LNCrawler

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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen, zum nächsten Kapitel meiner Geschichte. Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß, beim Lesen.

39.

Dinah atmete langsam ein und aus. Die kalte Luft an diesem Abend, die nach einem Gewitter eine gewisse Feuchtigkeit enthielt, war für sie in ihrem etwas knapperen Outfit zwar nicht die Angenehmste, aber sie hatte sich schon vor Jahren daran gewöhnt. Sie warf einen prüfenden Blick, auf das Gerät aus The Atoms Händen und realisierte, dass sie sich ihrem Ziel langsam näherten. „Hm, hier scheint die Strahlung stärker zu sein, als wir sie irgendwo sonst zuvor gemessen haben.“, meinte Green Arrow und Dinah gab ihrem Ehemann im Stillen Recht, bevor sie sagte: „Wir sind ihm definitiv auf der Spur.“ Oliver nickte und sein Gesicht verhärtete sich ein wenig. Sie konnte es ihm nicht verdenken. Jemanden wie diesen Omega Red zur Strecke zu bringen, brachte immer etwas Genugtuung mit sich. Sie schaute den Rest ihres Teams an und ließ sie wissen: „Wir nähern uns ihm. Sieht so aus, als wenn er nicht mehr weit von uns entfernt ist.“ Hawkman spuckte aus und Hawkgirl schwang ihren Morgenstern. Vixen zeigte ein schmales Lächeln und Red Tornado verschränkte lediglich die Arme. Green Arrow fragte: „Warten wir dann noch auf etwas Bestimmtes?“

Dinah schürzte ihre Lippen und dachte für einen Augenblick nach. Bevor sie sich mit der neuen Ausstattung auf die Suche gemacht hatte, war Batgirl mit ihr in Kontakt getreten und hatte sie eindringlich vor Omega Red gewarnt. Offenbar hatte die neue Bekanntschaft, die sie gemacht hatte, ebenfalls in der Vergangenheit mit diesem Typen zu tun gehabt und sie zu großer Vorsicht gemahnt. Black Canary hatte bisher noch kein Wort mit der jungen Frau gewechselt, aber sie hatte das Bauchgefühl, dass sie sich in einem Kampf sehr wohl selbst behaupten konnte und deshalb nahm sie die Warnung durchaus ernst. „Die Sorge die ich habe ist, warum sind die Werte auf einmal höher?“, fragte sie in die Runde und Red Tornado entgegnete: „Vermutlich weil die Spur noch nicht so alt ist. Dementsprechend ist die Strahlung noch relativ präsent.“ Dinah biss sich auf die Lippe und erwiderte: „Das kann gut sein. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass er generell stärker ist, als wir bisher angenommen haben und er deshalb mehr Strahlung von sich gibt.“

Hawkgirl zuckte mit den Schultern und Hawkman fragte: „Hast du tatsächlich Angst, dass wir ihn nicht im Alleingang überwältigen können?“ Dinah stellte Augenkontakt mit Aquaman her. Selbst für seine Verhältnisse, war dieser in den vergangenen Tagen recht ruhig gewesen. Sie wusste nicht genau woran das lag, vermutete aber, dass es ein bisschen mit dem Armdrücken gegen Thor zu tun hatte. Dass er sich deshalb ihrem Team erneut angeschlossen hatte, war ihr eigentlich ganz Recht. Gegen diesen Mistkerl, würde sie jede zusätzliche Verstärkung willkommen heißen. Arthur rümpfte seine Nase und sagte dann: „Wir sind zu siebt und er ist allein. Er weiß außerdem vielleicht nicht, dass er verfolgt wird und wir sind bereits nah an ihm dran. Wir sollten uns ihm zumindest schon mal so sehr nähern, dass wir ihm im Ernstfall einen Riegel vorschieben können, sollte er sich wieder dazu entscheiden Unheil anzurichten. Sollten wir uns dazu entscheiden, tatsächlich Unterstützung zu brauchen, sollten wir uns mit dieser vereinen, bevor wir versuchen ihn gefangen zu nehmen.“ Dinah nickte langsam und war dankbar, das Arthur einen umsichtigen Ton anschlug. Sie wollte sich unter keinen Umständen, kopfüber in eine Konfrontation stürzen.

Sie nahm erneut das Gerät in Augenmerk in realisierte, das selbst während der vergleichsweise kurzen Unterhaltung, die Strahlung sichtbar abgenommen hatte. Sie war nur noch etwa bei drei Vierteln der ursprünglich gemessenen Werte. Sie hob eine Augenbraue und ließ den Rest der Gruppe wissen: „Wir sollten uns trotzdem etwas beeilen. Wir haben nicht viel davon, wenn es uns einfacher fällt, die Spur zu verfolgen, wenn diese so schnell verschwindet.“ Sie beeilte sich diese wieder aufzunehmen und ging voran. Bisher hatte Omega Red keine großen Anstrengungen unternommen, weiter in die Stadt einzudringen, sondern sich vor allen Dingen in den Außenbezirken aufgehalten. Das war auf eine gewisse Art und Weise gut, da dort die Bevölkerungsdichte deutlich geringer war, als in der Innenstadt, was auch die Zahl der Opfer bei einer Eskalation wahrscheinlich geringer ausfallen lassen würde. Andererseits sorgte das auch dafür, dass es Omega Red einfacher fiel sich zu verstecken, da sich deutlich weniger Augen in seiner Umgebung bewegten und ihn dementsprechend auch nicht entdecken konnten. Noch dazu waren die Bauten in den Außenbezirken nicht so gleichmäßig und regelkonform, was ihm viele Verstecke bot, die nicht einfach einzusehen waren, oder von denen viele schlichtweg gar nicht wussten, dass sie überhaupt existierten.

Obwohl das Gerät etwas hastig kreiert worden war, hatte Atom doch Wert darauf gelegt, dass es einfach zu bedienen und noch einfacher zu verstehen war. Inzwischen hatte Dinah schon ein ziemlich gutes Gespür dafür, wann sie sich in die richtige Richtung bewegten und wann nicht. Sie runzelte etwas die Stirn, als die Anzeige ihr mitteilte, dass sie ihrem Widersacher deutlich schneller auf die Spur kamen, als sie es zuerst für möglich gehalten hätte. „Ich glaube er ist stehen geblieben.“, warnte sie ihre Mitstreiter und sie hielten an. Vixen fragte: „Angehalten, oder… nur deutlich verlangsamt?“ Black Canary hatte darauf noch keine Antwort. Zwischendurch hatte Omega Red immer mal wieder einen Zwischenstopp gemacht, was auch sie inzwischen von der Idee überzeugte, dass er nach einem geeigneten Versteck suchte, aber wirklich stehen geblieben, war er im Grunde nie. „Wir sollten äußerst vorsichtig sein. Sollte er versuchen uns eine Falle zu stellen, dann werden wir ihm nicht den Gefallen tun und einfach hineinlaufen. Wir werden beweisen, dass wir den längeren Atem haben und in der Zwischenzeit Verstärkung herbeirufen, wenn er uns die Gelegenheit gibt. So lange er sich nicht bewegt, tut er uns praktisch einen Gefallen.“

Dinah hätte gelogen, wenn sie behautet hätte, dass sie nicht am liebsten selbst die Falle ausgelöst hätte. Nicht nur, weil sie eigentlich der Überzeugung war, dass sie durchaus gute Chancen hatte, mit der versammelten Truppe Omega Red festzusetzen, sondern weil sie einen Scheißkerl wie ihn, unter keinen Umständen frei herum laufen lassen wollte. Trotzdem mahnte sie sich zur Vorsicht. Sie wäre dumm gewesen, die Warnung von Batgirl nicht ernst zu nehmen, vor allem da Cassandra seit dem Ausfall von Batwoman sich noch mehr um das Wohlergehen der anderen  Birds zu sorgen schien. Dinah musste ein Lächeln unterdrücken. Omega Red mochte ein gefährlicher Mann sein, aber es würde ihm zum Verhängnis werden, dass er im Gegensatz zu Dinah keine Freunde hatte, auf die er sich verlassen konnte.

XX

Superman tippte so schnell auf seinem PC, dass er sich bremsen musste. Er wollte sich schließlich nicht selbst verraten, indem er schneller als menschenmöglich in die Tasten haute. „Brauchst du noch lange Clark?“, fragte Perry und schaute über die Abtrennung. Der Angesprochene schüttelte den Kopf und sagte nur: „Keine Sorge Chef. Die Deadline habe ich im Blick.“ Perry gab ein Brummen von sich und nahm seine Zigarre aus der Schachtel in seiner Hosentasche. Er besann sich darauf, wo er war und gab ein erneutes Brummen von sich, bevor er sagte: „Diese Sauerei, die dieser Mörder da draußen veranstaltet, wird uns noch eine Weile auf Trab halten.“ Clark sah ihn überrascht an und fragte: „Wie kommst du da drauf?“ Perry stütze sich mit seinen Unterarmen, auf der Abtrennung fest und steckte sich die Zigarre in seiner Hand hinter sein Ohr, bevor er erklärte: „Typen wie der, hören nicht einfach so auf. Denen muss man entweder den Gar ausmachen, oder einen Riegel vorschieben. Glaub mir Clark. Während meiner Zeit im Rathaus, hatten wir auch das ein oder andere Monster da draußen. Ich spreche leider aus Erfahrung.“

Kal-El lehnte sich etwas in seinem Sitz zurück und schaute für einige Sekunden an die Decke. „Denkst du denn wirklich, dass die Polizei ihn dingfest machen kann? Der Kerl schein ja mit allen Wassern gewaschen zu sein.“ Perry zuckte mit den Schultern und lehnte sich etwas näher an ihn heran, bevor er sagte: „Naja… ich hoffe es durchaus, aber… offenbar hatte die Polizei ja schon mal die Gelegenheit ihn zu stellen und das hat kein gutes Ende genommen. Ich persönlich hoffe nur, dass es sich dabei nicht um einen Einwanderer handelt.“ Clark hob eine Augenbraue und fragte: „Weshalb?“ Sein Chef gab ein gedämpftes Seufzen von sich und entgegnete: „Nun… wenn sich herausstellt, dass dieser Typ im Ausland geboren ist, dann gibt es wieder eine ordentliche Welle an Anti Immigranten Sentiment. Die sollten mal einen kleinen Spaziergang hier Durch machen. Die Hälfte der Belegschaft ist nicht in den Staaten geboren.“ Kal-El nickte mit einem leichten Lächeln. Er mochte es sehr beim Daily Planet zu arbeiten, nicht nur weil er die Arbeit selbst mochte, sondern auch weil eine ganze Menge Personen die hier arbeiteten, den Umstand mit ihm teilten, dass er nicht in den USA geboren worden war. Zwar vermuteten die meisten Menschen dies, wenn sie ihn zum ersten Mal trafen und das brachte natürlich Vorteile mit sich, deren Clark sich durchaus bewusst war, aber er fühlte sich trotzdem verpflichtet sie daran zu erinnern.

Lois erschien hinter Clark und fragte: „Na? Bald fertig?“ Clark nickte langsam und begann wieder zu tippen. Lois nickte und reichte Perry eine nicht gekennzeichnete Mappe. „Was ist das?“, fragte dieser und Lois erwiderte: „Mein nächstes Projekt.“ Er las knapp für zwei Minuten und senkte dann seine Augenbrauen, bevor er seinen Blick hob und fragte: „Obdachlosigkeit und die Demographie der Obdachlosenbevölkerung?“ Lois nickte und sagte: „Es ist offenbar an der Zeit, dass die Leute daran erinnert werden, an wem sie da vorbeigehen.“ Perry gab ein Seufzen von sich, bevor er sagte: „Lane… wer will denn so etwa lesen? Du weißt doch wie es abläuft. Die Leute die das lesen müssen, werden es sowieso nicht zu Gesicht bekommen.“ Lois stemmte die Hände in die Hüfte und sagte: „Wusstest du zum Beispiel, dass der Veteranenanteil unter ihnen zurückgegangen ist, während er Immigrantenanteil gestiegen ist?“ Clark konnte sich ein Grinsen nur mit Mühe verkneifen. Im Grunde war dies die Methode, mit der Lois ihrem Chef mitteilte, dass sie sich nicht umstimmen lassen würde.

Perry war dich dessen natürlich auch bewusst und gab ihr die Mappe zurück. Er konnte natürlich auch schlecht nach seinem Austausch mit Clark behaupten, dass ihn das Thema nicht auch interessierte. „Nun gut, unsere etablierten Leser, werden damit schon etwas anzufangen wissen. Aber sieh zu, dass du das schnell herausbringst. Ich habe noch das ein oder andere Projekt für dich, im Hinterkopf.“ Lois lächelte und setzte sich in ihr Abteil. „Mache ich Chef. Wird auch nicht lange dauern, versprochen.“, versicherte sie ihm und Perry nickte, gab ein letztes Brummen von sich und ging dann zurück in sein Büro. Nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, sagte Clark zu ihr: „Weißt du schon, was er als Nächstes für dich in Petto hat?“ Seine Freundin schüttelte den Kopf und schmunzelte etwas: „Nein, aber ich hoffe zumindest, dass es etwas ist, dass mich eine Weile beschäftigt hält. Umso weniger ich mir einen Kopf um die Gegenwart machen muss, umso besser.“ Clark lächelte schief und fragte: „Ist es so schlimm, mit mir zusammen zu sein?“ Lois verdrehte ihre Augen und erwiderte: „Das könnte von mir aus für immer so bleiben… aber du weiß wovon ich spreche. In den letzten Wochen, scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen.“

Clark wusste wovon sie sprach. Er hatte in den letzten zwei Monaten so viele Meetings im Hauptquartier der Justice League gehabt, wie in den sechs Monaten davor zusammen. Das hatte natürlich auch mit den Neuankömmlingen zu tun gehabt, aber Lois lag mit ihrer Beobachtung nicht verkehrt, dass das Verbrechen in den letzten Wochen zugenommen hatte. Superman hatte zwar selbst in Metropolis zurzeit nichts was ihn besonders beschäftigte, aber allein der Gold Raub in Gotham hatte nicht nur Batman ordentlich auf den Fuß getreten, sondern auch die Justice League im Allgemeinen wachgerüttelt. In dieser Hinsicht, war der einzige Lichtblick gewesen, dass es keine große Anzahl an Opfern gegeben hatte, aber dafür schien im Moment, dieser mordende Neuankömmling kompensieren zu wollen. Clark seufzte und speicherte die finale Version seines Artikels. Leider schlief das Verbrechen tatsächlich nie.

Ich hoffe, dass euch das neue Kapitel gefallen hat und danke euch allen, für eure Aufmerksamkeit. Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung, oder eure Verbesserungsvorschläge mitteilen würdet. Vielleicht darf ich euch ja auch beim nächsten Mal wieder begrüßen.

HG Elixier