108 Gringotts 1
108 Gringotts 1
Guten Abend, ich hoffe ihr hattet eine schöne Woche.
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Das fehlen von Dumbledore und Snape war in den nächsten Tagen das Thema Nummer eins bei den Schülern der Hogwartsschule.
Während Snape nur von den Mitgliedern des Hauses Slytherin vermisst wurde, ranken sich die abstrusesten Gerüchte um den Verbleib von Dumbledore.
Angefangen davon, dass er sein Amt niedergelegt hatte, um nun als Anführer der Hellen Seite ohne Ablenkung gegen Du-weißt-schon-wen zu kämpfen, bis dahin das er sich bei einem Kampf gegen den Unnennbaren oder aber seine Anhänger eine schwere Verletzung zugezogen hatte.
Harry war der Einzige, der wusste was wirklich mit den beiden geschehen war, er hatte die Erinnerung durch seine Bindung mit Voldemort gesehen.
Dem alten manipulativen Bastard und der Fledermaus weinte er keine Träne nach.
Nun hatte er aber etwas anderes zu tun. Harry stand mit einem Schreiben vor dem Büro seiner Hauslehrerin. Dieses hatte er am heutigen Morgen von Gringotts bekommen.
Professor Mcgonagall hatte während Dumbledores Abwesenheit die Leitung der Schule übernommen.
Zusätzlich zu ihren Pflichten als Lehrerin für Verwandlung, der Unterricht für Verteidigung gegen die dunklen Künste entfiel aktuell, was die Schüler vor einige Probleme stellte.
Vor allem jene, die in dem Jahr ihre ZAGs oder UTZs schrieben hatten durch die fehlenden Stunden ein großes Problem.
Ginny hatte ihrer Freundin geschrieben und diese schickte ihr einige Bücher, mit denen sie sich auf die Prüfungen vorbereiten konnte.
Diese hatte sich Blacki für ihre Ausbildung zur Aurorin gekauft, aber darin standen auch viele nützliche Dinge für die ZAG und UTZ Prüfungen.
Blacki hatte die Kapitel und Zauber die Ginny am wahrscheinlichsten helfen würden markiert, bevor sie ihr diese geschickt hatte.
Der Rotschopf war mehr als glücklich darüber, eigentlich hatte sie nur auf einige Ratschläge gehofft, was sie am besten lernen oder wiederholen sollte.
Sie hatte sich bereits vorgenommen so gut wie möglich abzuschneiden, nicht nur weil sie den Unterricht ernstnahm, sondern auch weil sie ihrer Freundin und ihren Freunden dankbar war für ihre Hilfen.
Es hatte Ginny am Anfang geschmerzt, aber es hatte ihr wirklich geholfen von Harry und Daphne durch den Raum der Wünsche gejagt zu werden.
Sie hatte bessere Reflexe entwickelt und gelernt zaubern auszuweichen, statt sie nur zu blockieren.
Das hatte ihr auch im Quidditch geholfen.
Harry klopfte an die Bürotür seiner Hauslehrerin und wurde hineingebeten.
Professor Mcgonagall saß hinter ihrem Schreibtisch, über einige Pergamente gebeugt und studierte diese.
„Mr. Potter, was gibt es?“, fragte sie.
„Guten Abend Professor. Ich muss morgen Nachmittag die Schule verlassen, um an einer Besprechung in Gringotts teilzunehmen, die das Haus Black betrifft.
Ich wäre sehr dankbar, wenn ich ihren Kamin nutzen könnte.“
Seine Professorin sah von ihren Unterlagen auf und blickte Harry an.
„Nun, ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist…“, begann sie.
„Verzeihung Professor, das war keine Bitte. Es ist mein Recht als Oberhaupt des Hauses Blacks an diesem Treffen teilzunehmen.
Dazu kommt das ich emanzipiert bin und laut meines Wissens müssen sie mir in diesem Fall den Durchgang nach Gringotts gewähren.“
Seine Hauslehrerin seufzte leise. „Ich würde mich besser fühlen, wenn sie jemand dorthin begleitet. Es könnte eine Falle sein und solange Professor Dumbledore nicht zurück ist, sollten sie Hogwarts nicht verlassen.“
„Professor, das Treffen ist für die Mitglieder der Familie Black und ich habe um dieses gebeten. Glauben sie das ich mir selbst eine Falle stelle?
Oder das Bellatrix Lestrange in aller Seelenruhe Mittags in die Zaubererbank spaziert ohne festgenommen zu werden?
Der Grund ist ein Gespräch mit Andromeda und wenn sie die Einladung annimmt, Narzissa Malfoy.
Die Kobolde werden außerdem nicht glücklich sein, wenn ich nicht erscheine, außerdem bin ich wie gesagt emanzipiert und damit volljährig.
Wenn ich mich entschließe die Schule zu verlassen dann können und dürfen sie mich nicht aufhalten, wenn es dafür einen Grund gibt und Familiengeschäfte gehören zu solchen dazu.
Wenn sie aber darauf bestehen, werde ich, um meine Verbindungen zu Gringotts nicht zu gefährden, die Kobolde darüber informieren das sie mich am erscheinen gehindert haben. Die Konsequenzen werden sie dann mit ihnen besprechen.“
Seine Lehrerin stöhnte leise und nickte dann. „Nun gut, sie können meinen Kamin benutzten, auch wenn ich nicht glücklich darüber bin.
Albus wird darüber mit ihnen reden, wenn er zurück ist, da bin ich mir sicher und ich verbitte mir weitere Drohungen mir gegenüber, solange sie noch ein Schüler sind.“
Harry zuckte mit den Schultern. „Soll er das machen, er konnte mich auch nicht davon abhalten in den Ferien nach Hause zu fahren.
Ich wünsche ihnen aber noch einen schönen Tag und danke. Ich werde dann um kurz vor vier bei ihnen vorbeikommen.“
Professor Mcgonagall verabschiedete ihn nicht. Harry ging aus dem Büro, um zurück in seinen Gemeinschaftsraum zu gehen.
Innerlich freute er sich auf den morgigen Tag und einige der Gesichtsausdrücke, die die Familie Black machen würde.
Als er diesen fast erreicht hatte, kamen ihm Hermine und Ron entgegen.
Die beiden hatte er lange nicht mehr zusammen gesehen. Was unteranderem daran lag, weil Ron ständig an Lavender hing.
Diese konnte Hermine nicht leiden aus mehreren Gründen.
„Harry, da bist du ja, wir haben dich gesucht!“, rief Hermine aufgebracht.
„Hallo Hermine, Ron, was kann ich für euch tun?“, fragte er höfflich und ruhig.
„Wir wollten mit dir reden, Dumbledore ist immer noch verschwunden. Weißt du etwas?“
Harry seufzte leise. „Nein Hermine, ich weiß nichts“, antwortete er gelangweilt.
„Denk nochmal nach Harry. Alles könnte hilfreich sein, hat er nichts in all diesen Stunden, die du bei ihm warst, gesagt?
Er könnte unsere Hilfe brauchen.“
Harry wusste nicht, was er darauf erwidern sollte, selbst wenn er ihnen sagte was Dumbledore ihm erzählt hatte, was sollten sie ausrichten?
Er wusste ja nur grob wo Dumbledore hinwollte. Eine Höhle an der Küste. Was bei einer Insel wie Großbritannien überall und nirgends sein konnte.
Früher hätte er wahrscheinlich versucht ihn zu finden und ihm zu helfen, was absolut wahnwitzig wäre.
„Hermine, bei aller Freundlichkeit, aber nein. Und selbst wen mir etwas einfallen würde, wie sollten wir ihm helfen?
Wenn Dumbeldore und wahrscheinlich auch Snape in die Ecke gedrängt sind, wie sollen dann wir das schaffen?“
„Naja, wir haben es immer irgendwie geschafft“, warf Ron ein.
„Da hat Ron recht, überleg doch mal die Rätsel im ersten Schuljahr zum Stein der Weisen, die Kammer des Schreckens und das Trimagische Turnier.
Wir haben mehr geschafft als die meisten erwachsenen Zauberer.“
Harry unterdrückte es zu sagen: Das er es war der das geschafft und überlebt hatte.
„Stimmt, aber oft mit mehr Glück als Verstand oder aber weil jemand im Hintergrund uns geholfen hat.
Crouch Junior beispielsweise im Turnier, er hat mir bei jeder Aufgabe damals geholfen die Lösung zu finden.
Gut, dafür habe ich vor einigen Monaten einige neue Rätsel zum Stein der Weisen allein absolviert.“
„Das war der Abend wo du blutend und völlig verdreckt in den Gemeinschaftsraum kamst, oder?“, fragte Hermine interessiert.
Sie hatte sich schon lange gefragt, was genau Harry damals getan hatte.
„Ja und ich muss sagen: Es war ziemlich anstrengend, aber ich habe alles geschafft.“
Hermine haderte mit sich selbst. Einerseits wollte sie wissen, was Harry in diesen Prüfungen tun musste, andererseits wollte sie noch weiter versuchen etwas über die Stunden bei Dumbledore von ihm zu erfahren.
Sie konnte und wollte nicht glauben das der große Albus Dumbledore verschwunden war. Vielleicht war es nur wieder ein Test für Harry.
Zu ihrem Missfallen sagte dieser nichts zu den Stunden oder worum es dort gegangen war.
„Sind wir fertig? Ich habe morgen ein Treffen bei Gringotts und wollte noch einen Aufsatz fertig schreiben.“
„Nein, also ja schon, aber Harry. Machst du dir keine Sorgen um Dumbledore? Er könnte verletzt sein, oder gefangen genommen worden sein.
Wir sollten versuchen ihn zu finden und ihm helfen.“
„Und wie willst du das Anstellen Hermine? Alles, was ich weiß ist, dass er etwas suchte, das für den Kampf gegen Voldemort wichtig sein würde.
Sollen wir uns jetzt aus der Schule schleichen und das ganze Land nach ihm absuchen? Wenn es überhaupt in diesem Land ist.
Sieh es einfach ein Hermine, wir können nichts tun als hier zu bleiben und zu warten. Wenn ihr aber unbedingt gehen möchtet, werde ich euch nicht aufhalten.“
„Warte! Warum wir? Ich habe nie gesagt das ich…“, warf Ron ein.
Hermine warf ihm einen bösen Blick zu und er brach mitten im Satz ab.
„Trotzdem finde ich das wir etwas tun sollten. Vielleicht finden wir in seinem Büro ja einen Hinweis, wo er ist, du kennst doch das Passwort für dort, lass uns am besten direkt nachsehen.“
Harry konnte sich das genervte Stöhnen diesmal nicht verkneifen.
„Das ändert er jedes Mal, nach einem Treffen. Ich kann dir das letzte geben das ich kenne, aber Kingsley und Tonks haben das Büro bereits durchsucht.
Also wenn es einen Hinweil darauf gab, wo er hingegangen ist, dann werden sie ihn gefunden haben.“
„Ja, aber sie könnten etwas übersehen haben. Etwas das nur du erkennen oder verstehen kannst.“
„Nein danke, aber wenn du es versuchen möchtest, das Passwort war: Toffeebohne.“
Damit beendete Harry das Gespräch und ging weiter zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors.
Hermine und Ron kamen eine Stunde nach ihm in den Raum, beide wirkten niedergeschlagen, als sie sich zu ihm, Parvati und Lavender setzten.
„Na, kein Glück gehabt?“, fragte Harry, ohne aufzusehen. Lavender rutschte sofort an Ron heran und fragte, wo er so lange war und was er mit Hermine gemacht hatte.
„Nein, wobei wir nicht einmal groß zum Suchen gekommen sind. Eines der Porträts hat Professor Mcgonagall informiert. Sie hat uns dann rausgeworfen und eine Predigt gehalten, weil wir im Büro des Schulleiters waren. Dabei wollten wir doch nur helfen!“, maulte Hermine.
Harry lächelte schwach. „Wir hätten eh nichts gefunden, ist vielleicht besser so“, murmelte Ron und widmete sich seiner Freundin, die sich an ihn gelehnt hatte.
„Das weißt du nicht, ich bin mir sicher, dass wir etwas gefunden hätten, um ihm helfen zu können“, zischte Hermine ihn an.
„Wartet, hat sie euch Punkte abgezogen?“, fragte Parvati die ihnen zugehört hatte.
„Nein“, antwortete Hermine sofort und drehte sich Harry zu.
Dieser hatte ihren Blick bemerkt und erhob sich, wobei er seine Pergamente in die Tasche packte.
„Ich geh hoch in unseren Schlafsaal, hier wird es mir zu laut.“
Bevor Hermine ihn aufhalten konnte, war er schon auf dem Weg nach oben.
Hermine wollte ihm gerade folgen als Parvati sie aufhielt. „Spar es dir, er wird einen Schutzzauber um sein Bett legen, um in ruhe weiter schreiben zu können.
Du wirst nur wieder davorstehen und jammern, weil du ihn nicht durchbrechen kannst.“
„Was soll… er hat… er darf…“, meckerte Hermine, während Parvati und Lavender kicherten.
Am nächsten Nachmittag fand sich Harry in Gringotts ein. Die Kobolde hatten ihnen einen Raum zur Verfügung gestellt. In diesem gab es neben einigen Vitrinen, die gefüllt waren mit goldenen Kelchen und Schmuck nur einen Tisch für 10 Personen.
Durch die Fenster des Raumes fiel die Sonne des frühen Abends und hüllte alles in ein leicht rotes Licht.
Bevor er den Raum betrat, musste Harry seinen Zauberstab abgeben, etwas was jeder Teilnehmer des Treffens tun musste.
Für das Treffen hatte er sich seinen Festumhang angezogen, um wenigstens etwas formell auszusehen.
Er war einfach kein Fan dieser dicken Roben, sie waren ihm zu schwer, zu steif und zu sperrig.
Andromeda und ihre Tochter waren direkt nach ihm eingetroffen, er hatte kaum gesessen als sich die Tür öffnete und die beiden eintraten.
Während Andromeda sich für eine schlichte Robe entschieden hatte, trug Tonks ihre Auroren Uniform. Scheinbar kam sie direkt von der Arbeit.
Die drei begrüßten sich, wobei Harry beide umarmte. Die beiden Frauen setzten sich zu seiner rechten. Tonks erkundigte sich über seine Beziehung und bot an das er Pansy in den Ferien einmal zum Abendessen mitbringen sollte.
Harry versprach sie zu fragen und erkundigte sich über die Suche nach Dumbledore. Er wusste das es erfolglos geblieben war, aber er musst immerhin noch den Schein wahren.
Zumindest noch die nächsten 15 Minuten, bis das Treffen begann und sie Vollständig währen. Oder zumindest die die er dabeihaben wollte.
Tonks verneinte jeden Fortschritt und erwähnte das es im Orden langsam unruhig wurde. Unteranderem weil ein paar Todesser komische Sachen gesagt hatten.
Gerade als Harry weiter Nachfragen wollte öffnete sich die Tür und Narzissa Malfoy trat in das Zimmer. Im Gegensatz zu den anderen trug sie ein schwarzes Kleid.
Er hatte die Frau zwar nur einmal beim Finale der Quidditch Weltmeisterschaft gesehen, aber auch damals trug sie nur schwarz.
Damit war sie Lucius Malfoy nicht unähnlich. Das paar schien eine Allergie gegen Farben zu haben.
Narzissa ließ ihren Blick über die drei Personen am Tisch wandern. Als ihr Blick auf Harry fiel verzog sich kurz ihr Gesicht.
Das ihr Sohn aus der Familie Malfoy verstoßen worden war, schien sie ihm übel zu genommen zu haben. Die Frau ließ sich Gegenüber der drei nieder und schwieg.
„Hallo Narzissa, wir haben uns lange nicht gesehen, wie geht es dir?“, fragte Andromeda.
Die Frau schwieg einen Moment, während ihr Blick von Harry zu ihrer Schwester wanderte.
„Bis er gekommen ist, ging es uns gut.“
„Tja, jeder bekommt das, was er verdient“, murmelte Tonks und grinste leicht.
„Wie kannst du es wagen!“, keifte Narzissa sie an.
„Beruhigt euch! Tonks sei nett und Mrs. Malfoy zügeln sie sich sie ist immerhin ihre Nichte und eine Aurorin.“
Narzissa schnaubte abfällig bei Harrys Worten.
„Können wir dann anfangen, mit warum auch immer wir hier sind? Ich bin es nur weil mir gedroht wurde geschieden und verstoßen zu werden“, erklärte Narzissa.
„Stimmt, warum sind wir noch gleich hier? Du hast nicht gesagt, worum es bei diesem Treffen geht“, sagte Tonks an Harry gerichtet.
„Eine Familienzusammenführung und eine Aufteilung der Erbstücke und Immobilien, aber geduldet euch noch etwas.
Das Treffen war für 16:30 Uhr angesetzt und wir sind noch nicht vollzählig.“
Narzissas Mundwinkel zuckten, der Junge glaubte doch nicht wirklich das ihre Schwester Bellatrix hier auftauchte? Egal mit was der Junge ihr gedroht hatte, würde sie das niemals tun.
Dazu kam das es für den Jungen oder überhaupt jemanden außerhalb des dunklen Ordens keine Möglichkeit gab Bellatrix zu erreichen.
Sogar sie wusste oft nicht einmal wo ihre Schwester gerade unterwegs war.
Sie verbrachten die nächsten Minuten in schweigen bevor sich die Tür erneut öffnete und Bellatrix Lestrange/Black den Raum betrat.
Tonks und Andromeda klappte der Mund auf, während Narzissa nicht wusste, ob sie schreien oder ihre Schwester verfluchen sollte.
Die Hand der Aurorin schoss zu ihrer Tasche, aber dort war kein Zauberstab. Innerlich schrie Tonks über die Regeln der Kobolde.
„Keine Zauberstäbe bei dem Treffen.“ Hätte sie gewusst das ihre verrückte Tante hier auftauchte hätte sie sich geweigert ihren Stab abzugeben, oder aber ihre Kollegen informiert.
Bellatrix schritt mit einem breiten Lächeln auf den Lippen durch den Raum, bis sie genau hinter Harry stand.
Die Gesichter ihrer Schwestern waren unbezahlbar, dafür hatte es sich in ihren Augen schon gelohnt zu kommen.
Sie legte von hinten die Arme um Harry und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Hey Harry, danke für die Einladung“, sagte sie kichernd und ließ sich auf seiner linken Seite nieder.
„Hallo Bella, schön dich wieder zu sehen.“
Die Rechte Hand des dunklen Lords strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Gleichfalls, du könntest mir wirklich öfters schreiben… ich Langeweile mich so sehr“, maulte sie und stützte sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab.
Harry Blick wanderte zu den anderen anwesenden, die ihn verwirrt und verstört anschauten. Scheinbar hatte niemand von ihnen mit dem Erscheinen von Bellatrix gerechnet und schon gar nicht das Harry sie so freundlich empfing.
„Harry! ERKLÄRUNG!“, verlangte Tonks und deutete auf Bellatrix die kichernd neben ihm saß.
„Was soll er erklären? Das ist ein Familientreffen, ich wurde eingeladen und hier bin ich. Dir scheint es gut zu gehen. Unser letztes Treffen scheinst du gut überstanden zu haben.
Es tut mir leid, dass ich dich so fertig gemacht habe.“
Tonks schnaubte laut.
„Dora, was soll das bedeuten?“, meldete sich Andromeda neben ihr.
„Das ist übertrieben, sie hat mir kein Haar gekrümmt. Wäre ich nicht gestolpert hätte ich sie gefangen genommen und sie säße gerade wieder in Askaban.“
Bellatrix lachte ihr übliches lachen. „Oh glaube mir, selbst wenn du mich gefangen hättest, wäre ich bereits wieder frei und würde hier sitzen.“
Tonks sprang auf und schlug auf den Tisch.
„Bella, es reicht. Tonks bitte setz dich, wir sind nicht hier, um uns zu prügeln“, sagte Harry in bestimmenden Ton.
Er wandte sich Bellatrix wieder zu. „Was ist mit… du weißt schon?“
„Ein paar Minuten noch, die Kobolde und ihre Verträge“, antwortete die Todesserin und wandte sich ihrer anderen Schwester zu.
„Zissa, ich hätte nicht gedacht dich hier zu sehen.“
Als Bellatrix sie ansprach riss das Narzissa aus ihrer Starre.
„DU? Du hättest nicht gedacht mich hier zu sehen? Das sollte ich sagen! Was tust du hier? Bist du völlig verrückt geworden?!“
Bellatrix grinste sie breit an.
„Harry hat mich eingeladen, da musste ich kommen, außerdem ist es neutraler Boden. Keine Auroren.“ Sie blickte zu Tonks.
„Keine Auroren die im Dienst sind.“
Bevor Narzissa antworten konnte öffnete sich die Tür erneut und jemand trat ein.
Als Tonks den schwarzhaarigen Mann sah, der das Zimmer betrat, fiel sie vor Schreck fast vom Stuhl und auch den beiden anderen Blackschwestern klappte der Mund auf.
Nur Harry und Bellatrix waren nicht überrascht Sirius lebend zu sehen.