schweigen. Offenbar hatte er Minas Schrei gehört und wusste nun nicht recht, ob er einfach eintreten durfte. „Ich...“ Seine Stimme war ungewöhnlich zögerlich. „Ich hoffe, ich störe nicht.“ Wieder Stille. G'raha atmete hörbar aus. „Eigentlich weiß ich, dass das eine ziemlich dumme Frage ist.“ Ein leises, selbst ironisches Lachen, das jedoch sofort wieder verschwand. „Ich war mehrere Tage nicht hier.“ Er senkte vermutlich den Blick, auch wenn Mina ihn nicht sehen konnte. „Und ich weiß, dass ich damit vielleicht genau das getan habe, wovor ich dich eigentlich bewahren wollte.“ Eine Pause. „Aber ich wollte dir Zeit geben.“ Seine Stimme wurde leiser. „Nicht verschwinden.“ Noch ein Moment. „Nur... Zeit geben.“ Er legte vermutlich eine Hand gegen den Türrahmen. „Und dann habe ich heute gemerkt, dass ich möglicherweise etwas Entscheidendes vergessen habe.“ Seine Stimme war jetzt kaum mehr als ein ruhiger Ton durch die geschlossene Tür. „Dass du vielleicht gar nicht möchtest, dass ich dir einfach Zeit gebe.“ Eine lange Pause. „Vielleicht möchtest du, dass ich endlich mit dir rede.“ Er schluckte. „Wenn du mich jetzt wegschicken möchtest, mache ich das.“ Kein Drängen. Keine Bewegung an der Tür. „Aber wenn nicht...“ Seine Stimme brach für einen kurzen Augenblick. „Dann würde ich gerne wissen, was gerade passiert ist.“ Noch immer blieb er draußen. Wartend. Und auf der anderen Seite der Tür saß Mina, mit Tränen im Gesicht, den Rücken an die Spüle gedrückt und dem zerbrochenen Teller zu ihren Füßen. G'raha wusste nicht, was sie gesagt hatte. Aber eines hatte er inzwischen verstanden: Dieses Schweigen zwischen ihnen war keine Lösung.

Sie hatte jedes Wort von ihm gehört. Wut stieg in ihr hoch, Wut auf sich und auf ihn. Energisch wischte sie sich die Tränen halbherzig weg stand auf und stapfte zur Tür. Mit einem Ruck öffnete sie die Tür. Er konnte deutlich sehen, dass sie wütend war. „Ach was, und da fällt es den Herren nicht einmal ein sich kurz zu melden und Bescheid zu sagen!“, fuhr sie ihn lautstark an. „ Oder hast du es nicht für wichtig genug befunden mich wenigstens KURZ zu informieren? Ach was erwarte ich auch“, fragte sie sarkastisch wütend. „DAS fällt dir ja sehr früh ein, ganz ehrlich. Und ich Blöde Kuh sitze hier und...warte“, schlug sie G'raha mit der Faust auf die schulter. „....und warte...“, wieder ein schlag, „....und warte....“, wieder ein schlag. „...und du bist nicht da“, ließ sie ihren Kopf sinken. Es war ihr egal ob gerade die ganze Nachbarschaft sie gehört hatte.

G'raha wich bei dem ersten Schlag nicht zurück. Auch beim zweiten nicht. Er ließ sie einfach gewähren. Beim dritten schloss er kurz die Augen. Nicht weil es besonders wehgetan hätte. Sondern weil jedes ihrer Worte wesentlich härter traf als ihre Faust. „Ich weiß.“ Seine Stimme war leise. „Ich weiß, Mina.“ Als ihr Kopf schließlich sank, hob er langsam die Hand, hielt jedoch mitten in der Bewegung inne. Er wollte sie nicht ungefragt berühren. „Du hast jedes Recht, wütend zu sein.“ Er schluckte. „Und nein. Es war nicht richtig, dass ich mich nicht gemeldet habe.“ Ein bitteres Lächeln. „Ich dachte, ich würde dir damit helfen.“ Seine roten Augen ruhten auf ihr. „Ich dachte, wenn ich dir Raum lasse, dann kann ich nichts falsch machen.“ Er schüttelte langsam den Kopf. „Offenbar habe ich damit genau das Gegenteil erreicht.“ Ein leises Ausatmen. „Ich hätte dir wenigstens eine Nachricht schicken können.“ Seine Stimme wurde brüchiger. „Nur ein Ich bin da. Ich lasse dir Zeit. Aber ich bin da.“ Er sah auf ihre Hand, die noch immer an seiner Schulter lag. „Das hätte ich tun sollen.“ Dann hob er den Blick wieder zu ihr. „Und du wartest hier.“ Ein kurzer Moment. „Während ich mir eingeredet habe, dass ich das Richtige tue.“ Er schüttelte den Kopf über sich selbst. „Verdammt.“ Zum ersten Mal seit sie ihn kannte, wirkte G'raha nicht wie jemand, der eine Antwort parat hatte. Nicht wie der Gelehrte. Nicht wie der Abenteurer. Nicht wie jemand, der schon Welten gerettet hatte. Nur wie ein Mann, der gerade begriff, dass er jemanden verletzt hatte. „Mina...“ Er machte einen kleinen Schritt näher. Blieb aber sofort wieder stehen. „Ich bin hier.“ Seine Stimme war ruhig. „Diesmal bin ich tatsächlich hier.“ Ein kleines, trauriges Lächeln. „Und wenn du mich noch zehnmal anschreien möchtest, dann werde ich zuhören.“ Er deutete mit einem kaum merklichen Blick auf ihre Faust. „Nur würde ich dir irgendwann gerne erklären, warum ich nicht gekommen bin.“ Seine Ohren senkten sich leicht. „Nicht weil du mir nicht wichtig bist.“ Eine Pause. „Sondern gerade weil du mir wichtig bist.“ Und diesmal wich er ihrem Blick nicht aus.

Langsam ließ sie ihre Faust von seiner Schulter gleiten, nahm den Türknauf und stieß die Tür weiter auf, sodass sie gegen die Wand prallte. Drehte sich dann um und stapfte ohne ein Wort in die Küche. Mit dem Rücken zu ihm gewandt würde sie stehen bleiben der zerbrochene Teller sichtbar immer noch am Boden liegend. „Na auf diese ausrede bin ich ja mal gespannt“, und verschränkte sie Arme vor der Brust kam es schnaufend von ihr.

G'raha blieb einen Moment im Türrahmen stehen. Sein Blick fiel auf den zerbrochenen Teller. Dann auf Minas Rücken. Er trat schließlich ein und schloss die Tür hinter sich, allerdings nicht vollständig. Er wollte ihr nicht das Gefühl geben, sie wäre mit ihm eingeschlossen. „Das ist keine Ausrede.“ Er ging ein paar Schritte in die Küche, blieb aber mit genügend Abstand stehen. „Zumindest sollte es keine sein.“ Seine Stimme war ruhig geworden. „Ich hatte Angst, Mina.“ Ein kurzes, bitteres Lächeln. „Nicht davor, dass du mich anschreist. Das habe ich mir vermutlich verdient.“ Sein Blick wanderte zu dem Teller. „Ich hatte Angst, dass ich wieder etwas falsch mache.“ Er atmete tief durch. „Nachdem du mir auf der Brücke gesagt hast, dass du gegangen bist, weil du dachtest, du würdest unsere Freundschaft zerstören...“ Er schluckte. „...habe ich mir immer wieder gesagt, dass ich dich nicht noch einmal bedrängen darf.“ Er sah sie an. „Du hattest gerade erst wieder angefangen, mit mir zu reden. Du hast mit uns gelacht. Du hast dich auf diesen Abend eingelassen.“ Ein kleines Lächeln. „Und ich wollte das nicht kaputtmachen.“ Dann wurde sein Gesicht wieder ernst. „Also habe ich Abstand gehalten.“ Eine Pause. „Zu viel Abstand.“ Er fuhr sich durch die Haare. „Ich habe jeden Tag darüber nachgedacht, dir zu schreiben.“ „Jeden einzelnen.“ Seine Stimme wurde leiser. „Und jedes Mal dachte ich: Nein. Lass ihr Zeit.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich habe mich selbst davon überzeugt, dass Schweigen Rücksicht bedeutet.“ Dann sah er sie direkt an. „Aber Schweigen fühlt sich für denjenigen, der wartet, offenbar nicht wie Rücksicht an.“ Ein trauriges Lächeln. „Das habe ich heute verstanden.“ Er machte einen vorsichtigen Schritt auf sie zu. „Und bevor du denkst, ich hätte dich vergessen...“ Seine Stimme stockte kurz. „Mina, ich habe dich nicht vergessen.“ Seine roten Augen ruhten auf ihr. „Nicht einen einzigen Tag.“ Dann senkte er den Blick. „Aber es gibt noch etwas, das ich dir erklären muss.“ Eine kurze Pause. „Die Sache mit der anderen Frau.“ Seine Finger schlossen sich leicht. „Ich glaube, genau das hat zwischen uns mehr Schaden angerichtet, als ich damals verstanden habe.“ Er sah wieder auf. „Und wenn du möchtest, erzähle ich dir jetzt endlich, was es damit auf sich hat.“ Sein Blick blieb auf ihr. „Aber diesmal entscheidest du, ob du es hören möchtest.“ Er wartete. „Ich werde nicht wieder einfach für dich entscheiden.“

Während er sprach rollten ihr wieder tränen über die Wangen die sie verzweifelt versuchte weg zu wischen, aber es kamen immer wieder neue. „Ach Angst hattest du.“

„Du hast mich überhaupt nicht bedrängt ehr habe ich Angst das es anders herum der Fall werden könnte“, sagte sie. „Oh sehr großzügig das du wenigstens daran GEDACHT hast“, kam es gezischt von ihr, dabei wischte sie sich immer noch die tränen von den Wangen. „Ach wunderbar das DU dich davon überzeugst hast. Herzlichen Glückwunsch dazu.“

„ Und ach nein, was du nicht sagt, wann bist du denn zu DIESER klugen Erkenntnis gekommen?“

„Und das hast du mir MAL wieder SEHR deutlich gezeigt wie du mich NICHT vergessen hast. Genau wie das mal davor“, fauchte sie mit zittriger stimme. Sie wirbelte zu G'raha herum und er konnte erneute Tränen spuren auf ihren Wangen erkennen. „Was? WAS willst du mir da noch erklären? Ja du du hast Gefühle Gefühle für sie“,warf sie die Hände in die Luft. “Das habe ich mittlerweile mehr als gut genug verstanden. Ich bin ja nur eine Freundin,“ kam es sarkastisch “Los komm schon stich mir das Messer rein,“ und deutet energisch auf ihre Brust. “Dann hab ich es endlich hinter mir. Und es hört hoffentlich endlich auf so weh zu tun,“ schlug sich die Hände vors Gesicht und drehte sich wieder um mit heftigen Kopf schütteln. “Los mach schon!....Ich ertrag das nicht mehr."

G'raha erstarrte. Nicht wegen ihrer Lautstärke. Nicht wegen der Vorwürfe. Sondern wegen des letzten Satzes. Ich ertrag das nicht mehr. Seine Ohren legten sich flach an, und für einen Moment sah er sie einfach nur an. Die Tränen auf ihren Wangen, ihre zitternden Schultern, die Hände vor dem Gesicht. Dann setzte er sich in Bewegung. Nicht hastig. Aber diesmal blieb er nicht auf Abstand. Er ging bis dicht hinter sie, ohne sie zu berühren. „Nein.“ Nur dieses eine Wort. Fest. „Nein, Mina.“ Seine Stimme zitterte nun ebenfalls leicht. „Ich werde dir kein Messer in die Brust stechen.“ Er schluckte schwer. „Und ich werde dir auch nicht sagen, dass du nur eine Freundin bist.“ Eine Pause. „Denn genau das ist das Problem.“ Er schloss kurz die Augen. „Du glaubst, ich hätte dich vergessen, weil ich mich nicht gemeldet habe. Du glaubst, ich hätte dich nicht vermisst, weil ich nicht vor deiner Tür stand.“ Seine Stimme wurde rauer. „Und du glaubst, ich würde dich jetzt hier stehen lassen und dir erzählen, dass ich eine andere liebe.“ Er schüttelte langsam den Kopf. „Mina...“ Ein leiser Atemzug. „Wer hat dir eigentlich erzählt, dass ich Gefühle für eine andere Frau habe?“ Er wartete nicht auf eine Antwort. „Nein.“ Seine Stimme wurde eindringlicher. „Lass mich ausreden. Bitte.“ Er ging einen halben Schritt näher. „Denn ich glaube, wir haben uns beide seit Wochen Dinge zusammengereimt, die der andere niemals gesagt hat.“ Sein Blick fiel auf ihre Hände vor ihrem Gesicht. „Du hast angenommen, dass ich wegen einer anderen Frau glücklich bin.“

„Ich habe angenommen, dass du mich nicht sehen wolltest, weil du dich von mir lösen möchtest.“ Er lachte kurz auf, aber darin lag keinerlei Heiterkeit. „Und während du dachtest, ich hätte dich vergessen, habe ich hier gesessen und mich gefragt, ob ich überhaupt das Recht habe, noch einmal bei dir aufzutauchen.“ Seine Stimme brach beinahe. „Das ist doch vollkommen absurd.“ Er hob vorsichtig eine Hand. Diesmal hielt er nicht mitten in der Bewegung inne. Er berührte sie trotzdem nicht. Nur seine Hand blieb neben ihrer Schulter, offen, als würde er ihr die Entscheidung überlassen. „Und bevor du jetzt wieder glaubst, ich würde ausweichen...“ Seine roten Augen wurden feucht. „Nein. Ich werde dir sagen, was mit dieser Frau ist.“ Eine kurze Pause. „Aber nicht so, wie du es gerade erwartest.“ Er atmete tief durch. „Mina … es gab nie eine andere Frau.“ G'raha hielt ihren Blick fest, seine Stimme war leise, aber vollkommen ernst. „Du warst es. Die ganze Zeit.“ Für einen Augenblick schien es ihm schwerzufallen, die richtigen Worte zu finden. Dann atmete er langsam aus. „Erinnerst du dich an damals, als ich von einer Frau gesprochen habe, die ich interessant fand? Von jemandem, dessen Art mich neugierig machte und den ich unbedingt wiedersehen wollte?“ Ein kleines, beinahe verlegenes Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Ich habe damals nur nicht den Mut gehabt, dir zu sagen, dass ich von dir gesprochen habe.“ Sein Blick wurde weicher. „Ich wusste selbst noch nicht, wohin diese Gefühle führen würden. Aber von dem Moment an, in dem wir uns kennengelernt haben, warst du diejenige, an die ich dachte.“ Er schüttelte leicht den Kopf. „Wenn es später so klang, als hätte ich von einer anderen Frau gesprochen, dann habe ich mich schlecht ausgedrückt. Es gab keine andere. Keine geheime Bekanntschaft, niemanden, den ich zwischenzeitlich kennengelernt habe.“ Seine Stimme wurde noch leiser. „Es war immer Mina.“ Seine Hand sank langsam wieder. „Und Mina...“ Seine Stimme wurde kaum mehr als ein Flüstern. „Wenn du wirklich glaubst, dass ich dich hier vor mir stehen sehe und dabei denke du seist nur eine Freundin...“ Er schüttelte den Kopf. „Dann habe ich dir offenbar viel zu lange nicht gesagt, was in mir vorgeht.“ Und zum ersten Mal wich er ihrem Blick nicht aus. „Das war mein Fehler.

Und ich werde dir auch nicht sagen, dass du nur eine Freundin bist.“

Da stockte ihr schluchzen kurz. „D-das hast du damals mir selber in der Küche bei dir erzählt“, kam es stockend gedämpft durch ihre Hände.

„Ich habe angenommen, dass du mich nicht sehen wolltest, weil du dich von mir lösen möchtest.“

Wieder schüttelte sie den Kopf. „Nein das stimmt nicht“, schluchzte sie. „Nicht so wie ich denke?“, fragte sie. Wieder wirbelte sie zu ihm herum diesmal stand er wesentlich dichter vor ihr als eben gerade noch. „WAS?! Was bin ich dann für dich?“, fragte sie mit bebender Unterlippe und vor Wut blitzenden Augen in den tränen schimmerten. „Eine Freundin die du nicht missen möchtest? Eine enge Freundin die dir wichtig ist?! Ein teil deiner Familie?! Glückwunsch weiß ich alles schon!“ Fauchte sie laut trotzdem er dicht vor ihr stand.

G'raha wich ihrem Blick nicht aus. Ihre Worte trafen ihn, doch diesmal versuchte er nicht, sich hinter einer vorsichtigen Formulierung zu verstecken. „Nein.“ Seine Stimme war ruhig, obwohl sie selbst leicht bebte. „Nichts von alledem.“ Er stand dicht vor ihr, machte aber keine weitere Bewegung auf sie zu. „Du hast recht. Ich habe dir damals in meiner Küche gesagt, dass du eine Freundin bist.“ Ein bitteres, kleines Lächeln. „Und damals war das auch die Wahrheit. Ich habe es so empfunden. Ich habe dich unglaublich gern gehabt. Ich habe unsere Zeit miteinander genossen. Ich wollte dich in meinem Leben behalten.“ Seine Augen wurden weicher. „Aber ich habe nicht verstanden, wann sich etwas verändert hat.“ Er schluckte. „Vielleicht schon bevor du gegangen bist.“ Seine Stimme wurde leiser. „Vielleicht habe ich es erst verstanden, als du nicht mehr da warst.“ Er sah ihr direkt in die Augen. „Als du plötzlich nicht mehr morgens mit deiner Tasse Kaffee irgendwo aufgetaucht bist. Als ich dir etwas erzählen wollte und niemand da war, dem ich es erzählen konnte. Als ich irgendwo etwas sah, von dem ich wusste, dass du darüber lachen würdest.“ Ein trauriges Lächeln. „Und als ich irgendwann begriffen habe, dass ich nicht einfach nur deine Gesellschaft vermisse.“ Er atmete tief ein. „Ich vermisse dich.“ Seine Hand bewegte sich ein wenig, blieb aber wieder zwischen ihnen stehen. „Nicht deine Freundschaft.“ Eine Pause. „Dich.“ Er ließ ihr Zeit, diese Worte aufzunehmen. „Und ja.“ Seine Stimme zitterte nun deutlicher. „Ich habe Gefühle für dich.“ Die Worte standen zwischen ihnen. Endlich ausgesprochen. „Nicht für eine andere Frau. Für dich, Mina.“ Seine Ohren senkten sich leicht. „Ich wusste nur nicht, wann aus Freundschaft etwas anderes geworden ist. Und ich hatte Angst, dass ich es falsch deute.“ Ein leises, heiseres Lachen. „Ausgerechnet ich. Ich, der so viel über die Menschen um mich herum zu wissen glaubt.“ Sein Blick wanderte kurz zu ihren Tränen. „Bei dir habe ich offenbar alles falsch gemacht.“ Dann sah er wieder in ihre Augen. „Und ich möchte dir nichts vormachen.“ Er holte tief Luft. „Ich weiß nicht, was daraus wird. Ich weiß nicht, ob wir sofort wissen müssen, was wir sind. Aber ich weiß inzwischen sehr genau, dass ich dich nicht als nur eine Freundin sehe.“ Seine Stimme wurde ganz leise. „Und ich weiß, dass der Gedanke, dich wieder zu verlieren, mir mehr Angst macht, als ich dir jemals gesagt habe.“ Er hob langsam die Hand. Diesmal blieb sie nicht in der Luft. Doch er legte sie nicht auf sie. Er hielt sie ihr einfach entgegen. „Das ist die Wahrheit.“ Ein kleines, verletzliches Lächeln. „Keine Ausrede. Keine andere Frau. Und kein Messer. Nur ich.“ Er sah sie an. „Und das, was ich für dich empfinde.“

Nichts von alledem. Ihr entwich plötzlich sämtlich Farbe aus dem Gesicht und das Herz sackte ihr meilenweit Etagen tief in den nicht vorhandenen Keller. Sie hatte es doch geahnt. Blitzschnell drehte sie sich wieder von ihm weg. Damals, diese ganzen Vergangenheitsformen, es schnitt ihr scharf in die Brust. Auch wenn sie sie sich die Hände auf die Ohren hielt, sie würde ihn trotzdem hören. Nur Zentimeter, mehr nicht hob sich ihr Kopf bei seinen nächsten Worten und ihre Ohren wackelten unter ihren Händen. Ein kurzes zucken ihres Schweifes bevor er wieder herabhing. „Das du mich vermisst, hast du mir auch schon mehrmals mitgeteilt, was soll daran so besonders sein?“ Was sollte das heißen SIE. Ich habe Gefühle für dich. Ein kurzes kribbeln in ihrer Magengegend. Und da kam es : Ich wusste nur nicht, wann aus Freundschaft etwas anderes geworden ist. Das Messer in ihre Brust. Ich weiß nicht, ob wir sofort wissen müssen, was wir sind. Oh jetzt kam das berüchtigte Bohren in der Wunde auch noch dazu. Na herrlich. Als würde ihr Herz nicht schon genug bluten. Langsam ließ sie ihre Hände sinken. „Herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis das du herausgefunden hast du das NICHT nur Freundschaft für mich empfindest“, kam es dann von ihr. Und wieder diese Hand, dachte er immer noch man schüttelte sich nach SO etwas die Hände?

G'raha sah ihre Reaktion und sein Gesicht veränderte sich sofort. Er hatte es geschafft. Er hatte endlich ausgesprochen, was er seit Tagen in sich herumgetragen hatte. Und trotzdem sah Mina aus, als hätte er ihr gerade den Boden unter den Füßen weggezogen. „Nein.“ Seine Stimme war sofort leiser. „Mina, bitte.“ Er sah auf seine ausgestreckte Hand und zog sie langsam zurück. „Du hast recht. Das war eine vollkommen bescheuerte Geste.“ Ein kurzes, nervöses Ausatmen. „Ich wollte dich damit nicht dazu auffordern, mir die Hand zu schütteln.“ Sein Blick blieb auf ihr. „Ich wusste einfach nicht, wohin mit meinen Händen.“ Er ließ sie an den Seiten sinken. Dann schüttelte er langsam den Kopf. „Und offenbar habe ich auch mit meinen Worten gerade genau das Gegenteil von dem erreicht, was ich wollte.“ Er trat einen kleinen Schritt zurück, damit sie wieder etwas Luft zwischen ihnen hatte. „Du hörst meine Worte und machst daraus: Er hat irgendwann aufgehört, mich nur als Freundin zu sehen, weiß aber selbst nicht, was er jetzt will.“ Er nickte leicht. „Ich verstehe, warum du das so hörst.“ Seine Stimme wurde rauer. „Aber das ist nicht das, was ich dir sagen wollte.“ Er atmete tief durch. „Als ich sagte, ich weiß nicht, was wir sind, meinte ich nicht, dass ich nicht weiß, was ich für dich empfinde.“ Seine Augen hielten ihren Blick fest. „Das weiß ich.“ Eine Pause. „Ich habe Gefühle für dich.“ Deutlicher. Ohne Ausweichen. „Ich will dich.“ Seine Stimme zitterte bei den Worten. „Nicht als Freundin, die ich nicht verlieren möchte. Nicht als Familienmitglied. Nicht als irgendeinen Menschen, der zufällig einen wichtigen Platz in meinem Leben bekommen hat.“ Er schluckte. „Sondern als Mina. Als die Frau, deren Nähe ich vermisse. Als die Frau, deren Lachen ich hören möchte. Als die Frau, bei der ich mich dabei ertappe, dass ich ihre Hand berühren will, obwohl ich mir gleichzeitig sage, dass ich ihr damit vielleicht zu nahe komme.“ Ein trauriges Lächeln. „Als die Frau, deren Schweif mich unter dem Tisch gestreift hat und bei der ich anschließend viel zu lange darüber nachgedacht habe.“ Seine Ohren wurden leicht rot. „Und ja. Als die Frau, in die ich mich verliebt habe.“ Stille. G'raha ließ ihr die Worte. „Das ist es, was ich dir sagen wollte.“ Sein Blick wurde sanfter. „Nicht, dass ich irgendwann festgestellt habe, dass unsere Freundschaft vielleicht etwas mehr sein könnte. Sondern dass ich irgendwann festgestellt habe, dass du für mich mehr geworden bist.“ Er senkte kurz den Blick. „Ich habe nur Angst davor gehabt, dir das zu sagen.“ Dann sah er wieder auf. „Weil du mir einmal gesagt hast, dass du Angst davor hast, unsere Freundschaft kaputtzumachen.“ Ein kaum hörbares Ausatmen. „Und ich hatte dieselbe Angst.“ Seine Stimme brach beinahe. „Nur aus einem anderen Grund.“

Er wusste einfach nicht, wohin mit seinen Händen. Innerlich verdrehte sie die Augen und presste sie Lippen aufeinander. Blödmann Ich will dich bei diesen Worten drehte sie sich langsam zu ihm um mit halb offenen Mund. Wie war das denn jetzt schon wieder gemeint? Ihr Mund ging immer weiter auf. Hatte sie richtig gehört. Oder bildete sie sich das gerade nur ein? Eine Wunschvorstellung? Oder gar ein schöner Traum? Sie kniff sich in den Oberarm ohne G'raha aus den Augen zu lassen. Au, nein dann...dann..... Ihre Unterlippe fing wieder an zu beben und sie legte jetzt beide Hände über ihren Mund und fing an zu schluchzen. Die Tränen flossen jetzt in Sturzbächen über ihre Wangen. Erst ging sie in die Hocke dann fiel sie auf die Knie weil ihre Beine sie nicht mehr halten konnten. Es waren keine Tränen aus, Angst, Verzweiflung oder Schmerz, nein aus Freude. Ihre Gefühle wurden erwidert.

G'raha erstarrte, als Mina plötzlich in die Knie sank. Für einen Herzschlag wusste er nicht, was er tun sollte. Dann sah er die Tränen. Und dieses Mal erkannte er den Unterschied. Keine Verzweiflung. Kein Schmerz. Erleichterung. Freude. Sein eigener Atem stockte. „Oh...“ Mehr brachte er zunächst nicht heraus. Dann ging er langsam vor ihr in die Hocke, sodass er auf ihrer Höhe war. „Mina...“ Seine Stimme war unglaublich sanft. Er hob eine Hand und hielt sie kurz neben ihre Wange, als würde er ihr noch immer die Entscheidung überlassen. Doch diesmal wartete er nicht darauf, dass sie irgendetwas sagen musste. Mit dem Daumen strich er vorsichtig eine Träne von ihrer Wange. „Ich meinte genau das, was du gehört hast.“ Ein kleines, ungläubiges Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Ich will dich.“ Er wischte eine weitere Träne fort. „Nicht, weil ich Angst habe, dich zu verlieren. Nicht, weil ich dich trösten möchte. Nicht, weil ich glaube, dass ich es dir schuldig bin.“ Seine roten Augen glänzten selbst verdächtig feucht. „Sondern weil ich dich liebe.“ Das Wort kam ruhig. Ohne großes Pathos. Aber mit einer Ehrlichkeit, die all die Wochen des Schweigens plötzlich bedeutungslos erscheinen ließ. G'raha schluckte. „Und ich hätte dir das schon viel früher sagen sollen.“ Ein leises Lachen entwich ihm, während er selbst den Kopf schüttelte. „Wir sind wirklich zwei ausgesprochen dumme Miqut`ten.“ Sein Blick wanderte über ihr verweintes Gesicht. „Du rennst davon, weil du glaubst, ich liebe eine andere.“ Ein kleines Schmunzeln. „Ich lasse dich in Ruhe, weil ich glaube, du möchtest dich von mir lösen.“ Er seufzte. „Und dabei hätten wir vermutlich einfach miteinander reden müssen.“ Seine Hand blieb an ihrer Wange liegen. „Aber das können wir jetzt.“ Er sah ihr tief in die Augen. „Wenn du möchtest.“ Dann öffnete er langsam die Arme. Keine Forderung. Nur eine Einladung. „Komm her.“ Seine Stimme wurde ganz leise. „Diesmal musst du nicht weglaufen.“ Und in seinem Gesicht lag etwas, das Mina bisher nur selten gesehen hatte. Keine Unsicherheit. Kein Ausweichen. Nur offene, ungefilterte Zuneigung.

Ich will dich wieder dieses Kribbeln im Bauch, nur fühlte es sich diesmal schöner an. Langsam ließ sie ihre Hände vom Mund sinken und ein ersticktes erleichtertes lachen kam heraus bei seiner Liebeserklärung. Weil ich dich liebe diese drei kleinen Worte sprengten diesen unerträglichen Schmerz der wie eine Kette um ihr Herz gelegen hatte weg. Als er seine Arme öffnete warf sie sich regelrecht hinein und schlang ihre Arme um seinen Hals. „K-kommen diese Gefühle wirklich von dir aus? Nicht weil ich....?“, fragte sie stockend.

G'raha fing sie auf, als sie sich ihm regelrecht entgegenwarf. Seine Arme schlossen sich sofort um sie, fest genug, dass sie spüren konnte, dass er sie wirklich hielt, aber ohne sie einzuengen. Für einen Moment sagte er gar nichts. Er vergrub sein Gesicht kurz in ihrem weißen Haar und atmete tief ein. Als hätte er selbst erst jetzt begriffen, dass sie tatsächlich hier war. Dann hob er den Kopf ein wenig. „Ja.“ Keine Pause diesmal. Kein Ausweichen. „Von mir.“ Seine Hand strich langsam über ihren Rücken. „Mina, hör mir bitte gut zu.“ Er löste sich gerade weit genug, um ihr ins Gesicht sehen zu können, ließ sie aber nicht los. „Diese Gefühle sind nicht entstanden, weil du mir deine gestanden hast.“ Sein Blick wurde ernst. „Sie waren schon da.“ Ein kleines Lächeln. „Ich habe sie nur viel zu spät verstanden.“ Er strich ihr vorsichtig eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Du hast mich nicht dazu gebracht, dich zu lieben. Du hast mich nicht dazu gedrängt. Und du hast mich auch nicht irgendwie davon überzeugt.“ Er schüttelte leicht den Kopf. „Das ist alles ganz allein in mir passiert.“ Seine Stirn legte sich sanft gegen ihre. „Ich habe mich in dich verliebt, Mina.“ Ganz leise fügte er hinzu: „Lange bevor ich den Mut hatte, es mir selbst einzugestehen.“ Ein kleines, verlegenes Lächeln huschte über sein Gesicht. „Vielleicht war ich deshalb auch so verwirrt, als du plötzlich weg warst.“ Er schloss für einen Moment die Augen. „Jetzt ergibt so vieles Sinn.“ Seine Finger strichen beruhigend über ihren Rücken. „Dein Schweigen. Dein Weglaufen. Warum du mich auf der Brücke kaum ansehen konntest.“ Er öffnete die Augen wieder. „Und warum du gerade glaubst, du müsstest dich immer noch fragen, ob das hier wirklich passiert.“ Ein leises Lachen. „Du darfst dich ruhig kneifen, wenn du möchtest.“ Er grinste schwach. „Aber bitte nicht so fest, dass du blaue Flecken bekommst.“ Dann wurde sein Ausdruck wieder weich. „Es ist echt.“ Er drückte sie ein kleines bisschen näher an sich. „Du und ich. Und diesmal...“ Seine Stimme wurde warm. „...laufe ich nicht davon.“

„W-wann hab ich dir denn meine Gefühle gestanden?“, fragte sie stockend zwischen den Schluchzern. Und Schloss die Augen, endlich gestattete sich tief ein einzuatmen, seinen Geruch seine Wärme und seine Arme sie die umschlagen wirklich voll zu genießen. „Ich ich hab mich schon gekniffen“, sagte sie lachend mit Hicksen. „Es ist kein Traum“, schüttelte sie den Kopf.

G'raha musste bei ihrer Frage tatsächlich leise lachen. Ein warmes, erleichtertes Lachen, das direkt an ihrem Ohr vibrierte. „Das ist eine ausgezeichnete Frage.“ Seine Arme blieben fest um sie geschlungen. „Du hast mir deine Gefühle nie ausdrücklich gestanden.“ Er zog sich ein kleines Stück zurück, gerade genug, um ihr Gesicht sehen zu können. „Nicht mit Worten.“ Sein Daumen strich vorsichtig über ihre feuchte Wange. „Aber Mina... du musstest es auch nicht.“ Ein leicht schiefes Lächeln. „Du glaubst wirklich, ich hätte nicht bemerkt, wie du mich angesehen hast?“ Seine Ohren zuckten amüsiert. „Oder wie dein Schweif jedes Mal verräterisch reagiert hat, wenn ich dir zu nahe gekommen bin?“ Ein leises Kichern. „Und deine Finger.“ Er hob ihre Hand ein wenig zwischen seinen. „Jedes Mal, wenn unsere Hände sich berührt haben, hast du so getan, als wäre es vollkommen zufällig.“ Sein Grinsen wurde breiter. „Du warst ein furchtbar schlechtes Geheimnis.“ Dann wurde sein Blick wieder sanfter. „Aber ich habe dich nie darauf festnageln wollen.“ Er strich mit dem Daumen über ihre Finger. „Ich wollte, dass du es mir sagst, wenn du bereit bist.“ Sein Blick fiel kurz auf ihr verweintes, aber lachendes Gesicht. „Und auf der Brücke...“ Er schüttelte leicht den Kopf. „Da wusste ich endgültig, dass ich mir das nicht eingebildet hatte.“ Bei ihrem nächsten Satz musste er erneut lachen. „Du hast dich wirklich gekniffen.“ Er schüttelte amüsiert den Kopf. „Ich hoffe, ich war wenigstens überzeugender als dein eigener Oberarm.“ Dann wurde er wieder ruhig. Seine Stirn berührte sanft ihre. „Nein.“ Ein leises Flüstern. „Es ist kein Traum.“ Er schloss kurz die Augen. „Und du musst dich nicht mehr jeden Morgen fragen, ob du besser verschwinden solltest.“ Seine Stimme wurde ganz weich. „Du darfst bleiben.“ Ein kurzer Moment. „Bei mir.“ Sein Schweif legte sich locker um ihren. „Und wenn du morgen früh aufwachst und feststellst, dass du immer noch in mich verliebt bist...“ Ein kleines Lächeln. „...dann wirst du feststellen, dass ich es immer noch bin.“ Er öffnete die Augen. „Jeden einzelnen Morgen.“

„Ich war wohl eine ziemlich schlechte Schauspielerin was meine Gefühle betrifft“, sagte sie und genoss es wie sich ihre Schweife umeinander schmiegten. Wie er sanft mit seinen Daumen über ihre Finger strich. „Willst du sie hören? Hier jetzt?“, fragte sie. „Ich trage sie schon so lange mit mir herum meine Gefühle für dich.“

G'raha sah auf ihre ineinander verschlungenen Schweife und dann wieder in ihre Augen. Ein warmes Lächeln lag auf seinem Gesicht. „Eine furchtbare Schauspielerin.“ Sein Daumen strich noch einmal sanft über ihre Finger. „Aber ich war offenbar ein ziemlich schlechter Zuschauer.“ Ein leises, verlegenes Lachen. Bei ihrer Frage wurde sein Ausdruck jedoch sofort weicher. „Ja.“ Keine Unsicherheit diesmal. „Hier.“ Er hob ihre Hand ein wenig und drückte einen sanften Kuss auf ihre Fingerknöchel. „Wenn du sie mir jetzt sagen möchtest, dann möchte ich sie hören.“ Seine roten Augen ruhten aufmerksam auf ihr. „Aber nur, wenn du es möchtest.“ Er ließ ihre Hand nicht los. „Du hast sie so lange für dich behalten. Du musst sie nicht plötzlich alle auf einmal aus dir herausreißen, nur weil ich dir endlich meine gesagt habe.“ Ein kleines Lächeln. „Du darfst dir Zeit lassen.“ Dann legte er seine Stirn wieder sanft an ihre. „Aber wenn du mir erzählen möchtest, wie es für dich angefangen hat...“ Seine Stimme wurde zu einem leisen Flüstern. „...dann höre ich dir zu.“ Sein Schweif schmiegte sich ein wenig fester um ihren. „Diesmal wirklich. Und ich werde dir nicht davonlaufen.“

Ihr Atem stockte sichtbar als er ihre Fingerknöchel küsste. Ihr Herz pochte vor Freude wie wild in ihrer Brust. „Okey“, kam es leise von ihr und sie schmiegte sich noch näher an ihren Kater. Die Tränen waren versiegt. „Das erste Mal als du mich angesprochen hattest dachte ich was ist das für ein Vogel der einfach so Frauen anquatscht. Aber im Laufe des Tages musste ich feststellen das du vielleicht gar nicht so bist wie es der erste Anschein hergab. Dieser Pirat mit seiner Augenklappe. Ab und zu dachte ich mal an dich und als ich die Anzeige in der Zeitung sah freute ich mich tierisch. Das ich einen Grund hatte dich anzuperlen und unseren Lustigen, merkwürdigen Gespräche weiter gehen. Den Tag im Badehaus hatte ich sehr genossen auch wenn mir das sehr peinlich war das du mich so sahst. Ich habe mich fast zu Tode geniert“, gestand sie mit roten Wangen. „Danach geisterstest du öfters in meinen Kopf herum. Ich vermisste deine lockere Art, wie du mich zum lachen brachtest. Ich hatte bisher noch nie jemanden getroffen der mich so zum lachen brachte. Der mit mir meinen Quatsch mitmachte und akzeptierte. Unsere Grenzen. Ohne Streit, ohne Diskussionen die akzeptiert wurden. Du schwirrtest mir mittlerweile so sehr im Kopf rum das ich gar nichts mehr richtig auf die Ketten bekam. Sogar Firmien hatte mich mehrmals getadelt. Das hatte mich so geärgert das ich vor Frust gebacken habe. Und es wurden drei Blechen Schokoküchlein draus„. Ihr Schweif zuckte freudig um seinen, er schien sich in dieser Position sehr wohl zu fühlen. “Aber ich wusste wirklich nicht wohin mit dieser Menge. Als erstes bist du mir eingefallen, war mir aber unsicher ob du das isst, oder überhaupt zu Hause warst. Und dann bei dir zuhause...ja ich war eifersüchtig auf die Frau die du interessant fandest. Wusste aber nicht warum, oder wollte es nicht wissen. Auch nicht wie jede kleine Berührung von dir mir den Atem stocken ließ und das Herz aus dem Takt geriet. Meine Freundin hatte mich gewarnt nicht mehr zu schnell Gefühle für jemanden zu entwickeln. Tja aber ich denke da war es leider schon zu spät für mich“, seufzte sie. “Als du mich dann im Arm gehalten hattest, es fühlte sich so....gut an. Aber die anderer Frau....und am liebsten wäre ich dir bei der Kissenschlacht näher gekommen, aber ich habe mich nicht getraut. Aber ich wollte dir nahe sein, auch wenn das Gefährlich für mich war, du hast mich angezogen. Und dann wie du mir freiwillig deinen Arm hinhieltest zum...Kuss. Ich konnte nicht mehr, ich bin geflüchtet weil ich dich sonst umarmt hätte um dich nie mehr los zu lassen. Aber du hattest nicht solche Gefühle für mich. Und das tat weh, da ich merkte das ich meine Gefühle tiefer gingen. Ich hatte Angst sie dir zu gestehen. Ich wollte dich nicht damit bedrängen das du mir gegenüber dachtest du hättest Gefühle aber dann nach einer weile feststellst da ist nichts. Oder ich sie dir gestehe und du mir sagst das daraus nie was werden wird. Darum bin ich weggerannt. Aus Angst vor dem Schmerz, was mir noch viel mehr wehgetan hatte, die Distanz zu dir. Du hast mir jede Sekunde gefehlt. Und in den Wochen unserer „Trennung“ gestand ich mir dann endlich ein„, sie schaute G'raha tief in die Augen. “....das ich mich bis über beide Ohren in dich verliebt habe und es kein zurück mehr für mich gibt." saß sie mit ihren angebeteten auf den Küchenboden und erzählte ihm ihre Story.

G'raha hatte ihr die ganze Zeit über zugehört. Nicht ein einziges Mal hatte er sie unterbrochen. Je weiter Mina erzählte, desto mehr veränderte sich sein Gesicht. Erst ein warmes, beinahe amüsiertes Lächeln bei ihren Erinnerungen an ihr erstes Treffen. Dann Überraschung bei der Zeitung. Ein leichtes Erröten bei ihrer Erinnerung an das Badehaus. Und als sie von den drei Blechen Schokoküchlein erzählte, musste er tatsächlich leise lachen. Doch bei der Geschichte von der Frau, bei ihrer Eifersucht und vor allem bei dem Grund, weshalb sie damals geflohen war, wurde sein Ausdruck ernst. Und als sie schließlich sagte: „...dass ich mich bis über beide Ohren in dich verliebt habe und es kein zurück mehr für mich gibt.“ blieb er einen langen Moment vollkommen still. Seine Finger schlossen sich etwas fester um ihre. „Mina...“ Seine Stimme war rau geworden. Er sah sie an, als müsste er sich jedes einzelne Wort ihrer Geschichte noch einmal durch den Kopf gehen lassen. „Du hast das alles allein mit dir herumgetragen.“ Es war keine Frage. „Wochenlang.“ Sein Daumen strich langsam über ihren Handrücken. „Und während du dachtest, dass du mich mit deinen Gefühlen vielleicht unter Druck setzen könntest...“ Er schüttelte leicht den Kopf. „...saß ich vermutlich genau auf der anderen Seite desselben Problems.“ Ein leises, ungläubiges Lachen. „Wir hätten uns wirklich viel Leid ersparen können.“ Dann fiel ihm etwas ein. Sein Blick wurde plötzlich amüsiert. „Moment.“ Er hob eine Augenbraue. „Du hast drei Bleche Schokoküchlein gebacken, weil du nicht wusstest, ob ich überhaupt welche essen würde?“ Sein Lächeln wurde breiter. „Mina...“ Er schüttelte den Kopf. „Du hast mir damals also nicht einfach nur Kuchen gebracht.“ Ein liebevoller Blick. „Du hast mir drei Bleche voller verdrängter Gefühle gebracht.“ Ein leises Lachen entwich ihm. Doch es dauerte nicht lange, bis sein Ausdruck wieder weich wurde. „Und ich habe sie beinahe alle aufgegessen.“ Er verzog leicht das Gesicht. „Das war im Nachhinein vielleicht etwas zu subtil von mir.“ Dann wurde er wieder ernst. „Aber eines möchte ich dir noch sagen.“ Er rückte ein wenig näher, bis seine Schulter ihre berührte. „Die Frau.“ Ein kurzer Atemzug. „Du musstest niemals eifersüchtig auf sie sein.“ Seine roten Augen suchten ihren Blick. „Ich hatte Gefühle für dich, schon damals. Nur wusste ich selbst noch nicht, wohin sie führen würden.“ Seine Stimme wurde ruhiger. „Damals konnte ich nur sagen, dass ich dich bewundert habe. Dass du mir wichtig geworden warst. Dass ich dich unbedingt wiedersehen wollte.“ Ein kleines, beinahe verlegenes Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Ich glaube, erst mit der Zeit habe ich verstanden, dass aus dieser Faszination etwas viel Tieferes geworden war.“ Er strich eine lose Haarsträhne hinter ihr Ohr. „Vielleicht hätte ich damals einfach mutiger sein müssen. Vielleicht hätte ich dir früher sagen sollen, was in mir vorging.“ Sein Blick blieb auf ihr ruhen. „Aber eines weiß ich heute mit Sicherheit: Was ich damals für dich empfunden habe, war bereits der Anfang von dem, was ich heute für dich empfinde.“ Er strich eine weitere lose Haarsträhne hinter ihr Ohr. „Und vielleicht hätte ich dir genau das damals sagen müssen.“ Dann lächelte er leicht. „Aber du weißt jetzt zumindest, warum ich dir meinen Arm hingehalten habe.“ Ein amüsiertes Funkeln trat in seine Augen. „Ich hatte mich schon gefragt, warum du danach aussahst, als hätte ich dir gerade einen Dolch vor die Nase gehalten.“ Sein Lächeln wurde sanfter. „Dabei wolltest du mich einfach nur küssen.“ Er ließ ihr einen Moment, bevor er leise hinzufügte: „Und ich hätte dich nicht weggestoßen.“ Seine Stirn berührte wieder ihre. „Nicht damals. Nicht heute. Und auch nicht morgen.“ Sein Schweif schmiegte sich weiterhin um ihren. „Du musst vor mir nicht mehr weglaufen, Mina.“ Ein sanftes Lächeln. „Wenn du mir nahe sein möchtest, dann komm näher. Wenn du mich vermisst, sag es mir. Wenn du eifersüchtig bist, sag mir warum.“ Er hob ihre Hand an seine Brust, genau dorthin, wo sein Herz schlug. „Und wenn du Angst hast...“ Sein Blick wurde ganz weich. „...dann lass mich die Angst mit dir tragen.“ Er drückte ihre Hand leicht gegen seinen Herzschlag. „Du musst das nicht mehr alleine tun.“

Sie genoss es wie er zärtlich berührte. Jede seiner Berührungen schickten kleine Flammen durch ihren Körper. „Mh ja wenn du das so sagst hast du meine Gefühle für dich gegessen“, Als G'raha ihr eine Haar Strähne hinter ihr Öhrchen strich zuckelte es. Als er seine Stirn an ihre lehnte hämmerte ihr Herz wie verrückt in ihrer Brust. Sie konnte unter ihre Hand sein Herz genauso schnell schlagen fühlen, das machte sie mehr als glücklich. „Das werd ich machen hab bitte nur etwas Geduld mit mir. Ich möchte das genießen. Ich werde sicher in der einen oder anderen Situation unbeholfen sein, und wenn du weiß was ich möchte, dann hilf mir bitte“, bat sie leise und schmiegte sich an G'raha. „Das gleiche werde ich auch bei dir versuchen, “ und fing dann leise an zu schnurren.

G'raha hielt für einen Moment völlig still, als ihr leises Schnurren einsetzte. Dann erschien dieses warme, beinahe ungläubige Lächeln auf seinem Gesicht. „Ich glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.“ Seine Stimme war kaum mehr als ein leises Murmeln. Er schloss für einen Moment die Augen und ließ seine Stirn weiterhin an ihrer ruhen. Unter ihrer Hand konnte sie spüren, dass sein Herz noch immer deutlich schneller schlug als gewöhnlich. „Und ich werde geduldig sein.“ Seine Hand glitt langsam über ihren Rücken, eine ruhige, beruhigende Bewegung. „Versprochen.“ Bei ihren nächsten Worten musste er leicht schmunzeln. „Obwohl ich dir vermutlich gleich eine wichtige Lektion erteilen muss.“ Er öffnete die Augen wieder und sah sie an. „Du musst nicht immer wissen, was du möchtest.“ Sein Daumen strich sanft über ihren Handrücken. „Und du musst auch nicht sofort wissen, wie du etwas sagen sollst.“ Ein kleines Lächeln. „Wir lernen das gemeinsam.“ Sein Schweif schmiegte sich etwas fester um ihren. „Wenn du unsicher bist, fragst du mich. Wenn ich unsicher bin, frage ich dich.“ Er neigte den Kopf ein wenig. „Und wenn einer von uns etwas falsch versteht, reden wir darüber.“ Ein leises Lachen. „Anstatt mehrere Wochen lang still vor sich hin zu leiden und anschließend Teller gegen Wände zu werfen.“ Sein Blick wanderte kurz zu den Scherben am Boden. „Wobei ich zugeben muss...“ Ein amüsiertes Funkeln trat in seine Augen. „...deine dramatische Begrüßung werde ich vermutlich nicht so schnell vergessen.“ Dann wurde sein Ausdruck wieder weich. Er hob eine Hand und strich mit den Fingerspitzen ganz vorsichtig über ihre Wange. „Und wenn du etwas möchtest...“ Eine kurze Pause. „...musst du es mir nicht immer erst erklären.“ Seine Stimme wurde wärmer. „Manchmal darfst du es mir auch einfach zeigen.“ Er zog sie wieder etwas näher an sich. „So wie gerade.“ Ein zufriedenes Schnurren mischte sich schließlich leise unter ihre eigene Stimme. „Das hier verstehe ich nämlich ziemlich gut.“

Bei seinen Worten hörte sie auf zu schnurren und schaute G'raha fragend an. Blickte dann zu den Scherben auf den Boden und musste grinsen. „Ups völlig vergessen. Da war ich sauer und enttäuscht von dir und hab meine Wut an das Geschirr ausgelassen“, gestand sie und kicherte leise. „Gut werd ich machen, versprochen“, kam es glücklich. Wobei kleine Schmetterlinge durch ihren Bauch stoben. Schmiegte sich wieder an ihn und schnurrte dann weiter, ihren Schweif sanft fest um G'raha seinen geschlungen. “Irgendwie hab ich aber gerade das Gefühl das du etwas möchtest", gab sie von sich ohne die Augen zu öffnen die sie geschlossen hielt.

G'raha blinzelte überrascht. Für einen Moment sagte er gar nichts. Dann erschien langsam ein ertapptes Lächeln auf seinem Gesicht. „Habe ich mich tatsächlich so leicht verraten?“ Seine Stimme war warm, beinahe amüsiert. Er ließ sie noch einen Moment einfach an sich geschmiegt, bevor seine Hand sanft über ihren Rücken strich. „Vielleicht.“ Eine kleine Pause. „Oder besser gesagt... ja.“ Er schnaubte leise über sich selbst. „Ich möchte etwas.“ Sein Blick fiel auf ihr entspanntes Gesicht, auf die geschlossenen Augen und ihren um seinen geschlungenen Schweif. „Schon eine ganze Weile.“ Er hob vorsichtig eine Hand und strich ihr eine weiße Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann hielt er inne. „Aber ich wollte nicht einfach davon ausgehen, dass du dasselbe möchtest.“ Seine Stimme wurde leiser. „Gerade nachdem wir so viel Zeit damit verbracht haben, aneinander vorbeizureden.“ Ein kleines Lächeln. „Deshalb frage ich diesmal.“ Er wartete einen Herzschlag. „Darf ich dich küssen, Mina?“ Seine roten Augen ruhten aufmerksam auf ihr. „Und falls du jetzt wieder anfängst, dir tausend Gedanken zu machen...“ Ein verschmitztes Funkeln trat in seine Augen. „...du darfst auch einfach ja sagen.“ Sein Daumen strich noch einmal sanft über ihre Wange. „Ich verspreche, ich werde daraus keine komplizierte wissenschaftliche Abhandlung machen.“

Sie öffnete nun doch ihre Augen und hörte wieder auf zu schnurren. „Was denn?“, fragte sie. Ihr stockte der Atem bei seiner Frage und das Herz klopfte ihr bis zum Hals, der Mund wurde ihr Trocken was sie schlucken ließ und leckte sich unbewusst über die Lippen. Rutschte auf seinen schoss um ihn ganz nahe zu sein und schlang ihre Arme um seinen Hals. „...ja“, hauchte sie ganz leise das nur er es hören konnte.

G'rahas Atem stockte, als Mina sich auf seinen Schoß setzte. Für einen Augenblick sah er sie einfach nur an. Dann breitete sich ein kaum zu verbergendes, warmes Lächeln auf seinem Gesicht aus. „Ja...“ Er wiederholte ihr leises Wort beinahe ehrfürchtig. Seine Hände legten sich vorsichtig an ihre Taille, als müsste er sich noch immer davon überzeugen, dass sie wirklich hier war. „Dann...“ Er kam ihr langsam entgegen und ließ ihr genügend Zeit, den letzten kleinen Abstand selbst zu überbrücken. Seine Lippen trafen ihre zunächst nur ganz sanft. Ein vorsichtiger, zärtlicher Kuss. Kein Überstürzen. Keine Hast. Nur dieses eine Versprechen, das sie sich gerade gegeben hatten. Diesmal laufen wir nicht davon. Als er sich nach einem Moment wieder ein kleines Stück von ihr löste, blieb seine Stirn an ihrer. Sein Lächeln war jetzt kaum noch zu übersehen. „Ich glaube...“ Ein leises, glückliches Lachen. „...dafür hat sich das Warten gelohnt.“ Sein Daumen strich sanft über ihre Seite. „Und nur damit das ein für alle Mal geklärt ist...“ Er sah ihr in die Augen. „Das hier war nicht Freundschaftlich gemeint.“

Zum Glück saß sie auf G'rahas Schoß als seine weichen warmen Lippen ihre berührten. Es explodierte eine wahre Salve aus Schmetterlingen in ihren Bauch was sich in ihren ganzen Körper ausbreitete. Hätte sie gestanden wäre sie genau jetzt in die Knie gegangen. Trotzdem sie saß weich wie Wackelpudding wurden. Das Blut rauschte in ihren Ohren vor Aufregung, das dieses Geräusch ihr hämmernden Herzschlag dämpfte. Und auch wenn es ein zärtlicher zurückhaltender Kuss war, war sie doch außer Atem als er von ihr abließ. Ihre Wangen auf angenehme weise gerötet. Sie kicherte leise und lehnte ihre Stirn gegen seine. „Ich glaube DAS musst du mir noch mal zeigen, ich hab es nicht so ganz verstanden“, sagte sie und spielte sanft mit seinen Zopf im Nacken.

G'raha blinzelte, dann entwich ihm ein leises, ungläubiges Lachen. „Oh. So war das also gemeint.“ Seine Ohren zuckten amüsiert, während er ihren Blick hielt. Als sie mit seinem Zopf spielte, schien er für einen Moment selbst völlig vergessen zu haben, was er eigentlich sagen wollte. „Du bist gefährlich, Mina.“ Doch das Grinsen verriet, dass er das keineswegs als Vorwurf meinte. Seine Hände blieben sanft an ihrer Taille, während er sich ihr wieder näherte. „Nun gut.“ Diesmal gab er ihr etwas mehr Zeit, den Moment kommen zu sehen. Dann küsste er sie erneut. Wieder weich und zärtlich, aber diesmal blieb der Kuss ein wenig länger bestehen. Seine Augen schlossen sich, und eine Hand glitt langsam über ihren Rücken, während sein Schweif sich weiterhin mit ihrem verschlungen hielt. Als er sich schließlich wieder löste, blieb er ganz nah. „Besser?“ Seine Stimme war leise und ein wenig atemlos. Ein verschmitztes Lächeln erschien. „Oder brauchst du noch eine Wiederholung, damit du dir wirklich sicher sein kannst?“

Als sie abermals ihre Lippen trafen, explodierten abertausende Schmetterlinge in ihren Bauch und ihr Herz schlug doppelte und dreifach Saltos vor Freude. Wo seine Hand sie berührte hinterließ er durch den Stoff ihrer Kleidung eine warme Spur auf ihrer Haut. Mit glänzenden Augen blickte sie ihren G'raha an. Und ihr Schweif zuckte vor Freude um seinen. „Meinst du nicht wir sollten das rein wissenschaftlich natürlich untersuchen?“, fragte sie. „Unser ganzes leben lang?“, ebenfalls etwas atemlos.

G'raha starrte sie für einen Moment an, dann musste er leise lachen. „Rein wissenschaftlich natürlich.“ Sein Grinsen wurde breiter, während seine Finger sanft über ihren Rücken strichen. „Ich sehe schon, meine hochgeschätzte Kollegin hat einen äußerst ernstzunehmenden Forschungsantrag vorbereitet.“ Er legte den Kopf leicht schief. „Und die geplante Studiendauer beträgt... unser ganzes Leben?“ Seine Ohren zuckten amüsiert. „Eine bemerkenswert langfristige Untersuchung.“ Dann wurde sein Lächeln weicher. Er sah sie einen langen Moment einfach nur an, bevor er seine Stirn wieder gegen ihre lehnte. „Ich denke, damit könnte ich mich anfreunden.“ Ein sanfter Kuss auf ihre Stirn folgte. „Allerdings sollten wir die Untersuchung regelmäßig wiederholen.“ Sein Blick funkelte verspielt. „Schließlich wäre es wissenschaftlich höchst unseriös, nach zwei Versuchen bereits eine abschließende Auswertung zu verfassen.“ Er zog sie ein kleines Stück näher an sich. „Wir brauchen Vergleichswerte.“ Eine kurze Pause. „Langzeitbeobachtungen.“ Und schließlich, mit einem liebevollen Lächeln: „Und möglichst viele gemeinsame Versuchstage.“

Sie kicherte und schloss genießerisch die Augen. „Ja diesen Antrag stimme ich voll und ganz zu, Herr Kollege. Und die Versuchsobjekte sind...nur wir zwei. Manchmal hab ich auch gute Einfälle“, und kraulte seinen Nacken. Verliebt schaute sie G'raha an ohne es zu verstecken. „Ich stimme in allen Vorschlägen mit vollster Begeisterung zu. “Wann fangen wir mit der Forschung an?"

G'raha ließ ein leises, zufriedenes Schnurren hören, als ihre Finger durch seinen Nacken strichen. Sein Blick blieb auf ihrem Gesicht liegen, und diesmal machte er nicht einmal den Versuch, seine Verliebtheit zu verbergen. „Ich muss zugeben“, murmelte er, „deine Forschungsplanung gefällt mir ausgesprochen gut.“ Seine Hände ruhten weiterhin sanft an ihrer Taille. „Und ich glaube, wir haben bereits einen hervorragenden Ausgangspunkt.“ Er beugte sich vor und gab ihr einen kurzen, liebevollen Kuss auf die Lippen. „Versuch Nummer drei.“ Ein zweiter, etwas längerer Kuss folgte. Als er sich wieder löste, grinste er. „Ergebnis: äußerst vielversprechend.“ Seine Nase strich sanft an ihrer entlang. „Aber ich fürchte, wir müssen die Studie tatsächlich über einen sehr langen Zeitraum fortführen. Nur so können wir ausschließen, dass es sich um einen kurzfristigen Effekt handelt.“ Er legte einen Arm etwas fester um sie. „Am besten beginnen wir sofort mit der Langzeitbeobachtung.“ Sein Blick wurde weich. „Und ich hätte da noch eine Hypothese.“ Er machte eine kleine Pause, sichtlich amüsiert. „Dass die Versuchsobjekte möglicherweise besonders glücklich werden, wenn sie sich zwischendurch einfach festhalten.“ Er zog sie behutsam näher an sich. „Das sollten wir ebenfalls untersuchen.“ Dann lächelte er. „Sehr gründlich.“

Erstaunt stellten sich ihre Ohren auf als sie sein leises schnurren hörte. Und bei Versuch Nummer drei und vier öffneten sich Flatternd ihre Augen. mit jeden weiteren Kuss beförderte er ihr Gehirn in die nächste beste Umlaufbahn. Liebevoll erwiderte sie die Geste als er seine Nase sachte an ihrer strich. Wie konnte man so verliebt sein das man das Gefühl hatte man bestehe aus flüssigen Glück. War sie überhaupt zum reden fähig? Sie schmiegte sich freiwillig an an seinen Körper. „Wir wollen ja keine Fehldiagnosen provozieren“, und schloss ergeben ihre Augen.

G'raha musste bei ihrer Bemerkung leise lachen. Ihr vollkommen ergebenes Schmiegen ließ sein Herz einen erfreulich unvernünftigen Satz machen. „Ganz genau. Wir wollen schließlich eine wissenschaftlich einwandfreie Studie.“ Er legte seine Arme etwas fester um sie und ließ sie einfach einen Moment in seiner Nähe ruhen. Sein leises Schnurren setzte wieder ein, kaum mehr als eine warme Vibration zwischen ihnen. „Und ich muss sagen...“ Er betrachtete ihr entspanntes Gesicht. „...du bist ausgesprochen niedlich, wenn du versuchst, dich nach jedem Kuss daran zu erinnern, wie man überhaupt noch denkt.“ Ein schelmisches Funkeln trat in seine Augen. „Wobei ich gestehen muss, dass es mir ähnlich geht.“ Er strich ihr sanft über den Rücken und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn. „Vielleicht sollten wir unsere Forschungsergebnisse heute nicht überinterpretieren.“ Eine kurze Pause. „Wir könnten einfach genießen, dass wir uns endlich gefunden haben.“ Seine Stimme wurde leiser. „Und dass du hier bist.“ Er schmiegte seine Stirn wieder an ihre. „Bei mir.“ Sein Schweif blieb fest mit ihrem verschlungen. „Das allein ist für den Anfang schon ein ziemlich überzeugendes Ergebnis.“

Sie blinzelte. „Wie machst du das?“, fragte sie. Und hörte mit einem zufriedenen schmunzeln sein schnurren. „Ein schönes Geräusch“, kam es dann leise von ihr. „Du hast recht, die Forschung sollte mit äußerster Vorsicht fortgeschritten werden. Wir wollen ja nicht mit überstrapazieren falsche Ergebnisse“. stimmte sie zu. „Dann gebe ich jetzt mein ganz persönliches wissenschaftliches Ergebnis ab“, räusperte sie sich. „G'raha, ich bin glücklich.“

G'raha hielt mitten in seiner Bewegung inne. Für einen Moment sah er sie einfach nur an. Dann wurde sein Lächeln so weich, dass selbst sein sonst so schelmischer Ausdruck beinahe vollständig verschwand. „Wie ich das mache?“ Er hob leicht eine Augenbraue. „Ich vermute, ich habe einfach sehr viel Übung darin, dich aus dem Konzept zu bringen.“ Ein leises Lachen vibrierte in seiner Brust, gefolgt von einem zufriedenen Schnurren. Bei ihrem nächsten Satz wurde sein Blick allerdings wieder ganz sanft. „Du magst mein Schnurren?“ Er schmunzelte. „Das ist gut zu wissen.“ Seine Hand strich langsam über ihren Rücken, während er sie weiterhin einfach festhielt. Doch als sie ihr persönliches wissenschaftliches Ergebnis verkündete, verstummte er. „G'raha, ich bin glücklich.“ Er sah sie einige Herzschläge lang an. Dann schloss er kurz die Augen und atmete tief durch, als hätte ihn dieser eine Satz tiefer getroffen als alles andere, was sie heute gesagt hatte. „Dann...“ Seine Stimme war leise. „...ist meine wichtigste Forschungsfrage bereits beantwortet.“ Er öffnete wieder die Augen. „Ich wollte so lange nur wissen, ob du glücklich bist.“ Sein Daumen strich zärtlich über ihre Wange. „Und jetzt weiß ich es.“ Er lächelte. „Ich bin übrigens auch glücklich, Mina.“ Ein kleiner, liebevoller Kuss landete auf ihrer Stirn. „Sehr.“ Er zog sie wieder an seine Brust und schloss die Augen. „Und ich glaube, ich könnte mich daran gewöhnen, dass du hier in meinen Armen sitzt und mir solche Dinge sagst.“ Sein Schweif schmiegte sich enger um ihren. „Also bitte...“ Ein leises, zufriedenes Schnurren. „...bleib noch ein bisschen.“

„Ja jetzt bin ich glücklich“, legte sie sanfte ihre Hand an seine Wange. „Mit dir“, hauchte sie. „Wenn du das möchtest weißt du ja wo du mich findest“, öffnete schalkhaft ein Auge. „Oder zu ziehst mich einfach auf deinen Schoß. Von diesen platz werde ich sicher nicht so schnell fliehen. Je länger ich hier bin desto mehr gefällt er mir.“

G'rahas Augen wurden bei ihren Worten merklich weicher. „Mit mir...“ Er wiederholte es leise, als wollte er den Klang dieser beiden Worte noch einmal auskosten. Als ihre Hand seine Wange berührte, schmiegte er sich ganz selbstverständlich ein kleines Stück in ihre Handfläche. Sein Schnurren wurde dabei noch etwas deutlicher. „Das“, murmelte er, „ist vermutlich das schönste Forschungsergebnis des heutigen Tages.“ Bei ihrem halb geöffneten Auge musste er schmunzeln. „Und was deinen neuen Lieblingsplatz betrifft...“ Seine Hände legten sich sanft um ihre Taille. „Ich werde mir sehr genau merken, dass du dich hier inzwischen ausgesprochen wohlfühlst.“ Ein verschmitztes Funkeln trat in seine roten Augen. „Allerdings muss ich dich warnen.“ Er zog sie ein kleines Stück näher. „Wenn du mir tatsächlich erlaubst, dich einfach auf meinen Schoß zu ziehen, könnte ich auf die Idee kommen, diese Erlaubnis gelegentlich zu nutzen.“ Er gab ihr einen kurzen, liebevollen Kuss auf die Stirn. „Sehr gelegentlich.“ Dann sah er sie wieder an. „Und falls du irgendwann doch wieder fliehen möchtest...“ Sein Lächeln wurde sanft. „...dann werde ich dich nicht festhalten.“ Eine kurze Pause. „Aber ich werde dich daran erinnern, dass du diesmal nicht vor deinen Gefühlen davonlaufen musst.“ Sein Daumen strich über ihre Wange. „Du kannst einfach bleiben.“ Ein leises Schnurren. „Bei mir.“

„Ich bleibe, freiwillig bei dir. Solange du willst“, kam es leise von ihr und sie schmiegte sich ihrerseits an seinen Daumen. Eine ganze weile genoss sie es so mit ihren G'raha zu sitzen. „Sag mal was genau sagen wir den andern und wie verhalten wir uns ihnen gegenüber?“, fiel ihr nach gewisser Zeit ein.

G'raha ließ ihre Worte einen Moment lang zwischen ihnen stehen. Sein Blick blieb auf ihr ruhen, und ein kleines, glückliches Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Solange ich will?“ Er schüttelte sachte den Kopf. „Dann haben wir wohl ein kleines Problem.“ Seine Finger strichen noch einmal über ihre Wange. „Denn ich fürchte, ich möchte das ziemlich lange.“ Bei ihrer Frage musste er kurz nachdenken. Sein Blick wanderte zur Tür, hinter der die Scherben noch immer auf ihre Beseitigung warteten. „Was wir den anderen sagen...“ Ein leicht verlegenes Schmunzeln. „Ich glaube, wir sollten ihnen die Wahrheit sagen.“ Er hob eine Augenbraue. „Zumindest den wichtigen Teil.“ Dann sah er wieder zu ihr. „Dass wir festgestellt haben, dass unsere Gefühle füreinander über Freundschaft hinausgehen.“ Ein kurzer Moment. „Und dass wir es miteinander versuchen möchten.“ Seine Ohren zuckten amüsiert. „Wobei ich bereits vor meinem inneren Auge sehe, wie Alisaie innerhalb von drei Sekunden behauptet, sie hätte es längst gewusst.“ Er seufzte gespielt schwer. „Alphinaud wird vermutlich versuchen, ausgesprochen höflich und vernünftig zu reagieren.“ „Y'shtola hingegen...“ G'raha verzog den Mund. „...wird uns wahrscheinlich nur ansehen und diesen Blick aufsetzen, der einem das Gefühl gibt, sie hätte die letzten sechs Wochen bereits analysiert.“ Er musste leise lachen. Dann wurde er wieder etwas ernster. „Aber wir müssen ihnen auch nicht sofort jedes Detail erzählen.“ Seine Hand glitt wieder beruhigend über ihren Rücken. „Es ist unsere Sache. Wir dürfen selbst entscheiden, wie viel wir mit ihnen teilen möchten.“ Er neigte den Kopf. „Und was unser Verhalten betrifft...“ Ein schelmisches Funkeln erschien in seinen Augen. „Ich denke, wir sollten uns nicht plötzlich völlig anders benehmen. Du bist immer noch Mina.“ Er stupste sanft mit seiner Nase gegen ihre. „Und ich bin immer noch ich. Wir dürfen uns weiterhin necken, miteinander lachen und uns gegenseitig aufziehen.“ Ein kleines Lächeln. „Nur mit dem Unterschied, dass wir uns jetzt vermutlich gelegentlich küssen werden.“ Sein Schweif schmiegte sich wieder um ihren. „Und ich werde vermutlich nicht mehr so tun müssen, als wäre es ein Zufall, wenn meine Hand deine findet.“ Er nahm ihre Hand und verschränkte seine Finger mit ihren. „Was meinst du?“

„Tja dann sind wir uns wohl auch in diesen Punkt einige. Ich möchte dich nicht mehr so schnell hergeben. Wo ich endlich dich und dein Herz für mich habe. Das wundervollste auf der Welt für mich“, sie schaute ihn an als er ihre Frage beantwortetet. „Ach möchten wir das? Ich weiß nicht ob wir das geklärt haben. Bis jetzt haben wir uns nur unsere Gefühle gestanden“, zählte sie an ihre Finger. „Gesagt das wir beieinander bleiben wolle“, der nächste Finger. „Und das wir glücklich sind. Ach und unserer Studie.“ und hörte weiter seine Erklärung zu. Wobei sie auf ihre verschränkten Hände blickten. „Das klingt gut. Das hier habe ich mir schon im Café gewünscht."

G'raha folgte ihrem Blick zu ihren verschränkten Händen. Sein Daumen strich langsam über ihren Handrücken, während sich ein beinahe schelmisches Lächeln auf seine Lippen legte. „Du hast vollkommen recht.“ Er hob ihre ineinander verschränkten Hände ein wenig an. „Wir haben uns unsere Gefühle gestanden. Wir haben beschlossen, beieinander zu bleiben. Wir sind glücklich.“ Er zählte die Punkte mit einem kleinen Nicken mit. „Und wir führen eine äußerst seriöse wissenschaftliche Langzeitstudie durch.“ Seine Ohren zuckten amüsiert. „Aber nein...“ Er sah wieder in ihre Augen. „Dass wir uns küssen, haben wir noch nicht offiziell beschlossen.“ Ein kurzer Moment verging. Dann beugte er sich ein wenig näher zu ihr. „Das sollten wir vielleicht nachholen.“ Seine Stimme wurde sanfter. „Möchtest du meine Partnerin sein, Mina?“ Keine große Geste. Kein Ausweichen. Keine komplizierte Umschreibung. Nur eine einfache, ehrliche Frage. Sein Blick blieb fest auf ihr ruhen. „Nicht nur jemand, den ich liebe.“ Sein Daumen strich über ihre Finger. „Nicht nur meine engste Freundin. Sondern die Frau, mit der ich diese nächsten Tage, Wochen und Jahre verbringen möchte.“ Ein kleines Lächeln. „Und deren Hand ich hoffentlich noch sehr oft so halten darf.“ Er hob ihre Hand an seine Lippen und küsste sanft ihre Finger. „Wenn du das möchtest.“ Dann musste er bei ihrer letzten Bemerkung leise lachen. „Und was den Café betrifft...“ Er schüttelte den Kopf. „Du hättest dort nur deine Hand ausstrecken müssen.“ Ein liebevoller Blick. „Ich hätte sie genommen.“ Seine Finger verschränkten sich noch etwas fester mit ihren. „Aber vielleicht war es ganz gut, dass wir damals noch nicht wussten, wohin das alles führt.“ Ein leises Schnurren. „Denn jetzt sitzen wir hier.“ Er lächelte. „Und wissen es.“

Zuerst dachte sie er wollte sie Küssen und war drauf und dran ihm eine Hand auf dem Mund zu legen bevor sie das nicht geklärt hätten. Doch dann kamen diese Worte. Und wieder brachte er sie damit ins strudeln, aber angenehm. Für einen Moment schaute sie ihn erst geschockt an. Dann grinste sie mit feuchten Augen und nickte kräftig. „Ja, ja JA! ich will nichts lieber als das G'raha“, und umschlang mit ihrer freien Hand seinen Hals um sich an ihn zu drücken vor Freude. „Ich hab mich das nicht getraut“, gestand sie. „Genauso wie ich nicht weiß ob ich mich trau dich vor den anderen zu küssen.“

G'rahas Augen weiteten sich bei ihrem beinahe überschwänglichen „Ja“ für einen Herzschlag, bevor sein Gesicht in ein strahlendes, vollkommen glückliches Lächeln überging. „Ja?“ Als würde er sich noch einmal vergewissern wollen. Dann lachte er leise und schlang seine Arme um sie, als sie sich an ihn drückte. „Dann sind wir uns einig.“ Er vergrub kurz das Gesicht an ihrer Schulter und atmete tief durch. Sein Schnurren war inzwischen kaum noch zu überhören. „Mina... du hast keine Ahnung, wie lange ich auf genau diese Antwort gehofft habe.“ Als sie zugab, dass sie sich nicht getraut hatte, hob er den Kopf wieder. „Du hast dich nicht getraut?“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen Augen. „Dabei hast du mir gerade eben noch erklärt, dass du äußerst mutig an unsere Forschung herangehst.“ Er gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn. Bei ihrer letzten Bemerkung wurde sein Ausdruck weicher. „Und was die anderen betrifft...“ Er strich mit dem Daumen über ihre Wange. „Du musst sie nicht vorführen, um ihnen zu beweisen, dass wir zusammen sind.“ Ein leichtes Lächeln. „Wenn du mich vor ihnen küssen möchtest, dann tu es. Wenn du dich nicht traust, dann nicht.“ Er hob ihre verschränkten Hände zwischen ihnen an. „Du kannst meine Hand halten.“ Ein kurzer Blick auf ihre Finger. „Oder einfach neben mir sitzen. Oder mich ansehen, wie du es ohnehin ständig tust.“ Ein schelmisches Grinsen. „Wobei ich mich vermutlich daran gewöhnen muss, dass ich jetzt zurück starren darf.“ Er beugte sich ein wenig näher. „Und falls Alisaie irgendwann mit diesem ganz bestimmten Gesicht fragt, warum wir uns so ansehen...“ Er zuckte mit den Schultern. „Dann sagen wir ihr einfach die Wahrheit.“ Seine Stirn berührte ihre. „Dass wir zusammengehören.“ Ein sanfter Kuss auf ihre Stirn. „Ganz ohne Beweisführung.“ Dann fügte er mit einem leisen Lachen hinzu: „Obwohl ich nicht garantieren kann, dass unsere kleine Wissenschaftlerin irgendwann doch noch eine praktische Demonstration verlangt.“

Mina kicherte und wurde Rot. „Ja aber schaut ja auch keiner zu. Das sehe ich auch schon lange so das wir zusammen gehören. Und mein fester freund darf mich jederzeit überall anstarren, er hat den Darfschein“, schaute dabei auf ihre verschränkte Hände und ihr umschlungen schweife.

G'raha folgte ihrem Blick zu ihren verschränkten Händen und den ineinander geschlungenen Schweifen. Sein Lächeln wurde augenblicklich weich. „Den Darfschein?“ Er hob eine Augenbraue, sichtlich amüsiert. „Das klingt nach einem ausgesprochen wichtigen Dokument.“ Mit gespieltem Ernst sah er sich kurz um. „Wo bekommt man diesen Darfschein? Muss ich ihn irgendwo beantragen? Bei der Stadtverwaltung? Oder bei dir?“ Sein Blick kehrte zu ihr zurück. „Wobei...“ Er hob ihre ineinander verschränkten Hände an seine Lippen und küsste sanft ihren Handrücken. „...ich glaube, ich habe gerade meine Genehmigung erhalten.“ Ein leises Schnurren setzte wieder ein. „Und was das Anstarren betrifft...“ Er musterte sie ganz offen und ohne jede Zurückhaltung. „Dann werde ich diese neue Freiheit wohl ausgiebig nutzen.“ Ein schelmisches Funkeln trat in seine roten Augen. „Du hast schließlich ausdrücklich gesagt, dass ich darf.“ Er zog sie ein kleines Stück näher. „Und du darfst mich ebenfalls jederzeit ansehen.“ Seine Stimme wurde wieder weicher. „Du musst deinen Blick nicht mehr wegnehmen, nur weil du Angst hast, dass ich etwas bemerke.“ Sein Daumen strich über ihre Finger. „Ich möchte, dass du mich ansiehst.“ Ein kurzer, liebevoller Kuss auf ihre Stirn. „So oft du möchtest.“ Sein Schweif schmiegte sich enger um ihren. „Schließlich bist du jetzt meine Freundin.“ Ein kleines, glückliches Lächeln. „Und ich bin dein fester Freund.“ Er ließ die Worte einen Moment wirken. „Das klingt übrigens ausgesprochen gut.“

„Den hast du erhalten als du sagtest du gut auf mein Herz aufpassen willst“, stupste sie mit ihre Nase sanft gegen seine, da ja ihre Hände beide verhindert waren, woran sie sich kein bisschen störte. Doch dann wurde sie unter seinen Blick rot, knabberte an ihre Unterlippe und kicherte dann. “Tja wir geben eben ein gutes Paar ab", grinste sie verliebt.

G'raha lächelte bei ihrem sanften Nasenstupser sofort. „Ach? Dann war das also der Moment, in dem ich den Darfschein erhalten habe.“ Er sah kurz auf ihre ineinander verschränkten Hände, dann wieder in ihre grünen Augen. „Dann sollte ich wohl besonders gut darauf achten, dass er niemals widerrufen wird.“ Sein Blick blieb liebevoll auf ihr liegen, während seine Ohren leicht zuckten. „Und ja...“ Er schmunzelte. „Das tun wir tatsächlich.“ Er lehnte seine Nase noch einmal sanft gegen ihre. „Ein ziemlich gutes Paar sogar.“ Seine Stimme wurde leiser. „Vielleicht eines, das ziemlich lange gebraucht hat, um das herauszufinden.“ Ein kurzes, amüsiertes Lachen. „Aber jetzt, wo wir es wissen, habe ich nicht vor, diese Erkenntnis wieder zu vergessen.“ Sein Daumen strich über ihre Hand. „Und wenn ich ehrlich bin...“ Er sah sie einen Moment lang einfach nur an. „...gefällt mir der Gedanke sehr, dass ich dich meine Freundin nennen darf.“ Ein zufriedenes Schnurren setzte wieder ein. „Seher sogar.“

Zufrieden schmiegte sie sich an ihren Freund und bettete ihren Kopf in seine Halsbeuge. „Ich werde auch gut auf deinen aufpassen und ihn hüten wie ein Schatz. Denn du bedeutest mir so viel das ich dich nicht wieder verlieren möchte. Niemals wieder“, sprach sie an seinen Hals und schnurrte. Dann blinzelte sie, da ihr gerade was eingefallen war. Sachte setzte sie sich auf und befreite sanft ihre Hände aus seinen und ihren Schweif aus seinen umwickelten. „Ja jetzt hast du auch die Erlaubnis dazu“, und legte eine seiner Hände auf ihren Schweif den sie ihn ihren Schoß platzierte und die andere an eines ihrer Ohren was zuckte. „Aber Vorsicht, die Ohren sind besonders empfindlich“, und schaut nach oben zu ihren Scheitel.

G'rahas Ausdruck wurde bei ihren Worten ganz still und weich. Er ließ sie einen Moment einfach in seiner Halsbeuge liegen, während seine Hand beruhigend über ihren Rücken strich. „Das ist ein Versprechen, das ich sehr gern annehme.“ Seine Stimme war leise. „Aber du musst mich nicht wie einen Schatz bewachen, Mina.“ Ein sanftes Lächeln. „Ich möchte bei dir sein, weil wir uns füreinander entscheiden. Nicht weil du Angst haben musst, mich wieder zu verlieren.“ Als sie sich plötzlich aufsetzte und seine Hand nahm, folgte er ihren Bewegungen neugierig. Seine Augen weiteten sich ein wenig, als sie seine Hand auf ihren Schweif legte. „Oh.“ Seine Ohren zuckten. Dann wanderte seine andere Hand zu ihrem Ohr, und als es unter seiner Berührung zuckte, musste er unwillkürlich lächeln. „Empfindlich, hm?“ Seine Finger verharrten zunächst ganz vorsichtig an der Basis ihres Ohres, ohne es unnötig zu reizen. „Dann werde ich besonders vorsichtig sein.“ Er strich nur ganz sanft mit den Fingerspitzen über das weiche Fell. „Und ich nehme meine neue Genehmigung sehr ernst.“ Sein Blick wanderte von ihrem Ohr zurück zu ihren Augen. „Schließlich hast du mir gerade ausdrücklich erlaubt, dich dort zu berühren.“ Ein schelmisches Funkeln erschien in seinen roten Augen. „Allerdings...“ Seine Hand auf ihrem Schweif blieb ebenso sanft. „...ich glaube, ich verstehe langsam, warum du mir das extra erklärt hast.“ Ein leises Schnurren. „Du möchtest mich wohl warnen, bevor ich herausfinde, wie empfindlich du tatsächlich bist.“ Er beugte sich ein wenig vor und gab ihrem anderen Ohr einen ganz vorsichtigen Kuss. „Keine Sorge.“ Ein liebevolles Lächeln. „Ich werde dich nicht absichtlich ärgern.“ Kurze Pause. „Sehr oft.“

„Ich bitte darum“, sagte sie und schloss die Augen und versuchte still zu halten. „Sorry das sind sie nicht gewohnt, weswegen sie so zucken“, kam es von ihr und schien sich zu konzentrieren. Das andere Ohr zuckte heftig als er es küsste und sie lief rot an. Bei seinen letzten Worten öffnete sie ihre Augen und gab G'raha einen spielerischen Klaps. „Du bist unmöglich.“

G'raha fing den spielerischen Klaps mit einem leisen Lachen ab und zog seine Hand von ihrem Ohr ein kleines Stück zurück. „Unmöglich? Ich?“ Er legte eine Hand theatralisch auf seine Brust, während seine andere weiterhin sanft auf ihrem Schweif ruhte. „Das ist eine ausgesprochen schwere Anschuldigung gegen meinen tadellosen Charakter.“ Seine Ohren zuckten amüsiert, bevor er sie wieder etwas ernster musterte. „Aber ich habe verstanden.“ Seine Fingerspitzen strichen noch einmal ganz vorsichtig über das weiche Fell ihres Ohres, diesmal ohne es zu küssen. „Wenn sie das nicht gewohnt sind, werde ich ihnen Zeit geben.“ Ein liebevolles Lächeln. „Wir müssen ja nicht alles an einem Tag erforschen.“ Dann wanderte sein Blick zu ihrem geröteten Gesicht. „Obwohl...“ Ein schelmisches Funkeln erschien in seinen Augen. „Deine Ohren verraten dich offenbar ziemlich zuverlässig.“ Er beugte sich ein wenig näher und flüsterte: „Ich glaube, ich werde noch viel über dich lernen müssen.“ Dann gab er ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn. „Und ich habe vor, mir für jedes einzelne Detail Zeit zu nehmen.“ Sein Schweif schmiegte sich wieder sanft um ihren. „Schließlich haben wir eine lebenslange Studie vor uns.“

„Verdammt, ihr Verräter“, schimpfte sie und blickte dann auf ihren Schweif. „Und du bist auch nicht besser da unten“, worauf der Schweif einmal sacht auf ihre Beine patscht und sich dann wohl gerne wieder freiwillig um G'rahas Schweif wickelte. „Schau dir das an, das ist der absolute Verräter“, und deutet mit ausgestreckter Hand auf die zwei Schweife. Sie beruhigte sich aber schnell mit einem Kuss von G'raha auf ihre Stirn. „Ach ja...ja haben wir und dies will ich in vollen Zügen auskosten mein leben lang“, schmunzelte sie.

G'raha folgte ihrem ausgestreckten Finger und betrachtete die beiden Schweife, die sich längst wieder ganz von selbst umeinander geschlungen hatten. Ein breites Grinsen zog über sein Gesicht. „Ich sehe das Problem.“ Er legte den Kopf leicht schief. „Sie scheinen ihre eigenen Vorstellungen davon zu haben, wo sie hingehören.“ Sein Blick wanderte von den Schweifen zurück zu Mina. „Und offenbar sind sie sich dabei erstaunlich einig.“ Er strich mit dem Daumen sanft über ihre Hand, die noch immer ausgestreckt war. „Vielleicht sollten wir sie einfach gewähren lassen.“ Ein leises Schnurren vibrierte in seiner Brust. Bei ihren letzten Worten wurde sein Ausdruck wieder ganz weich. „Das klingt nach einem hervorragenden Plan.“ Er zog sie behutsam wieder etwas näher zu sich. „Dann haben wir ja ausreichend Zeit.“ Seine Stirn legte sich sanft an ihre. „Für die kleinen Dinge.“ Ein liebevoller Kuss auf ihre Stirn. „Für die großen.“ Noch einer auf ihre Wange. „Für all die Abenteuer, die noch vor uns liegen.“ Seine Finger verschränkten sich wieder mit ihren. „Und für all die völlig unnötigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die wir selbstverständlich nur aus Gründen der Forschung durchführen müssen.“ Ein schelmisches Funkeln erschien in seinen roten Augen. „Ich möchte schließlich nicht, dass unsere Studie wegen mangelnder Sorgfalt vorzeitig abgebrochen werden muss.“ Er lächelte. „Ein ganzes Leben ist schließlich eine lange Forschungszeit.“

Mina floss förmlich dahin bei seiner Stimme und seinem schnurren. „Ja dann sollten wir sie einfach lassen. Und wir beschäftigen uns...genau mit unseren Forschungen“. wieder rot werdend kicherte sie an seiner Stirn gelehnt. „Das wäre Verschwendung von wertvoller Forschungszeit“, ging mit einher. „Oh ja und die muss wirklich gründlich bis in die kleinste ecke erforscht werden. Bin ich der selben Meinung."

G'rahas Ohren zuckten bei ihren Worten, und sein Schnurren wurde für einen Moment etwas kräftiger. „Bis in die kleinste Ecke?“ Er hob eine Augenbraue und grinste. „Das klingt nach einer ausgesprochen ehrgeizigen Forschungsagenda.“ Seine Hände blieben sanft an ihrer Taille, während er sie ansah. Für einen Moment sagte er nichts, sondern genoss einfach ihre Nähe. Dann stupste er mit seiner Nase leicht gegen ihre. „Aber du hast recht. Wertvolle Forschungszeit sollte keinesfalls verschwendet werden.“ Sein Blick wurde warm und verspielt zugleich. „Also sollten wir vielleicht mit den wichtigsten Grundlagen beginnen.“ Er gab ihr einen sanften Kuss. Dann noch einen. Und einen dritten, etwas länger, bevor er sich wieder ein kleines Stück zurückzog. „Ergebnis?“ Ein zufriedenes Lächeln. „Die Forschung ist eindeutig vielversprechend.“ Sein Daumen strich über ihre Wange. „Allerdings habe ich den Verdacht, dass wir für eine wirklich gründliche Untersuchung noch sehr, sehr viel Zeit brauchen werden.“ Sein Schweif schmiegte sich enger um ihren. „Zum Glück haben wir davon reichlich.“

Bevor sie irgendwas sagen konnte fing er sofort mit seiner Forschung an und sie schloss einfach nur ergeben ihre Augen und erwiderte sacht seinen etwas längeren Kuss. Als er nach dem Ergebnis fragte kam nur ein „Ähhhhh“, zu mehr war sie nicht mehr fähig. Bei seinen Worte nickte sie einfach nur.

G'raha musste leise lachen, als auf seine wissenschaftliche Auswertung lediglich ein vollkommen überfordertes „Ähhhh“ folgte. „Ah.“ Er betrachtete sie mit einem ausgesprochen zufriedenen Grinsen. „Ich nehme an, das bedeutet, dass unsere Forschung vorerst erfolgreich war.“ Seine Stirn legte sich wieder sanft an ihre. „Keine Sorge. Du musst jetzt keinen vollständigen Forschungsbericht verfassen.“ Sein Daumen strich zärtlich über ihre Wange. „Ich glaube, ich habe auch so verstanden, was du sagen wolltest.“ Ein leises Schnurren setzte wieder ein. „Und falls nicht...“ Er gab ihr einen kleinen Kuss auf die Nasenspitze. „...haben wir ja noch unser ganzes Leben Zeit, die Ergebnisse zu überprüfen.“ Sein Blick wurde weich. „Ganz ohne Eile.“ Er zog sie wieder an sich und hielt sie einfach fest. „Heute reicht es mir vollkommen, dich hier bei mir zu haben.“ Ein zufriedenes Lächeln. „Und vielleicht noch ein paar weitere... äußerst seriöse... Forschungsversuche.“

„Gut“, kam es von ihr. „Ich glaub, Kopf - ERROR“. war das einzige nicht zusammenhängende was sie gerade herausbrachte Mit einen wohligen seufzten schmiegte sie sich an G'raha und fing leise an zu schnurren, „Jaahaa.“. Sie genoss es in vollen Zügen ihn endlich zu spüren, ihn berühren zu dürfen und seine Lippen zu kosten zu können. Ihr Herz machte einen Salsa, Foxtrott und Samba zugleich in ihrer Brust. Sämtliche ihrer Nervenbahnen scheinen heillos überfordert zu sein bei G'rahas zärtlichen Zuwendungen. Nach gewisser seit nuschelte sie dann. „Wenn wir weiter hier so sitzen schlafe ich bei dir ein. So gemütlich ist es“, gestand sie leise.

G'raha musste bei ihrem völlig überforderten „Kopf – ERROR“ leise lachen. Sein Schnurren vibrierte warm zwischen ihnen, während er sie einfach näher an sich zog. „Dann sollten wir den armen Kopf wohl nicht noch weiter überfordern.“ Er strich langsam über ihren Rücken und ließ ihr dabei alle Zeit, sich wieder zu beruhigen. „Obwohl ich zugeben muss, dass ich dein kleines Systemversagen ausgesprochen niedlich finde.“ Bei ihrem Geständnis, dass sie hier einschlafen könnte, wurde sein Lächeln noch weicher. „Dann schlaf.“ Seine Stimme wurde ganz ruhig. „Du musst nicht ständig wachsam sein. Nicht bei mir.“ Er legte seine Wange sacht auf ihren Kopf und schloss selbst für einen Moment die Augen. „Wenn du hier einschläfst, bleibst du eben hier.“ Ein leises Schnurren. „Ich werde dich schon nicht fallen lassen.“ Seine Hand strich weiterhin beruhigend über ihren Rücken. „Und wenn du irgendwann wieder aufwachst, bin ich hoffentlich noch da.“ Ein kleines, verschmitztes Lächeln. „Schließlich hast du mir gerade erst für den Rest unseres Lebens Forschungszeit zugesichert.“ Er gab ihr einen sanften Kuss auf den Scheitel. „Da kann ich ja schlecht gleich am ersten Tag verschwinden.“

„Mh, kam es leicht verschlafen. “Aber alter Knacker, wenn hier sitzen ganze Nacht. Rücken aua. Sofa?", fragte sie bewegte sich aber keinen Millimeter von G'raha.

G'raha blinzelte verschlafen zu ihr hinunter und musste bei ihrer nuschelnden Bemerkung leise lachen. „Alter Knacker?“ Seine Ohren stellten sich gespielt empört auf. „Wir sind gerade einmal offiziell ein Paar und schon beleidigst du mich.“ Ein amüsiertes Schnurren folgte. Dann warf er einen kurzen Blick zum Sofa. „Aber du hast vermutlich recht. Wenn wir die ganze Nacht hier sitzen, werde ich morgen tatsächlich über meinen Rücken klagen.“ Er legte einen Arm etwas fester um sie. „Komm.“ Er machte allerdings keinerlei Anstalten, sie von sich zu lösen. Stattdessen hob er sie vorsichtig mit sich an. „Und du bleibst schön hier.“ Mit einem kleinen Grinsen trug er sie die wenigen Schritte zum Sofa, setzte sich und sorgte dafür, dass sie bequem an seiner Seite beziehungsweise halb auf seinem Schoß landen konnte. „So.“ Er zog eine Decke über sie beide. „Besser?“ Sein Schweif schmiegte sich wieder um ihren. „Und falls du jetzt tatsächlich einschläfst...“ Er gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. „...werde ich das als Beweis werten, dass mein Schoß tatsächlich ein geeigneter Forschungsplatz ist.“ Sein Schnurren setzte wieder ein. „Wissenschaftlich natürlich.“

Sie hob einen Finger „Tradition muss gewahrt werden“. und legte dann beide arme um seinen Hals als er sich mir ihr auf den armen erhob um zum Sofa zu gehen. „Geh nicht weg - nie mehr“, nuschelte sie und schmiegte sich wieder in seine Halskuhle. Sie nuschelte noch etwas unverständliches und kuschelte sich bequem an den warmen Körper bevor sie seit langen wieder ruhig schlief und anfing leise vor Zufriedenheit mit einen lächeln auf den Lippen zu schnurren.

G'raha blieb mitten in der Bewegung kurz inne, als sie mit verschlafener Stimme ihre kleine Bedingung verkündete. „Tradition?“ Ein leises, warmes Lachen entwich ihm. „Natürlich. Wie konnte ich das vergessen?“ Doch als sie ihre Arme um seinen Hals schlang und leise darum bat, dass er niemals mehr gehen möge, verschwand das schelmische Lächeln aus seinem Gesicht. Sein Blick wurde weich. „Ich gehe nicht weg.“ Ganz leise, damit er sie nicht wieder aus ihrer Müdigkeit riss. „Nicht, wenn ich es verhindern kann.“ Als sie sich an seine Halsbeuge schmiegte, legte er einen Arm sicher um ihren Rücken. Ihre letzten Worte waren kaum noch verständlich. G'raha lächelte. „Schlaf, Mina.“ Er strich ihr behutsam über das Haar, bis ihre Atmung gleichmäßig wurde. Und als schließlich ihr leises Schnurren einsetzte, senkte er den Kopf und gab ihr einen sanften Kuss auf den Scheitel. „Ich bleibe.“ Sein Schweif lag noch immer um ihren geschlungen. Er lehnte sich zurück, ließ die Augen ebenfalls zufallen und hielt sie einfach fest. Zum ersten Mal seit langer Zeit musste keiner von beiden irgendwohin. Keiner musste etwas erklären. Keiner musste Angst haben, dass der andere am nächsten Morgen verschwunden sein würde. Nur zwei ineinander verschlungene Schweife, ruhige Atemzüge und Minas leises, zufriedenes Schnurren erfüllten den Raum. Und G'raha blieb.