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Years Of Trade — www.fanfiktion.de · All chapters

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Herzlich willkommen zum nächsten Kapitel meiner kleinen Story. Ich hoffe dass es euch gefällt und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

4.

Dinah war sich überhaupt nicht sicher was sie von ihrem neuen Besucher halten sollte. Sie hatte ihn natürlich vorschriftsmäßig in eine der Sicherheitszellen in dem provisorischen Hauptquartier der Justice League in New York verfrachtet. Glücklicherweise hatte der Mann der von sich behauptet ein Gott zu sein, das vollkommen nachvollziehen können. Er saß ihr nun gegenüber und lächelte sie vorsichtig an. Sie wusste das Batman genau das Gleiche getan hätte. Sie wäre im Moment zwar wesentlich lieber mit den Birds of Prey unter Barbaras Führung in den Straßen unterwegs um ein paar halbstarken Idioten den Hintern zu versohlen, aber das hier war im Moment gerade wichtiger und erforderte ihre Aufmerksamkeit. Sie vertrat Bruce in der League wenn dieser nicht selbst Zeit dafür hatte und gerade weil sie mit der Zeit so gute Freunde geworden waren, versuchte sie genauso zu handeln wie dieser es in genau derselben Situation auch getan hätte. „Also.. Thor… so wie ich das sehe, bist du im Moment auf dich allein gestellt. Du hast uns schon gesagt das du in New York keine Anzeichen von deinen Freunden hast entdecken können und die Tatsache das du Metropolis und Gotham City nicht kennst, erzählen uns wohl doch auch einiges über deinen Zustand oder?“ Der Mann vor ihr sah etwas geknickt auf den Tisch der zwischen den beiden stand. Er verschränkte seine Arme und erwiderte: „Das kann man wohl so sagen. Ich meine.. nach dem was ihr mir so erzählt habt, handelt es sich bei diesem Ort nicht einfach nur um ein Paralleluniversum. Es muss etwas Komplizierteres sein.“

Dinah war nicht in der Stimmung über solcherlei Dinge zu reden, sie war schließlich kein Experte auf dem Gebiet. Dafür gab es Spezialisten in der League. Ein Lichtblick hinsichtlich des selbsternannten Gottes gab es allerdings. Er schien in seiner eigenen Welt als ein Held durchzugehen. Was an sich ja schon mal beruhigend war. Zumal Thor zwei Zentimeter größer war als Superman und noch dazu Muskeln besaß, die einem ziemlich schnell klar werden ließen, das man es sich mit ihm besser nicht verscherzte. Gott allein wusste was er für einen Schaden mit diesem Hammer an seinem Gürtel verursachen konnte. Sie lächelte ihn ein bisschen aufmunternd an, denn sie wollte ihm ja durchaus helfen und nicht von vorne bis hinten den Tag vermiesen. „Aber wenn es sich bei dir tatsächlich um jemanden handelt, der sich dazu in der Pflicht sieht Schwächere zu schützen und Böses zu verhindern, dann sind wir bereit dir zu helfen Thor, mach dir mal keine Sorgen.“ Er sah auf und starrte sie ernst an. „Meine Kräfte erlauben es mir den meisten Übeltätern meiner Welt Einhalt zu gebieten. Und mach nicht den Fehler zu glauben das ich mich zurückhalten werde, wenn ich hier auf dieser Welt Unrecht und Schandtaten mit ansehen muss.“ Dinah grinste ihn schief an. Sie spürte ganz instinktiv dass ihr Gegenüber nicht dazu aufgelegt war Witze zu reißen. Und generell hatte sie damit ja auch kein Problem. „Ich würde dir aber nur raten diejenigen nicht zu hart ran zu nehmen wenn du ihnen eine Lektion erteilst. Sprich wir bringen nicht jemanden um, nur weil er gerade jemanden ausgeraubt hat.“, stellte sie klar und sah in eindringlich an.

Thor lächelte breit und antwortete: „Oh glaub mir, wir auf unserer Erde denken auch immer im… passenden Verhältnis zu dem, was er oder sie gerade gemacht hat. Und sein wir mal ehrlich, wenn wir ihnen das Leben nehmen würden, was wären wir dann für Helden? Keiner könnte sich uns mehr zum Vorbild nehmen. Nein. Wir sind keine Mörder. Wir wollten sie Welt zu einem besseren Ort machen. Aber deswegen jemanden umzubringen, das würde ich nicht tolerieren können. Höchstens in ganz extremen Ausnahmefällen.“ Dinah atmete auf und schmunzelte: „Klingt fast so, wie bei uns in der Justice League. Wenn du dich weiterhin so benimmst, dann stiehlst du noch jemandem die Show.“ Ihr gegenüber lachte ein polterndes Mal und grinste dann: „Naja so lange ich euch nicht die Show stehle.“ Dinah zog nur eine Augenbraue hoch und erwiderte: „Keine Bange, ich kann mich schon sehr gut selbst über Wasser halten. Mit einem Sohn und einem Ehemann vom Schlag Ollies lernt man schon sich zu behaupten.“ Thors Gesichtszüge entglitten ihm etwas: „Ihr… habt einen Sohn und seit verheiratet?“ Dinah lächelte und entgegnete: „Ja und das sogar recht glücklich stimmt´s Ollie?“ Sie starrte die schwarze Fläche des Fensters an, das den Raum von den Zuschauern trennte. Es knackte einmal und das Mikro erklang. „Ich dachte bei einem Verhör ginge es darum den Verhörten auszufragen und nicht die Lebensgeschichte der Verhörenden auszurollen Darling.“, hörte man Green Arrow mit etwas besorgtem Unterton.

Dinah wollte etwas antworten, aber Thor kam ihr zuvor. „Guter Herr glauben sie mir, wenn sie etwas haben das sie meinen vor mir geheim halten zu müssen, dann haben sie jedes Recht dazu. Bevor ich mich ihnen gegenüber bewiesen habe, werde ich keine Forderungen stellen. Und sicher auch nicht darauf pochen, mir jedes Detail aus ihrem Privatleben zu verraten, das geht mich immerhin nichts an.“ Das Mikro rauschte immer noch, aber Oliver wusste vermutlich nicht so ganz was er darauf antworten sollte. Die Tür zum Verhörraum öffnete sich und Red Tornado trat ein. Er starrte Thor für einen Moment an und sagte dann an Dinah gerichtet: „Das klingt vernünftig. Die Frage sie ich mir persönlich aber noch stelle ist, was für eine Gefahr unser Gefangener hier wirklich darstellt. Wenn ich das richtig sehe, haben wir ihm nicht einmal seine Waffe abgenommen. Dieser Hammer stellt mit Sicherheit sein effektivstes Zerstörungsmittel da. Insofern würde ich gerne einige Tests vollziehen. Immerhin können ihn wir nicht in einer gewöhnlichen Zelle unterbringen, wenn er dazu in  der Lage ist, die Mauer dieser Zelle einfach mit einem Schlag zu vernichten.“ Dinah wollte ihm zuerst wiedersprechen, aber sie besann sich dann auf seinen Vorschlag und nickte dann. „Wie stellst du dir das mit dem testen seiner Stärke vor?“ Red drehte sich von der Tür weg und hinter ihm stand Arthur, aka Aquaman. „Arthur ist das physikalisch gesehen stärkste Mitglied der League, das wir im Augenblick in unserer Reichweite haben. Ich denke ein einfacher Test in Form eines Armdrückens wird uns bereits einen passenden Eindruck von dem verschaffen, mit was wir zu rechnen haben, sollte sich Thor jemals dazu entschließen seine Kräfte gegen uns zu wenden.“

Dinah sah Arthur absichtlich etwas missmutig an. Sie hielt es für keine besonders kluge Idee jetzt den Kraftprotz heraus hängen zu lassen und irgendeine Show abzuliefern. Sie seufzte, stand auf und näherte sich dem Ausgang. „Keine Spielereien verstanden?“, raunte sie Arthur im Vorbeigehen zu und stellte sich zu den Anderen hinter das Glas. Vixen begrüßte sie mit einem Nicken und Ollie richtete seine Cap. „Na dann, schauen wir doch mal wie viel Mann tatsächlich in diesem Thor steckt. Wer ist für Aquaman?“ „Ich auf jeden Fall.“, meinte Barry und schaufelte sich eine weitere Hand voll Popcorn in den Mund. Er war vor knapp einer Stunde zum Außenposten in New York gekommen, quasi als Verstärkung. Er war zum Zeitpunkt Dinahs Hilferuf der einzige gewesen, der sich in der Hall of Justice aufgehalten hatte. Das war zwar nur die halbe Wahrheit, denn Barry war einfach zu faul gewesen, Hal Jordan und aka Green Lantern und Cyborg Bescheid zu geben. Und nachdem er gehört hatte, dass der unangekündigte Besuch keinen Wiederstand leistete, hatte er sich nur bestätigt gefühlt. Vixen mopste sich eine Hand voll für sich selbst. „Ich bin mit dem Neuankömmling. Dieser Thor hat was findest du nicht auch Dinah?“ Black Canary lächelte und entgegnete: „Naja er beweist wenigstens, das lange Haare nicht nur Frauen gut stehen oder?“ Vixen kicherte und Ollie verdrehte die Augen. „Ladys können wir uns auf das Geschehen konzentrieren und weniger auf die, die daran Teil haben?“ Dinah wollte ihm eigentlich eine schnippische Antwort geben, aber in diesem Moment legten Thor und Arthur auch schon los.

Im ersten Moment sah es nicht danach aus, das irgendeiner von den Beiden die Oberhand hätte gewinnen können. Nach knapp zehn Sekunden, hatten sich die Hände der beiden niemals mehr als nur ein oder zwei Millimeter bewegt. Arthur, zu Beginn noch ein wenig überheblich grinsend, fing nun an etwas Boden gut zu machen in der er mit einem kräftigen Schnauben ungefähr sechs Zentimeter für sich gewann. „Komm schon Arthur, häng dich rein verdammt noch mal.“, flüsterte Ollie und Dinah meinte: „Geschieht ihm ganz recht.“ Er wollte niemanden verletzten, aber Thor drückte nun seinerseits fester zu und erreichte wieder bekannte Anfangssituation. Zugegeben, Thor war überrascht gewesen von der Kraft die der Mann in dem merkwürdigen orangegelben Kostüm aufbrachte, aber es war dann doch nichts gewesen was er nicht hätte regeln können. Und es war ihm ein bisschen sauer aufgestoßen, dass er ihn so herablassend angelächelt hatte. Vielleicht hatte er sich innerlich über die Flügel an seinem Helm lustig gemacht. Das war schon öfter vorgekommen, nur empfand er es als eine Beleidigung derer die damals einen Helm geschmiedet hatten. Und sein Helm war ihm bisher genauso treu gewesen wie sein Hammer. Er drückte fester zu und Arthur keuchte unter dem neuen Druck. Natürlich war der König von Atlantis noch lange nicht bereit aufzugeben, aber er spürte schon, das er mit seinen Kräften allmählich an die Grenzen des für ihn machbaren gelangte. Er mobilisiert noch einmal alles was er hatte und mit einem aufeinanderbeißen seiner Zähne zwang er sich noch mal für einen Moment dazu Thor einige Zentimeter abzuringen. Das ließ sich der Gott des Donners aber nicht gefallen und mit dem Gedanken daran, das er hier und jetzt dazu die Gelegenheit hatte seinen Standpunkt klar zu machen und zu verteidigen, knallte er Aquamans Arm auf den Tisch. Das dünne Metall der Platte gab nach und es ergab sich ein Abdruck. Ollie seufzte auf und sah an die Decke, während Barry Aquaman nur enttäuscht ansah. „Kein Wunder das ich bei Wetten niemals gut davon komme.“, nuschelte er, während er sich mit seinem Popcorn verzog.

Dinah und Vixen hingen kicherten und lachte nur und Dinah fragte über das Mikrofon: „Alles in Ordnung Arthur?“ Dieser sah zerknirscht auf das Glas und er rieb sich an seinem Handgelenk. „Alles in bester Ordnung. Der König von Atlantis lässt sich nicht so einfach brechen.“ Er warf Thor einen etwas geschlagenen Blick zu und trat dann aus dem Verhörraum. Red Tornado hingegen nickte dem ihn Unbekannten zu und richtete sich dann an diejenigen, die immer noch hinter dem Glas versteckt waren. „Ich habe einige Tests laufen lassen, während dieser kleinen spielerischen Auseinandersetzung. So wie meine Sensoren das wahrgenommen haben, ist Thor dazu in der Lage jemanden wie Artur in wenigen Sekunden zu überwinden. Physikalisch gesehen, ist er vermutlich dazu in der Lage es mit jemandem noch viel stärkeren aufzunehmen. Sein wahres Potenzial werden wir natürlich erst dann feststellen können, wenn wir jemanden gefunden haben der ihm seinerseits überlegen ist.“ Thor lachte wieder schallend und knallte seine breite Pranke auf die Schulter des Roboters. „Ich liebe Herausforderungen.“, verlautete er deutlich und er legte beide Hände ineinander und drückte zu. „Wer will es als nächstes probieren?“

Dinah unterdrückte ein Lachen, als sie Ollies ausweichenden Blick sah. Vixen schüttete nur den Kopf und zuckte mit den Schultern, betrachtete ansonsten aber ganz angetan das Muskelspiel von Thors Armen. Dinah drückte ihre Ehemann eine kräftigen Kuss auf die Wange und wollte ihm ein wenig seiner Würde bewahren. Klar, ihr Mann bot sich allein schon aufgrund seines Kostüms für einen Witz nach dem anderen auf seine Kosten an, aber sie liebte ihn. Mehr als sie ihm gegenüber bereit war zuzugeben und noch dazu hatte sie mit ihm ein Kind. Einen Sohn, der ihrem früher doch etwas verschlossenen Herzen so viel Liebe entlockte wie man es kaum für möglich gehalten hätte. Er musste also keine Angst haben, dass er sich hier vor versammelter Mannschaft hätte blamieren müssen. Das würde sie gar nicht zulassen. Langsam sagte sie: „Ich denke wir haben den Babysitter nun lange genug gequält oder? Außerdem würde ich heute Nacht gerne mal in meinem eigenen Bett schlafen. Ich habe da drin noch so ein oder zwei Stunden nach zu holen.“ Ollie verstand die Anspielung und er lächelte erfüllt und legte seiner Frau den Arm um die Hüfte. Sie küssten einander innig und er antwortete: „Das klingt nach einer ausgezeichneten Idee.“

Ich hoffe dass euch das Kapitel gefallen hat und natürlich bedanke ich mich bei all denjenigen die meine Geschichte lesen. Danke für eure Aufmerksamkeit.

HG Elixier