Kapitel
Kapitel
Herzlich willkommen, zum nächsten Kapitel, meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß, beim Lesen.
35.
Damian rümpfte die Nase, als die Fronttür der Bar öffnete. Der Geruch, der aus ihrem Inneren kam, war eine Mischung aus Zigaretten und Zigarrenqualm, Alkohol und einer unverkennbaren Note von Schweiß. Die Person die heraus kam, hob lediglich eine Augenbraue, als sie erkannte, wer vor der Tür wartete. „Na? Heute auf Alleinreise Kleiner?“, fragte der Typ und Damian sah ihn mit einem schiefen Grinsen an. „Was denkst du denn?“, fragte er und der Mann zuckte mit den Schultern, bevor er sein Handy aus seiner Tasche holte und eine Nummer wählte. „Interessiert doch eh niemanden, was ich denke…“, brummte er und beachtete Damian nicht weiter. „Du hast es erfasst.“, sagte dieser lediglich und ging an ihm vorbei, in das Innere der Bar. Wie er vermutet hatte, waren etwa zwei Dutzend Individuen anwesend. Männer standen neben dem Pool Tisch und an zwei Spielautomaten, an der Bar und an einzelnen und Gruppentischen. Eins hatten sie jedoch alle gemeinsam, realisierte Damian nach einem schnellen Blick, über die versammelten Personen. Sie alle hatten in der Vergangenheit, schon von Batman auf die Nase bekommen und ihm auf die ein oder andere Art und Weise, Probleme bereitet.
Knapp zwei Drittel von ihnen, waren nur, was innerhalb der Batmanfamilie als Gelegenheitskriminelle bekannt waren, sprich Personen, die neben ihrem eigentlichen Job als Zivilist, zusätzliches Geld durch illegale Aktivitäten verdienten. Meist einfach, in dem sie durch ihre bloße Präsenz, als Arbeitskraft dienten, aber auch indem sie zusätzliche Muskeln boten. Etwas das selten positiv für sie endete, wenn der Schurke für den sie arbeiteten, die unweigerlich als fleischliches Schild benutzte, um davon zu kommen, oder sich für irgendetwas mehr Zeit zu erkaufen. Diese Personen bekamen meist übersichtliche Gefängnisstrafen, wurden aber aufgrund der überfüllten Einrichtungen dieser Art, früher gehen gelassen, vor allem weil sie wussten, wie sie sich zu benehmen hatten, um wegen guter Führung bevorteilt zu werden. Das war auch für die Stadtführung, kein unbekanntes Problem, aber eins dem sie nur schwer Herr werden konnte. Die revolving Villian Problematik, wie sie meist bezeichnet wurde, sorgte dafür, dass knapp zwei Drittel der Kleinkriminellen der Stadt im Gefängnis saßen und ein Drittel draußen war. Sie tauschten regelmäßig die Plätze und die Stadt vertröstete die Bevölkerung damit, dass dadurch zumindest die Mehrheit der Verbrecher, ihrer Freiheit beraubt waren. Theoretisch hätte die Stadt, zumindest nach Batmans Berechnungen genügend Geld gehabt, um ein oder gar zwei neue Gefängnisse zu bauen, doch eben jenes Geld, endete jedes Jahr in den Taschen korrupter Offizieller.
Es waren allerdings auch einige durchaus namentlich bekannte Schurken in der Bar. Query und Echo, standen an einem kleinen Tisch und tranken nacheinander, aus ihren Getränken. Die Zwei arbeiteten normalerweise für den Riddler, hatten aber im Moment nichts Besseres zu tun, da sich ihr Boss hinter Gittern befand. Damian sah mit einem Schnauben weg, als sie Zwei ihn anzwinkerten. Electrocutioner stand an einem der Spielautomaten und bewegte sich, in diesem Moment nicht. Er benutzte die Spiegelung im Bildschirm der Maschine, um Damian im Auge zu behalten, während er ziellos im Menü herumklickte. Rag Doll saß, oder lag, das konnte man schwer sagen, in der Ecke eines Tisches und starrte ihn direkt an. Er machte eine Bewegung, bei der man hätte glauben können, dass er sich gleich das Rückgrat brechen würde und schon hatte Damian keine Lust mehr, in seine Richtung zu schauen. Er traf jedoch mit dem Blick eines anderes Individuums aufeinander, dass ihm deutete, sich in seine Richtung zu begeben. Anarky. Die Maske, hinter der sich das Gesicht des jungen Mannes befand, war zwar unbeweglich, doch Damian hatte das Gefühl, dass sich darunter ein Grinsen verbarg. Er näherte sich und fragte: „Kann es sein, dass du mir etwas zu sagen hast?“ Anarky nickte und legte den Kopf etwas schief. „Das habe ich. Sofern du Interesse hast.“ Damian sah sich für einen Atemzug um, um sicherzustellen, dass er nicht in einen Hinterhalt geraten war und setzte sich dann, dem Idealisten gegenüber.
Anarky nippte an dem Getränk, dass er vor sich stehen hatte und fragte: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass eines eurer Familienmitglieder, in den letzten paar Stunden, oder Tagen entführt wurde, oder?“ Damian presste die Lippen aufeinander und nickte langsam. Anarky warf selbst, für einige Sekunden einen Blick in die Gruppe, die sie umgab und schnaubte dann. „Woher weißt du das?“, fragte Damian ihn und Anarky rollte die Flasche vor sich, zwischen seinen Händen. „Weil ich der Person, die dieses Verbrechen begangen hat, dabei zugehört habe, wie sie über diesen… Auftrag gesprochen hat… Es war Deadshot, nicht wahr?“ Erneut nickte Damian und wartete, bis Anarky einen Schluck getrunken hatte. „Nun… vor fünf Tagen, ist er hier gewesen und hat praktisch genau auf dem Platz hinter mir darüber gesprochen, wie er diesen Job angenommen hat, vor dem alle anderen seiner Zunft, sich offenbar in die Hosen geschissen haben. Die Person mit der er gesprochen hat, hat dann gefragt, wer so einen Auftrag geben würde und er hat geantwortet.“ Damian ballte die Hände zu Fäusten und fragte: „Wer? Wer hat Lawton bezahlt?“ Anarky trank den letzten Tropfen aus seiner Flasche und sagte dann: „Strange… Hugo Strange hat ihn beauftragt.“ Damian musste sich anstrengen, seine Fäuste zu lockern. Ein Klumpen Eis, schien sich in seinem Bauch gebildet zu haben und plötzlich wünschte er sich, auch ein Getränk vor sich zu haben. „Bist du dir da sicher?“ Anarky nickte eifrig: „Hundert Prozentig. Ich habe ihn dabei beobachtet, wie er sich mit ihm unterhalten hat. Älterer Glatzkopf? Runde Brille? Manisches Grinsen?“
Damian nickte und unterdrückte ein Seufzen. Das klang leider sehr nach Strange. Er runzelte etwas die Stirn, als Anarky sich in seinem Sitz zurücklehnte und fragte: „Warum hilfst du uns?“ Anarky brummte und sah für einen Moment aus dem Fenster, bevor er entgegnete: „Weil die Welt nicht besser wird, wenn solche Typen wie dieser Strange, frei herum laufen und Lawton… ich und Lawton haben nichts miteinander gemein. Der Mann ist nur an der Menge des Geldes interessiert, die er verdienen kann. Alles andere, scheint ihm egal zu sein. Solche Leute, machen nur unseren Planeten kaputt. Somit tut ihr auch mir einen Gefallen, wenn ihr sie Beide zur Strecke bringt.“ Damian verstand und stand langsam auf. „Das werden wir versuchen… Danke.“, sagte er und verließ die Bar mit schnellen Schritten. Drei Straßen weiter, in einer Seitengasse, wartete das Batmobil auf ihn. Er stieg ein und sah Batman an. „Du hast alles mitbekommen, oder?“, fragte er und Batman startete lediglich den Motor. Nach knapp drei Kilometern sagte er entschieden: „Wir werden ihn schnell finden müssen.“ Für einen Moment, wusste Damian nicht, was schlimmer war. Die Tatsache, dass sie nur aufgrund der Hilfsbereitschaft eines Schurken auf die Spur des verrücken Doktors gekommen waren, oder der Umstand das Dick sich in den Händen von Strange befand.
XX
„Keine Sorge Supes, wir kriegen diesen Typen schon bald, da bin ich mir sehr sicher.“, sagte Plastic Man und Clark seufzte. Er hatte sich über das neue Verbrechen, dass dem noch immer unbekannten Schurken zugerechnet wurde, unterrichten lassen. Diesmal hatte es einige Jugendliche das Leben gekostet. „Sorry, ich wollte dich nicht verärgern…“, sagte Plastic Man schnell, aber Superman machte nur eine wegwerfende Handbewegung und sagte: „Ist schon gut Patrick… deshalb habe ich nicht geseufzt. Es ist nur… dieser Mann ist noch kaum einen Monat auf unserem Radar… und er hat schon so viele Menschen auf dem Gewissen, wie manch ein Schurke in einem Jahr umbringt.“ Fire und Ice sahen einander an und senkten dann, ihre Blicke. Shazam verzog sein Gesicht etwas, sagte dann aber: „Wenigstens müssen wir uns nicht zurück halten, wenn wir diesen Mistkerl in die Finger bekommen.“ Superman sah ihn für einen Augenblick an und musste sich selbst in seiner Wortwahl ordnen: „Ich würde dir da generell Recht geben, aber lass uns nicht vergessen, dass er immer stärker zu werden scheint. Sprich umso länger er da draußen unterwegs ist, umso größer wird die Zerstörung sein, die er anrichten kann, wenn wir ihn endlich stellen. Wer weiß, wie viele Zivilisten zwischen die Fronten geraten werden. Ich meine wir haben ja gesehen, dass er sich darum praktisch nicht schert.“ Orion gab ein Schnauben von sich: „Klingt für mich eher wie jemand, den wir dauerhaft zur Strecke bringen sollten.“
Clark sah für einen Moment an die Decke und dachte an die Worte, die Diana von sich gegeben hatte. Er runzelte die Stirn und antwortete: „Das kann ich dir kaum verübeln. Aber es wäre tatsächlich besser, wenn wir ihn zunächst gefangen nehmen. Er ist immerhin praktisch aus dem Nichts aufgetaucht. Wenn er einen Auftraggeber hat und das nicht alles nur, aus seiner eigenen Laune heraus tut, dann müssen wir herausfinden, wer dahinter steckt und was er damit zu bezwecken versucht.“ The Question schüttelte langsam den Kopf und meinte: „Dafür gibt es bisher keine Anhaltspunkte.“ Superman zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Das kann sich ja noch ändern.“ The Question verschränkte die Arme und antwortete: „Aber die Chance darauf, ist zumindest nach meinen Kalkulationen, im niedrigen, einstelligen Bereich. Nahezu alle Anzeichen, deuten darauf hin, dass dieser Mann alleine arbeitet. Wenn ich eine vorsichtige Vermutung äußern dürfte?“ Superman nickte und The Question verschränkte seine Hände ineinander. „Bisher sieht es so aus, als wenn dieser Mann auf der Suche nach etwas ist. In Anbetracht der Tatsache, dass sich in den letzten Wochen, mehrere neue Gesichter gezeigt haben, gehe ich davon aus, dass sich dieser Verbrecher in dieser Gegend, vielleicht sogar auf diesem Planeten, nicht auskennt und nach einem Versteck, oder Unterschlupf sucht, um seine nächsten Schritte zu planen. Gleichzeitig versucht er sich für eine potenzielle Konfrontation zu wappnen und nimmt deshalb Personen ins Visier, die sich ohnehin so weit weg wie möglich, von Gesetzeshütern aufhalten wollen.“
Superman nickte langsam und entgegnete: „Das klingt nach einer schlüssigen Theorie.“ Plastic Mann kratzte sich am Hinterkopf, was eine quietschendes Geräusch verursachte. „Nun ja… es würde die Dinge auch einfach für uns machen… immerhin müssen wir dann wirklich nur ihn aus dem Verkehr ziehen.“ Orion zeigte ein zufriedenes Grinsen und ließ seine Faust, in die andere, offene Hand krachen. „Na dann hoffe ich, dass wir ihn bald ausfindig machen.“ Superman sah für einen Lidschlag auf seine eigenen Hände, eine Bewegung die so schnell war, dass der Rest der Gruppe sie wahrscheinlich kaum wahrgenommen hatte. Manchmal war es frustrierend für ihn, dass er trotz all der Kraft die er besaß, darauf warten musste, dass sich seine Feinde in der Öffentlichkeit zeigten, bevor er sie stellen konnte. Shazam schien von seinem Gesicht ablesen zu können, was er dachte und sagte: „Mich ärgert das auch. Wenn es nach mir ginge, müsste ich nur mit den Finger schnipsen und diese Typen, würden direkt vor meine Nase teleportiert werden.“ Superman gab ein erheitertes Schnauben von sich und sagte dann: „Wäre es mal so einfach, hm?“ The Atom, der sich bisher, in der Unterhaltung zurückgehalten hatte, warf in die Runde: „Ich habe da womöglich eine Lösung.“ Alle sahen ihn interessiert an und Superman gab ihm mit einem Nicken zu verstehen, dass er fortfahren sollte.
Er bückte sich und hob einen metallischen Kasten vor sich, der genauso kompliziert aussah, wie die Mehrheit seiner Erfindungen. Er war in 20 Zentimeter im Durchmesser und hatte einen kleinen Bildschirm, auf der Seite die in die Richtung seines Herstellers gerichtet war. Drei kleine Rädchen, befanden sich unter dem Bildschirm und The Atom erklärte: „Nun es handelt sich bei diesem Mann, ganz offensichtlich um einen Cyborg, der mithilfe von Maschinen, deutlich stärker und widerstandsfähiger gemacht wurde, als ein regulärer Mensch es jemals sein könnte. Um diese Maschinen anzutreiben, bedarf es allerdings einer Energiequelle und die befindet sich offenbar in seinem Bauchraum. Dabei handelt es sich nach den Messungen, die an den Tatorten festgestellt wurden, um einen kleinen Reaktor.“ Orion sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an und fragte: „Und wie hilft uns das weiter?“ The Atom räusperte sich und aktivierte das Gerät, dass er vor sich abgestellt hatte. Es begann sehr leise zu summen und er fuhr fort: „Nun, es sieht sehr danach aus, als ob mit seiner zunehmenden Kraft, der Ausstoß des Reaktors ansteigt. Nicht bis zu einem Grad, der für ihn, oder gar die Personen um ihn herum schädlich wäre, aber der Anstieg ist doch messbar. Diese Maschine hier, ist darauf spezialisiert die Art von Strahlung wahrzunehmen, die von einem Reaktor, wie dem, den er benutzt, abgegeben wird und es kann auch messen, wenn sich diese Strahlung erhöht. Damit können wir ihn also verfolgen und wenn wir schnell genug sind, auch stellen.“
Superman lächelte ihn an und sagte: „Wirklich gute Arbeit Ray. Damit können wir zahlreiche Menschenleben retten, wenn wir uns beeilen.“ The Atom lächelte selbst, etwas verlegen und sagte darauf: „Naja… ist ja immerhin mein Job. Wir haben ihn ja auch noch nicht in unser Gewahrsam. Warte also, mit deinem Lob noch ein bisschen.“ Shazam grinste und sah in Richtung The Question und meinte: „Jetzt ist es aber nur noch eine Frage der Zeit.“ Man konnte, dank der merkmallosen Maske die The Question trug, nur selten erkenne, was für Emotionen in dem Mann vor sich gingen und trotzdem konnte Superman ein Lächeln, unter ihr ausmachen.
Ich hoffe, dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen, für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch, beim nächsten Mal wieder begrüßen.
HG Elixier