LNCrawler

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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel dieser Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

17.

Nightwing und Robin hatten sich in der Zwischenzeit bereits daran gemacht, die beiden anderen Birds of Prey zu finden. Es hatte eine Weile gedauert, bis sie einen geeigneten Weg in das Innere des Gebäudes gefunden hatten. Obwohl die Villa der alten Mafia Familie von außen nicht anders aussah, als die umgebenden Familiensitze, war es doch alles andere als ein Kinderspiel ungesehen hinein zu kommen. Überhaupt erst auf das Dach zu gelangen, war schon ein Drahtseilakt, der Dick so manchen Trick abverlangte. Nach einigen Minuten des Suchens, hatten sie beschlossen, das Anwesen doch aus einem anderen Winkel anzugehen, als es Batgirl getan hatte. Die Verbindung zu Cassandra war in der Sekunde abgebrochen, in der sie in den Kamin gesprungen war. Dick konnte trotz der Maske die er trug, die Sorge auf Tims Gesicht erkennen. Er zwang sich mit einem unterdrückten Schmunzeln dazu nichts zu sagen. „Sie packt das schon. Wir sprechen hier immerhin von Batgirl. Wem soll sie denn da drin begegnen, mit dem sie nicht fertig wird?“ Tim holte tief Luft, während er sich an der Seite seines Adoptivbruder abseilte. „Wer weiß denn schon, wen die Mobsters da drin bezahlt haben um für sie die Drecksarbeit zu machen? Außerdem ist ihre Verletzung auch noch nicht geheilt und sie mag den Schmerz vielleicht nicht wahrnehmen oder ignoriert ihn, aber dadurch löst sich die Verletzung nicht in Luft auf.“ Nightwing zuckte mit den Schultern und half Robin sich durch das Fenster zu winden, das sie mithilfe eines Lasers aufgeschnitten hatten. Als beide in das Innere des Raums geschlüpft waren, setzte Dick das Stück wieder an Ort und Stelle.

„Sieht fast aus, als ob es noch ganz wäre.“, bemerkte er beeindruckt und bewegte seinen Kopf in unterschiedliche Winkel. Tim rümpfte die Nase und erwiderte: „Ich arbeite ja nicht zu unserer Belustigung daran, unsere Ausrüstung zu verbessern.“ Die Zwei schlichen sich vorsichtig aus der Küche in die sie eingestiegen waren heraus und begutachteten den Flur. „Ziemlich still, findest du nicht?“, meinte Tim nach einigen Minuten und Dick nickte. Sie kamen an eine Kreuzung und sahen sich um. „Schwer zu sagen, in welche Richtung wir gehen sollten. Sieht alles gleich aus, wenn du mich fragst.“, sagte Nightwing und ragte über seinen kleineren Zwilling, als dieser sich auf den Boden kniete und einen kleinen Apparat aus seinem Gürtel nahm. Robin verkniff das Gesicht und schnaubte: „Ich will den Scanner eigentlich nicht einsetzten. So wie der Brocken hier von außen wirkt, sind in seinem Inneren ein Dutzend Alarmanlagen angebracht, die ausgelöst werden, in der Sekunde in der ich den Scanner aktiviere.“ Dick hob nur eine Augenbraue und entgegnete: „Naja… wir müssen uns ja nicht auf ein Gadget nach dem anderen verlassen. Eigentlich wollen wir ja nur wissen, wo sich die Kellerräume befinden. Oder ein Treppenhaus, das in eben jene führt.“ Tim gab ihm im Stillen Recht, kam aber nicht mehr dazu etwas zu antworten. Dick packte ihn am Kragen und zog ihn hinter sich. „Da kommt jemand den Gang entlang.“, flüsterte Nightwing und sie warteten mit angehaltenem Atem, bis der Mann die Kreuzung erreichte.

Der Kerl wusste gar nicht, wie ihm geschah. Ohne überhaupt einen Blick auf seine Angreifer werfen zu können, fand er sich kopfüber, auf gehangen an einem der Lichter das in Kerzenform die Decke zierte wieder. In einem Arbeitsgang hatte Dick ihn beinahe bewusstlos geschlagen und dann aufgehängt, während Tim ihn geknebelt hatte. „Aufwachen Dornröschen. Fürs Schlummern haben wir jetzt keine Zeit.“, sagte Nightwing drängend und patschte dem Typen auf die Wange. Immer noch benommen, schlug dieser die Augen weit auf und wandte sich wie ein Fisch auf dem Trockenen. „Nanana, du willst doch keine Aufmerksamkeit erregen. Nicht das wir dir noch wehtun müssen.“, mahnte ihn Tim und Nightwing zog seine Eskrima Stöcke. „Du sollst uns doch lediglich verraten, wo sich hier ein Weg in die Kellerräume befindet.“, sagte Dick und der Mann schüttelte den Kopf und wandte sich in seinen Fesseln. „Du willst nicht reden hm?“, fragte Tim und der Mann knurrte nur und biss so fest er konnte auf die Knebel die ihm verpasst worden waren. „Musst du ja wissen.“, meinte Tim nur und drehte sich mit einem Blick in Richtung Dick um. Dieser nickte nur grimmig und begann den Handlanger weichzuklopfen. Tim gefiel es genauso wenig wie Dick, das sie auf diese Art und Weise Informationen aus dem Typen herausholen mussten, aber es ging hier immerhin um das Wohl der Birds und auch um das von Cassandra. Dabei konnten sie sich nicht von ihrer gnädigen Seite zeigen und trotzdem fand Tim wenig Trost darin, das Batman es nicht anders gemacht hätte. Nach einer halben Minute, drehte er sich wieder zum dem Kerl um und Nightwing stand neben ihm, als hätte er die ganze Zeit über nur Löcher in ihn gestarrt.

