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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel, meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß, beim Lesen.

38.

Victor strich vorsichtig prüfend über den ersten Teil des Außengestells, dass er begonnen hatte zu bauen. Die Abstände mussten extrem präzise sein und mit den begrenzten Mitteln, die er zur Verfügung hatte, war es nicht immer garantiert, dass keine Ungenauigkeiten auftraten. Bisher war es noch nicht passiert und alles war innerhalb der nötigen Parameter, aber Victor ging immer auf Nummer sicher und war der Letzte, der sich auf Zufälle und Chancen verließ. Er rechnet sich auch nicht mehr, als einen einzigen Versuch aus, seinen Plan in die Wirklichkeit umzusetzen, bevor er unweigerlich entdeckt werden würde. Zwar hatte er theoretisch auch danach noch die Möglichkeit, eben jenen Plan zu verwirklichen, doch er würde dann deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen und das war etwas, dass Victor nur ungerne verschwendete. Er sah in Richtung der Werkbank, die er für seine Herstellung der Doombots nutzte und trat näher an sie heran. Das neueste Exemplar seiner Kreationen, war im Endstadium der Herstellung und musste von ihm nur noch wenige Teile eingesetzt bekommen, bevor er ihr vermeintliches Leben einhauchen würde.

„Ich gehe davon aus, dass dieses Individuum für eine besondere Mission hergestellt wurde?“, fragte Count Vertigo und Victor nickte langsam. „Damit liegt ihr richtig. Frauen stehen andere Türen offen, als Männern“, erwiderte er und begutachtete den Doombot für einen Augenblick im Detail. Die Frau die vor ihm lag, war knapp eine Hand voll Zentimeter größer, als die durchschnittliche, amerikanische Frau, hatte pechschwarzes Haar, sehr dunkle grüne Augen und ein markantes Gesicht, mit hohen Wangen, vollen Lippen und einem kleinen Muttermal neben dem Mund. Sie hatte eine schlanke, sportliche Figur und recht helle Haut. Auch wenn die Doombots alle ihre eigene, persönliche Aufgabe bekamen, war Victor darauf bedacht, mehrere Missionen für sie im Hinterkopf zu behalten. Es brachte immerhin auch Gefahren mit sich, wenn man zu viele, unbekannte Gesichter unter den Menschen herum laufen ließ. Vor allem in einem Zeitalter der Kameras, die jede Bewegung bis nahezu in die letzte Ecke verfolgen konnten, war es schwierig geworden, nicht die Aufmerksamkeit der Behörden zu erregen. Andererseits mussten diese Kameras auch entsprechend überwacht sein und er hatte das Gefühl, dass diese Stadt in dieser Hinsicht, etwas hinterher hinkte, was ihm natürlich gelegen kam.

„Wird sich das Erlangen der verbliebenden Mittel, genauso schwierig darstellen, wie bei dem Gold?“, wollte Vertigo wissen und Doom schüttelte langsam den Kopf. Für einen Moment dachte Vertigo, er würde keine Antwort erhalten, aber Victor entschloss sich dann, ihm doch einige Einzelheiten zu verraten. „Die Mehrheit der verbleibenden Materialien, wird deutlich einfacher zu bekommen sein. Ein oder Zwei, werden ähnliche Reaktionen, bei den höheren Institutionen auslösen, aber damit kommen wir klar. Vorerst werden wir das Augenmerk auf die Dinge richten, die einfacher zu erwerben sind“, erklärte er und sah dann auf den Goldvorrat den sie der Regierung abgenommen hatten. Er musste unwillkürlich lächeln, bei dem Gedanken, wie viele Möglichkeiten sich ihm mit dem Material öffneten. Nicht nur im finanziellen Bereich, sondern auch was seine magischen Vorhaben anbelangte, war Gold praktisch unverzichtbar. Es war unter den Metallen, nahezu das beste Leitmaterial für magische Energien und das machte auch die Herstellung der Doombots deutlich einfacher und das Endprodukt effizienter.

„Was auch immer es sein mag, wir werden es für euch bekommen“, versicherte Cheetah ihm und rieb sich, wie eine überdimensionierte Hauskatze, an seinem Oberschenkel. Victor atmete tief durch und strich sanft über die Haare. Seit der Operation, die Cheetah von ihrem Hunger befreit hatte, hatte sie eine mentale Veränderung durchmacht, die er nicht befürworten konnte. Zuerst hatte sich ihre neue Verhaltensweise in unendlicher Dankbarkeit ausgedrückt, was Victor zwar vorhergesehen hatte, ihm aber auch nicht unbedingt unangenehm gewesen war. Was er jedoch nicht vorhergesehen hatte, war das Cheetah begonnen hatte, ihn schon beinahe als unfehlbar zu betrachten und als jemanden, den es immer zu unterstützen galt, egal was aus seinem Mund kam. Victor hatte so eine Veränderung zwar für möglich gehalten, doch die Wahrscheinlichkeit für relativ gering gehalten, da Cheetah mit Männern vorher, nicht besonders viel hatte anfangen können, außer sie zu verspeisen. Zuerst hatte er versucht, ihr Verhalten zu ignorieren, aber das hatte sie nur noch verzweifelter erscheinen lassen und er wollte sie nicht in ein mentales Tief verfrachten. Letzten Endes ließ er sie bis zu einem gewissen Punkt gewähren und zeigte ihre klare Grenzen auf, wenn es nötig war.

„Barbara Ann… Es wäre angebracht, wenn du dich für den Augenblick von mir fernhältst. Ich muss gleich noch einige, sehr delikate Arbeiten an meinen mechanischen Untertanen durchführen.“, sagte er sanfter, als man es von ihm vermuten mochte. Sie nickte und sprang auf den großen Haufen Gold, von wo aus sie den Rest der Doom Division beobachtete. Shimmer und Mammoth spielten Karten, während Solomon Grundy Cartoons schaute und große Haufen Süßigkeiten, mit seinen schaufelgroßen Händen in seinen Mund warf. Livewire saß vor den Sicherheitskameras und lud sich nebenbei auf, indem sie ihre Hände auf die Konsole legte, was die Lichter ab und an zum Flackern brachte. Sie hob ihren Kopf, als sie Bewegung entdeckte und sagte: „Sieht aus, als ob einer deiner Roboter wieder zurück ist Chefmaske.“ Doom hatte es mittlerweile aufgegeben, sie an seinen richtigen Namen zu erinnern, aber er nahm die Information trotzdem zur Kenntnis. Vertigo begleitete ihn und sie begaben sich in die Garage, die er für den Transporter eingerichtet hatte, den sie entwendet hatten.

In der Garage, schaltete der Doombot den Motor der des Transporters aus. Victor nickte ihm zu und er stieg mit einem Lächeln aus. Dieses Exemplar trat für Victors Empfinden etwas zu fröhlich auf, aber die Persönlichkeit und der Charakter eines Doombots, waren nicht in Stein gemeißelt. So gesehen, konnte er die Schuld für diese Disposition auch nicht allein bei sich selbst suchen. „Habe es geschafft, genau wie ihr befohlen habt.“ Man konnte es natürlich nicht sehen, aber Victor hob lediglich eine Augenbraue, bevor er sich zur Ladefläche begab, um einen  genauen Blick auf das zu werfen, was ihm seine Kreation gebracht hatte. Er nickte zufrieden, als er die Plane auf dem Heck es Transporters entfernte. „Konifere?“, fragte Vertigo und der Doombot nickte. „New England Pine.“, bestätige er. Victor ließ seine Finger über die Jahresringe gleiten. Er hatte natürlich bisher, vor allen Dingen, mit Hölzern aus der alten Welt gearbeitet, aber mithilfe einiger Experimente, hatte er bereits passenden Ersatz gefunden. Er kam mit seinen Vorbereitungen gut voran.

XX

Nightwing verlangsamte das Motorrad, als das Hauptquartier der Titans in Sicht kam. Er konnte nicht anders, als ein wenig zu lächeln. Die Tatsache, dass der Anblick des Gebäudes bei ihm dieselben Gefühle auslöste, wie die die er empfand wenn er die Wayne Villa betrachtete, war für ihn nur eine weitere Bestätigung, dass die Titans für ihn wie eine zweite Familie waren. Was es für ihn umso schwerer gemacht hatte, sich nicht direkt bei ihnen zu melden, nachdem er befreit worden war. Damian war es, der ihn dazu bewegt hatte, sich live und im Fleisch zu zeigen. Sein jüngerer Bruder hatte sich bisher als eine gute, ergänzende Komponente innerhalb der Titans bewährt, aber es war Damian offenbar immer noch lieber, wenn Dick das Kommando inne hatte. „Dir vertrauen sie immer noch am meisten“, hatte er gesagt. Das überraschte Nightwing zwar nicht, aber er verstand was Damian ihm damit sagen wollte. So sehr sich Andere auch innerhalb der Führungsrolle der Titans bemühen würden, würden sie zweifelsohne mit ihm verglichen werden und allen voran seine Freundin, würde diejenige sein, die darunter am meisten zu leiden hatte. Er seufzte und parkte das Motorrad in der Tiefgarage.

Als er in den Aufzug stieg, erinnerte er sich für einen Moment an das Aufeinandertreffen, mit seiner Familie. Cassandra war kaum zu halten gewesen und hatte ihn im wahrsten Sinne des Wortes, nicht aus den Augen gelassen, bis sie an ihrem Familienanwesen angekommen waren. Es hatte Dick wehgetan zu sehen, wie große Sorgen er seiner kleinen Schwester mit seiner Unachtsamkeit gebracht hatte. Er hatte es immerhin zu verantworten gehabt, dass er überhaupt gefangen genommen worden war Natürlich war der Hinterhalt eine Überraschung gewesen, aber auch auf so etwas, hätte er eigentlich vorbereitet sein sollen. Wenig überraschend, hatte Cassandra davon nichts hören wollen und war einfach nur sehr froh gewesen, dass ihr großer Bruder praktisch unbeschadet wieder zurückgekehrt war. Trotzdem hatte sie einige, kleine Glücktränen wegwischen müssen und jede davon, hatte Dick wie eine lange Nadel in sein Herz gestochen. Sie mochte nur seine adoptierte Schwester sein, aber sie empfand für ihn genauso viel, wie eine leibliche Schwester es getan hätte. Er hatte ihr eine lange, sanfte Umarmung gegeben und sie hatte ihn fast nicht wieder loslassen wollen.

Tim und Damian waren natürlich zurückhaltender gewesen, aber es war auch ihnen anzusehen gewesen, dass sie über seine Rückkehr sehr glücklich waren. Die Zwei hatten die typischen, dummen Sprüche geklopft, die man sich unter Brüdern gegenseitig an den Kopf warf, wenn der Andere etwas vermasselt hatte, aber sie hätten, wären sie mit ihm auch nur zehn Sekunden allein gewesen, ihm wohl direkt ins Gesicht gesagt, wie froh sie darüber waren, dass er es ohne nennenswerte Blessuren wieder nach Hause geschafft hatte. Bruce hatte wenig überraschend einen etwas härteren Ton angeschlagen, was er ihm auch nicht vorwarf. Zwar war sein Vater ebenfalls froh, dass ihm nichts geschehen war, aber Batman hatte gerade eine ganze Menge um die Ohren und allen voran, erwartete er von Dick die Rolle einer Vorbildfunktion, immerhin war er sein älteste Adoptivkind. Er fühlte sich an eine der ersten Lektionen erinnert, die Bruce ihm kurz nach seinem Einleben, in seinem neuen Zuhause beigebracht hatte. „Ich verzeihe keine Fehler. Fehler können Leben kosten.“, hatte er gesagt. Dick atmete tief durch, bei dem Gedanken, dass dieser Fehler ihm sein Eigenes hätte kosten können.

Ihm sprang eine Lawine aus Personen entgegen, als er aus dem Aufzug trat und eine Welle der Erleichterung erfasste ihn. Mindestens sieben Individuen, sprachen alle durcheinander und er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Am typischen Durcheinander unter den Titans, hatte sich nichts geändert, nicht das er es jemals anders gewollt hätte. „Na sieht so aus, als hättet ihr den Tower in meiner Abwesenheit stehen lassen. Schön das man euch, auch mittlerweile mal alleine lassen kann.“ Starfire, die sich etwas zurückgehalten hatte, schmunzelte etwas und Beast Boy grinste nur und meinte: „Tja keiner von uns wollte los laufen und irgendwelchen Verbrechern in die Eier treten, bevor wir nicht wussten, dass du in Ordnung bist.“ Wally nickte und biss sich auf die Zunge bevor er sagte: „Wir wussten zwar, dass du da wieder raus kommst, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen.“ Roy sagte lediglich: „Es ist auf jeden Fall gut, dich wieder hier zu haben.“ Jaime nickte und fügte hinzu: „War schon irgendwie beängstigend. Vor allem Starfire, hat sich einen ganz schönen Kopf gemacht.“ Dick sah auf und Raven bestätigte wie der Hauch eines Windes: „Sie hat sich die ganze Zeit versucht abzulenken, aber in Wirklichkeit war sie extrem besorgt.“

Dick nickte und Aqualad meinte: „Die Nasty Boys sind natürlich noch immer auf freiem Fuß. Sie haben sich bisher enorm bedeckt gehalten, aber wir haben bereits ein oder zwei Hinweise, in welcher Gegend sie unterwegs sind.“ Roy brummte: „Ja, diese Typen wissen wie man den Kopf unten hält.“ Wally zuckte mit den Schultern und sagte: „So können sie nicht ewig weiter machen. Außerdem habe ich das Gefühl, das diese Typen nicht die schlausten Gegner sind, die wir jemals gehabt haben. Irgendwann machen sie einen Fehler.“ Nightwing klopfte ihm auf die Schulter und versicherte ihm: „Die kriegen wir sicherlich, bevor sie zu viel Schaden anrichten können. Lasst sie uns aber nicht unterschätzen, wir haben das immerhin schon einmal getan und das Resultat, nun damit kennt ihr euch besser aus, als ich.“ Beast Boy kratzte sich am Hinterkopf, bevor er sagte: „Tja… ist ungefähr so gelaufen, wie dein letzter Ausflug.“ Dick grinste und gab ihnen noch die ein oder andere Versicherung, dass es ihm tatsächlich gut ging und dass ihm praktisch nichts passiert war. Dann widmete er sich Starfire.

Kori hatte sich in einer Hand voll Meter Abstand aufgehalten und geduldig gewartet, bis die Titans sich wieder zerstreut hatten. Sie flog im wahrsten Sinne des Wortes in Dicks Arme und küsste ihn lang und innig. Er war davon nicht überrascht, aber er wollte sie ein wenig zügeln. „Oh Dick, ist wirklich alles ok bei dir? Hat dieser Mistkerl dir auch wirklich nichts getan?“, fragte sie und er nickte langsam. „Du musst dir keine Sorgen machen, mit mir ist alles Bestens. Er hat mir nur ein bisschen Blut abgenommen, das ist alles. Deshalb habe ich mich auch noch etwas benommen gefühlt, als die Birds mich gerettet haben, aber jetzt ist wieder alles in Ordnung“, versicherte er ihr. „Es tut mir so leid Dick, wir… wir wären dir gerne zu Hilfe gekommen, aber ich wollte mein Auge nicht von den Nasty Boys nehmen und wir wussten gar nicht, wo wir hätten anfangen sollen. Damian hat gesagt, dass wir das deiner Familie überlassen sollen und…“ „Schhh Kori… Es ist völlig verständlich. Du musst dich nicht erklären. Du hast genauso gehandelt, wie ich es von dir gewollt hätte.“, versicherte Dick ihr und wischte eine ihrer Tränen, von ihrer Wange. Sie lächelte und vergrub ihr Gesicht auf seiner Brust. Nightwing lächelte und fuhr mit seiner Hand zärtlich über ihre Haare. Es war wirklich schön, wieder zu Hause zu sein.

Ich hoffe, dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen, für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch beim nächsten Mal, auch wieder begrüßen.

HG Elixier