109 Gringotts 2
109 Gringotts 2
Moin moin,
heute mal wieder Freitags der Post, trotz meines Urlaubs. Daher schöne Grüße aus der Lüneburger Heide.
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Die Stille war wurde schließlich von Sirius selbst durchbrochen der hinter sich die Tür zufallen ließ bevor er lachend sagte: „Alles in Ordnung? Ihr sehr aus als hättet ihr einen Geist gesehen.“
„Hallo Sirius, ist bei den Kobolden alles glatt gegangen?“, fragte Harry.
„Ja, aber wenn ich heute noch einen Vertrag oder Dokument unterschreiben muss, werde ich zum Tier.“
„Also zum Köter“, murmelte Bellatrix was Sirius laut auflachen ließ.
Tonks schaffte es endlich sich aus dem Schock zu erholen. Das Auftauchen von Bellatrix hatte ihr schon zugesetzt, aber nun tauchte der tote Sirius wieder auf.
„Siri? Wie kann das sein?“, fragte Andromeda mit zitternder Stimme.
„Oh, das ist eine lange Geschichte. Bellatrix und Harry haben mir geholfen dem Schleier zu entkommen.“
„Genau, damit sind wir auch schon beim Thema“, sagte Harry, während er aufstand. Er bot Sirius einen der Plätze an und wandte sich an den Raum.
„Bevor wir hier weitermachen möchte ich euch bitten einen Schwur abzulegen, das nichts von dem was wir hier bereden oder ihr seht an dritte weitergegeben wird.“
Andromeda blickte von Harry zu ihren Schwestern und dann zu Sirius.
Tonks folgte den Blicken ihrer Mutter.
„Harry, das ist… du kannst nicht verlangen das ich hier rüber stillschweigen bewahre! Sie ist eine der gefährlichsten Verbrecherinnen des Landes und du begrüßt sie wie deine beste Freundin!“, kreischte Tonks.
„Ja… da gebe ich dir recht, aber… aber…“, begann er und warf Bellatrix die mit einer Strähne ihrer Haare spielte einen fragenden Blick zu.
„aber, sie hat viel für mich und Sirius getan“, beendete er schließlich seinen Satz.
„Oh ja, sehr viel“, kicherte sie und erhob sich.
„Andy, Tonks ich weiß das sieht gerade komisch aus, aber Harry kann alles erklären, wenn ihr ihn lasst“, warf Sirius ein.
Tonks schwieg einen Moment bevor sie sich an Harry wandte. „Ich will die Erklärung hören, aber eine Frage habe ich.“
„Klar, alles was du wissen möchtest.“
„Wie sollen wir die einen Schwur leisten wenn wir keine Zauberstäbe bei uns tragen?“
Harry öffnete den Mund und schloss ihn wieder, als ihm klar wurde das er das nicht ganz durchdacht hatte.
Die Regel der Kobolde das keine Zauberstäbe mit in diese Räume gebracht werden durften, erschien ihm im ersten Moment als gut um zu verhindern das Tonks und Bellatrix sich sofort mit Flüchen bewarfen.
„Das… habe ich nicht bedacht“, gestand er.
Schließlich meldete sich Narzissa zu Wort. „Könnte mir jemand erklären was hier genau gespielt wird?!“
Harry stöhnte stimmte zu. Nachdem sich alle gesetzt hatten ergriff er das Wort: „Gut, ich würde sagen. Es hat alles im Sommer angefangen.“
In der nächsten Stunde erklärte Harry was genau in diesem Jahr alles passiert war, von seinem Deal mit Tom, über Bellatrix Unterricht bis hin zu dem Punkt wo Sirius zurückgekommen war.
„Ich kann das nicht glauben!“, japste Tonks und starrte Harry an.
„Um das zusammen zu fassen, du und du-weißt-schon-wer habt eine Mentale Verbindung. Über die hat er mit dir Kontakt aufgenommen, um mit dir zu reden und zu verhandeln.
Ihr habt einen Deal geschlossen, das er dich nicht mehr versucht zu töten und du hast dafür für ihn spioniert.
Bist in den Grimmauldplatz gezogen, nachdem du uns auf die Straße geworfen hast. Er hat zwei Heiler beauftragt dich auf Links zu drehen und jedes Leiden, das dir durch Dumbledore und deine Verwandten zugefügt wurde zu heilen.
Dann hast du Bellatrix bei dir einziehen lassen, damit sie dich Unterrichtet.
An Weihnachten hat der dunkle Orden dann herausgefunden das die Personen die durch den Schleier des Todes gestoßen werden innerhalb einer gewissen Zeit zurückkommen können.
Das haben sie getestet um Sirius wiederzubeleben… und nun ist Dumbledore verschwunden, das Ministerium ist fast vollständig in der Hand von du-weißt-schon-wem und wir sitzen mit zwei Todessern hier an einem Tisch?“, fragte Tonks.
„Das fasst es so ziemlich zusammen. Oh und ich habe dafür gesorgt das Malfoy Junior verstoßen wurde, nachdem er versucht hat meine Vertraute töten zu lassen“, fügte Harry hinzu.
Narzissa blieb bei diesen Worten überraschend still und schien in Gedanken versunken zu sein.
„Das ist Wahnsinn Harry, wie konntest du das alles tun?“
„Weil sich hier in diesem Land endlich etwas ändern muss. Du weißt selbst wie schlecht magische Wesen es hier in diesem Land haben.
Auch was andere seiner Ziele angeht kann ich ihn verstehen und ja, einige seiner Anhänger sind Radikal.“
Bei diesen Worten grinste Bellatrix in die Runde.
„Aber es kann nur besser werden als unter Dumbledore. Du sagtest selbst das du ihm nicht mehr vertraust und es kann nur eine Seite gewinnen.“
„Aber…“, begann Tonks.
„Dora, du hast uns erzählt wie er den Orden geführt hat und was er Harry angetan hat und antun wollte“, warf ihre Mutter ein.
„Aber Mum!“, protestierte sie.
„Hör auf deine Mutter Dora“, trällerte Bellatrix und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.
„Außerdem bin ich für fast nichts von dem, was mir vorgeworfen wird, verantwortlich. Ich stand unter Zaubern durch meinen Ehevertrag.“
Tonks öffnete den Mund um sich mit der Frau zu streiten aber Harry unterbrach sie.
„Sie hat irgendwo recht. Die einzigen Morde, die wir ihr anlasten können sind Peter, den Verräter meiner Eltern und der für Sirius Aufenthalt in Askaban verantwortlich war und Umbridge.
Sei ehrlich Tonks, du hättest diese Frau auch am liebsten getötet. Du weißt was sie uns in Hogwarts letztes Jahr angetan hat und damit davonkam.
Sie hätte ein Leben lang in Askaban sitzen müssen dafür.“
Tonks öffnete den Mund um zu wiedersprechen, aber konnte es nicht.
„Das tut nichts zur Sache. Ich… Harry, Fuck!“
„Tonks, bitte. Ich habe euch hier her gerufen damit ihr die Wahrheit von mir hört. Der Orden ist am Ende, das Ministerium unterwandert.
Ich will nur verhindern das ihr in einem Aussichtslosen Krieg untergeht, außerdem hast du selbst gesagt das du Dumbledore nicht mehr vertraust und mit vielem nicht mehr einverstanden bist was er geplant hat“, erklärte Harry.
„Da… da hast du recht, aber du musst verstehen das es ein Schock für uns ist.“
„Natürlich verstehe ich das. Darum, will ich euch bitten das ihr euch entweder aus dem Krieg zurückzieht oder aber wie Sirius das Land verlasst.“
Andromeda legte ihrer Tochter eine Hand auf die Schulter. „Dora, ganz ruhig. Harry, danke das… ist zwar ein großer Schock, aber ich denke ich spreche auch für meine Tochter wenn ich dir danke das du ehrlich zu uns warst.
Wir werden nichts verraten, aber wir können nicht einfach das Land verlassen, selbst wenn wir es wollten.“
„Natürlich, natürlich, darum habe ich auch dieses Treffen einberufen. Die Familie Black besitzt Immobilien in mehreren Ländern und prall gefüllte Verliese.
Wenn ihr gehen wollt nehmt euch ein Haus eurer Wahl und bedient euch an den Verliesen mit so viel Gold wie ihr braucht.“
Andromeda blickte von ihrer Tochter zu Harry und dann zu Bellatrix.
„Bella, was erwartet uns wenn dein Lord das Land regiert?“
Die angesprochene überlegte einen Moment. „Nichts, ihr seid keine magischen Wesen und weder Schüler noch Kinder“, antwortete sie.
„Könntest du das erklären?“, bat Andromeda.
„Magische Kinder aus Muggelfamilien sollen auf unsere Welt vorbereitet werden, weitere Unterrichtsfächer in Hogwarts und die Einführung aller alten Feiertage und Bräuche die Dumbledore in Hogwarts abgeschafft hat.“
Andromeda atmete durch und nickte vorsichtig.
Tonks schaute Harry an. „Ich werde ohne Ginny nicht gehen. Ihre Eltern werden den Orden nicht verlassen und sie ist minderjährig“, sagte sie schließlich.
„Da gebe ich dir recht, was willst du tun?“
Tonks überlegte einen Moment. „Ich bleibe und halte ein Auge auf sie. Wenn sie nächstes Jahr volljährig ist kann sie tun und lassen was immer sie möchte.“
„Mein Mann und ich werden auch bleiben, so lange unsere Tochter hier ist. Sollte es doch zu gefährlich werden, werden wir sie packen und mitnehmen, das ist ein versprechen“, sagte Andromeda.
„MUM!“, maulte Tonks.
„Ich rede von deiner Freundin“, antwortete ihre Mutter mit einem Grinsen.
„ohhh“, Tonks lächelte schwach, während Bellatrix grinste.
„Die kleine Nymphadora hat also eine Schwäche für Ginny Weasley. Das hätte ich niemals erwartet“, lachte Sirius.
„Halt die Klappe, du Zombieköter!“, keifte Tonks ihn an was Sirius noch mehr zum Lachen brachte.
Bellatrix stimmte in dieses mit ein. „Andy ich mag deine Tochter.“
„Okay, okay, mein Angebot bleibt bestehen. