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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Es ist schön zu sehen, dass meine Crossover Idee mehrheitlich positiv aufgenommen wird. Das freut mich. Und motiviert mich natürlich so schnell wie möglich weiter zu schreiben. Daher hoffe ich, dass ich es mit diesem neuen Kapitel nicht übereilt habe und wäre natürlich extrem dankbar wenn ihr mir wieder eure Meinung mitteilen würdet. Viel Spaß mit dem Kapitel.

2.

„Hm, meine Augen können getrübt werden. Ob das wieder eine seiner hinterhältigen Tricks ist? Mein  Bruder würde vor so etwas sicher nicht zurück schrecken.“ Thor Odinson grübelte schon seit einer ganzen Weile darüber nach, was mit ihm passiert war. Er befand sich in New York. Nur bekam er mit jedem Augenblick den er länger in der Stadt verweilte das Gefühl das es nicht „sein“ New York war. Die Abwesenheit des Stark Towers war nur einer dieser Hinweise. Seine Sinne, geschärft wie sie es bei einem Gott nun mal waren, verrieten ihm, dass er nicht hier her gehörte. Es war nur ein sehr unterbewusstes Gefühl. Fast so wie ein kleiner Schmerz in der oberen Hälfte seines Hinterkopfes. Sein Nacken fühlte sich zusätzlich verkrampft und steif an. Es nahm langsam ab, aber dem Sohn des obersten nordischen Gottes war klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Roch die Luft nicht auch anders? Schien die Sonne nicht eine Nuance weniger hell? Es mochte sein, das sich Thor das ein oder andere nur einbildete, aber wenn eins für ihn Glas klar war, dann die Tatsache das es aus dieser Situation keinen einfachen Ausweg geben würde. Er hatte seine Standard Route nach Asgard gewählt und war dann plötzlich in ein Energiefeld geraten. Er war sich zunehmend unsicher ob es nicht doch sein Fehler gewesen sein mochte. Thor wusste, das er vielleicht einfach falsch abgebogen war. Der Weg der von Asgard nach Midgard führte war eine ganze Menge aber hundertprozentig nicht ungefährlich. Andererseits hatte das Licht ihn an einen Ort geführt, der ihm im ersten Moment komplett vertraut vorgekommen war. Den Central Park. Nur nach und nach hatte sich ihm eröffnet, dass es wohl mehr mit Zufall als mit allem anderen zu tun hatte, dass er in einem Teil der Stadt gelandet war, der dem „seines“ New Yorks wie aufs Haar glich.

Nachdem er den ersten Schock überwunden hatte und sich mehr als einmal die Augen gerieben hatte, war er von der ihm vertrauten Position des Stark Towers bis zu dem Büro der Heroes for Hire geflogen. Unglücklicherweise hatte ihn auch dort eine ungute Überraschung erwartet. Das kleine, zweitstöckige Bürogebäude in Harlem war ebenfalls nicht existent. An seiner Stelle stand nun ein sechsstöckiges Wohnhaus. Eine ähnliche Enttäuschung hatte ihn dort erwartet, wo normalerweise der Wolkenkratzer stand der die Fantastic Four beherbergte. Dabei war es doch gerade Reed Richards genialer Verstand gewesen, auf den Thor so sehr gebaut hatte. Nun war er beileibe nicht in Angst versetzt worden bei dieser Entwicklung. Thor hatte seit seiner Kindheit eine ganze Menge an Dingen durchgestanden und schon bevor er den Avengers beigetreten war, hatte er das ein oder andere Erlebnis gehabt, das einen normalen Sterblichen sicher nicht ohne psychische Narben hätte davon kommen lassen. Aber so überhaupt keine vertraute Seele finden zu können und sich auf diese merkwürdige Art und Weise fehl am Platz zu fühlen, verstörte den Gott doch mehr als er gerne zugeben wollte. „Ahm sie da?“, meinte eine Stimme plötzlich hinter ihm. Thor drehte sich um und erkannte einen Sicherheitsmann hinter sich. Er trug eine einfach blaue Hose und ein passendes, streng geschnittenes Jackett. An seiner Hose baumelten ein Schlagstock und eine Dose Pfefferspray. Mit erhobenen Händen fragte er: „Sir sind sie sich sicher dass sie das machen wollen? Ich meine das Leben hält doch eine ganze Menge für jemanden in ihrem Alter bereit. Sie werden doch sicher noch einen anderen Ausweg finden.“

Thor starrte den Mann irritiert an und sah dann hinunter auf die Straße, die sich vor dem Empire State Building befand. „Ich würde gerne einen Ausweg finden, Wächter des alten Turms. Nur weiß ich nicht, ob mir jemand in dieser Welt bei meiner Suche helfen kann. Sagt mir: Wo befinden sich die Avengers? Ich muss dringend mit ihnen in Verbindung treten.“ Der Sicherheitsmann war nicht sicher was er darauf antworten sollte. „Ich denke.. es wäre vielleicht erstmal nützlich wenn sie von der Kante weg kommen Sir. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Nur denke ich nicht, dass man das tatsächlich als eine Lösung durchgehen lassen kann.“ Thor runzelte die Stirn. „Was kann man nicht als Lösung durchgehen lassen?“ Sein Gegenüber neigte den Kopf ein wenig zur Seite und biss sich auf die Lippe. „Naja.. Suizid meinte ich. Das hilft doch niemandem. Am allerwenigsten denen, denen etwas an ihrem Leben liegt Sir. Sie wollen doch nicht etwas ihre Familie und ihre Freunde unglücklich machen oder?“ Thor schaute ihn für den Bruchteil einer Sekunde an und brach dann in schallendes Gelächter aus. Er sprang von der Kante herunter auf die begehbaren Teil des Daches und legte einen seiner muskelbepackten Arme um den Sicherheitsmann. Der starrte ihn an, als wäre er ein sprechendes Pony. „Ich trage kein solches Verlangen in meinem Herzen guter Mann. Ich bin lediglich dabei, die Stadt und ihr Profil genauer in Augenschein zu nehmen. Das ist schon alles. Mal abgesehen davon dass ein solch kurzer Fall dem mächtigen Thor keine Schramme zufügen könnte. Aber jetzt: Geschwind! Sagt mir wo ich die Avengers finden kann.“ Der Mann öffnete kurz den Mund und schloss ihn dann wieder öffnete ihn kurz darauf wieder und erklärte: „Naja das… ist gut das sie das nicht vorhatten. Aber ich meine von hier aus hätten sie das doch auch tun können oder? Und… tut mir Leid sie enttäuschen zu müssen Sir, aber von diesen Avengers habe ich noch nie etwas gehört. Da… kann ich ihnen nicht weiterhelfen verstehen sie?“

Thor schluckte und seine hellen Augen blitzten auf. Der Mann, der immer noch seinen Arm auf seinen Schultern liegen hatte, zuckte zusammen. Der Gott des Donners biss einmal kurz die Zähne fest zusammen und krampfte seine Hand zu einer Faust. Dass ihn diese Antwort nicht befriedigte hätte ein Maulwurf mit Sonnenbrille erkennen können. Er nahm seinen Arm herunter und griff nach Mjölnir. Mit einem Schwung, hatte er den Hammer Richtung Himmel gerichtet. „Dann stehe ich allein.“ Er hob ab in den Himmel und der arme Sicherheitsmann wäre vor Schreck fast hingefallen. Thor beachtete die Menge unter ihm nicht, die aufgeregte Rufe und irritierte Schreie zu hören ließ. Es versetzte ihm einen weiteren Stich. Die Menschen behandelten ihn anders. Nein nicht nur einfach anders, sondern auch so als hätten sie von ihm noch nie gehört. Es war wie verhext. Thor knurrte und langsam wurde der Himmel etwas dunkler. So wie es mit vielen Wesen waren, die eine besondere Verbindung zum Wetter hatten, beeinflusste auch Thors Gemüt dessen Zustand ein wenig. Bei weitem nicht so stark wie es zum Beispiel Storm von den X-Men tat, aber es konnte durchaus einen Unterschied machen. Daher sorgten seine von Wut und Irritation überschatteten Emotionen lediglich für ein paar graue Wolken. Er machte sich auf zu dem Ort an dem er in diese ihm unbekannte Welt getreten war. Es war am helllichten Tage geschehen, jetzt trat aber schon die Dämmerung in Kraft. Mit einem unzufriedenen Brummen starrte Thor auf die Stelle an der es passiert war. Das Gras um den Ort an dem er in diese Welt getreten war, sah etwas trocken aus, so als hätte es bereits seit Tagen nicht mehr geregnet. Und dabei hatte es das erst vor ein paar Stunden, auch wenn Thor selbst davon nichts mehr mitbekommen hatte, weil er am Nachmittag angekommen war, war ihm die hohe Luftfeuchtigkeit nicht entgangen. Hatte das Energiefeld sich an dem was in den Pflanzen an verwertbarem enthalten war gelabt und sich danach wieder geschlossen? So schien es zumindest.

Und allem Anschein nach hatte es auch keine Rückstände hinterlassen, die wirklich einen Anhaltspunkt dazu hätten geben können, um was es sich bei dem Energiefeld denn nun tatsächlich gehandelt hatte. Es war warm gewesen, fast so als wäre Thor in eine Badewanne voll mit warmem Wasser geflogen. Es ärgerte ihn, dass das Ganze so schnell passiert war, das er nicht mal die Möglichkeit gehabt hatte seinen Kurs wieder zu korrigieren. Er konnte sich aber auch nicht sicher sein, ob es sich dabei nicht doch um eine Art natürliches Phänomen handelte. Es konnte ja schließlich auch sein, dass das Ganze nur ein furchtbarer Zufall gewesen war.. Aber Thor gehörte zu denen die nicht an Zufälle glaubten. Er war kein Wissenschaftler, aber er verstand auch ohne große Mühe dass die Welt nun mal aus Aktionen und Reaktionen bestand. Und wer auch immer diese Aktion vollzogen hatte, würde es noch ganz bitter bereuen, das schwor sich Thor bei seinem Namen. „Hey du, gehörst du zu den Titans? Oder der League of Justice?“, fragte ihn ein junges Stimmchen und Thor sah auf. Vor ihm auf dem Gras stand ein kleiner Junge. In der Hand hatte er einen Baseball und sah ihn fragend an. Er trug ganz normale Kleidung. Ein einfaches T-Shirt und eine Jeans, die seine Knie frei ließ. Nike Sportschuhe und eine hellblaue Cap. „Wer bei Fenrirs furchtbaren Fängen sind die Titans? Und wer die League of Justice?“, fragte er etwas barscher als beabsichtigt. Es wurmte ihn immer noch das er so gar keine Ahnung hatte, wie er in diese Situation hineingeraten war. Der Junge schien sich davon aber nicht beleidigt zu fühlen. Es schien ihn eher zu wundern, das Thor keine Ahnung hatte von wem er sprach. „Du kennst die Titans nicht? Echt… Wieso denn nicht? Die sind das coolste Superheldenteam auf dem Planeten. Und die Justice League… Die machen jeden Bösewicht platt der ihnen in den Weg kommt. Ich finde ja Green Lantern und Batman am coolsten. Mein Dad sagt zwar das man Batman nicht trauen kann, aber ich glaube der hat einfach nur Schiss vor ihm“

Thor horchte auf und sofort entwickelte sich in seinem Kopf ein Plan. Er lag ja auch geradezu auf der Hand. Wenn ihm seine Freunde in dieser Welt nicht helfen konnten, musste er eben auf die Fähigkeiten derer bauen, die sich hier als Gegenstück zu den Avengers formiert hatten. „Sag Kind, wo befinden sich diese tapferen Recken die unterm dem Namen Titans und Justice League in den Kampf für Gerechtigkeit ziehen?“ Der Junge drehte nervös seine Cap und erwiderte: „Naja.. was die Justice League angeht.. in New York haben die keinen Ort an dem sie sich versammeln. Aber die Titans, die haben hier genau gegenüber von der Freiheitsstatue eine kleine Insel. Da steht auch ihr Superheldenhaus drauf. Sieht aus wie ein großes T. Kannst du eigentlich gar nicht übersehen.“ Thor streckte seine Hand aus und der Junge betrachtete sie für einen Moment nahm sie dann aber und beide schüttelten mit einem Grinsen die Hand des Anderen. „Besten Dank junger Freund. Mögen die Götter mit dir sein.“ Der Junge grinste noch breiter und Thor hob ab. Sein kleiner Bewunderer winkte ihm noch für einen Moment hinterher. Thor wusste bereits wovon der Junge sprach.

Er hatte die kleine Halbinsel schon gesehen, auf der besagtes Haus stand. Es war nicht besonders groß, zwölf Stockwerke um genau zu sein, aber so wie Thor es da stehen sah konnte er sich durchaus vorstellen das es sich dabei um das Hauptquartier einer Superheldengruppe handelte. Und wenn man sich schon als Titans betitelte, war ein Gebäude dieser Form natürlich genauso passend, wie die große dunkel blau leuchtende Vier an der Vorderseite des Wolkenkratzers der Fantastic Four. Thor hatte es zuerst bemerkt, als er in seiner Verwirrung Manhattan hatte von etwas weiter weg betrachten wollen, hatte ihm aber ansonsten keine große Aufmerksamkeit geschenkt, immerhin war ja erst einmal nichts irritierendes daran zu finden wenn im Gegenzug zu Häusern die verschwanden, andere hinzukamen. Wenn auch an einer anderen Position. Und diese Position hier, war für Thors Geschmack etwas exponiert. Klar, es lag immer noch in der näheren Umgebung zu New York, aber es war trotzdem keine Festung. Er landete an der Spitze der kleinen Straße, die die kreisrunde Insel mit dem Festland verband. Zuerst nahm Thor das Gebäude noch einmal in Augenschein. Wenn es sich dabei tatsächlich um das Hauptquartier einer eines Superheldenteams handelte, war es höchstwahrscheinlich, das sich dieses Team auch mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen schützte. Sprich das Grundstück war nicht unfähig sich gegen unwillkommene Eindringlinge zu verteidigen. Und das letzte was Thor wollte, war irgendeinen millionenteuren Sachschaden verursachen.

„Hey Federhelm. Darf man fragen was du da machst?“, erklang eine Stimme hinter Thor und er drehte sich um. Ihm gegenüber, ungefähr zwölf Meter von ihm entfernt, stand eine kleine Gruppe von Menschen. Angeführt wurden sie offenbar von einer blonden, langhaarigen Frau. Sie war diejenige die eben auch die Frage an ihn gerichtet hatte und kleidete sich größtenteils in schwarz. Sie trug Handschuhe eine dunkle, schwarze Lederjacke, die ihr aber nur bis zur Taille reichte und hatte schwarze High Heels an den Füßen und grobe Netzstrümpfe an den Beinen. Neben ihr stand ein älterer Mann, der in einem auffälligen grünen Kostüm gekleidet war. Er trug einen Köcher auf dem Rücken, hatte eine grüne Mütze auf und eine ebenso grüne Maske, die allerdings nur seine Augen umrandete. Er hatte blondes Haar, wenn auch etwas dunkler als das der Frau und er hatte einen Schnurrbart. Auf der anderen Seite der Frau stand ein etwas größerer Mann, der komplett in einen roten Ganzkörperanzug gekleidet zu sein schien. Er hatte gelbe Male auf dem Anzug, einen gelben Pfeil, der von seinem Kopf aus nach unten auf seine Nase zeigte, gelbe Kreise an den Handgelenken, fast wie Armreife und ein gelber Streifen, der von seinem Gürtel aus bis zu seiner Brust reichte. Darauf befand sich ein gelbes T, das von einem gelben Kreis eingerahmt war. Er hatte einen hochstehenden Kragen und ein langes, dunkles Cape. Neben diesem Mann stand ein anderer, gekleidet in ein gelborangenes Oberteil, das für Thor wie Schuppen aussah. Er hatte grüne Handschuhe, einen goldenen Gürtel und eine grüne Hose und passende grüne Stiefel. In der Hand hatte er einen goldenen Dreizack und er hatte ein ernstes Gesicht mit blauen Augen und hellblondem Haar. Neben dem Bogenschützen stand eine Frau mit dunklerer Haut, gekleidet in einen gelben Einteiler, der sich eng an ihren Körper schmiegte, am Kragen und an den Seiten ihrer Taille schwarz gefärbt war, genau wie die beiden Handschuhe, die ab der Hälfte ihres Oberarms begannen. Das Oberteil ließ ihre Arme ab den Schultern frei und ihr Dekolleté zeigte ein Amulett um ihren Hals. Ihr Unterleib und ihre Beine waren ebenfalls in einen gelben Einteiler gehüllt und ihre Stiefel waren in genau demselben Gelb gehalten. Beinahe nahtlos gingen sie in den Rest ihrer Uniform über. Sie hatte braune Augen und kurze, schwarze Haare. Thor sah sich die Gruppe genau an, hob die Arme und entgegnete: „Was ich hier mache? Das wüsste ich selbst gern.“

Ich hoffe dass euch das Kapitel gefallen hat und ich bedanke mich bei all meinen Lesern. Danke für eure Aufmerksamkeit und ich würde mich natürlich sehr freuen, euch auch beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen.

HG Elixier