Kapitel
Kapitel
Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
28.
Flash traf wie so oft, als letzter am Ort des Verbrechens ein. Er sah sich für einen Moment um und realisierte, das er derartig viele Cops und Sicherheitskräfte, schon seit einer ganzen Weile, nicht mehr auf einem so kleinen Raum versammelt gesehen hatte. Cyborg stand keine zehn Meter neben ihm und drehte sich mit einem leicht genervten Ausdruck auf seinem Gesicht um. Bei Victor war das aus Barrys Sicht, nicht immer so leicht zu erkennen, aufgrund der Tatsache, dass die Hälfte seines Gesichts natürlich von seinen technologischen Modifikationen bedeckt war. „Wie schaffst du das eigentlich Flash?“, fragte er und Barry zuckte mit den Schultern, als wenn er nicht wüsste, auf was Cyborg hinaus wollte. „Ich weiß nicht, was du meinst?“, log er nicht besonders überzeugend und Victor verdrehte lediglich die Augen, bevor er sagte: „Eigentlich solltest du der Erste sein, der zur Stelle ist, wenn so etwas wie das hier passiert.“ Barry rieb sich etwas irritiert den Hinterkopf und wollte wissen: „Ja ähm… was ist denn eigentlich passiert?“ Batman tauchte, wie er es so häufig tat, praktisch aus dem Nichts neben Flash auf und sagt, mit einem kaum zu ignorierenden, übel gelaunten Unterton: „Die Vereinigten Staaten, haben gerade fast 5% ihrer Goldreserven verloren. Das ist passiert.“
Flash blinzelte einige Male, bevor er antwortete: „Ohhh… das ist eher… ungünstig… würde ich sagen? Sorry… mein Wissensstand in Sachen Edelmetalle ist ein bisschen…“ „Übersichtlich.“, warf Cyborg ein und Barry nickte so schnell, wie nur er es konnte, ohne sich dabei selbst ein Schleudertraume zu geben. „Ganz genau, also… ich gehe einfach mal davon aus dass, das eher… schlecht ist, richtig?“, wagte er zu sagen und Batman entspannte sich einen Hauch. „Das ist es. Es ist ein schwer zu kalkulierender Schlag, für die amerikanische Wirtschaft.“ Flash biss sich für eine Hand voll Sekunden auf die Unterlippe, bevor er meinte: „Naja aber… ich dachte eigentlich, dass wir uns schon vor Jahrzehnten von dem Goldstandard verabschiedet hätten… unter Nixon, wenn ich mich richtig erinnere.“ Batman nickte und drehte sich von Flash weg, um in Richtung des beschädigten Gebäudes zu schauen. „Richtig… allerdings ist der Wert er US Goldreserven, deshalb nicht weniger erheblich. Es ist auch nicht so sehr der Wert, des Goldes, sondern eher der Umstand, dass es entwendet wurde, der so schwer wiegt. Ein Land wie die Vereinigten Staaten, kann es sich nicht leisten, so ein Verbrechen passieren zu lassen. Es sei denn, es ist bereit als unsicher und gesetzlos dazustehen…“ Barry wollte eigentlich erwidern, dass genügend Leute in der Welt, so ohnehin schon über die USA dachten, aber er verkniff sich zur Abwechslung einmal seinen Kommentar.
Aquaman sprang aus der Kanalisation und nickte Flash zu, als er ihn entdeckte. „Es gefällt Batman auch nicht, dass dieses Verbrechen in gerade seiner Stadt passieren musste.“, klärte er Flash auf und dieser warf einen vorsichtigen Seitenblick in Richtung Bruce. Dessen Augen verengten sich ein bisschen, aber er zeigte keine andere Reaktion, in Anbetracht Aquamans Aussage. Flash hatte es von vorne herein, etwas merkwürdig gefunden, dass eine so große Menge an Gold, in einer Stadt wie Gotham aufbewahrt wurde, aber er würde einen Teufel tun, diesen Gedanken laut auszusprechen. Zu seinem Pech, sagte sein Gesichtsausdruck genug. „Ich habe damals dafür plädiert, dass Gotham als eine der Städte in Betracht gezogen wird, um eine solche Anlage zu beherbergen. Meine Intention war es gewesen, damit zu zeigen, das Gotham von den Vereinigten, nicht einfach ignoriert wird. Mit der Anlage, kamen immerhin auch Zuschläge für die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt und vielleicht am wichtigsten, zwei neue Rehabilitationszentren, die komplett aus der föderalen Kasse bezahlt wurden. Die Dinge haben sich in Gotham, in den letzten zwanzig Jahren, sichtlich verbessert. Vor allen Dingen, weil der Staat und die Stadt selbst, viel Geld in die Hand genommen hat, um präventive Programme zu fördern. Die Rate der Wiederholungstäter, ist um knapp über ein Drittel gesunken. Nun… weiß ich nicht, wie viele von diesen Investitionen, dauerhaft ein Teil des städtischen Budgets bleiben werden…“
Barry verzog das Gesicht und warf einen Blick in Richtung Stadtzentrum. Central City, war im Vergleich zu Gotham, schon immer ein wesentlich leichteres Pflaster gewesen und er bewunderte Bruce in gewisser Weise sogar dafür, dass er derartig viel Geduld aufbrachte, um eine Stadt geplagt wie Gotham, auch nur ein klein bisschen besser zu machen. Viele seiner Kollegen, hätten schon aufgegeben, lange bevor sie an den Punkt gekommen wären, an dem Batman sich nun befand. Aber vielleicht war dies, mehr als jede andere Qualität, das was er an Bruce am meisten bewunderte. Ohne irgendwelche Superkräfte, hatte Batman nur seinen Willen und seine Hoffnung, auch wenn sie mit einigen seiner hochkarätigen Gegenspieler, vielleicht fehl am Platz war. „Vielleicht würde es ja schon helfen, wenn wir diese ganze Situation, so schnell wie möglich klären.“, versuchte Barry, die Situation etwas zu entspannen und Cyborg schnitt eine Grimasse, bevor er antwortete: „Das wird nicht so einfach werden. Wir haben bisher nur wenige Spuren, die uns auch nur irgendwelche Hinweise geben könnten. Unseren ersten Hinweisen zufolge, wurde das Gold durch die Kanalisation entwendet. Alles was sich hier oben abgespielt hat… war offenbar nur ein Versuch für Ablenkung zu sorgen. Wir hatten gehofft, dass Aquaman vielleicht mit dem Tieren kommunizieren könnte, die sich im Abwasser aufhalten, aber…“, erklärte Cyborg und ließ den Satz unbeendet, so dass Arthur selbst, die Problematik erklären konnte. „Das Wasser der Stadt ist derartig verseucht, dass keine Lebewesen es bevölkern, die dazu in der Lage wären uns in dieser Hinsicht zu unterstützen. Keines von ihnen, würde auch nur dazu in der Lage sein uns eine Richtung zu geben, geschweige denn, so etwas wie eine Beschreibung ihres Aussehens.“
Flash ließ seinen Blick wieder zu Batman wandern und fragte: „Sieht so aus, als ob wir es nicht mit Anfängern zu tun haben… Hast du vielleicht noch etwas parat Batman?“ Der Angesprochene drehte sich zu seinen Kollegen um und nickte. „Das habe ich… aber… es wäre besser, wenn wir den Rest der Ordnungskräfte, davon nichts wissen lassen.“, verriet er, sprang in die Lüfte und machte sich auf den Weg, in Richtung des Hauptquartiers der Justice League. Die anderen Drei, sahen einander nur etwas verwundert an, zuckten dann aber beinahe gleichzeitig mit den Schultern und folgten ihm. Diesmal würde Barry nicht als Letzter ankommen.
XX
Dinah gab sich Mühe ihren Kiefer etwas zu lockern. Sie hatte sich die Bilder angesehen, die die Polizei, von den getöteten Arbeitern gemacht hatten, die von dem unbekannten Angreifer umgebracht worden waren. Es brachte sie zur Weißglut, dass sie schon dutzende Kommentare in den sozialen Medien gelesen hatte, die alle dem gleichen Muster folgten. „Wenn unsere Behörden sich nicht um diesen Abfall kümmern, nehmen es eben andere Leute in die Hand.“, hatte jemand geschrieben. „Ekelhaft.“, flüsterte sie und sie hätte fast ausgespuckt. „Stimmt etwas nicht Liebling.“, fragte Oliver und sie gab ein gedämpftes Seufzen von sich. Nachdem Batman und die Mehrheit der anderen League Mitglieder, sich um den Angriff auf die Goldreserven hatten kümmern wollen, war es an Dinah und die zweite Reihe der Justice League gefallen, sich mit dem mörderischen Verhalten, dieses Typen auseinanderzusetzen, von denen bisher immer noch niemand wusste, wer er war, woher er kam und was er überhaupt vor hatte. „Ach dieses ganze Gerede online… die meisten Leute, haben ja Mitleid mit den Einwanderern, aber dann… gibt es genügend andere Personen, bei denen sich das Mitleid eher in Grenzen hält.“ Sie zeigte ihm den Eintrag, den sie gerade eben gelesen hatte und er zeigte ein falsches Grinsen und meinte: „Biomüll, der Beine bekommen hat, dabei kann man es wohl belassen. Aber darüber solltest du dich doch nicht aufregen Dinah. Solche Leute hat es immer gegeben und wird es auch immer geben.“ Black Canary streckte sich und ein Knacken war zu hören, bevor sie antwortete: „Ja… es wäre mir nur lieber, wenn es von der Sorte, einige weniger hätten… unser Sohn wächst immerhin in diesem Land auf.“
Green Arrow nickte, ohne etwas zu sagen und legte eine Hand auf ihre Schulter. Er hatte schon immer ein Interesse daran gehabt, die Zukunft für diejenigen besser zu machen, die noch lange nach seinem Ableben, die Erde ihr Zuhause nennen würden. Mit der Geburt seines Sohnes, hatte sich der Drang dies zu verwirklichen, noch deutlich verstärkt. Hawkgirl drehte den Griff ihres Morgensterns, in ihrer Hand und fragte: „Seit seinem letzten Angriff, sollten wir doch zumindest eine gewisse Ahnung haben, was sein Plan ist?“ Red Tornado sah sie an und erklärte: „Wir haben bisher zu wenig Spuren von ihm gefunden, um uns ein Bild davon zu machen, was sein nächster Schritt ist. Er scheint auch keine vorhersehbare Route zu haben, sondern bewegt sich eher erratisch. Wir wissen auch nicht, ob er irgendein Fahrzeug benutzt, oder ob er tatsächlich nur zu Fuß unterwegs ist. Bisher ist sein seinem letzten Angriff nur ein einzige Aufnahme von ihm aufgetaucht und das direkt auf der anderen Seite der Stadt. Dort hat ihn eine Sicherheitskamera erwischt, während er in der Nacht in einen 7-Eleven eingebrochen ist. Niemand war dort, als er eingedrungen ist, aber er hat einen Alarm ausgelöst und hat das Gebäude, drei Minuten später verlassen. Die Polizei war sieben Minuten später vor Ort und ist von ihm attackier worden. Er hat zwei der Polizisten getötet und die beiden anderen schwer verletzt. Die Ärzte sind der Meinung, dass sie durchkommen werden.“ Red Tornado gab etwas in den Computer ein, der im Zentrum des Raumes stand und auf den vier Bildschirmen, die darüber angebracht waren, spielte sich die Aufnahme der Sicherheitskamera ab, die am Äußeren des 7-Elevens angebracht war. Keiner der anwesenden Helden konnte ignorieren, das Omega Red, nicht mal ansatzweise von den Projektilen der Polizei verlangsamt, geschweige denn verletzt wurde. Er stemmte ohne große Mühe, einen der Polizeiwagen über seinen Kopf und warf ihn, mit ordentlichem Schwung, in den Anderen, sodass sie sich zu einem Haufen schrottreifem Metall verknäulten.
„An Kraft mangelt es ihm nicht.“, meinte Oliver nur, als die Aufnahme stoppte. „Vielleicht… Aber ganz offensichtlich an Anstand. Dem werden wir ihm schon beibringen, wenn wir ihn stellen.“, erwiderte Hawkgirl und Hawkman neben ihr, gab ein Schnauben von sich und sagte: „Erschlagen sollten wir dieses Monster. Anders hat er es nicht verdient.“ Vixen hob eine Augenbraue und bemerkte nur: „Dagegen hätte ich auch nicht viel einzuwenden, aber soweit ich mich erinnern kann, bringen wir zum einen, nicht willkürlich irgendwelche Leute um und zweitens wird uns das sicher nicht so leicht fallen, wie du dir das vielleicht vorstellst. Er hat ja nicht mal gezuckt, als er beschossen wurde.“ Hawkman sah sie eher abfällig an und sagte mit Wut in seiner Stimme: „Das mag sein, aber so einem Widerling, nimmt man am besten dauerhaft aus dem Verkehr, wenn man der Welt einen Gefallen tun möchte.“ Martian Manhunter, der bisher ohne etwas zu sagen, in der Ecke des Raumes gestanden hatte und die Augen geschlossen hatte, öffnete diese und näherte sich dem Tisch, an dem sie alle saßen. „Wer auch immer er ist und was auch immer seine Motive sein mögen, sollte für uns von geringem Interesse sein. Er tötet und verwüstet sein Umfeld, als müsste er sich vor Niemanden fürchten und könnte die gesamte Stadt, für sich beanspruchen. Wenn wir ihn eines Besseren belehren und ihn dauerhaft in Gewahrsam nehmen können, dann haben wir der Gesellschaft bereits den größten Gefallen getan, den wir mit unserem Code vereinbaren können.“ Dinah atmete tief durch und nickte übereinstimmend. Auch wenn sie Hawkmans Denkweise nicht voll und ganz verurteilte, war es am Ende doch besser, die Behörden ihre Arbeit zu machen, wenn es darum ging, eine entsprechende Strafe für diejenigen zu finden, denen die Justice League das Handwerk legte.
Oliver verstärkte seinen Griff, auf ihrer Schulter ein wenig und sie legte ihre eigene Hand, auf seinen Handrücken. „Nimmst die Worte, direkt aus meinem Mund John. Wir packen das, auch ohne den Typen im wahrsten Sinne des Wortes, einen Kopf kürzer zu machen. Kann ich nachvollziehen, dass der ein oder andere so ein Ekelpaket gerne auf Dauer ausknipsen würde? Natürlich kann ich das… aber wenn das der Pfad ist, den wir einschlagen, wären wir nicht mehr die Justice League. Wir sorgen dafür, dass solche Mistkerle wie dieser hier, der Justiz zugeführt werden, wir sind nicht selbst die Justiz.“ Dinah konnte sich nicht daran hindern zu lächeln. Es war einer dieser Momente, in denen sie dankbar dafür war, dass Oliver der Vater ihres Sohnes war.
Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.