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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen, zum nächsten Kapitel, meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

34.

Obwohl der Wetterbericht etwas Anderes vorhergesagt hatte, gab es an diesem Abend nur ein paar Wolken am Himmel, aber keinen Regen. Der Wind pfiff etwas, durch den mehr oder weniger verlassenen Stadtteil, aber Dinah hatte schon unter deutlich beschisseneren Umständen gearbeitet. Sie war mit ihrem Team einigen Kameraaufnahmen gefolgt, auf denen der Verbrecher zu sehen gewesen war, der in letzter Zeit so viel Tod mit sich gebracht hatte. Dieser Teil der Stadt, mochte kaum bewohnt sein, aber das bedeutete noch lange nicht, dass man ihn unbewacht ließ. Er bestand zum größten Teil aus einer Reihe von mehrstöckigen Sozialbauten, die niemals fertiggestellt wurden, da die Stadt in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und nach der Finanzkrise, hatte sie kein privater Investor finden lassen, der ein so großes Risiko eingehen wollte. Mittlerweile waren die Gebäude, in einem baufälligen Zustand, sie allerdings abzureißen, hätte ebenfalls eine enorme Menge an Geld gekostet und somit standen sie nun schon, als leere Skelette dessen, was man sich von ihnen erhofft hatte herum, während Witterung und Zeit sie langsam zerfallen ließen. Normalerweise waren es nur die Hoffnungslosen der Gesellschaft, oder Kleinkriminelle, die sich an diesem Ort versteckten, aber sie hatten guten Grund hier nach diesem Mann zu suchen. Die letzte Aufnahme, war noch keine sechs Stunden alt.

„Vixen, was hältst du davon, wenn du mal einen genaueren Blick, auf die ganze Sache wirfst. Du solltest dich dem Ganzen doch relativ ungesehen nähern können.“, schlug sie vor und die Angesprochene stimmte ihr zu. Black Canary vernahm das Flattern einer Taube im Hintergrund und musste etwas Schmunzeln. Sie hatte das Geräusch an diesem Abend schon fast ein dutzend Mal vernommen, diesmal diente es jedoch eher als Tarnung. Sie gab ihrer Kollegin eine Viertelstunde Zeit und fragte dann: „Na? Irgendetwas Spannendes entdeckt?“ Vixen seufzte und berichtete: „Nein… bisher nicht. Aber ihr könnt mich gerne beim Suchen unterstützen.“ Canary nickte und Oliver legte ihr eine Hand, auf ihre Schulter: „Schatz ich glaube, wir sollten wirklich zusammen hineingehen. Einen allein von uns zu schicken, ist etwas gefährlich.“ Dinah nickte langsam und biss sich auf die Zunge, bevor die den Befehl gab, die vier Gebäude zu durchsuchen, auf die sie den wahrscheinlichen Aufenthaltsort des Schurken beschränkt hatten. Tatsächlich waren die Gebäude, jedes von ihnen 15 Stockwerke hoch, an diesem Abend komplett leer, oder zumindest mehrheitlich. „Hm… hier ist nichts zu finden, glaube ich.“, meinte Green Arrow, als sie im Erdgeschoss des Gebäudes ankamen, dass sie durchsucht hatten. Dinah sah das letzte Gebäude an, dass sie zuletzt durchstöbern mussten und Hawkman und Hawkgirl signalisierten, dass sie das Ganze von oben in Angriff nehmen würden, während Dinah und Oliver, vom Boden aus kommen würden. Diesmal waren sie etwas vorsichtiger, immerhin war dies die letzte Versteckmöglichkeit. Wie sich herausstellte, hatten sie guten Grund dazu.

Auf der zehnten Etage, trat Green Arrow um die Ecke, um den Raum zu betreten, der sich neben dem Treppenhaus befand und er blieb angewurzelt stehen. Dinah begab sich sofort in eine kampfbereite Position und flüsterte: „Was ist?“ Oliver lockerte sich etwas und machte drei kleine Schritte nach vorne. Er sah sich erneut um und entspannte sich dann derartig, das Black Canary davon überzeugt war, dass keine Gefahr mehr drohte. Oliver biss die Zähne zusammen und seufzte: „Ich fürchte wir kommen zu spät.“ Dinah trat ebenfalls um die Ecke und sah sich den Ort des Verbrechens an. Sechs junge Männer, nicht älter als 25 Jahre, lagen auf dem Boden. Sie waren in die Farben und Klamotten gekleidet, die man mit einer lokalen Gang assoziierte, die in der Stadt und dem sie umgebenden Staat aktiv war. Sie alle waren tot und sahen genauso aus, wie die Leichen, denen der brutale Mistkerl den sie verfolgten, die Lebenskraft entzogen hatte. Dinah sah sich für einen Moment um. Die Männer hatten offenbar auf den Verbrecher geschossen, denn zwei von ihnen, hatten noch ihre Pistolen in der Hand, während zwei Andere sie hatten fallen lassen. Patronenhülsen lagen um sie herum verteilt und Oliver bückte sich, um einige Geschosse zu begutachten, die aufgrund ihrer Verformung, definitiv auf etwas Hartes getroffen waren. „Sie haben ihn auf jeden Fall erwischt… so sehr ihnen das auch geholfen haben mag. Wir haben ja schon von den Polizisten gehört, das reguläre Geschosse ihn praktisch kalt lassen.“ Dinah fluchte und ballte die Hände zu Fäusten. Die Körper waren noch warm, trotz des kalten Windes, und dementsprechend konnten sie diesen Typen nur um einige Stunden verpasst haben.

Als der Rest der Gruppe sich zusammen gefunden hatte, besprachen sie ihr Nächstes vorgehen. „Wir müssen auf jeden Fall die Polizei informieren. Offensichtlich, ist dieser Ort noch nicht als ein Tatort identifiziert worden.“, sagte Dinah und Vixen seufzte, als sie die jungen Gesichter, der Männer betrachtete. „Tatsächlich nur zur falschen Zeit, am falschen Ort… ich frage mich, was ihre Absichten hier waren?“ Red Tornado scannte die Umgebung und sagte: „Ich kann sehr feine Rückstände von Drogen, an den Fingern des ältesten Mann feststellen. Vermutlich hat hier eine Übergabe stattgefunden.“ Oliver sah sich um und nickte langsam: „Und vermutlich ist diese Übergabe auch ohne Schwierigkeiten von statten gegangen. Wahrscheinlich wollten diese Jungs hier, einfach nur ihren Erfolg feiern und… haben damit die Aufmerksamkeit von diesem Drecksschwein auf sich gezogen.“ Dinah nickte und gab ihm im Stillen Recht. Das klang zumindest nach der wahrscheinlichsten Theorie. Sie vernahm ein Klappern von der anderen Seite, der Etage und sprintete um die Ecke. Hawkgirl und Red Tornado waren direkt an ihrer Seite, während Green Arrow, Vixen und Hawkman, die bisher unentdeckte Person von der anderen Seite, in die Mangel nahmen. Nicht dass es nötig war. Es handelte sich um eine offensichtlich obdachlose, ältere Dame, die einen Einkaufswagen umherschob, aus dem zwei Katzen und ein kleiner Hund, vorsichtig herauslugten. Die Dame hob ihre Hände und jammerte: „Bitte tut mir und meinen Babys nichts, wir haben nichts getan.“

Die Helden begaben sich sofort in eine neutrale Position und Dinah hob ihre Hände um ihr zu zeigen, dass sie nicht bewaffnet waren. „Es ist alles in Ordnung Ma’am. Wir sind nur wegen dem… Verbrechen hier, was geschehen ist. Nicht wegen ihnen. Haben sie denn etwas davon mitbekommen.“ Die Frau sah merklich entspannter aus, aber der Schrecken war ihr immer noch anzusehen. „Nein ich… ich habe es nur gehört ich… hatte solche Angst, dass meine Kleinen einen Mucks von sich geben und uns verraten aber sie hatten offenbar genauso Angst wie ich…“ Dinah seufzte, diesmal aus Erleichterung und sie sagte: „Nun, wir werden unser Bestes geben, dieses Schwein zur Rechenschaft zu ziehen, aber… wir werden gleich die Polizei verständigen und die wird bestimmt mit ihnen sprechen wollen, halten sie sich dafür also bereit… und tun sie uns bitte den Gefallen und bleiben sie, in den belebten Teilen der Stadt, am besten in der Nähe, von größeren Menschenmengen. Ich weiß, dass das für sie nicht so angenehm ist, aber… im Moment ist es ihre beste Versicherung.“ Die Frau nickte und begann ihren Wagen, vorsichtig die Treppe nach unten zu bugsieren. Vixen bot ihr an, ihr dabei zu helfen und die Dame nahm dankbar an. Sie musste mindestens schon sechzig Jahre alt sein und Dinah konnte sich nicht vorstellen, dass es in diesem Alter leichter wurde, auf der Straße zu leben. Sie konnte die Sirenen bereits hören, die sich ihnen näherte und Oliver legte ihr erneut seine Hand, auf ihre Schulter. Sie war dankbar, für seine Anwesenheit. Diese Misserfolge, hätten in ihr ansonsten ein Gefühl der Einsamkeit erzeugt.

XX

Batgirl stand inmitten des Trainingsraums und duckte sich, als einer der mechanischen Angreifer nach ihr schwang. Sie trat ihm in die Rippen und er zuckte kurz zusammen, was sie nutze, um ihm einen Tritt unter das Kinn zu verpassen. Er taumelte zurück und sie wich ihrem nächsten Kontrahenten aus, der versuchte sie mit einem Messer zu erstechen. Er war ziemlich schnell, schon aufgrund der Tatsache, dass diese Roboter jede beliebige Geschwindigkeit nachahmen konnten, auch die eines normalen Menschen. Cass bevorzugte es jedoch, gegen Widersacher mit übermenschlicher Geschwindigkeit zu trainieren und so hatten ihre Angreifer nur knapp drei Viertel, der Reaktionszeit eines Menschen. Nicht nur weil sie damit ihre eigenen, nahezu übermenschlichen Fähigkeiten auf die Probe stellte, sondern weil sie dadurch auch besser trainieren konnte, ihre Kräfte einzuteilen. Kämpfte sie gegen jemanden, mit größerer Geschwindigkeit, musste sie sich mehr anstrengen und versuchen ihren Feind, in kürzester Zeit zu überwältigen. War ihr Feind ihr unterlegen, konnte sie sich etwas zurücknehmen und ihre Kräfte sparen. Da die letzte Art von Gegner, zumeist nicht allein kam, war es wie der Unterschied, zwischen einem Sprint und einem Marathon. Sie mochte Beides, aber für die goldene Mitte zu trainieren, war tatsächlich die größte Herausforderung und damit, was sie am meisten brauchte. Die Stiche ihres Kontrahenten, zielten vor allem auf ihren Oberkörper und sie ließ sie sich nach hinten, auf ihre Hände fallen und machte eine Brücke. Der Roboter zielte direkt auf ihr Herz und als die Klinge nach unten fuhr, wich sie aus und fegte ihn von den Füßen. Sie sprang zurück, als der dritte Angreifer mit einem Yari nach ihr trachtete. Sie wusste es besser, als sich zu lange, am spitzen Ende der Stangenwaffe aufzuhalten und nutzte den Längenvorteil, den die Maschine für einen Moment hatte, gegen sie. Wenig mehr als einen Lidschlag später, stand sie direkt vor ihr, zwischen ihren Armen und brach ihr beide Ellbogen. Der Roboter ließ die Waffe fallen, Cass fing sie auf und trennte ihm ein Bein, kurz unterhalb des Knies ab.

Als Cass sich schon auf die nächste Welle vorbereitete, fuhren die Maschinen auf einmal herunter und sie runzelte die Stirn. Als sie sich umdrehte, erkannte sie Tim und dieser kam langsam auf sie zu. Sie konnte an seinem Gesicht erkennen, dass er etwas verstimmt war, aber das überraschte sie nicht. „Du trainierst schon seit fast drei Stunden Cass. Du musst mal eine Pause machen.“ Sie verdrehte die Augen und warf den Yari in Richtung der reglosen Maschinen. „Du bist erst vor kurzem verletzt worden, du weißt ganz genau, dass du dich jetzt noch nicht wieder so belasten kannst.“, setzte er hinten an und sie drehte sich zu ihm um und starrte ihn intensiv an. Tim gab ein leises Seufzen von sich und seine Stimme wurde sanfter. „Du weißt doch, dass ich es nur gut mir dir meine. Ich kann ja verstehen, dass dir im Moment nicht danach ist, einfach herum zu sitzen. Mir geht es genauso. Aber bevor wir nicht etwas genauere Informationen, über Dick und seinen Aufenthaltsort haben, naja… müssen wir uns eben in Geduld üben. Lass Bruce und Damian erstmal ihre Arbeit machen und dann kommen wir der ganzen Sache, vielleicht schon näher.“ Cassandra schnaubte und verschränkte ihre Arme. Sie senkte ihren Blick, auf den Boden, zwischen den Beiden und dachte nach.

