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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

26.

Dick Grayson lag auf seinem Bauch und versuchte sich nur auf die Massage zu konzentrieren, die ihm Starfire gab. Die Beiden hatten ihre Ruhe, in ihrem gemeinsamen Raum, im Titan Tower gesucht und gefunden. Jetzt wollte sich Nightwing eigentlich nur auf seine Freundin konzentrieren, aber er konnte seine Gedanken nicht daran hindern, immer wieder zu dem letzten Verbrechen, des großen, blonden Widerlings zu wandern. „Du willst dich heute wirklich nicht entspannen hm?“, fragte Starfire und Dick seufzte. Er drehte sich auf seine Seite und seine bessere Hälfte legte sich neben ihn. „Was bedrückt dich denn so sehr?“, fragte sie und Dick hob nur seine Augenbrauen. Es überraschte ihn nicht wirklich, dass sie ziemlich schnell mitbekommen hatte, wie es ihm mental im Moment ging und trotzdem hatte er gehofft sie täuschen zu können, Diese Hoffnung war wohl vergebens gewesen. Dick lächelte schwach und fuhr mit seiner Hand, sanft durch ihre Haare. „Naja ich… habe so meine Schwierigkeiten, nicht über diesen Vorfall, mit den illegalen Einwanderern nachzudenken“, antwortete er und Star sah ihn mit einer Mischung aus Mitleid und Überraschung und fragte: „Hat das irgendeinen, besonderen Grund?“ Nightwing biss sich auf die Zunge, bevor er für einen Moment ins Grübeln verfiel. Er wusste nicht, ob er darüber eigentlich großartig sprechen wollte, entschied aber, dass Starfire in dieser Hinsicht durchaus Details verdiente.

„Weißt du… damals… als ich noch mit meinen Eltern zusammen im Zirkus gearbeitet habe, da hatten wir auch eine ganze Menge Personen, innerhalb der Mannschaft, die nicht auf legalem Wege in die USA gekommen sind. Die haben sich bei uns, immer recht sicher gefühlt, dadurch das wir uns immer bewegt haben und nie irgendwo lange geblieben sind. Alle haben hart gearbeitet und ihr Bestes gegeben und trotzdem… trotzdem haben einige der Leute im Zirkus sie nicht gut behandelt. Das hat mir schon damals sauer aufgestoßen und meine Eltern, fanden dass natürlich auch nicht toll, aber… ich weiß nicht... wenn ich diese Leute sehe, dann muss ich immer an Menschen denken, die ich mir hätte zum Vorbild nehmen können, wenn meine Eltern nicht dagewesen wären, verstehst du?“, erklärte er und Starfire seufzte und küsste seine Stirn. Ihre Hand fuhr an seiner Schläfe und seiner Wange hinab und verweilt dort. „Tut mir Leid, dass dich dieser Vorfall auf solche Gedanken bringt. Aber weißt du was: Das du in so jungen Jahren schon dazu in der Lage warst, diese Ungerechtigkeit zu erkennen, zeigt mir einmal mehr, wie glücklich ich mich schätzen kann, dass ich dich habe.“, sagte sie mit einem Lächeln und Dick senkte seinen Blick etwas, was ihn unweigerlich auf ihr Dekolleté starren ließ. Nicht dass das Kori störte. „Und überhaupt, musst du dir doch nicht vorwerfen, ein Mensch mit Feingefühl und Empathie zu sein. Dass dich das Schicksal dieser Individuen so zu berühren scheint, obwohl du sie noch nie getroffen hast, ist doch nur ein Zeichen dafür, dass du ein gutes Verständnis von Gerechtigkeit hast. Wohl mit einer der wichtigsten Attribute eines Anführers, für so eine Gruppe wie die Titans.“, fügte sie hinzu.

Dick konnte nicht anders, als zu Grinsen. In der Vergangenheit, hatte Starfire häufig an einem zu geringen Selbstbewusstsein gelitten und sich nicht selten, zu sehr selbst hinterfragt. Innerhalb der letzten fünf Jahre, hatte sich das zwar gebessert, aber ab und an musste Dick sie trotzdem daran erinnern, dass sie mittlerweile genügend Erfahrung gesammelt und sich häufig genug bewiesen hatte, sodass sich ihre Freunde und Mitstreiter nahezu immer auf sie verlassen konnten. Die Titans waren immer noch seine besten Freunde und bedeuteten ihm unglaublich viel, aber Dick wollte einfach, dass die Titans weniger von seinen Fähigkeiten abhängig wurden. Es konnte ja immerhin passieren, dass er aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr dazu in der Lage war, sie zu führen und es lag in der Verantwortung des Anführers einer jeden Gruppe, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wer im Falle seines Ausfalls das Ruder übernahm. Er hatte diesen Teil seiner Gedanken, selten mit irgendjemandem geteilt, nicht nur weil die betroffenen Personen sich häufig bei diesen Unterhaltungen ziemlich unwohl fühlten, sondern auch weil ihm es ihm immer schwer gefallen war, seine Verantwortung auch nur in der Theorie abzulegen, dass änderte allerdings nichts an ihrer Notwendigkeit. Nightwing war ein außerordentlicher Akrobat, Kämpfer, Stratege und auch ein sehr guter Detektiv. Nichts destotrotz war er nur ein Mensch und in einer Welt gefüllt mit Schurken und Verbrechern, die deutlich gefährlicher waren, als jeder reguläre Mensch es jemals sein konnte, musste er sich seiner Verletzlichkeit und Sterblichkeit stellen. So unangenehm das auch für ihn, oder seine Freunde war.

„Mach dir mal keine Sorgen Kori. Ich komme damit schon klar... ich bin mir sowieso nicht sicher, ob diese ganze Sache etwas ist, mit der sich die Titans beschäftigen sollten. Nach meinem Ermessen, ist das eher Justice League Territorium“, meinte er und Kori schob ihre Unterlippe etwas hervor und wollte wissen: „Denkst du dass die Titans mit dem Kerl nicht fertig werden würden?“ Dick nahm ihre Hand mit einem Seufzen von seiner Wange und strich über ihre Finger. „Das weiß ich nicht... aber… ich habe es einfach im Gefühl das dieser Typ extrem gefährlich ist und er scheint keine Achtung für das Leben zu haben. Wenn man sich mit solchen Leuten anlegt, muss man immer mit dem Schlimmsten rechnen. Sollten wir uns unverhofft mit ihm konfrontiert sehen, sollten wir natürlich unser Bestes geben, aber aktiv nach ihm zu suchen… das überlassen wir mal Batman und den Anderen“, entgegnete er und Starfire schmunzelte und lehnte sich in seine Richtung, um seine Stirn zu küssen. „Wir können uns wohl glücklich schätzen, dass du so gut auf uns Acht gibst“, sagte sie und Dick erwiderte: „Dasselbe könnte ich über dich sagen Kori.“ Starfire war wirklich hübsch, wenn sie verlegen war und Dick grinste, als er sah wie sie etwas rot wurde. „Das sagst du nur so.“, nuschelte sie, während sie einige ihrer Haare, hinter ihr Ohr schob. Nightwing schüttelte den Kopf und ließ sie wissen: „Ich meine jedes Wort davon.“ Kori lächelte dankbar und flüsterte: „Ich liebe dich Dick Grayson.“ Sein Grinsen wurde breiter und er antwortete: „Ich liebe dich auch Koriand’r.“ Starfire kicherte und zog ihn in einen Kuss.

XX

Barbara starrte an die Decke ihres kleinen Hauptquartiers und ließ sich all die Informationen, die sie in den vergangenen Stunden zusammen gesammelt hatte noch einmal durch den Kopf gehen. Sie hatte Tims Theorie, auf den ersten Blick nicht ganz nachvollziehen können, immerhin konnte sie sich nicht ganz ausrechnen, was die Falcones im Namen des Mad Hatters hätten tun sollen. Natürlich kam es jemandem wie Tetch sehr gelegen, seine Finger mit im organisierten Verbrechen zu haben, allerdings war ihr noch nicht  ganz klar, was er damit letzten Endes erreichen wollte. Andererseits hatte Tim durchaus Recht gehabt, was das Verhalten von Tetch anging. Normalerweise hielt sich der Mad Hatter für cleverer als er tatsächlich war, auch wenn Barbara zugeben musste, dass er durchaus zu den intelligenteren von Batmans Widersachern zählte. Dass seine Pläne zumindest augenscheinlich durchkreuzt worden waren, hatte bei seiner letzten Festnahme, für kaum ein böses Wort aus seinem Mund gesorgt, was wiederum sehr ungewöhnlich war. Barbara hatte die ganze Serie an Vorkommnissen noch einmal nach Ungereimtheiten durchstöbert und war auf etwas gestoßen. Es klopfte an ihrer Tür und nach einem kurzen Blick auf die Kamera, die den Eingang überwachte, ließ sie ihre Birds eintreten.

Dinah und Helena traten ein und Letztere fragte: „Na Babs, alles in Ordnung?“ Oracle zuckte mit den Schultern und holte einmal tief Luft, nur um sie dann geräuschvoll wieder durch ihre Nase austreten zu lassen. „Wie man es nimmt… hat Batgirl schon mal wieder mit euch Kontakt aufgenommen?“ Sie beiden verneinten und Barbara biss sich auf die Lippe. „Tja… wir müssen sie das wohl in ihrem eigenen Tempo machen lassen. Aber ich würde gerne, auf unser eigentliches Problem zurückkommen.“ Helena fragte: „Haben wir den Falcones, keine ausreichende Abreibung verpasst.“ Dinah verdrehte ihre Augen und meinte: „Ich glaube nicht, dass die noch das Problem darstellen.“ Oracle schüttelte ihren Kopf und erwiderte: „In der Tat, dass tun sie nicht, ich bezog mich eher auf den Mad Hatter, Cavalier und den Mad Monk.“ Helena hob irritiert eine Augenbraue und fragte: „Moment mal… Cavalier und Mad Monk kann ich ja noch nachvollziehen aber… wie kommt der Mad Hatter jetzt in diese Kalkulation?“ Barbara fuhr sich durch ihre Haare und erklärte den beiden die Beobachtung, die Tim und Dick gemacht hatten. Dinah legte ihren Kopf etwas schief und sagte: „Ungewöhnlich ist das schon, aber… meinst du echt, dass etwas dahinter steckt? Ich meine... wäre es uns nicht aufgefallen, wenn die Falcones, alle von Hatter gesteuert worden wären?“ Oracle verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse, lockerte sich dann wieder und entgegnete: „Es müssen ja nur die richtigen Leute kontrolliert werden. Und das hier, haben sie gestern Abend aus Carmine Falcones Nacken heraus operiert.“

Sie gab den beiden zwei kleine, ausgedruckte Fotos und Dinah und Helena, warfen einen Blick auf die kleine, senderartige Vorrichtung. „Sieht aus wie… eins von den Dingern, die Hatter auch häufig benutzt.“, bemerkte Helena und sah etwas verdutzt aus. Barbara nickte und erklärte: „Nur dass dieses hier praktisch vorprogrammiert ist und deshalb praktisch kein Empfänger als solches ist, sondern nur darauf aus ist, den Träger dazu zu bringen, bestimmte Dinge zu tun und auf ein gewisses Ziel hinauszuarbeiten.“ Dinah sah sie mit einem nachdenklichen Gesicht an. „Das muss… jemand mit guten, medizinischen Händen gemacht haben. Trauen wir Hatter so etwas denn zu?“ Oracle hob ihre Augenbrauen etwas und meinte: „Nun ob wir es ihm zutrauen, oder nicht, er hat es ganz offenbar geschafft. Hat er dabei vielleicht Hilfe gehabt? Das kann schon möglich sein. Dahingehend, haben wir allerdings noch keine wirklichen Hinweise… aber wir haben noch einen Anhaltspunkt, dem wir nachgehen sollten.“ Sie drehte sich herum und öffnete ein Bild auf ihrem riesigen Computer, das eine der Lagerhallen zeigte, in der sich der Cavalier, mit seinen Untergebenen aufgehalten hatte. „Ich hatte euch ja verraten, dass diese Halle privat gemietet wurde und dass nur ein einzige, andere Halle im Hafen, auch privat angemeldet war.“ Die zwei Birds nickten und Helena sagte: „Dock Vier. Die Position die ich überwacht habe.“ Barbara nickte und rief ein weiteres Bild auf. Diesmal von irgendeinem Bürogebäude im Industriegebiet von Gotham. „Ich habe mich vielleicht etwas ungenau ausgedrückt, als ich „privat angemeldet“ gesagt habe, denn in Wahrheit handelt es sich hier um eine Firma“, erklärte sie und klang dabei etwas abfällig. Dinah und Helena, warfen einander Blicke zu, die verrieten, dass sie nicht genau wussten, worauf Oracle hinaus wollte. „Die Firma heißt Serv Tech“, verriet sie und die für einen Moment sahen sich die Zwei erneut irritiert an. Helena schlug sich die Hand vor die Stirn und sagte langsam: „Serv Tech… Jervis Tetch…“ Dinah stöhnte und schüttelte mit geschlossenen Augen ihren Kopf: „Es ist nur eine Briefkastenfirma.“ Oracle nickte und erklärte: „Ganz richtig. Wir werden uns also sehr genau anschauen müssen, was hinter dieser Firma steckt. Sowohl diese Halle im Hafen, als auch der Firmensitz müssen wir hochnehmen.“

Helena verschränkt ihre Arme und fragte: „Meinst du denn, dass wir das gemeinsam schaffen, oder sollen wir auf Batgirl warten?“ Dinah konnte sich die Antwort schon ausmalen, dafür kannte sie Barbara gut genug. Oracle drehte ihren Stuhl wieder so herum, dass sie die Zwei anschaute und nahm ihre Brille ab. „Nach dem Ausgang der letzten Aktion, werde ich euch sicher nicht alleine hineinschicken. Wir werden definitiv auf Batgirl warten. Ich bin ohnehin interessiert daran, was sie uns zu erzählen hat.“ Helena hatte noch immer ihre Arme verschränkt und gab nur ein unterdrücktes Seufzen von sich. Dinah konnte ihre Freundin, bis zu einem gewissen Grad verstehen und sagte: „Ich hoffe, dass zwischen ihr und dieser Elizabeth alles glatt geht. Ich meine… die Kleine kann auf sich selbst aufpassen, aber Gedanken lesen… das kann selbst einen ungeübten Kämpfer, zu einem gefährlichen Gegner machen und die Gute scheint mir alles andere als ungeübt.“ Barbara nahm ein Tuch, aus einem kleinen Versteck, unter der Armlehne ihres Stuhls und säuberte damit ihre Brille, während sie erklärte: „Ich vertraue ihren Instinkten. Batgirl würde sich nicht auf ein Treffen mit ihr einlassen, wenn sie nicht Grund genug hätte, ihr zu vertrauen. Also werde ich ihr auch diesen Vertrauensvorschuss geben. Wir werden definitiv warten, bis wir wieder vollzählig sind, Batwoman natürlich ausgeschlossen.“ Dinah nickte und biss sich auf die Zunge, während sie sich Kates Verfassung wieder vor Augen führte. Sie war wirklich in keinem Zustand, in Kürze an irgendeiner Aktion teilzunehmen. Es würde eine Weile in Anspruch nehmen, bis sie sich von der Folter erholt hatte, die ihr widerfahren war. Oracle schien beinahe ihre Gedanken gelesen zu haben und sagte mit einem verschmitzten Lächeln: „Keine Sorge, ich habe schon nach Verstärkung gerufen.“

Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier