Kapitel
Kapitel
Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
27.
Victor von Doom starrte konzentriert auf den Bildschirm vor sich und versuchte seine angeheuerten Mitstreiter, um ihn herum auszublenden. Er stand gemeinsam, mit dem Ratcatcher und Cheetah, in der Kanalisation unterhalb Gothams und arbeitete, am ersten Schritt seines Plans. Er hatte sich gemeinsam, mit den Beiden, vor einigen Stunden auf den Weg gemacht und war seinem Ziel, durch das unterirdische Labyrinth näher gekommen. Eines war ihm sofort aufgefallen, als er in Gotham aufgetaucht war und das war die Anzahl der Kameras, mit denen die örtlichen Behörden, wohl vergleichsweise erfolglos versuchten, den örtlichen, kriminellen Machenschaften, auf den Schlips zu treten. Er durfte auf keinen Fall gesehen werden und die Mehrheit seiner Begleiter, mussten auf ungesehen davon kommen. Nur Vier von ihnen, würden an dieser Aktion teilnehmen, aber sie würden, wenn alles nach seinem Plan laufen würde, mehr als genug sein.
„Sind sie in Position Ms. Willis?“, fragte er und Lifewire antwortete: „Kann los gehen Chef, sobald sie das go geben.“ Er nickte verstehend und richtete dann seine Aufmerksamkeit, wieder auf das, was er durch die Augen des Doombots sah. Der mechanische Helfer, stand direkt gegenüber dem Gebäude, dass ihr Ziel sein würde und beobachtete es, aus dem Augenwinkel. Was für den Roboter natürlich deutlich einfacher war, immerhin konnte er seine Augen deutlich weiter drehen, als ein normaler Mensch. Dass er nun, direkt vor einer Hand voll der Kameras stand, war keine dramatische Angelegenheit. Immerhin sah jeder der Doombots, anders aus und hinterließ keine weiteren Spuren, außer seiner Erscheinung. Sein Haar war nicht echt, er verlor keine Hautzellen und er hinterließ auf keine Fingerabdrücke. Das mit dem Blinzeln, hatte er in der Zwischenzeit, auch gut hinbekommen und Victor hob eine Augenbraue, als Cheetah ihn fragte: „Und sie sind sicher, dass niemand die Explosion mitbekommen wird?“ Er hatte nicht ganz verstanden, warum sie überhaupt darauf bestanden hatte, ihn bei dieser Aktion zu begleiten, denn ihre Anwesenheit war nicht nötig. Er hatte den leisen Verdacht, dass sie ihn nur im Auge behalten und tatsächlich beschützen wollte. Er hatte sein Versprechen ihr gegenüber, noch nicht eingelöst, plante dies aber kurz nach seiner Rückkehr, zu seiner derzeitigen Basis zu tun.
„Nun, ich gehe doch davon aus, dass unser großer Freund, die Belegschaft dieses Komplexes, etwas beschäftigen wird. Ich kann mich doch auf dich verlassen, oder Grundy?“, fragte er und er bekam, wenigstens für die Verhältnisse des Angesprochenen, eine recht schnelle Antwort. „Grundy will mehr Süßigkeiten. Mann in grünem Mantel gibt viele Süßigkeiten also…. uhhh… Grundy uhhh… macht was Mann in grünem Mantel fragt.“, bekam er zu hören und er konnte sich ein kleines Schmunzeln, nicht verkneifen. Ihm war nur zu bewusst, dass die zahlreichen Leckereien, die er für Grundy zubereitete, auf Dauer nicht Grund genug für den grauen Riesen sein würden, um an seiner Seite zu bleiben. Andererseits, würde ein Teil dessen, was sie an diesem Abend entwenden würden, auch seinen Weg in Grundys Hände finden. Viktor hatte Grundy dazu gebracht, um seine Brust eine Kette zu tragen, an der ein Anhänger befestigt war, der eine kleine Kamera enthielt. So konnte er alles sehen, was Grundy über den Weg lief und ihm entsprechende Anweisungen geben. „Begib dich in Position Grundy, es wird gleich losgehen. Wenn es knallt, weißt du, was du zu tun hast.“, befahl er und Grundy tat, wie geheißen. „Nun gut… alles auf mein Kommando. Ms. Willis, wenn ich sie bitten darf: Jetzt.“ Lifewire gab keine Antwort, sondern tat einfach, was ihr befohlen worden war. Sie griff mit ihren Händen, in die große Ansammlung von Kabeln, die sich in dem Verteilerkasten versteckten und legte damit die Stromversorgung, des gesamten Blocks lahm.
Das Gebäude, fiel wie alle anderen, in pechschwarze Dunkelheit und der Doombot, hob wie auf Kommando die Waffe, mit der er ausgestattet worden war. Viktor wusste ganz genau, dass die Anlage die seine Mitstreiter im Begriff waren zu attackieren, eine eigene Notstromversorgung hatte. Diese brauchte allerdings, knapp dreißig Sekunden, um angeworfen zu werden. Das Projektil aus der Waffe das Doombots, drang in die Mauer ein, die das Gebäude umgab und explodierte. Sie war nicht weniger, als 80 Zentimeter dick und Stacheldraht, krönte ihre Oberseite. Es machte am Ende keinen Unterschied. Das Mauerwerk zerfiel, als hätte es nur aus Puderzucker bestanden und löste sich auf atomarer Ebene auf. Viktor lächelte unter seiner Maske. Waffen wie diese, statten einige spezielle Einheiten, der Streitkräfte Latverias aus. Ihre Zerstörungskraft war enorm, aber sie litten unter einer geringen Reichweite und waren deshalb nur, auf eine kurze Distanz von Nutzen. Von einer Straßenseite, auf die Andere zu schießen, stellte dabei kein Problem dar. Grundy setzte sich in Bewegung, noch bevor sich der Staub gelegt hatte und mit einem fast schon animalischen Röhren, krachte er in die Außenwand des Gebäudes. Er brauchte einen Atemzug, um sich durch die Trümmer der meterdicken Wand zu arbeiten, aber er hatte es geschafft. Vor ihm standen einige sehr erschrockene und überrumpelt wirkende Wächter. Das Licht im Inneren des Gebäudes, war noch nicht mal zurückgekommen und so sahen sie sich nur, seinem gigantischen Schatten gegenüber. Viktor hatte ihm klare Anweisungen geben, niemanden zu töten. Schön war es trotzdem nicht anzusehen, wie er mit den Wächtern umsprang.
„Die Explosion ist geglückt Sir. Meine kleinen Freunde, machen sich schon über das was sie gefunden haben her.“, teilte ihm der Ratcatcher mit und Viktor nickte. „Verstanden. Dann treiben sie sie zu etwas Beeilung an, Flannagan. Das hier ist eine staatliche Einrichtung, vergessen sie das nicht. Hier werden in Kürze FBI, Nationalgarde und aller Hand andere Behörden auftauchen, mit denen wir nichts zu tun haben möchten.“ Bisher hatte Viktor wenig Grund dazu gehabt, sich um die Geheimhaltung seiner Pläne Sorgen zu machen. Das würde sich in naher Zukunft ändern, darüber war er sich haargenau im Klaren. Mit dieser Aktion, würde er eine ganze Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen, aber sie war von Nöten, wenn seine Pläne Gestalt annehmen sollten. Es vergingen, eine Hand voll Minuten, bis der Ratcatcher erklärte: „Wir haben alles mitgenommen, was sie mitnehmen wollten, Mr. Doom. Wir bewegen die Beute jetzt in Richtung der Bargen.“ Viktor erhob sich langsam, aus seiner Position. Er hatte die ganze Zeit über, auf einem Knie verbracht und streckte sich nun etwas. „Ms. Willis? Sie haben sich bereits auf den Rückweg gemacht?“ Lifewire erwiderte: „Habe ich. In einer halben Stunde, sollte ich bei unserem Versteck angekommen sein.“ Viktor trennte die Verbindung zu ihr und befahl Grundy: „Zieh dich zurück Grundy, wie wir es besprochen haben.“ Der Hüne machte sich sofort auf den Weg und lief auf demselben Loch, das er in die Wand gerissen hatte, wieder über die Straße, in die Gasse hinein, in der er sich versteckt hatte. Der Doombot hatte bereits einen kleinen, geschlossenen Transporter gestartet, auf dessen Ladefläche Grundy Platz fand und die ihn vor neugierigen Augen beschützen würde. Natürlich würden sie nicht direkt, zu dem Versteck fahren. Viktor wollte niemandem die Gelegenheit geben, sie dorthin zu verfolgen.
Viktor verstaute den kleinen Bildschirm in seinem Umgang und wandte sich den beiden Wartenden zu. „Nun, jetzt liegt es an uns, die Beute sicher zurück zu transportieren.“ Cheetah bleckte ihre Zähne, für den Bruchteil einer Sekunde. Ihr fabelhafter Geruchssinn, tat ihr in der Kanalisation, keinen Gefallen. Flannagan richtete seine Maske ein wenig und deutete, auf den sich langsam um die Ecke schiebenden Bug, der ersten Barge. „Sieht aus, als würden wir guten Fortschritt machen.“, kommentiert er das Ganze lediglich. Das Wasser hinter den langen Wassergefährten sprudelte, als hätte man einen Motor angebracht, doch in Wahrheit, waren es die kleinen, strampelnden Füße einiger tausend Ratten, die sie vorantrieben. Viktor sprang auf den Bug der ersten Barge und schaute in einen der drei Dutzend Säcke, die ihm knapp bis übers Knie gingen und verteilt auf dem Schiff standen. Er war zufrieden mit dem Ausgang dieser ersten Aktion. Der erste Schritt, zur Rückkehr in seine eigene Welt war getan.
XX
Cassandra saß auf ihrem Bett und schrieb in ihrem Tagebuch. Sie hatte für diese Aktivität, zu Anfang nicht viel übrig gehabt, aber nachdem Barbara sie davon überzeugt hatte, dass es ihr sowohl mit ihrer Ausdrucksweise und ihren Schreibfähigkeiten helfen würde, hatte sie ihren Vorschlag angenommen. Auch wenn es manchmal nur eine Hand voll Sätze waren, hatte sie es doch im letzten Jahr geschafft, für jeden Tag einen Eintrag zu machen, woran sie festhalten wollte. Sie hatte, nachdem sie von ihrem kleinen Ausflug, gemeinem mit Tim, in die Innenstadt zurückgekehrt war, eine ganze Menge Gedanken in ihrem Kopf gehabt, die sie irgendwie äußern musste. Tim hatte sie zum Glück, nicht mit zu vielen Fragen bombardiert und sie erstmal nachdenken lassen. Sie wusste, dass er eigentlich gerne jedes Detail, über die Unterhaltung die sie mit Elizabeth gehabt hatte, gehört hätte, aber sie musste erstmal selbst verarbeiten, was sie alles an Informationen, von der jungen Frau bekommen hatte. Cassandra hatte es sich nicht anmerken lassen, aber ein wenig Leid, hatte ihr Elizabeth schon getan. So ganz allein, in einer fremden Welt zu sein, von der sie praktisch nichts wusste und umgeben von so vielen potentiellen Freunden und Feinden, hätte der ein oder andere, sicher verzagt. Allerdings hatte Psylocke, wie sie sich offenbar auch nannte, nicht den Eindruck erweckt, als wäre sie jemand, der sich von solchen Umständen, sofort ins Bockshorn jagen ließ. Elizabeth mochte im Moment noch allein sein und Cassandra hatte ihr nur für einige Minuten gegenüber gestanden, aber sie hatte genug Erfahrung, mit Frauen desselben Kalibers, um zu wisse, dass sie sich um ihre neue Bekannte, keine allzu großen Sorgen machen musste.
Es klopfte plötzlich an ihrer Tür und Cassandra verstaute ihr Tagebuch, in ihrem Bettschränkchen. Sie wusste natürlich schon, wer davor stand, denn sie hatte die Schritte gehört, die sich dem Eingang ihres eigenen Zimmers genähert hatten. Jeder der Bewohner der Wayne Villa, hatte einen eigenen Rhythmus zu gehen und somit konnte sie jemanden erkennen, noch bevor er in Sichtreichweite war. „Komm… herein.“, sagte sie so deutlich sie konnte und Dick öffnete die Tür. Er machte sie zuerst nur ein Stückweit auf, so dass er etwa die Hälfte seines Körpers zeigte und fragte: „Hey Schwesterchen… stört es dich… wenn wir uns für einen Moment unterhalten?“ Sie schüttelte schnell den Kopf und deutete auf den Platz vor sich, der am Fußende ihres Bettes noch frei war. Er kam er herein, schloss die Tür hinter sich und setzte sich. Für einen Moment, sah er noch in Richtung Tür und drehte dann seinen Kopf in ihre Richtung, bevor er begann zu sprechen. „Ich hoffe deine kleine... Exkursion mit Tim, ist soweit glatt gegangen?“ Sie blinzelte einmal und nickte dann ein weiteres Mal. Er zog seine Unterlippe, etwas zwischen seine Zähne, bevor er meinte: „Ich hoffe nur, dass du dich da nicht, auf ein abgekartetes Spiel einlässt.“ Sie legte ihren Kopf etwas schief und hob eine Augenbraue. Er sah für einen Atemzug, auf den Bettbezug, zwischen den Beiden und sah sie dann wieder an.
Er seufzte und kratzte sich am Hinterkopf. „Hör zu, ich... will einfach nicht, das du und dir Birds, wieder in so eine Geschichte hineingeraten, aus der ihr nicht alleine heraus kommt. Nimm es mir nicht übel aber… Barbara hätte echt ein besseres Auge auf euch haben sollen. Ich werde ihr das nicht an den Kopf werfen, ich weiß genau, dass sie sich selbst schon, genügend Vorwürfe macht, aber du bist meine Schwester und… ich will nicht, dass es dir am Ende so geht, wie Kate.“ Cassandras Gesichtsausdruck, wurde merklich weicher und sie lehnte sich nach vorne, um ihre Hand auf seine Schulter zu legen. Er lächelte vorsichtig und fragte: „Du kannst meine Sorge ja nachvollziehen, oder?“ Sie nickte und er seufzte erneut, bevor er erklärte: „Ich bin stolz darauf, was du schon mit den Birds erreicht hast und… Bruce ist das auch, aber ich will einfach, dass du in der Gegenwart dieser Elizabeth… sehr vorsichtig bist. Sie kann immerhin deine Gedanken lesen. Wir kennen sie nicht und sie mag vielleicht friedliche Absichten haben, aber das wissen wir nicht. Sei also bitte auf der Hut ok?“
Sie nickte und rückte ein Stück näher an ihn heran. Dick sah aus, als könnte er eine Umarmung gebrauchen und sie tat genau das. Zuerst überrumpelte es ihn etwas, aber er ließ es trotzdem geschehen und die beiden Geschwister, verblieben für einige Sekunden so, bis sie sich wieder voneinander lösten und Dick sie schief angrinste. „Tut mir echt Leid Kleine… im Augenblick, fühle ich mich einfach, als würde ich in ein Dutzend Richtungen gezogen werden. Die Titans und ihr Aufeinandertreffen, mit diesen unbekannten Typen, in dem Einkaufszentrum, dieser Kerl, den die Justice League aufgesammelt hat, der so stark ist, dass sie sich kaum trauen, in auf freien Fuß zu setzten, dieses ganze Ding, hinter dem die Birds her sind, dieser blonde Mistkerl, der schon viel zu viele Leute auf dem Gewissen hat, diese Elizabeth, die aus heiterem Himmel erscheint und dann ist da ja auch noch meine Beziehung mit Kori…“, berichtete er und Cassandra umarmte ihn erneut und sah ihn danach fast entschuldigend an. Sie hätte ihm gerne irgendeinen Rat gegeben, oder ihm aufmunternd zugesprochen, aber dafür fehlten ihr, im wahrsten Sinne, die Worte. Trotzdem wusste Dick, wie er ihre Geste und ihre Mimik zu deuten hatte und er zuckte mit den Schultern. „Mach dir mal keine Gedanken… wir kriegen das schon irgendwie hin. Immerhin sind wir die Wayne Familie. Und häng dich nicht zu sehr, an deinen Sprachfähigkeiten auf Cass… Gerade heue ohnehin eher jemanden, der mir einfach nur zuhört.“, ließ er sie wissen und die Zwei grinsten einander erneut an und umarmten sich noch einmal.
Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und ich danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.
HG Elixier