Bruce und Damian waren aufgebrochen, um sich unter dem Abschaum, der normalerweise ähnliche Jobs anging wie Deadshot, umzuhören und mögliche Informationen, über seinen Aufenthaltsort zu bekommen. Wie lange sie damit zubringen würden, geschweige denn, ob sie damit Erfolg haben würden, stand natürlich noch in den Sternen. Sie hatte auch gehofft, dass Batman sie mitnehmen würde und nicht Damian, aber damit hatte sie sich abfinden können. Was ihr hingegen sauer aufgestoßen hatte, war die Tatsache, dass auch die Birds ihr weiteres Vorgehen, für einen Moment hatten ruhen lassen müssen. Dinah war zu einer Mission, mit der Justice League aufgebrochen und Oracle hatte es nicht zugelassen, das sie mit „nur“ vier Individuen, die Adresse der Scheinfirma hochnahm, in der sich wohl das letzte Versteck des Mad Hatters befand. Vor dem Hintergrund dessen, was beim letzten Mal passiert war, als sie mit zu wenigen Personen einen Verbrecher hatten hochnehmen wollen, konnte sie das durchaus verstehen. Barbs war schließlich genauso für die Birds verantwortlich, wie Batman es für seine Familie war. Das änderte natürlich nichts daran, dass Cass aufgrund der generellen Situation angespannt war und praktisch nicht darauf warten konnte, etwas zu unternehmen, um ihren Bruder aus den Fängen desjenigen zu befreien, der Lawton angeheuert hatte. Sie war sich nur zu bewusst, dass es den anderen Mitgliedern der Familie nicht anders ging. Tim hatte noch mehr Zeit als sonst, vor dem zentralen Computer der Bat Höhle verbracht, Damian hatte deutlich weniger schnippische Antworten parat und Bruce war so angepisst, wie sie ihn schon seit einer Weile nicht mehr erlebt hatte. Der Einzige, der dem Ganzen problemlos standzuhalten schien, war wie immer Alfred. Der Butler war seinen Aufgaben und Pflichten, genauso perfekt nachgekommen, wie man es von ihm im Grunde genommen immer gewohnt war.

Sie faltete ihre Hände und sah Tim entschuldigend an. Er lächelte sanft und machte eine wegwerfende Handbewegung. „Mach dir keine Sorgen Cass. Dein großer Bruder, lässt sich ja so schnell nicht den Wind aus den Segeln nehmen und so blöd es auch klingen mag, aber Bruce arbeitet nun Mal am härtesten, wenn es um einen von uns geht. Insofern wird es sicher nicht lange dauern, bis wir unsere ersten Anhaltspunkte haben. Geduld Schwester, Geduld.“ Cass nickte und biss sich auf die Lippe. Tim lächelte sanft und legte ihre eine Hand, auf ihre Schulter. „Ich kann deinen Frust verstehen. Aber du weißt doch wie es manchmal ist. Wir können leider nicht aus jedem Problem, die Scheiße heraus prügeln und es dadurch lösen… Dann hätten wir dank dir, ja auch nichts mehr zu tun.“ Cass grinste und Tim sagte: „So lange wird das Ganze mit der Justice League ja nicht dauern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr Morgen schon wieder zusammen, die Sache mit dem Hatter angehen könnt. Das mag vielleicht nicht deine höchste Priorität sein, aber wenn es schon nichts Anderes tut, dann lenkt es dich wenigstens ein bisschen ab.“ Cass verstand und gab Tim einen schnellen Kuss auf die Wange, bevor sie in Richtung Ausgang rannte. Tim seufzte erneut, als Cass außer Sicht- und Hörweite war. Manchmal fragte er sich, wie es eine Familie schaffte, gleichzeitig jemanden wie Jason und Cass als Mitglied zu haben. Dann erinnerte er sich wieder, welcher Familie er angehörte.

Ich hoffe, dass euch das neue Kapitel gefallen hat und ich danke euch allen, für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier