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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zu einem neuen Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch natürlich viel Spaß beim Lesen.

11.

Dicks Motorrad war natürlich keine einfache Serienmaschine. Das Zweirad schoss wie ein Blitz über den Highway und wirbelte den Staub auf der trockenen Bahn auf. Bis zum Wayne Anwesen war es nicht mehr weit und das Klingeln in seinem Helm erinnerte ihn an die Nähe zur Bat Höhle. Er war nur froh dass er schon vor Monaten den Alarmlaut geändert hatte. Beim ersten Mal wäre er beinahe im Straßengraben gelandet. „Hey Alfred. Irgendwelche ungewöhnlichen Vorkommnisse seit dem ich weg war?“, fragte er der Höflichkeit halber und der Butler erwiderte: „Nicht im Geringsten. Alles ist in bester Ordnung. Sind die Titans denn alle ohne bleibende Verletzungen davon gekommen?“, wollte dieser wissen und Dick verneinte. Das Knacken in dem eingebauten Kopfhörer machte ihm klar, das Alfred die Verbindung wieder getrennt hatte. Einen Moment später schoss Dick auf seinem Gefährt durch den versteckten Eingang der Bat Höhle und keine halbe Minute später stand er in ihrem Zentrum.

Die Bat Höhle war nahezu verlassen bis auf eine Person die vor dem großen Hauptrechner auf der zentralen Ebene saß und flink mit den Fingern über die Tasten flog. Tims Augen waren auf den Bildschirm fokussiert als Dick neben ihm zum Stehen kam. Dieser nahm seinen Helm ab und fragte direkt: „Wühlst du dich jetzt durch die Hinweise durch anstatt Bruce?“ Tim zuckte nur mit den Schultern und ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen. „Irgendwie müssen wir diesem Täter ja zu Leibe rücken oder? Ich meine du hast doch die gleichen Fotos wie ich gesehen. Noch mal müssen wir so etwas nicht haben.“, bemerkte er und Dick pflichtete ihm im Geiste bei. „Ja, nur ist die Beweislage im Moment dünner als die Luft auf dem Mount Everest. Ich meine ich kann Bruce und deinen Tatendrang ja verstehen… und glaub mal für keine Sekunde das ich so etwas noch mal sehen möchte, aber… so wie ich das einschätzen kann ist es doch kaum machbar dem Täter mit dem was wir bis jetzt haben beizukommen oder?“ Wieder zuckte Tim nur mit den Schultern und murmelte: „Wenigstens haben sie den Lkw gefunden.“ Überrascht zog Dick eine Augenbraue hoch und sah Tim schief an. „Tatsächlich? Hm… das ging aber schnell. Ist man vom GCPD gar nicht gewohnt…“

Tim lehnte sich ein wenig zurück, nachdem er bemerkt hatte wie nah er sich an den Bildschirm gelehnt hatte. „Ich denke da haben einige von den, nennen wir sie weniger motivierten Mitarbeitern auch ordentlich die Hosen vollgehabt. Immerhin sind die ja auch so einiges gewohnt, aber das… Jedenfalls haben sie auch ein Haar in dem Lkw gefunden, das ganz eindeutig nicht zu dem Fahrer gehört. Und nach den ersten Erkenntnissen wohl auch keiner anderen bekannten Person die das Fahrzeug jemals betreten hat.“ Dick nickte und antwortete: „Zeig doch mal.“ Mit einem schnellen Klick vergrößerte Tim das Bild das er von dem Haar zugesandt bekommen hatte und Dick wich irritiert mit dem Kopf ein Stück zurück. „Lang und blond? Haben wir es hier mit einer mordlustigen Lady zu tun oder vertu ich mich da?“ Tim lächelte wieder verhalten und entgegnete: „Ja, da vertust du dich. Das Haar gehört zu einem Mann, so viel steht fest. Viel mehr konnte man wohl aber noch nicht herausfinden. Sie sind dabei es zu analysieren.“ Dick verschränkte die Arme und schaute auf den Boden vor sich. „Blond, lange Haare, männlich und ganz eindeutig ohne Respekt für irgendwelche unschuldige Leben… Wer fällt uns denn da so ein?“, grübelte er laut.

Tim drehte den Stuhl so dass er Dick an sah und streckte seine Finger. „So besonders groß ist die Auswahl da nicht. Und keiner der üblichen Verdächtigen kann einem Opfer einfach so das Leben aus dem Körper ziehen… Tod durch Erschöpfung. Da kann ich mir noch keinen Reim drauf machen.“ Dick seufzte. „Ich ebenfalls nicht. Und wenn du noch keine wirkliche Idee hast, dann glaube ich hat Bruce auch keine.“, sagte er und Tim schüttelte langsam den Kopf. „Unglücklicherweise hat das seinen Fokus wieder auf den Mann gebracht der sich Thor nennt. Der hat nämlich auch lange blonde Haare und taucht so mir nichts dir nichts einfach auf.“ Dick zog die Augenbrauen zusammen. „Na das nennt man in meinem Buch einen voreiligen Schluss.“ Tim schnaubte nur abfällig und verdrehte die Augen. „Denkst in meinem nicht? Aber um ehrlich zu sein vermute ich dass er selbst nicht so daran glaubt. Was den ersten Eindruck angeht, war Bruce vergleichsweise wortkarg. Und das weißt was das bedeutet.“ Wissend nickte Dick. „Der muss wohl einen ganz ordentlichen Eindruck hinterlassen haben. Um ehrlich zu sein würde ich mich aber auch nicht einfach so nach dem Gott des Donners benennen.“ Tim hob nur die Hände und grinste schief. „Naja… er nimmt eben den Namen mit dem er auf die Welt gekommen ist.“

Dick starrte Tim nur irritiert an. „Willst du mir weiß machen dass wir es hier tatsächlich mit einem Gott zu tun haben?“ Tim atmete tief ein und rief einen Videoplayer auf. „Hier. Überzeug dich selbst.“ Das Video zeigte Thor wie er den Krafttest in der Obhut der Justice League durchführte und Dicks Augen wurden mit zunehmendem Gewicht immer größer. Als die mächtige Gestalt Thor Odinsons endlich zusammenbrach, fühlte er schon fast eine Spur Erleichterung. Er hatte für einen Moment vergessen zu atmen und zog tief die Luft ein. „Das… ist außergewöhnlich.“, sagte er ohne selbst ganz genau zu wissen welche Worte hier wohl am ehesten der Wahrheit entsprachen. Tim nickte und holte ebenfalls tief Luft. „Ohne Frage. Aber zwei Dinge ergeben hier absolut keinen Sinn. Zum einen sehen wir hier ganz eindeutig das er zu massiver Zerstörung im Stande ist, wenn er also gewollt hätte, hätte man keinen einzigen Stein mehr von diesem Diner gefunden und warum hätte er, wenn er fliegen kann, mit einem Lkw fliehen sollen? Noch dazu kommt die Einschätzung von Dinah die für ihre Verhältnisse ziemlich viel Positives zu sagen hatte. Sie hat Bruce wohl recht deutlich wissen lassen, das sie nicht viel davon hält diesen Neuankömmling für Bruce allein weiß wie lange in eine Zelle zu verfrachten. Zumal er mit seiner Kooperation ja auch nicht gerade das Bild eines kaltblütigen Killers vermittelt. Eine Kooperation für die wir angesichts seiner Kraft wohl auch recht dankbar sein können, meinst du nicht?“

Dick nickte langsam und mit seinen Gedanken in Bewegung. „Und dann kommt so etwas auch noch von Dinah… ich meine die weiß ohnehin ziemlich gut wie man Personen liest. So gesehen kann ich mir auch nicht vorstellen dass er dahinter steckt.“ Tim nickte und schielte zum Batmobil. „Es gefällt ihm wohl nicht, dass wir nach so einer Tat keine eindeutigen Spuren in die Finger bekommen. Wenn die Analyse irgendetwas Eindeutiges ergibt, dann würde ihn das sicher schon etwas abkühlen. Wo wir gerade davon sprechen, hat sich die Situation mit diesen Typen in dem Einkaufszentrum eigentlich geklärt? So wie ich das mitbekommen habe seid ihr ja für einen Moment in die Bredouille geraten.“ Dick nickte und erklärte: „Naja diesen Typen haben Kori und ihr Team für kurze Zeit festgesetzt, aber Damian hat sie wieder rausgehauen.“ Tim verdrehte nur die Augen und seufzte genervt. „Rücken hin oder her, hättest du dich nicht dafür wenigstens aufraffen können? Damit wird er uns jetzt wieder bis zum St. Nimmerleinstag in den Ohren liegen.“ Dick schnaubte. „Ob er nun über meine verpatzen Anweisungen jammert und an der Rettungsaktion teilnimmt oder nicht, hätte er von meinem Fehler erfahren, hätte er ohnehin angefangen mich zu kritisieren.“ Tim drehte sich wieder zu dem Bildschirm und legte den Kopf mit geschlossenen Augen auf das Kopfpolster des Stuhls. „Richtig, nur wenn es eine Sache gibt die noch weniger ertragbar ist als ihm zuhören zu müssen wie er über dich herzieht, ist es ihm zuhören zu müssen während er sich selbst auf die Schulter klopft.“

„Traurig aber wahr.“, meinte Dick daraufhin nur und seufzte kaum hörbar. Er schaute auf die Dateien die Tim geöffnet hatte und nach einigen Sekunden fragte er: „Mad Monk? Cavalier? Hast du irgendwie Langeweile, oder bist du da wirklich an etwas dran?“ Tim lächelte und antwortete: „Vielleicht. Die Birds haben sich mit den beiden geprügelt und Cassandra hat leider auch ein bisschen was abbekommen. Am Ende haben sie die beiden niedergerungen, doch das war noch nicht alles. Hier.“ Er warf Dick etwas zu und dieser fing es auf. Was er in den Händen hielt, hatte ein ovales, fast schon eierförmiges Aussehen und war nicht sehr viel größer als sein Daumen. Er betrachtete es für den Bruchteil einer Minute, konnte es aber nicht genau zuordnen. „Was ist das?“, wollte er wissen und Tim erklärte: „Das hat Cassandra mitgehen lassen, und einem der Schlägertypen abgenommen. So wie es scheint haben die Herren dort nicht ganz allein nach ihrem eigenen Willen gehandelt.“ Dick starrte wieder auf das Gerät in seinen Händen und er schaute es sich noch mal genauer an. „So eine Art… Peilsender?“, mutmaßte er und Tim zog Luft durch die Zähne. „So was in der Art. Eher eine Steuereinheit, die es einem ermöglicht einen Menschen wie eine Marionette zu steuern. Die Machart habe ich auch schon bestimmt.“ Dick seufzte laut auf und schloss für einen Augenblick die Augen. „Lass mich raten: Mad Hatter.“ Tims Augenbrauen hoben sich überraschend. „Wie hast du das denn erraten?“

Dick sah ihn finster an und er fluchte. „Als wir Tetch festgenommen haben, da hat er sich so komisch verhalten. Er hat eben keinen großen Trara daraus gemacht und auch nicht so gewirkt als würde ihn das... alles so mitnehmen wie es eigentlich hätte sollen. Beinahe so als wenn naja… als wenn wüsste das sein eigentlicher Plan noch immer im Rollen wäre.“ Tim schaute auf den Sender und schürzte die Lippen. „Er konnte natürlich nicht wissen dass Barbara einfach so über diesen Plan stolpern würde und quasi einen Stein in dessen Getriebe werfen würde. Was ich persönlich noch ein bisschen beunruhigender finde, ist das die Entourage von Cavalier ausnahmslos aus ein und demselben Verein stammt.“ Er drehte sich wieder zu dem Rechner und Dick folgte seiner Ausführung. „All diese Kerle haben in den letzten vier Jahren die Drecksarbeit für eine Familie gemacht. Schau hier.“ Dicks Augen starrten gebannt auf die kriminellen Einträge die die Kerle besaßen. „Alles im Auftrag der.. Falcone Familie.“ Tim nickte langsam. „Zumindest geht man stark davon aus. Die letzten Monate sind für die Falcones im Untergrund gut verlaufen. Sie haben eine ganze Menge Feinde und Rivalen verloren oder mit Sicherheit auch selbst ausgeschaltet.“

Dick brummte nur. „Sauhaufen. Aber denkst du denn wirklich dass die mit Hatter so eine Art Deal gemacht haben? Ich meine die Falcones sind rücksichtlos und sind noch vor keiner Untat zurückgeschreckt. Aber sie sind nicht durchgenknallt oder gar krank im Kopf. Solche Gestalten wie Hatter umgeben sich doch normalerweise nur mit Gleichgesinnten.“ Tim sah ihn schief an und gab zu Bedenken: „Wer sagt denn das sie da freiwillig mitgemacht haben? Kann ja auch sein das Hatter die Falcones unterwandert hat und sie quasi in eine selbstfunktionierende Arbeitskraft für sich verwandelt hat. Und um sie effektiver ihrer Arbeit  nachgehen lassen zu können, hat er die Unterwelt von anderen Mafiosi und Familien ein wenig gesäubert, damit die Falcones dominieren und entsprechende Umsätze machen zu können. Die stecken doch in allem Möglichen mit drin.“ In Dicks Ohren hörte sich das zwar alles ein wenig weit her geholt an, aber er hatte schon wildere Theorien gehört, die sich später als wahr erwiesen hatten. „Dem sollten die Birds wohl besser mal nachgehen... geht es Cassandra denn gut oder hat sie noch Schmerzen?“ Tim schüttelte den Kopf. „Nicht mehr. Bei ihr ist alles in Butter. Und du kennst sie doch. Schmerzen machen ihr doch ohnehin nicht viel. Alfred hat sie gut versorgt und die paar Rippen sind bald wieder in Ordnung. Ihr Anzug hat das Übelste verhindert. Wir haben sie natürlich sofort ins Bett verfrachtet, ich hab ihr noch eine Weile Gesellschaft geleistet, dann ist sie aber auch eingeschlafen.“

Dick schmunzelte nur und hüstelte: „Gesellschaft geleistet, soso.“ Tim sah ihn genervt an und sagte lediglich: „Mit gebrochenen Rippen. Na sicher. Das überlasse ich lieber dir und deiner Flamme Grayson.“ Dick grinste nur und ließ sich nichts anmerken. „Dinah wird dann wohl für Cassandra einspringen, so lange sie sich auskuriert.“ Tim bejahte und sagte dann: „Ich gehe gleich in die Falle. Willst du noch irgendetwas nach kucken oder kann ich den Rechner abschalten?“ Dick erwiderte: „Ne, mach nur das du das Ding aus bekommst. Ich hau mich jetzt auch auf die Ohren. Hab zwar nur den Endbericht von den Titans entgegengenommen, aber was da wieder abgelaufen ist… da wünsche ich mir fast Damian wäre als erster reingegangen.“ Tim grinste nur und die beiden machten sich auf in das Anwesen, während in der Bat Höhle für diese Nacht das letzte Licht erlosch.

Ich hoffe dass euch das Kapitel gefallen hat und ich würde mich natürlich wie immer sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Ich hoffe dass ich euch auch beim nächsten Mal wieder begrüßen darf.

HG Elixier