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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

18.

Dinah und Cassandra hatten sich bereits an den Ort herangeschlichen, an dem Batwoman und Huntress festgehalten wurden. Es hatte eine Weile gedauert, bis sie in dem großen Gebäude einen Weg nach unten gefunden hatten. Letzten Endes hatten sie sich durch die Lüftungsanlage gequetscht, obwohl Dinah sich mitunter hatte ganz schön verrenken müssen. „Echt kein Vergnügen, aber wenigstens haben wir es geschafft nach unten zu kommen, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Hoffentlich tauchen die Jungs bald auf und machen ein bisschen Stunk. Allein packen wir das sicher nicht.“, meinte sie und Batgirl hatte dazu ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, ihre eigenen Gedanken. Es wunderte Dinah zwar nicht, das Cassandra es für sie zwei durchaus im Bereich des Machbaren sah, Batwoman und Huntress alleine zu befreien, aber sie wusste genauso gut, das Cassandra eben auch bereit war Risiken einzusehen und Opfer zu bringen, die Dinah nicht so einfach aufgebracht hätte. Die Zwei befanden sich in einem kleinen Raum, der seinem Inhalt nach, so etwas wie ein Abstellraum war. Allerhand Dinge, die man nicht jeden Tag brauchte, aber trotzdem gerne auf Vorrat hatte, befanden sich in sechs großen Regalen. Vor einer Hand voll Minuten, waren einige Männer vor der Tür entlang gegangen und hatten sich laut unterhalten. Dank ihrer Gesprächigkeit, wussten sie jetzt in welche Richtung sie sich beim Verlassen des Raumes drehen mussten, um zu der Zelle ihrer Partnerinnen zu gelangen.

„Halten wir uns hier nicht länger auf als nötig. Wenn die Polizei hier erstmal auftaucht, dann verwandelt sich dieser ganze Laden in einen umgestoßenen Ameisenhaufen. Dadurch wird es auch nicht einfacher sie zu befreien.“, bemerkte Black Canary und Batgirl nickte, bevor sie sich näher an die Tür lehnte und lauschte. Sie konnte keinerlei Geräusche wahrnehmen und legte ihre Hand auf den Tür Knauf. Es war zwar abgeschlossen, aber das war für Cassandra ein Kinderspiel und sie warf einen vorsichtigen Blick in den Gang. Niemand war zu sehen und sie deutete Dinah ihr zu folgen. Sie gingen in dieselbe Richtung, in die auch die Gruppe die zuvor an dem Abstellraum vorbei gekommen war, sich bewegt hatte. Der Gang war in etwa sieben Meter lang und am Ende befand sich eine Doppeltür. Wie auf Zehnspitzen näherten sie sich der Tür und fanden heraus, das sich der Gang auf der anderen Seite in einer T Kreuzung gabelte. Auf der linken Seite war in etwa drei Metern Entfernung eine weitere Doppeltür und auf der rechten Seite eine Gittertür, die aus Gusseisen bestand und die zusätzlich zu dem eigentlichen Schloss das in der Tür selbst saß, noch mit einer Kette gesichert war. „Ich denke wir werden nicht groß raten müssen, hinter welcher der beiden Türen die Zwei gefangen gehalten werden.“, flüsterte Dinah und sie hatte kaum zu Ende gesprochen, da hatte Cassandra auch diese beiden Schlösser geknackt. Für einen Moment überlegte Batgirl, ob es nicht gut gewesen wäre, wenn sie hinter sich wieder abgeschlossen hätte, in Notfall hätte Black Canary ihnen auch mit ihrer Stimme den Weg frei machen können. Aber sie wollte genau wie Dinah diesen Ort so schnell wie möglich verlassen, sobald sie Helena und Kate befreit hatten, idealerweise ohne dabei Aufsehen zu erregen, so gering diese Chance auch war.

Nachdem sie etwa fünf Meter zwischen sich und die Gittertür gebracht hatten, kamen ihnen Stimmen entgegen. Cassandra beschleunigte ihre Schritte, ohne das Dinah auch nur irgendetwas gesagt hatte. Der Anzahl der Stimmen nach, waren es wohl zwei Personen. Batgirl hatte an einer Biegung gehalten und presste sich an die Wand. Black Canary blieb hinter ihr und als die beiden Männer, völlig nichtsahnend um die Ecke kamen, schalteten die beiden Birds sie so schnell aus, das sie kein einziges Wort mehr von sich geben konnten. Dinah hatte einem von ihnen einen saftigen Kinnhaken verpasst, während Cassandra ihrem Ziel mithilfe eines Nervengriffs die Lichter ausgeknipst hatte. Besorgt schaute die jüngere der Beiden auf die zwei reglosen Handlanger und sah in Richtung Black Canary. Diese seufzte nur und meinte: „Ich versteh ja, ich will mich auch beeilen, aber wir können nicht einfach da rein laufen und erwarten dadurch nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Wenn die Typen hier gefunden werden, dann bringt uns das auch nicht weiter.“ Allerdings wusste auch Dinah nicht, wo sie die zwei Kerle verstecken konnten. Hilflos sah sie sich für einen Atemzug um und kam dann zu dem Schluss, dass sie einfach auf ihr Glück hoffen mussten. Batgirl ließ es nicht wirklich durchblicken, aber auch sie war davon nicht wirklich begeistert. Um die Biegung herum befand sich ein kleines Treppenhaus, das mit einer Wendeltreppe etwa zwei Stockwerke weiter unter die Erde führte. Auf der Treppe begegnete ihnen niemand und am unteren Ende war ein weiterer Gang, an dessen Ende eine dicke Tür befand, ebenfalls aus Gusseisen, aber massiv und nur mit einem kleinen Gitterfenster auf Gesichtshöhe. Dinah erwartete bereits auf der anderen Seite der Tür eine Zelle erkennen zu können, aber dem war nicht so. Stattdessen waren eine Hand voll Zellen auf beiden Seiten des langen Raumes zu sehen. Die Türen sahen genau gleich aus, aber man musste kein Genie sein, um zu begreifen dass diese Tür nur als eine extra Sicherheitsvorkehrung war. Sie hatte drei Schlösser und war so schwer, das Cassandra beide Arme benutzen musste um sie zu öffnen.

Der Raum selbst war gut beleuchtet, mit zwei Neonröhren an der Decke, aber in den Zellen selbst war kein Licht zu sehen. „Batwoman, Huntress, seit ihr hier?“, wisperte Dinah und schaute in die erste Zelle, in der sich leider niemand befand. Auch die Zweite Zelle war leer. In der Dritten erkannte sie Bewegung. „Dinah… bist du das…, fragte eine kratzige Stimme und sie konnte Helenas Stimme erkennen. „Ja, ich bin hier, ich komme herein.“, sagte sie eilig und mühte sich ab die Schlösser zu öffnen. Sie wünschte sich wirklich, sie wäre so schnell wie Cassandra. „Ich bin gleich bei dir, hab keine Bange.“, bemerkte sie und schwang die Tür auf. Helena saß gefesselt auf einem Stuhl, in der Mitte der kleinen Zelle und sah Dinah mit erleichterten Augen an. Black Canary war sich nicht ganz sicher, ob sie denselben Ausdruck nicht auch in ihren eigenen Augen hätte finden können. „Oh keine Sorge Helena, du bist gleich frei. Dann hauen wir aus diesem Loch ab und bringen das alles wieder in Ordnung.“, versicherte sie ihrer Freundin und machte sich daran die Fesseln an ihren Beinen und Armen zu lösen. Die Falcones waren kein Risiko eingegangen und hatten sie jeweils an Unter und Oberarm und Unter und Oberschenkel gefesselt. Selbst um ihren Hals hatten die eine Manschette gelegt, die mit der Nackenlehne des Stuhls verbunden war. Dinah konnte sehen das ihre Freundin versuchte sich mental beisammen zu halten.

„Ahh fuck.“, fluchte Helena, als Dinah ihr die Fessel am Oberarm abnahm. „Haben sie dir was gebrochen?“, fragte sie besorgt, aber die bis eben noch Gefangene schüttelte nur den Kopf und zischte mit zusammen gekniffenen Augen: „Sie haben… haben mir nichts getan. Also nicht wirklich… Kate ist… sie hat sich die Mühe gemacht die Sache auf sich zu nehmen. Hat Falcone Junior ins Gesicht gespuckt und ihn in Rage versetzt. Ich… Gott Dinah sie haben sie halb totgeschlagen und ich konnte nichts unternehmen…“ Black Canary wusste, dass Batwoman sich selten die Mühe machte, ihre Meinung für sich zu behalten und sich damit durchaus in Schwierigkeiten bringen konnte, aber das sie Mario Falcone derartig behandelt hatte, war doch eine kalkulierte Aktion von ihrer Seite aus gewesen. Sie schluckte gezwungen und nickte mechanisch. „Verstehe… denkst du dass du dich selbst verteidigen kannst? Wir sind im Bauch der Bestie und ich zweifle, dass wir aus dieser ganzen Sache ohne einen Kampf heraus kommen werden.“ Helena streckte ihre Arme und Finger und erwiderte: „Das werde ich schon hinbekommen. Wie gesagt, nichts gebrochen und nichts gerissen. Nur ein paar ordentliche blaue Flecken. Aber sag mal… wer hat dich denn überhaupt befreit?“ Dinah biss sich auf die Zunge und entgegnete: „Batgirl hat mich gefunden. Sie ist gemeinsam mit Nightwing und Robin hier eingebrochen und hat mich befreit.“ Huntress atmete durch ihre Zähne aus und fluchte: „Sie ist doch aber noch gar nicht wieder auf dem Damm. Mir kann doch keiner erzählen, das sie nach dem Treffer den sie beim letzten Mal eingesteckt hat schmerzfrei so eine Rettungsaktion durchführen kann.“ Black Canary sah das sehr ähnlich, zuckte aber nur mit den Schultern: „Wann hat sie sich denn das letzte Mal von Schmerzen aufhalten lassen?“

Helena sah sie missmutig an, wusste aber das so eine Diskussion weder mit Dinah, noch mit Cassandra selbst zu irgendetwas führen würde. Sie machte sich in diesem Moment, aber auch mehr Sorgen um Kate. Sie verließen die Zelle und gingen in Richtung des Raums in dem sich Batgirl offenbar noch aufhielt. Sie kam gerade durch die Tür und hatte eine halb bewusstlose Batwoman über ihren Rücken gelegt. Dinah zog die Luft ein und kniete sich neben den Kopf von Kate. Cassandra warf einen Blick auf Helena und etwas von der Wut die man zumindest ansatzweise auf ihrem Gesicht hatte sehen können, verflog als sie realisierte, das ihre andere Partnerin bei weitem nicht so viel hatte einstecken müssen wie Batwoman. „Tut mir Leid, das wir so lange gebraucht haben. Dieser Laden ist deutlich größer, als er von außen vermuten lässt.“, flüsterte Dinah und Kate öffnete ihren Mund und hauchte: „Was du nicht sagst.“ Diese vier Worte auszusprechen hatte sie Kraft gekostet und Dinah betrachtete ihren Körper. An einigen Stellen hatte Cassandra bereits Bandagen und Kompressen angebracht und das Schlimmste was Kate widerfahren war zumindest schon mal unter Kontrolle bekommen. „Und dabei… wollten sie uns doch erst… windelweich prügeln… wenn sie die Lösegeldforderung gesendet hatten…“, brachte Batwoman mühevoll heraus. Sie grinste schief und Dinah ballte die Hände zu Fäusten, als sie ihre blutig gefärbten Zähne sah, von denen einer fehlte. „Es wäre wohl besser wenn ich sie trage Batgirl. Du bist die bessere Kämpferin von uns beiden.“, meinte Helena und Cassandra sah sie etwas unschlüssig an, übergab dann aber ihre Namensvetterin an Huntress und sah dann in Richtung Ausgang. Sie musste keine Worte von sich geben um Dinah zu verstehen zu geben, das auch sie nicht länger als nötig an diesem Ort bleiben wollte.

„Wirklich schade dass ihr uns schon verlassen wollt. Pech nur für euch, das ich das nicht erlauben kann.“, sagte eine bekannte Stimme und die drei geistig vollständig anwesenden Birds sahen auf den Gang der auf der anderen Seite der schweren, stählernen Tür lag. Brutale stand dort und hatte sich und seine Waffen wieder bereit gemacht. Er war auch nicht allein, sondern hatte mindestens ein Dutzend Wächter an seiner Seite. Diese hatten sich ihrer Profession entsprechend ausgestattet und betraten hinter ihm den Zellenraum. Brutale schloss hinter sich die Tür und atmete einmal tief ein und aus. „Bringen wir das alles hinter uns, die Zeit drängt hier etwas und ich möchte nur ungern denjenigen warten lassen, der meine Taschen mit Geld füllt.“, verkündete er und sprang direkt auf Black Canary zu. Dinah hätte kein Problem gehabt, sich wieder Kopf an Kopf mit dem gefährlichsten ihrer derzeitigen Gegner zu messen, aber Batgirl hatte andere Pläne. Die beiden Schläger die sie attackieren wollten, lagen auf dem Boden bevor Brutale auch nur die Hälfte der Strecke zwischen sich selbst und Dinah überbrückt hatte. Im nächsten Moment trat sie Brutale in die Magengegend und er rollte sich um diese Kollision abzufangen zur Seite ab und gab seinen Begleitern die Gelegenheit Black Canary anzugreifen. „Verstehe, du bist also das kleine Miststück das an Batmans Rockzipfel hängt. Echt bedauernswert, das er so einen Kindergarten hinter sich herzieht. Erzählt mir doch mal, wie sehen denn die Narben auf Nightwing mittlerweile aus?“

„Besser als du sie dir vorstellst.“. ertönte die Stimme des eben Erwähnten. Dick öffnete die Tür und neben ihm erschien Tim. „Wenn du weißt was gut für sich ist Guillermo, dann lässt du die Pfoten von meiner Schwester, es sei denn natürlich du willst das ich dir auch ein paar Erinnerungsnarben verpasse.“, knurrte Nightwing wütend und Cassandra konnte nicht verhindern, das sich bei den Worten ihres ältesten Bruders ein sanftes Lächeln auf ihrem Gesicht zeigte.

Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Meinung oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier