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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

24.

Im ehemaligen Versteck der Great White Sharks war deutlich geschäftiger geworden. Victor hatte in den letzten Tagen große Anstrengungen unternommen um die Produktion seiner einfachsten Kreationen anzukurbeln. Das hatte zwar auch zur Folge, dass er neues Material zu deren Herstellung benötigt hatte, aber Shimmer und Mammoth hatten die meisten dieser Dinge problemlos für ihn besorgen können. Entweder waren sie in Baumärkte eingebrochen, oder hatten sich auf Baustellen bedient. Wie zu erwarten, hatte Victor ihr Vorgehen aus nächster Nähe beobachtet und sie davor bewahrt zu große Schäden zu hinterlassen. Er hatte auch dafür gesorgt, dass jegliches Videomaterial von existierenden Überwachungskameras verschwunden war. Sein Plan hatte zwar schon etwas Form angenommen, aber er konnte es sich einfach nicht leisten entdeckt zu werden. Ursprünglich hatte er auf einfachem legalem Wege gedacht die Materialien zu beschaffen, aber hatte dafür einfach nicht die Kontakte und vor allem nichts das Geld um für sie alle zu bezahlen. Zu seiner Befriedigung, hatte er es aber geschafft, auch die letzten drei Individuen zu kontaktieren, deren Hilfe er brauchte, um seinen Plan in die Tat umzusetzen.

Leslie Willis, besser bekannt als Lifewire stand mit verschränkten Armen hinter Doom, während er an den letzten Feinheiten seiner ersten drei Doombots arbeitete. Es hatte ihm mehr Zeit gekostet sie zu rekrutieren, als ihm lieb gewesen war, aber ihre Fähigkeiten, würden seine Anstrengungen vereinfachen. „Ich muss schon sagen, als ich das erste Mal mitbekommen habe, dass ihr mit diesem Code mit meint, habe ich mich ein bisschen geschmeichelt gefühlt.“, sagte sie und Doom drehte sich nicht um, sondern antwortete lediglich: „Ich habe darauf gebaut, dass ihr auf ein solches Signal wartet. Natürlich wusste ich nicht, ob das was ich euch zu bieten habe, genug ist um euch von meinem Vorhaben zu überzeugen, aber eure Anwesenheit sagt mir, dass euer Interesse geweckt ist.“ Lifewire fuhr sich mit einem Grinsen durch ihre Haare und ein Knistern war zu hören, als einige Funken aus ihrer Frisur sprangen. „Tja… so ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag wissen sie? Und abgesehen davon… sie haben sich hier schon eine interessante Basis aufgebaut. Wird sicher ein heißes Ding, wenn sie ihren Plan erstmal richtig in die Tat umsetzen und wenn ich dabei behilflich sein kann, indem ich den ein oder anderen Justice League Vogel vom Himmel hole, dann bin ich gerne mit von der Partie.“

Victor zeigte ein dünnes Lächeln unter seiner Maske. Nach seinem Ermessen war die Begeisterung die Lifewire für diese theoretische Auseinandersetzung zeigte, doch eher ein potenzielles Problem, als ein positiver Aspekt ihrer Persönlichkeit, aber er würde sich darin üben müssen, sie zu zügeln. „Würdet ihr mir eure Hand reichen?“, fragte er sie nach einer Hand voll Sekunden und Willis hob eine Augenbraue. Noch bevor sie eine Frage stellen konnte, erklärte Victor: „Ich benötige etwas Energie, um meinen Doombots Leben einzuhauchen.“ Lifewire sah ihn für einen Moment verwundert an, tat dann aber wie geheißen und er berührte den Brustbereich des ersten Doombots mit seinem Zeigefinger, während er mit seiner anderen Hand, die von Lifewire hielt. Es gab einen kurzen, nicht besonders lauten Knall und ein Zucken ging durch den Doombot. Victor ließ Willis los und sie schüttelte sich etwas. Sie grinste etwas schief und meinte: „Jetzt werde ich hier als wandelnder Defibrillator benutzt.“ Victor trat einen Schritt zurück, um dem Doombot Platz zu machen sich zu erheben und bemerkte: „Das wird nicht das letzte Mal sein.“ Lifewire gab ein Kichern von sich, als der Doombot sich für einen Atemzug umsah und dann Victor anstarrte. Dieser sagte nur: „Du wirst dir noch angewöhnen müssen mehr zu blinzeln. Aber abgesehen davon, solltest du in Kürze für deinen ersten Feldeinsatz bereit sein.“ Der Doombot straffte die Kleidung etwas, die man ihm angelegt hatte und mit einem etwas unterwürfigem Ton: „Ihr werdet es am besten wissen.“

Victor leckte sich über die Unterlippe und biss dann auf sie. Obwohl seine Doombots deutlich intelligenter und kreativer in ihrer Denkweise waren, als die simpleren Konstrukte, die er gebaut hatte, brachten die Doombots auf die Gefahr der Eigenständigkeit mit sich. Er musste sie regelmäßig daran erinnern, wer ihr Herr und Meister war und wem sie letztlich ihre Existenz zu verdanken hatten. Da sie auch keine Roboter im tatsächlichen Sinne waren, sondern eher Golems der traditionellen Art, denen Leben durch magisches Handwerk eingehaucht worden war, musste er nach einer gewissen Zeit in Betracht ziehen, sie zu vernichten, oder das Siegel das ihnen einen eigenen Willen gab neu zu erschaffen, was allerdings auch den Nachteil mit sich brachte, dass der Doombot all seine Gedanken und Erinnerungen verlor und praktisch wieder von vorn begann. „Das tue ich in der Tat. Du solltest genau zuhören, wenn ich dir verrate was deine erste Aufgabe ist. Viel wird von deiner Performance abhängen und du solltest mich nicht enttäuschen.“, erinnerte Victor ihn und der Doombot verbeugte sich leicht und legte seine Hand dorthin, wo sich bei einem Menschen das Herz befunden hätte.

Lifewire gab ein erheitertes Glucksen von sich und sagte: „Gefällt euch sicher, so einen untertänigen Arschkriecher zu haben.“ Victor drehte sich langsam zu ihr um und entgegnete: „Vor allen Dingen verlange ich Ergebnisse von meinen Untertanen und in meinen Dekaden als Herrscher von Latveria habe ich eins gelernt: Wer Erfolg haben will, sollte sich an dem was zum Erfolg führt am besten selbst beteiligen. Niemand hat der Bevölkerung meiner Heimat irgendetwas geschenkt, sie hat sich all das was sie heute ihr Eigen nennt, hart selbst erarbeitet. Trotzdem habe ich ihr immer über die Schulter geschaut und mit vorsichtiger Hand meine Untertanen zum Erfolg gelenkt. Ich finde vor allen daran Gefallen zu sehen, wie jemand mit begrenzten Mitteln, viel erreicht. Vor allem, wenn es nicht nur zu seinem eigenen Vorteil ist. Womit wir bei unserem nächsten Gast wären.“ Seine Augen wanderten von Lifewire zu dem Schatten, der sich über den Eingang warf, der in das Innere der Basis führte. Er hatte die Bewegung dort nur für den Bruchteil einer Sekunde wahrgenommen. Hätte er seine magische Aura nicht benutzt, um das Ein und Ausgehen der Basis zu überwachen, wäre ihre Ankunft sicherlich unbemerkt geblieben. Victor trat an Lifewire vorbei, baute sich zu einer vollen Größe auf, zeigte auf die Gestalt im Schatten und machte eine Handbewegung, die deuten sollte, dass der Neuankömmling ins Licht treten sollte.

Cheetahs grazile und ebenso tödliche Form, wurde von dem hellen Schein der Lampen in all ihrer Pracht bestrahlt. Man konnte an ihrer Haltung erkennen, dass sie vorsichtig und wachsam war, aber trotzdem Selbstbewusstsein besaß. Ihre Augen tanzten blitzschnell hin und her und nahmen alle Einzelheiten genau auf. „Es war unnötig sich uns mit solcher Vorsicht zu nähern. Niemand hier hat die Absicht, euch zu attackieren.“, sagte Doom und Cheetahs Schweif peitschte bei seinen Worten hin und her. „Ich kenne eure Absichten nicht, nur das mir in der Vergangenheit, Vorsicht gut gedient hat.“ Victor nickte langsam. „Das wird euch hier wohl niemand vorhalten, am allerwenigsten ich selbst. Willkommen Cheetah. Ich denke nicht, dass es nötig sein wird euch vorzustellen. Ihr kennt die Mehrheit derer, die sich hier aufhalten sicher bereits.“, vermutete er. Cheetah sah sich erneut etwas um, diesmal ohne dabei ihren Kopf zu bewegen. Ihr Blick blieb für eine Hand voll Sekunden auf Solomon Grundy hängen, der sich mit einigen ausrangierten Teilen, der Herstellungskette der kleinen Konstrukte beschäftigte, die Doom in Gang gesetzt hatte. Er konnte anscheinend nicht ganz nachvollziehen, warum einige der fehlerhaft gefertigten Maschinen nicht mehr zum Einsatz kommen würde und begutachtete sie, wie ein Kleinkind ein kaputtes Spielzeug betrachten würde. Sie schaute auf die andere Seite des Raumes, auf der sich Count Vertigo vor einem Tisch befand, auf dem sich eine Schachpartie befand. Victor brauchte eine mentale Beschäftigung abseits der Arbeit, die er zu verrichten hatte und er hatte dem Count erlaubt, seine nächsten Züge zu planen, während er die Doombots fertiggestellt hatte. Nicht das ihm das helfen würde, Vertigo hatte eigentlich schon verloren, wollte es aber noch nicht wahrhaben.

„Ich kenne sie… nicht dass das etwas an meinem Vertrauen in sie ändern wird. Aber eure eigenen Worte sind es, die mich hier her gebracht haben.“, ließ Cheetah ihn wissen und der Unterton in ihrer Stimme war schwer zu ignorieren. Doom hätte beinahe gelächelt, wäre das Schicksal der Frau vor ihm nicht so tragisch gewesen. Verzweiflung ließ Menschen Dinge tun, gegen die sie sich unter anderen Umständen, mit Händen und Füßen gewehrt hätten. „Ich kann euch versprechen, dass es sich dabei nicht um leere Worte handelt. Was ihr zu meiner Unternehmung beisteuern könnt, wird keinen Einfluss darauf haben, wie ich euch für eure Mühen zu belohnen gedenke.“ Cheetah sprang so schnell auf Victor zu, dass er beinahe zusammengezuckt wäre. Er konnte sich geradeso davor bewahren, als ihre krallenbewehrte Hand, vor den Schlitzen Halt machte, die seine Augen umgaben. „Leere Versprechen haben schon viele Männer in meiner Präsenz ins Verderben gestürzt. Es wäre ratsam, dass ihr euch gut überlegt, was ihr mir für Belohnungen vorgaukelt, sofern ihr das Ende eurer Unternehmung miterleben wollt.“ Victor verdrehte die Augen und atmete einmal tief durch, bevor er antwortete: „Ich gedenke nicht, bis zum Ende meines Vorhabens damit zu warten, euch zu belohnen.“ Cheetahs Gesicht wurde etwas weicher und sie zog ihre Krallen einen Zentimeter zurück. „Das… tut ihr nicht?“, fragte sie irritiert und Victor gab ein Hüsteln von sich, dass ihn beinahe beleidigt klinge ließ. Er verschränkte seine Arme, hinter seinem Rücken und drehte sich seitlich zu Cheetah, so dass er wieder einen Blick auf den Doombot werfen konnte, der noch immer hinter ihm stand.

„Natürlich nicht. Immerhin ist dies die beste Möglichkeit eure Loyalität zu garantieren. Es wird einige Tage dauern und ich werde eine Operation an mir selbst und natürlich an euch durchführen müssen, aber… innerhalb der nächsten neun bis elf Tage, solltet ihr von eurem Fluch befreit sein.“, erklärte er und Cheetah senkte langsam ihre Hand. „Ihr… werdet meinen Hunger dauerhaft stillen können?“, fragte sie sowohl hoffnungsvoll, als auch mit Argwohn. Er nickte und holte seine rechte Hand hervor und begann nachdenklich die Kuppen seines Zeigefingers und Daumens gegeneinander kreisen zu lassen. „Das kann ich. Allerdings wird es von euch natürlich einen kleinen Vertrauensvorschuss verlangen, da wir euch betäuben müssen, um die Operation durchzuführen.“ Cheetahs Augen vergrößerten sich etwas und sie presste ihre Lippen fest aufeinander. Sie senkte ihre Kopf etwas und fragte gedämpft: „Und ihr könnt mir garantieren, dass die Operation erfolgreich sein wird?“ Victor sah sie mit harten Augen an und erwiderte: „Keine Operation hat eine hundertprozentige Erfolgsrate, in diesem Fall liegt sie wohl bei etwa 93.7 %, aber ich kann euch versprechen, dass wenn sie erfolgreich ist, euer Hunger für immer gestillt sein wird. Ihr werdet natürlich dazu in der Lage sein, normale menschliche Nahrung aufzunehmen und eure Gestalt wird sich nicht verändern, aber ihr werdet nicht mehr nach den Herzen und dem Blut anderer Menschen lüstern.“

Cheetah machte einen Schritt zurück und ihr Schweif begann etwas umher zu peitschen als Aufregung und Vorfreude von ihr Besitz ergriffen. „Ich danke euch für eure Ehrlichkeit. Andere hätten mir eine hundertprozentige Erfolgsrate versprochen.“, sagte sie und Doom gab beinahe ein Seufzen von sich, konnte es aber gerade noch so unterdrücken. „Ich denke es wäre doch eine ziemlich fragwürdige Art und Weise mit einer Wissenschaftlerin umzuspringen. Ihr wisst es doch letzten Endes ohnehin besser.“ Cheetah zeigte ein Grinsen, dass jedem der es sah, einerseits einen Schauer über den Rücken gejagt hätte, andererseits aber auch klar machte, dass sie sich darüber freute, dass jemand zur Kenntnis nahm, dass sie selbst eine gebildete Frau war und nicht nur eine wilde, ungezähmte Bestie. „Nun gut, damit hätten wir das geklärt. Jetzt müssen wir nur noch auf unseren letzten Mitstreiter warten, dann können die ersten Schritte, meines Plans in die Tat umgesetzt werden.“ Er widmete seine Aufmerksamkeit, für einen Augenblick dem Doombot und sagte zu ihm: „Du wirst deine Aufgaben nicht alleine bewältigen können. Keine Sorge, wie du hinter dir sehen kannst, wirst du immer in Begleitung sein.“ Der Doombot drehte sich zu seinen Beiden, nur noch einen Schritt von der Lebendigkeit entfernten Kumpanen und verbeugte sich erneut etwas, vor Doom. „Es wird mir eine Freude sein, gemeinsam mit ihnen zu dienen.“ Victor nickte erneut und Lifewire trat etwas näher an ihn und Cheetah heran. „Eine Frage hätte ich da allerdings. Habt ihr nicht gesagt, dass nach mir noch zwei weitere Personen eintreffen sollten? Wer ist denn der Letzte auf den wir warten?“ Doom nickte bedächtig und antwortete: „Der Ratcatcher.“

Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mittteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier