LNCrawler

Kapitel

Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel

Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Es tut mir Leid das es immer so lange dauert bis die Story ein Update bekommt, aber ich kenne mich was das DC Universum angeht einfach nicht so gut aus wie mit dem Marvel Universum. Deshalb hoffe ich dass ich auch diesmal nicht zu sehr ins Blaue geschossen habe. Viel Spaß mit dem neuen Kapitel.

12.

„Das ist der Grund dafür dass ich ihnen bei der Befreiung ihres eigenen Landes helfen möchte Count. Sie werden feststellen, dass ich als Herrscher über mein eigenes Volk sehr wohl dazu in der Lage bin ihre Misere nachzuvollziehen. Und seien wir ehrlich, ihre Kräfte werden wir ohnehin vergleichsweise vorsichtig einsetzten. So gesehen verlange ich von ihnen nicht einmal viel.“, erklärte Victor und Count Vertigo nickte während er mit seiner Hand über sein Kinn strich. Er betrachtete sie Fertigungsanlage die Doom für seine Servo-Guards aufgestellt hatte. Es lief alles automatisch. Vertigo zog eine Augenbraue hoch und fragte: „Ihr habt sicherlich bemerkt meine Situation etwas… brenzliger ist als eure. Immerhin erkennt mich nur noch knapp die Hälfte der Nationen dieser Welt als Vertreter meiner Heimat an. Aber ich werde euch mit meinen Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Mit eurer Hilfe kann ich mich auch noch nach der Vollendung eures Plans um meine rechtmäßige Herrschaft kümmern. Jedoch… zweifle ich daran, dass wir allein diesen Plan wirklich vollführen können. Ihr müsst doch zugeben das eure Fähigkeiten allein euch nicht aus eurer Misere helfen werden oder… täusche ich mich da?“

Victor hob sein Kinn ein wenig und entgegnete: „Ganz unrecht habt ihr damit nicht. Aber ich habe bereits einen Plan wie ich wieder zurück nach Hause gelangen kann und das auch ohne die Hilfe von irgendeinem weiteren Bewohner dieser Welt. Allerdings würde sich dieser Plan außerordentlich in die Länge ziehen, wenn ich ihn allein verfolgen würde. Meine Kenntnisse im technischen und magischen Bereich werden vollkommen ausreichen, um mir selbst einen Weg in meine Heimat zu schaffen. Nur benötige ich für die Errichtung eines solchen, nennen wir es Portals eine ganze Bandbreite von Werkstoffen und Technologien die man nicht einfach so kaufen kann. Ich weiß das ich diese Dinge bekommen kann, nur werde ich sie alleine nicht in meinen Besitz bringen können.“ Er schaute zu seiner Linken und betrachtete seine beiden anderen Gäste. „Das ist also der Punkt an dem wir ins Spiel kommen hm?“, fragte Shimmer und ihr Bruder Mammoth brummte nur. „Ganz richtig. Und da ihr Zwei schlicht und ergreifend nur für das Geld dabei seit wird es mir wesentlich einfacher fallen, meinen Teil des kleinen Deals zwischen uns zu erfüllen.“ Shimmer pustete sich eine ihrer roten Strähne aus den Augen und fragte mit einem höhnenden Lächeln: „Tatsächlich?“

Doom nickte langsam. „Als ich in meine Heimat zurückkehrte habe ich ihre eigene Währung grundlegend reformiert und das hat auch das „Drucken“ von mehr Banknoten mit sich gebracht. Geld das sich auf der ganzen Welt ohne Probleme jedem Echtheitstest unterziehen kann, ohne auch nur für eine Nanosekunde für unecht gehalten zu werden. Wir werden also keine großen Banküberfälle planen. Ein einziger Kleiner wird vollkommen genügen. Und nebenbei erwähnt muss ich doch niemandem hier klar machen, dass wir so wenig wie möglich Aufmerksamkeit auf uns ziehen wollen wie möglich. Wir sind darauf angewiesen, das uns niemand entdeckt und niemand uns den Behörden meldet. Schlimmer noch, sollte die Justice League von unserem Tun erfahren, befürchte ich dass wir womöglich Monate mit unserem Vorhaben brauchen werden. Und ich denke nicht dass das im Interesse von irgendjemandem hier ist.“, erklärte er und Shimmer nickte verstehend ihr Bruder brummte wieder und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Nah ist schon ok Baran. Der ist in Ordnung. Glaube ich zumindest.“, sagte sie etwas leiser und strich ihm beruhigend über seinen Unterarm.

Doom gab sich damit zufrieden und schaute auf den Counter der produzierten Einheiten. „10.920 Zweibeiner und 4.484 Sechsbeiner. Hm.. das müsste ich noch optimieren können.“, murmelte er und Vertigo fragte: „Können wir denn dabei behilflich sein?“ Doom schüttelte langsam den Kopf und sagte: „Noch nicht. Wir müssen die Geschwindigkeit aber auch nicht viel mehr erhöhen. Wenn wir die Produktion so am Laufen halten, dann haben wir in Kürze genügend Einheiten, um mit Phase 1 meines Plans zu beginnen. Es wird nicht einfach sein die Fertigungsmaterialien zu erwerben, aber mit etwas Geduld werden wir schon genügend Lieferanten auftreiben können, ohne irgendwelche Aufmerksamkeit zu erregen.“ Shimmer schaute derweil auf den ersten Gefangenen den Doom gemacht hatte. Mit einem Grinsen zeigte sie auf ihn und fragte Doom: „Wann ist ihnen der denn ins Netz gegangen?“ Der Great White Shark war seiner Gefangenschaft inzwischen satt geworden. Er mochte von Doom nicht schlecht behandelt werden, aber er fühlte sich auf den paar Quadratmetern die ihm zur Verfügung standen einfach wie ein wildes Tier das eingesperrt worden war. Kurz und gut: Er hatte die Schnauze voll. „Wann ich ihm ins Netz gegangen bin? Na an dem Tag an dem er seinen Eisenarsch hier reinbewegt hat und meine gesamte Band aufs Kreuz gelegt hat. Jetzt nimmt er hier alles auseinander und spielt sich als der große, tragische Verlorene auf. Wenn ich hier raus komme dann…“ zeterte er und plötzlich verstummte er. Shimmer sah ihn irritiert an. Er bewegte sich immer noch, aber sie hörte keinen Laut mehr von ihm.

„Er will ganz offenbar nicht begreifen, dass ich von nun an die Zügel in seinem kleinen Reich in der Hand habe. Es war seine eigene Schuld, dass es mir so einfach fiel ihn zu überraschen. Dass seine Handlanger so untreu waren, habe ich mir zwar im Voraus schon gedacht, aber es wäre mir lieber gewesen, ich hätte die gesamte Gruppe gefangen genommen. Von den 18 Anwesenden sind mir nur 14 geblieben.“, berichtete Doom und Shimmer fragte: „Was.. technologisches oder ist das… Magie? Und was haben sie mit den Typen gemacht?“ Doom nahm mit seiner Hand sein anderes Handgelenk und antwortete: „Magie. Und mit den „Typen“ habe ich nichts gemacht. Ich habe sie lediglich vergessen lassen, was sie hier während meiner Übernahmeaktion gesehen haben und habe sie dann auf den Weg nach Hause geschickt.“ Verstehend nickte sie mit dem Kopf und sah zwischen ihrem Bruder und Vertigo hin und her. „Wir werden doch aber… nicht die Einzigen in ihrer Gruppe sein oder Doom? Ich meine… nichts für ungut, aber mit uns Dreien sind sie wohl nicht viel besser dran als alleine oder?“, bemerkte sie und Vertigo rümpfte die Nase. „Sprich für dich selbst.“, warf er verachtend ein und Mammoth grummelte drohend. „Gar nicht so unwahr. Aber mit deiner Einschätzung liegst du richtig. Ihr seid nicht die Einzigen. Ich habe da noch einige andere Individuen im Kopf, die uns dabei helfen werden diese Aktion durchzuführen. Es sollte nur noch knapp eine Woche in Anspruch nehmen, dann sollten wir vollzählig sein. Einer von ihnen ist gerade eingetroffen.“, entgegnete Doom und nickte in Richtung des Eingangs.

Seine große, etwas schlurfende Gestalt kam nur langsam ins Blickfeld der Anwesenden. Seine enormen breiten Schultern zwangen ihn dazu seitwärts durch die Tür zu gehen. Sein gebeugter Gang ließ ihn kleiner erscheinen als er war und das obwohl er den riesigen Mammoth noch um gut anderthalb Köpfe überragte. Das Licht strahlte auf seine gräuliche, tote Haut und seine Augen fokussierten nur Doom. Shimmer wich einen Schritt zurück und Vertigo schob sein Kinn hervor, sagte allerdings nichts und gab sich mit einem langsamen Nicken zufrieden. Der Neuankömmling baute sich vor Victor auf und seine enormen Hände krachten ineinander wie ein Kanonenschlag und seine Knöchel knacken wie ein gerade gefällter, fallender Baum. „Grundy bereit zum plattmachen.“, knurrte er und sein mächtiger Atem strich Doom beinahe die grüne Kapuze vom Schädel. Er schaute nach oben und traf Solomons Blick. „Gut. Sehr gut. Es wird nicht lange dauern bis ich eine Aufgabe für dich habe. Vorerst kannst du es dir hier bequem machen. Was deine Bezahlung angeht, darüber waren wir uns ja schon vorher einig oder?“ „Joaa.“, kam es dunkel von seinem mächtigen Gegenüber und er schaute sich interessiert um. Er schnaubte als er den Great White Shark sah und gab ein polterndes Geräusch von sich das wohl ein Lachen sein sollte. „Flosse geht nirgendswo mehr hin.“, gab er von sich und Doom sagte darauf: „Richtig. Und daran wird sich in naher Zukunft auch nichts ändern. Aber wir müssen uns ohnehin auf wichtigere Dinge konzentrieren. Fokussier dich also.“

Grundy nickte wieder und stapfte ein wenig im Raum umher. Er begutachtete die Fertigungsanlage der Servo-Guards und setzte sich dann im Schneidersitz davor. Der Prozess schien ihn für einige Minuten zu beschäftigen. „Doom ihr habt euch mit diesem toten, tumben Klotz eingelassen? Der hat doch gerade noch genügend funktionierende Zellen um links von rechts unterscheiden zu können.“, warnte Vertigo und Victor seufzte. „Grundy wird von mir für einige spezielle Angelegenheiten benötigt. Er wird euch also nicht allzu oft im Weg stehen Count. Außerdem können wir uns zumindest darauf verlassen das er den ein oder anderen Treffer einstecken kann, ohne das er sofort unbrauchbar für den Rest der Mission ist.“, sagte er so geduldig er konnte. Der unterschwellige Seitenhieb Richtung Vertigo ließ diesen zumindest für den Moment verstummen. „Nun werden noch drei weitere Mitstreiter zu uns stoßen, dann ist meine Streitmacht vollkommen.“, sagte er in Richtung Shimmer und diese nickte nach einem tiefen durchatmen. „Ich habe kein Problem mit Grundy. Mal schauen wen sie noch so an Land ziehen. Sind ja offensichtlich für Überraschungen gut Doom.“, bemerkte sie und Victor verschränkte die Arme. „Schon möglich. Aber wir werden jeden Einzelnen in der Gruppe brauchen, um den ganzen Plan zu meistern. Deshalb solltet ihr eure Konflikte untereinander entweder unterbrechen, oder sie am besten gleich beilegen. Ich werde es nicht tolerieren, das Kämpfe innerhalb meines Teams dafür sorgen, dass meine Heimkehr unnötig in die Länge gezogen wird. Verstanden?“, fragte er und ließ durchscheinen, das er nicht gewillt war einen Wiederspruch gelten zu lassen. „Voll und ganz Sir.“, sagte Shimmer. „Natürlich doch.“, erwiderte Vertigo. Doom nickt und wand sich mit einem unterdrückten Seufzen seinem momentan wichtigsten Projekt zu.

Der Doombot lag noch mehr oder weniger halb fertig auf dem Montagetisch und hatte bisher noch keine Eigenständigkeit erworben. Das würde sich in den nächsten Tagen zwar ändern, aber Victor wollte nicht das kleinste Risiko eingehen. Diese Maschine war zwar meisterhaft darin, einen lebenden Organismus zu imitieren, aber sie musste geduldig und mit Behutsamkeit zusammengesetzt werden. Das Modell mochte was seine Performance anging kaum noch zu verbessern sein, aber es war sehr anfällig für Fehlfunktionen, wenn man nicht fein säuberlich bei seiner Fertigung war. Für von Doom selbst mochte das nicht problematisch sein, aber seine Fertigungsanlagen waren noch viel zu primitiv um eigenständig dazu in der Lage zu sein einen Doombot herzustellen. Das erste Fertigungsstück hatte er nach einem seiner Minister modelliert. Victor würde nicht das Risiko eingehen, irgendjemandem da draußen sein eigenes Gesicht zu zeigen, mochte er in dieser Welt auch niemandem bekannt sein. „Ich schätze das wir auf diese mechanisierten Agenten setzten werden um uns nach dem zu erkunden, was wir für unseren Plan brauchen?“, fragte Vertigo nachdem Victor für eine Minute nichts gesagt hatte.

Er nickte langsam und antwortete: „Werden wir. Meine Helfer werden dort draußen immerhin alle von den Gesetzeshütern gesucht. Ich kann also niemanden schicken ohne Gefahr zu laufen ihn am Ende noch aus dem Gefängnis befreien zu müssen und ich kann meine Zeit bedeutend besser verwenden. Meine von mir selbst kreierten Vollstrecker muss ich zumindest nicht die ganze Zeit über be- und überwachen und meine Befehle führen sie auch ohne Wiederrede aus. Aber meine Doombots sind zu kostspielig und meine Servo-Guards zu beschränkt um all die Aufgaben die uns noch bevorstehen zu erfüllen. Ich werde um lebende Unterstützung nicht herum kommen.“ Shimmer holte hörbar Luft und atmete langsam aus. „Werden sie mit uns denn auch ihren großartigen Plan teilen oder wird das wieder so eine Eigenkreation wie das bei euch großen Köpfen so üblich ist?“, fragte sie etwas angesäuert. Nach Victors Empfinden nahm sie seine Erklärung etwas zu persönlich, aber er hatte eigentlich nichts anderes erwartet. „Vielleicht irgendwann. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist und ich es für möglich halte das ihr ihn verstehen könnt, dann werde ich ihn mit euch teilen. In der Zwischenzeit wäre ich um jede Sekunde der Stille dankbar. Sie ist der schönste Laut den ich kenne.“

Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir eure Meinung oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Danke für eure Aufmerksamkeit und ich hoffe euch alle auch beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen.

HG Elixier