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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

13.

„Du solltest vielleicht etwas… mehr Feingefühl den Politikern gegenüber wahren Ron. Du weißt doch wie Perry reagiert, wenn wir auf einer Seite zu viel rumhacken. Der Daily Planet soll sich doch nicht Stellung beziehen, in solchen Auseinandersetzungen. Lediglich Fakten liefern.“, meinte Clark zu seinem Kollegen und dieser nickte widerwillig. „Das kann ich ja verstehen Clark, ich sehe es doch genauso. Aber Fakt ist eben auch, dass hier nicht nur mit den Leben von Menschen gespielt wird, sondern auch ganz bewusst ein Land an den Abgrund geschoben wird. Ein Land das ohnehin schon wirtschaftlich am Boden ist, sollte von uns nicht auch noch mit unnötigen Sanktionen belegt werden. Du weißt selbst Clark, die tun den einfachen Leuten am ehesten und meisten weh und die leiden in dieser Situation ohnehin schon.“, warf er ein und Clark hatte Schwierigkeiten dagegen etwas einzuwenden. Einerseits konnte er den Ärger des politischen Kommentators natürlich nachvollziehen und ihm war auch klar, dass sein Chef eine ähnliche Position beziehen würde. Nur Ron war mit seinen Kommentaren schon mehr als einmal bei den hohen Herren in beiden Parteien angeeckt und Perry hatte schon oft genug den Anruf des verärgerten Gouverneurs oder öfter den des Bürgermeisters annehmen müssen.

Mit einem Seufzen klopfte er Ron auf die Schulter und sagte lediglich: „Nun gut, ich selbst finde den Artikel großartig, aber lass Perry noch mal drüber schauen bevor du dir und ihm wieder Ärger einhandelst ok? Ich meine es wirklich nur gut.“ Ron grinste nur und hob den Daumen. „Klar doch Kent. Ich will dem Boss ja keinen zweiten Herzinfarkt beschaffen.“ Clark kratzte sich im Nacken und dachte über das letzte Mal, als Perry Schwierigkeiten mit seinem Herzen gehabt hatte. Das war keine schöne Zeit gewesen. Die viele Extraarbeit die den Reportern damit in die Hände gefallen war, hatte Clark erst bewusst gemacht, wie viel sein Boss eigentlich zu tun hatte und durch was für einen Stress er ging. Es wunderte ihn nicht, dass bei solch einer alltäglichen Lawine von Aufgaben und Ansprüchen, ein menschliches Herz auf kurz oder lang an seine Belastungsgrenze kam. Er schlenderte wieder zu seinem Platz und hatte sich noch keine zwei Minuten gesetzt, da stand schon jemand vertrautes neben ihm. „Hey Lois. Wie geht es dir?“, fragte er ohne seinen Blick von seinem Computer Bildschirm zu nehmen. Den Artikel den er selbst noch für das Wochenende fertigstellen wollte, hatte er noch nicht mal bis zur Hälfte zusammenbekommen. Und es war bereits Mittwochnachmittag.

„Das solltest du doch eigentlich wissen oder Clark? Einmal gelauscht, mit deinen Supersinnen und du bist im Bilde.“, antwortete sie und klang etwas verärgert. Er drehte sich mit überraschter Miene um. Lois sah ihn an als hätte sie einen Schluck Essigwasser genommen und er wollte wissen: „Was ist den los? Suchst du jemanden?“ Sie lächelte schief und strich sich einige Haare hinter das Ohr. „Richtig und zwar Jimmy. Ist er dir heute schon über den Weg gelaufen? Hast du ihn gesehen?“, fragte sie und er schüttelte langsam den Kopf. „Heute noch nicht, nein. Wieso? Brauchst du etwas von ihm?“ Sie seufzte und setzte sich auf den wenigen Platz der auf seinem Schreibtisch noch frei war. „Allerdings. Ich sollte doch für die Bewerbung von Metropolis für die olympischen Sommerspiele diese Kolumne anfertigen, warum unsere Stadt sich dafür so großartig eignen würde. Ich habe Jimmy den Auftrag gegeben mir einige Fotos von den Plätzen und Orten der Stadt mit dem meisten Widererkennungswert zu machen. Heute wollte er mir die letzten vier überreichen, aber er ist noch nicht aufgetaucht. Und in vier Stunden muss ich fertig sein. Kannst du ihn vielleicht mal anrufen? Ich habe es schon fünf Mal probiert. Vielleicht geht er ja bei dir dran.“ Clark nickte und nahm sein Handy aus seiner Tasche.

Nach einer Minute nahm immer noch niemand ab. „Scheint so, als wäre er gerade sehr beschäftigt. Obwohl… eigentlich ist das ja nicht seine Art oder?“, meinte Clark und richtete seine Brille etwas. Es war eine Bewegung die eigentlich beinahe so nutzlos für ihn war wie die Brille selbst. Allerdings ließ es ihn etwas menschlicher wirken und stellte eine einfache Handlung da, die er methodisch über den Tag eine Hand voll Male wiederholen konnte, ohne aufzufallen. Lois nickte und etwas Sorge zeigte sich auf ihrem Gesicht. „Eigentlich nicht… bisher hat er uns ja noch nie wirklich im Stich gelassen… und an der Reihe arbeite ich jetzt schon seit fast drei Monaten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass er mich in so einer Situation hängen lässt. Oder meinst du das ihm vielleicht… doch was passiert ist?“ Clark wollte seine Worte sorgfältig wählen und atmete tief durch. „Das kann ich mir schwer vorstellen. Vielleicht ist ja auch irgendein Notfall dazwischen gekommen. Er hat doch in letzter Zeit öfter mal davon gesprochen, dass seine Mutter mit ihrer Gesundheit zu kämpfen hat. Vielleicht ist es da zu Komplikationen gekommen. Ich werde es in einer Viertelstunde noch mal probieren. Dann nimmt er sicher ab. Mach dir mal keine Sorgen Lois, verspätet hat er sich ja schon ab und zu mal. Sicherlich ist er schon auf dem Weg hier her und entschuldigt sich bei dir mental bereits zum hundertsten Mal.“ Lois schnaubte nur und stützte ihren Kopf auf ihrer Hand ab. „Ich will keine Entschuldigung, nur meine Bilder.“

„Peeerryyy!!!“, rief der Vermisste hinter ihnen. Lois rutschte vor Schreck mit ihrem Kopf von ihrer Hand und hätte sich um Haares Breite den Kopf an Clarks Sichtschutz gestoßen, hätte er sie nicht abgefangen. Mürrisch stapfte sie dem Fotographen entgegen. Der schien ihre Verärgerung nicht wirklich wahrzunehmen. „Hey Lois, Clark. Ich muss euch was zeigen. Was Großartiges. Hab erstklassige Bilder gemacht. Kommt mir, Perry wird begeistert sein.“, sagte er mit einem breiten Lächeln und Lois seufzte. „Schön für dich. Kann ich endlich meine Bilder bekommen? Ich habe nur noch ein kleines bisschen Zeit übrig das alles zusammen zu bekommen.“ Jimmy grinste nur und gab ihr wonach sie verlange. Ihr Blick wurde wieder weicher und sie schmunzelte: „Die sind erstklassig. Großartige Arbeit Jimmy.“ Der Rotschopf grinste von Ohr zu Ohr und Clark konnte sich selbst ein Schmunzeln nicht verkneifen. Der junge Mann vergötterte Lois wie eine Göttin. Nicht das er selbst das nicht nachvollziehen konnte. „Aber was willst du denn Perry zeigen, dass du so aufgekratzt bist? Und von was für Bildern sprichst du?“, wollte er wissen und Jimmy wurde direkt wieder Feuer und Flamme. „Na kommt mit. Ich will das hier draußen nicht allen vorkauen, nur damit sie es dann selbst in ihre Story packen. Perry wird begeistert sein.“ Fragend sahen die beiden älteren Reporter einander an, aber sie folgten ihrem enthusiastischen Schützling in das Büro ihres Vorgesetzten. Der hatte gerade einen Anruf beendet und sah die Neuankömmlinge fragend an.

„Kann ich euch irgendwie helfen?“, fragte er und Jimmy nickte hastig. „Kannst du. Heute Morgen hab ich ein paar Fotos geschossen, da fallen euch die Augen raus, das glaubt ihr mir nicht.“, versprach er und er warf beinahe 70 Fotos auf den Schreibtisch seines Vorgesetzten. Dieser war über das sichere Auftreten seines jüngsten Mitarbeiters nicht weniger überrascht als Clark und Lois. „Seht euch das an. Heute Morgen, als ich die letzte Fotoreihe für Lois geschossen habe, da bin ich zurück zum Planet gelaufen und bin an der Wells Fargo Bank im Newcastle County vorbeigekommen und ratet mal was da abgegangen ist. Ein Banküberfall. Direkt vor meiner Nase. Die Cops hatten wohl auch gerade erst Wind davon bekommen. Die Typen die das Ding ausgeraubt haben, waren auch nicht die unbekanntesten Gesichter. Seht her: Rainbow Raider, der Fiddler, die Trigger Twins und Swagman. Ihr könnt euch vorstellen was da für eine Knallerei abging. Und dann sind sie abgehauen und ich bin direkt ins nächste Taxi und hab mich an die dran gesetzt. Der Fahrer wollte zuerst nicht, aber ich hab ihm gesagt, dass ich ihm das Doppelte zahle und er hat sein Bestes gegeben. Sie sind aber nur knapp sieben Blocks weit gekommen, dann hat eine Straßensperre sie lange genug aufgehalten, um der Polizei die Chance zu geben sie einzukesseln. Logisch, die haben natürlich nicht einfach aufgegeben.“ Clark sah sich eins der Fotos an und erkannte einen Polizisten, der von einem Kollegen in Sicherheit gezogen wurde und selbst eine blutende Wund abdrückte. Um dieses Foto zu schießen, hätte sich Jimmy direkt ins Kreuzfeuer begeben müssen.

„Und weiter?“, fragte Perry und seine Stimme klang dunkel und nicht gerade erfreut, was Clark allerdings nicht überraschte. Er selbst fühlte Ärger in sich hoch steigen. Jimmy jedoch schien das gar nicht zu bemerken, oder ignorierte es einfach. „Na jetzt kommt es. Ich dachte mir noch: Oha, na da werden die Cops sicher warten müssen bis Flash oder vielleicht Green Arrow auftaucht, aber ich hab mich ordentlich getäuscht. Hier. Seht euch das an.“, sagte er und gab den anderen Fotos die eine weibliche Person zeigten. Clark konnte eine junge Frau, vielleicht knapp über 20 erkennen, mit langen dunklen violetten Haaren, einem attraktiven Gesicht und einem anziehenden Körper, der in einen hautengen, schwarzweißen Einteiler gehüllt war und die merkwürdige, gleißende Energie aus ihren Händen strahlen zu lassen schien. „Kennen wir die?“, fragte Jimmy und Clark, Lois und Perry schüttelte allesamt den Kopf. „Das dachte ich mir nämlich auch. Die Cops haben sie natürlich noch gewarnt, aber die ist zwischen die gesprungen wie ein Berserker. Ich sag´s euch, das hat vielleicht anderthalb Minuten gedauert, dann haben die Herrschaften alle geschlummert. Hat keinen von ihnen umgebracht natürlich aber… sie hätte es wohl ohne Probleme gekonnt. Hammerfrau. Und dann geht sie zu dem Einsatzleiter des MPD und der lässt sie nach nicht mal fünfzehn Sekunden Austausch gehen. Als wäre nichts gewesen. Die Story müssen wir unbedingt veröffentlichen. Das schlägt doch Riesenwellen, wenn wir einen neuen kostümierten Helden als erstes beschreiben und über ihn berichten. Und mit den Bildern die ich geschossen habe, haben wir das beste visuelle Material dafür.“

Perry stand auf und nickte langsam. Er zog seine Unterlippe etwas zwischen seine Zähne, hob seinen Blick für einen Moment und suchte Augenkontakt mit Lois. Dann nickte er wieder und starrte auf die vor ihm ausgebreitete Bilderschau. „Kann ich dir eine Frage stellen Jimmy?“, fragte er mit beunruhigend sanfter Stimme. „Öhh klar doch Perry. Immer raus damit.“, erwiderte der ahnungslose Reporter. „Willst du eigentlich noch länger hier beim Planet arbeiten?“, fragte Perry ihn und es klang so nebensächlich wie eine Frage über das Wetter. Geschockt sah ihn Jimmy an und stammelte: „N.. Na klar Perry ich Boss ich… warum denn nicht ich meine… was…“ Perry schnellte nach vorne mit einer Geschwindigkeit die selbst Clark für einen Menschen seines Alters beeindruckend fand und packte Jimmy am Kragen. Er zog ihn beinahe bis zur Nasenspitze an sein Gesicht heran und Jimmy wurde käseweiß, während Perry anlief wie eine Tomate. „Dann lass mich doch mal wissen wer zum Teufel dir die Erlaubnis gegeben hat dich in Lebensgefahr zu bringen du Clown hm? Wenn ich dich Tod sehen will, schicke ich dich nach Mexiko und lass dich über die Kartelle berichten. Was hast du da zu suchen, während Kugeln fliegen? Du bist Reporter und die haben auf nem Schlachtfeld nichts verloren. Ich kann meine Mitarbeiter im Leichensack nicht gebrauchen. In Zukunft hältst du deinen Karottenkopf aus der Schusslinie verstanden? Oder ich lass dich nur noch aus Kindergärten und von Gartenschauen berichten, geht das in deinen Kopf?“, brüllte Perry wie auf dem Kasernenhof und verschaffte dem armen Jimmy beinahe ein Schleudertrauma, während er ihn wie von Sinnen schüttelte. Clark konnte sich nicht erinnern seinen Chef jemals so wütend gesehen zu haben, aber er teilte seine Meinung über Jimmys Taten mit Perry.

Wie in Schock hob Jimmy zitternd die Hände und schluckte. „A.. Aber di.. die Fotos werden wir… doch noch benutzen oder?“, fragte er und nun wurde er unfreiwillig von einer Hand zur Anderen gereicht. Lois packte ihn an der Schulter, drehte ihn um und riss ihn beinahe von den Füßen als sie mit ihm aus dem Raum lief. „Du erzählst mir ganz von vorne, klar und deutlich was passiert ist. Wenn du schon bereit bist dir dafür eine Kugel zu fangen, dann machen wir daraus wenigstens eine erstklassige Story.“, mahnte sie ihn und Clark konnte sehen das sie sich mit Müh und Not daran hindern konnte eine Träne zu vergießen. Von ihm würde Jimmy sich auch noch einiges anhören müssen, aber das würde er sich für später aufbewahren. Jetzt wollte er erstmal in Erfahrung bringen, wer diese neue unbekannte Kämpferin für Recht und Ordnung war.

Ich hoffe dass euch dieses Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

HG Elixier