Kapitel
Kapitel
Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
29.
Dinah betrachtete das Lagerhaus aus relativ sicherere Entfernung, von einem Stapel Container aus und biss sich auf die Unterlippe. „Nun… ich kann keine Bewegung entdecken.“, sagte sie und schaute für einen Moment, in den Himmel. Es war zur Abwechslung mal, eine sehr klare Nacht in Gotham. Glücklicherweise zeigte sich der Mond nur zur Hälfte und es war um diese Stunde nahezu keine Seele, im Hafen unterwegs. Huntress und Batgirl, waren in einiger Entfernung, auf der anderen Seite des Lagerhauses positioniert. „Auch bei uns regt sich nichts… Ich zweifle deine Informationen nicht an Oracle, aber es sieht nicht so aus, als würden wir hier große Aktivität haben.“ Barbara war dank der guten Wetterverhältnisse so klar in ihren Ohren zu hören, als würde sie direkt neben ihnen sitzen. „Macht euch darüber mal keine Gedanken. Diese Inaktivität hat nicht viel zu sagen. Haltet besser die Augen offen, es würde mich nicht wundern, wenn Tetch uns hier eine Falle stellen möchte.“, warnte sie die Birds und Dinah musste ein kleines Lächeln verhindern. Im Grunde genommen, war das ein Grundbaustein ihrer Jobbeschreibung. Sie liefen in eine Falle, uns boxten sich aus ihr wieder heraus. Ihre neue Begleitung, hatte dazu ebenfalls etwas zu sagen.
„Dann wird es wohl Zeit, dass wir diese Falle auslösen. Umso länger wir hier warten, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass wir entdeckt werden.“, sagte Hawk ungeduldig. Dove schaltete sich sofort ein, um ihre aufbrausende Freundin zu besänftigen: „Wir sollten schon ein wenig darüber Bescheid wissen, was uns erwartet. Oracle hat uns bereits vorgewarnt und wir alle wissen, dass mit dem Mad Hatter nicht zu spaßen ist.“ Dinah nickte zustimmend und warf ihren beiden Begleiterinnen schnelle Blicke zu. „Ich werde Huntress und Batgirl einen kurzen Blick ins das Innere werfen lassen und dann werden wir gemeinsam, das vordere Tor stürmen. So können wir, wer auch immer darin auf uns warten, ein wenig ablenken.“ Dawn und Holly nickte. Hawk war offenbar sehr froh darüber, dass sie einfach so durch die Fronttür stoßen würden. Dove hingegen, hätte eine weniger offensichtliche Vorgehensweise bevorzugt. Batgirl und Huntress waren keine Minute später, auf dem Dach des großen Lagerhauses und spähten in das Innere. Das Dach des Gebäudes, war teilweise mit Glas verkleidet, um natürliches Licht ins Innere zu lassen. „Hm… ich kann von hier nicht viel erkennen… Es sieht fast so aus, als hätte man im Inneren eine zweite Struktur errichtet. So genau lässt sich das von außen nicht sagen.“, ließ Huntress die Anderen wissen.
„Nun gut, dann machen wir uns mal ans Werk.“, sagte Dinah zu Dove und Hawk und die Drei machen sich mit schnellen Schritten, auf den Weg zu dem großen Tor, das die Front des Lagerhauses dominierte. Man hätte problemlos fünf Batmobils nebeneinander durch es hindurch fahren können. In beide Hälften des Tores, waren jeweils zwei kleinere Türen eingelassen, durch die einzelne Personen treten konnten. „Dove.“, sagte Dawn und die Verwandlung fand ohne einen Moment der Verzögerung statt. „Offenbar sind wir auf dem richtigen Pflaster.“, bemerkte Black Canary und Hawk nickte, mit zusammengepressten Lippen. Dinah zögerte nicht länger und trat die, ohnehin schon etwas lädiert aussehende Tür aus den Angeln und sprang mit einer Vorwärtsrolle, in das Innere des Lagerhauses. Dove und Hawk waren direkt hinter ihr und für eine Hand voll Sekunden, war alles dunkel um sie herum, bis grelle Lichter angeschaltet wurden und die Drei ihre Augen für einen Moment schützen mussten. „Willkommen, willkommen, ihr unwillkommenen Schnüffler. Wirklich unfreundlich von euch, sich derartig in unser kleines Gemeinschaftsprojekt zu stürzen.“, sagte eine ihr bekannte Stimme und Dinah sah zwischen ihren Fingern, das Gesicht von March Harriet. Harriet Pratt, wie ihr ziviler Name lautete, hatte ihr vertrautes Hasenkostüm an und eine abgesägte Schrotflinte auf die Drei gerichtet. Hinter ihr standen Tweedledee und Tweedledum, mit reichlich säuerlichen Mienen. Auch die Beiden waren bewaffnet, mit einem Schnellfeuergewehr und sogar einem RPG, den einer der Zwei über die Schulter geschlungen hatte.
Dinah nahm sich einen tiefen Atemzug Zeit, ihre Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Anscheinend hatten sie es mit der Wonderland Gang zu tun. Hinter den Dreien, erhob sich eine Struktur, die wie eine überdimensionierte Version des Disney Castles aussah. Davor befand sich ein Wald, bestehend aus Pappbäumen und einem Springbrunnen, aus dem kein Wasser kam, der allerdings tatsächlich aus Stein gehauen schien. Fraglos das Werk von Jenna Duffy, besser bekannt als The Carpenter. Das grelle Licht, was sie geblendet hatte, waren die Straßenlaternen gewesen, die links und rechts vom Eingang des Castles, bis zu dem Tor führten. Dove neben ihr zuckte mit den Schultern und meinte: „Wenn ihr alle einen Pfad des Friedens, abseits des Verbrechens beschreiten würdet, müssten wir uns euch auch nicht entgegen stellen.“ Hawk hatte weniger diplomatische Worte, für die Gang übrig: „Ihr könnt eure dreckigen Finger, ja nicht aus den Machenschaften von Hatter heraus halten. Jetzt bekommt ihr die Konsequenzen dafür zu spüren.“ Einer der beiden Cousins hob seine Waffe und antwortete nur: „Das mit den Konsequenzen, überlassen wir euch.“ Er war kurz davor abzudrücken, als Black Canary reagierte.
In dieser Situation hätte es ihnen wenig genützt, nur eine einfache Wand aus Rauch zu erzeugen. Dinah war sich nur zu sehr bewusst, dass sie es sich nicht leisten konnten, von einer der Waffen der Drei getroffen zu werden. Vor allem die Cousins, waren schwer genug bewaffnet, um ihr wirklich gefährlich zu werden. Dove und Hawk konnten mir einstecken, als sie selbst, aber auch diese Beiden, wollten solch einen Treffer, wenn möglich vermeiden. Sie warf die drei kleinen Kugeln, genau zwischen ihre Drei Kontrahenten und keine drei Sekunden, nachdem sie hochgegangen waren, begannen sie bereits zu husten uns zu würgen. Dinah wusste, dass die Wirkung nicht besonders lange anhalten würde, denn es handelte sich um konzentriertes Tränengas, das relativ schnell verschwinden würde, aber es musste ausreichen. Black Canary nahm sich March Harriet vor, während Hawk und Dove sich an die Tweedle Cousins machten. Harriet zog aus ihrem Gürtel einen Degen, mit dem sie nach Dinah stach und für einen Augenblick, dachte Canary tatsächlich, das ihre Widersacherin etwas Neues dazu gelernt hatte. Es stellte sich allerdings schnell heraus, das Harriet diese Waffe eher als Zierde trug und Dinah schlug ihr auf das Handgelenk, so dass sie die Klinge fallen ließ. Dinah verpasste ihr einen Haken, mit ihrer anderen Hand und Harriet stolperte zurück. Black Canary wollte ihr noch einen weiteren Schlag verpassen, um sie derartig zu benebeln, das man sie hätte fesseln können, aber Harriet erholte sich schneller als erwartet und sprang zur Seite, traf Dinah mit ihrem Ellbogen in die Magengrube und zog einen Taser.
Sie schoss daneben und Black Canary erlaubte sich ein kühles Grinsen, als sie sah, wie Harriet sie mit geweiteten Augen anblickte, als sie ihr einen Kinnhaken verpasste. Die Frau kollabierte und Dinah legte ihr Handschellen an. Hawk hatte inzwischen einen der Cousins überwältigt. Mithilfe einer der falschen Bäume, hatte sie den Verbrecher grün und blau geschlagen und dem Zustand seines Gesichts nach zu urteilen, hatte sich dieser nicht nur die Nase gebrochen. Er lag stöhnend auf dem Boden und wusste, dass er sich damit einen Gefallen tat, sich nicht mehr zu rühren. Dove hingegen, hatte ihren Kontrahenten mit schnellen Bewegungen zur Strecke gebracht. Sie war zwischen seinen Beinen hindurchgerutscht, hatte Räder geschlagen und ihn dazu gebracht sich sehr schnell zu verausgaben. Dann hatte sie ihre eigenen Beine dazu genutzt, ihn bewusstlos zu würgen. „Das hätten wir.“, meinte Dinah und die Zwei sahen sie an und nickten. „Sicherlich sind das nicht die einzigen Gesichter gewesen, die sie sich hier verschanzt haben.“, warf Dove in den Raum und Hawk verschränkte ihre Arme: „Hmpf… sie werden alle dasselbe Schicksal erleiden, wie diese drei Nichtsnutze.“ Black Canary lächelte. Trotzt ihrer Uneinigkeit, waren die Zwei doch eine große Hilfe und sie war dankbar dafür, das Oracle die Beiden so schnell kontaktiert hatte und sie sich praktisch sofort bereit erklärt hatten, ihnen zur Seite zu stehen. Dinah vernahm die Stimme, ihrer Freundin in ihrem Ohr: „Batgirl und Huntress sind ebenfalls in einen Kampf verwickelt, vielleicht solltet ihr sie unterstützen.“ Sie signalisierte Hawk und Dove, dass sie wohl noch Arbeit vor sich hatten und begaben sich in den Rückraum des Schlosses, das in das Lagerhaus hinein gebaut worden war. In dem Innenhof, den sie zuerst durchquerten, standen sie vor einem ersten Hindernis.
Der hintere Teil des Schlosses, war mit einer Zugbrücke versehen und damit vom vorderen Abschnitt der Lagerhalle abgetrennt. Eine Art Burgraben, befand sich davor und dieser war mit Reiszwecken, Nägeln und anderen, scharfen Unannehmlichkeiten gefüllt. Die Brücke war hoch gezogen und Dinah schätzte die Distanz, zwischen dem Rand der und dem Eingang zur Burg ab. „Tja… wir könnten springen… aber durch diese Tür zu kommen...“, sprach sie fast leise zu sich selbst. „Kannst du nicht dafür deine Stimme benutzen, Black Canary?“, fragte Hawk und Dinah schüttelte den Kopf und erklärte: „Bei der Menge an Schallwellen, die sich dafür nutzen müsste, würde ich Gefahr laufen, die gesamte Halle zum Einsturz zu bringen.“ Dove lächelte die Beiden an und hob einen Finger. „Ich habe eine Idee.“, sagte sie nur und lief zurück, zu den bereits außer Gefecht gesetzten Schurken. Sie brachte die RPG mit sich, die einer der Tweedle Cousins getragen hatte. Dove bemerkte: „Die sind ja nicht dazu gekommen, es zu benutzen. Setzen wir es doch für eine gute Sache ein.“ Dinah lächelte und nickte: „Damit könnte es wirklich klappen.“ Hawk hob nur eine Augenbraue und behielt ihre Arme verschränkt, als ihre Freundin den Abzug drückte und das Geschoss das Tor ins Altmetall verwandelte. „Sehr gut. Jetzt steht uns nichts mehr im Weg.“, sagte Dinah und sprang als Erste hinüber. Ihre zwei Begleiterinnen, waren direkt hinter ihr und sie liefen in das obere Geschoss des Schlosses. Dort, in dem was wohl als der Thronraum fungierte, fanden sie Huntress und Batgirl, die dabei waren, sich gegen The Lion, The Walrus und The Unicorn zu verteidigen. Obwohl das Wort verteidigen vielleicht etwas übertrieben war. The Lion und The Unicorn, standen bereits auf ziemlich wackligen Beinen und The Walrus atmete derartig schwer, dass es ein Wunder war, das er noch auf seinen Beinen stand.
Letzterer gab ein Seufzen von sich, als er die drei Neuankömmlinge erblickte und hob seine Hände. „Das Spiel ist aus Jungs, tun wir uns den Gefallen.“, schnaufte er und The Lion biss die Zähne zusammen und seufzte: „Ist wohl besser so.“ The Unicorn sagte nur: „So viel zu unserer Chefetage…“ Dinah war erfreut, dass die Männer einsahen, dass sie gegen die geballte Macht, der fünf Heldinnen keine Chance hatten. Sie wünschte sich diese Einsicht von so manchem Gegner, dem sie sich gegenüber sah. Nachdem die Drei ebenfalls gefesselt worden waren, hatte Dinah seit langem mal wieder das Gefühl, fraglosen Erfolg gehabt zu haben. Sicherlich, der Schlag gegen die Falcone Familie, war auch eine Art Sieg gewesen, aber in Anbetracht von Batwomans Zustand, hatte er doch reichlich säuerlich geschmeckt. Sie konnte von draußen den Start eine Kleintransporters vernehmen und Huntress fragte: „Soll ich den aufhalten?“ Black Canary machte eine wegwerfende Handbewegung und erwiderte: „Jenna Duffy ist keine große Gefahr für uns. So lange sie an den Verstecken der Schurken herumbastelt, wissen wir wenigstens, was uns erwartet. Batgirl näherte sich ihr und zeigte in Richtung Boden. „Meinst du, es gibt noch so eine Art Keller?“ Batgirl nickte eifrig und Dinah sah Huntress an. „Sie ist schon dort unten gewesen… offenbar hat sie etwas gefunden, dass wir nicht ignorieren sollten.“ Cass schüttelte den Kopf und zeigte den anderen Birds den Weg. Der Keller war nur spärlich beleuchtet und sein Aussehen, erinnerte eher an ein mittelalterliches Verlies. Als sie in das Innere traten, knirschte Dinah mit den Zähnen und Huntress seufzte: „Das hätten wir erwarten sollen.“
Drei Dutzend Männer hingen gefesselt an den Wänden, alle mit einer Nadel im Körper und einem Beutel direkt neben ihnen, der sich langsam mit Blut füllte. Sie alle waren mehr oder weniger bewusstlos und ihr Köpfe hingen schlapp herunter. „Was für ein furchtbarer Anblick. Kennt ihr diese Männer?“, fragte Dove und Huntress schüttelte den Kopf: „Nicht direkt aber… wir haben eine Vermutung, um wen es sich dabei handeln könnte… Sicherlich noch mehr von den Verbrechern, die die Falcones nicht mehr in ihrem Weg haben wollten.“ Hawk streckte ihre Finger und ballte sie zu Fäusten. „Irgendeine Idee, was sie mit all dem Blut machen wollen?“, fragte sie und Dinah schüttelte langsam den Kopf. „Einen Teil davon haben sie verkauft, um einen Profit, aus allem dem zu schlagen. Aber die Mehrheit haben sie… für irgendetwas Anderes verwendet und ich habe keine Ahnung, wofür.“, gab sie zu. „Vielleicht sollten wir noch bei dieser Briefkastenfirma vorbeischauen. Eventuell steckt hinter dieser ganzen Sache doch mehr, als wir zuerst vermutet haben.“, schlug Oracle vor und die Fünf waren einverstanden. Sie verließen den Hafen und konnten bereits die Polizeisirenen vernehmen, die sich dem Gelände näherten und die Verbrecher in Gewahrsam nehmen würden, die sie dingfest gemacht hatten.
Ich hoffe dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.
HG Elixier