„Willst du uns jetzt vielleicht verraten, wo wir lang gehen müssen?“, fragte er gespielt höflich und der Kerl wimmerte, schüttelte aber wieder den Kopf. Tim schlug ihm ärgerlich in die Magengrube und verschränkte die Arme. „Tja wenn er mit uns redet und die Falcones das rausfindet, dann ist er Fischfutter, so viel Grips hat er dann doch.“, meinte Dick und Tim sah zu ihm hinauf. „Haben dir solch ein Pech, das wir über den einzigen Vogel ins Carmines Käfig stolpern müssen, der ein bisschen was einstecken kann?“, maulte er und Dick ballte die Hände zu Fäusten. „Die einzigen Vögel um die ich mir Sorgen mache, sind von dem Arschloch gefangen genommen worden.“, sagte er deutlich gereizt. Er packte den Typen grob an den Haaren und zog ihn ein Stück näher an sein Gesicht. „Hör mir zu, wenn du uns nicht sofort sagst, wo die drei Frauen die hier vor kurzem eingebrochen sind hingebracht wurden, dann hole ich einen Eimer Wasser und dann lassen wir dich kopfüber hier in der Mitte des Flurs absaufen hm? Was hältst du davon?“, fragte er und er konnte die Panik in den Augen des Manns sehen. Tim zog eines der kurzen Messer, das er von Stephanie vor ihrer Abreise bekommen hatte und drückte seinen Daumen gegen die Spitze der Klinge. „Wenn dir nach deinem Besuch beim Klabautermann immer noch nicht nach Reden zu Mute ist, dann verwandeln wir dich in einen Haufen Gulasch und dann können deine Partner dich stückchenweise an Carmines Köter verfüttern.“, drohte er und ihr Gefangener wurde kreidebleich.

Natürlich hatten die Zwei nichts dergleichen vor und waren sich auch ohne miteinander zu sprechen eins, dass Bruce so eine Vorgehensweise nicht gutgeheißen hätte. Natürlich musste man Prioritäten setzten, aber sie konnten nicht über das Wohlergehen der Beteiligten gehen. Auch nicht über Das derjenigen auf der kriminellen Seite. Zu ihrem Glück begann der Kerl zu nicken und zu betteln und Tim verstaute wieder sein Messer, deutete dem Typen mit seinem Finger leise zu sein und nahm den Knebel aus seinem Mund. „Ich… ich weiß… nicht wo die Weiber hin… hingebracht worden sind aber ich… ich kann euch… ihr müsst nach links gehen und der dritte…. Dritte Gang nach rechts führt euch… zu einem Treppenhaus. Da kommt ihr… ihr dann am unteren Ende zu einem Fahr… Fahrstuhl. Mit dem kommt ihr… ihr in den Keller.“, presste er hervor und fast schon sanft, tätschelte Dick seine Wange. „Na siehst du, war doch gar nicht so schwer oder?“, fragte er, ohne natürlich eine Antwort zu erwarten. „Ihr… ihr müsst aber eine Karte in die… in den Aufzug einführen, sonst… bekommt ihr keinen Einlass. Ich habe so eine aber nicht… nach da unten lässt... lässt der Boss nur diejenigen, denen er am meisten vertraut.“, stammelte der Kerl und Tim und Dick sahen einander an. „Darüber solltest du dir keine Gedanken machen. Ich kann dir garantieren, dass wir da auch ohne Karte reinkommen. Sonst noch irgendetwas, über das wir im Bilde sein müssen?“, wollte Tim wissen und mit einem Mal, hatte der Mann keine Hemmungen mehr. „Nun über… über dem Eingang zum Aufzug da ist eine… Kamera und die ist direkt in einen Sicherheitsraum verlinkt der auch… ständig besetzt ist. Wenn ihr da… um die Ecke kommt und die Kamera euch sieht... dann heulen hier die Sirenen bevor ihr Polizei rufen könnt.“, sagte er beinahe hämisch.

Wieder sahen Nightwing und Robin einander an und letzterer zuckte nur mit den Schultern und knebelte den protestierenden Schuft wieder. „Wo du von ihnen gerade sprichst, die taucht hier in einer halben Stunde ohnehin mit großen Geschützen auf und will sich euer Rattenloch mal genauer anschauen. Oder hast du gedacht, dass wir uns von euch auch noch gefangen lassen, nur um dann wie die Damen zu deren Rettung wir gekommen sind unter eurem Dach zu versauern? Da fühlen wir uns ja schon fast in unserer Intelligenz beleidigt.“, antwortete Tim und die Beiden ließen ihren verärgerten Informanten an der Decke hängend zurück. „Meinst du nicht, dass ihm das Blut irgendwann in den Kopf steigt? Gesund ist sowas ja nicht.“, meinte Tim nach einigen Metern. Dick wank nur ab und erwiderte: „Quatsch, bis dahin haben wir das hier doch schon geregelt. Jetzt, da wir eine Richtungsangabe haben, wird es auch nicht mehr lange dauern, bis wir uns mit einer gehörigen Portion Frauenpower an unserer Seite wieder einen Weg aus diesem Verbrechernest geboxt haben. Wenn alles nach Plan läuft, sind wir schon über alle Berge, bevor die Cops hier auftauchen.“ Mit einem Seufzen verdrängte Tim seine Sorgen und versuchte sich auf das, was den Beiden noch immer bevorstand zu fokussieren. Was ihm nicht einfach fiel, seit sie keinen Kontakt mehr mit Cassandra gehabt hatten. Dick hatte natürlich den Nagel auf den Kopf getroffen, mit der Bemerkung das er sich rational gesehen keine großen Sorgen um Batgirl machen musste. Selbst mit ihrer Verletzung hätte sie Tim ohne groß ins Schwitzen zu kommen überwältigen können, aber er war nicht egoistisch genug, um sich einzubilden, dass er ein großartiger Kämpfer war. Er konnte weder Dick noch Damian in diesem Aspekt das Wasser reichen.

Umso näher sie der letzten Biegung kamen, umso langsamer wurden sie, bis sie auf die letzten paar Meter heran schlichen. Dem Geräuschpegel nach zu urteilen, befand sich niemand direkt vor dem Fahrstuhl, aber keiner der beiden wollte ein Risiko eingehen. Mit einer winzigen Teleskopkamera, warf Tim einen flüchtigen Blick um die Ecke und sorgte innerhalb von einer Minute dafür, dass die Kamera nur noch ein aufgenommenes Bild des Gangs sendete. Sie konnten sich dem Aufzug nähern. Hastig nahmen sie jeweils links und rechts Position vor der Tür des Aufzugs und Tim hackte sich in den Eingangsmechanismus. „Sieht so aus, als ob im Inneren des Aufzugs auch eine Kamera angebracht ist.“, verriet er nach einigen Sekunden. Dick sah ihn vorsichtig optimistisch an. „Kannst du die denn von hier aus schon manipulieren?“, fragte er und Tim seufzte leise. „Könnte ich natürlich… aber was soll ich genau machen? Wenn die Tür des Aufzugs sich öffnet und niemand davor steht, wir einsteigen, die Tür sich schließt und das Ding losfährt, ohne dass irgendjemand augenscheinlich einen Knopf gedrückt hat, dann wird wer auch immer die den Aufzug im Auge behält wohl etwas misstrauisch werden.“, bemerkte er und Dick begann zu grübeln. „Tja… wir könnten natürlich auch warten, bis irgendjemand von unten heraufkommt, aber wer kann schon voraus sagen, wie lange das dauern mag? Und wenn jemand aus dem Aufzug herauskommt, aber nicht auf der Kamera erscheint, die den Gang überwacht, dann werden die im Überwachungsraum auch ganz schön komisch kucken…“, warf er ein.

Sie sahen einander wie aufs Sprichwort an und Robin seufzte etwas lauter: „Wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Aufzugsschacht selbst zu besteigen.“ Nightwing grinste schief und antwortete: „Soweit ich mich erinnere, haben wir schon wesentlich gefährlichere Manöver durchgezogen. Also, keine Bange, wir sind im Handumdrehen da unten.“ Sein Gegenüber nahm ein Seil von seinem Gürtel und deutete auf die Aufzugstür. „Vielleicht schaffen wir es ja tatsächlich von hier zu verschwinden, bevor die Polizei auftaucht. Das habe ich gleich.“, ließ er Dick wissen und die Tür öffnete sich einen Atemzug später. „Denk daran, dass ich mich bei unserer Rückkehr bei dir dafür bedanke, dass ich meine Muskelkraft nur halb so oft ins Spiel bringen muss, wenn ich mit dir unterwegs bin.“, sagte Nightwing mit einem Schmunzeln. Ein Lächeln zuckte über Tims Gesicht, als er ihm das Seil reiche und erwiderte: „Werde ich, aber tu mir lieber einen Gefallen und sorge dafür, dass wir sicher nach dort unten kommen. Ich will nicht die Hälfte unseres Abstiegs im freien Fall verbringen.“

Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und ich danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier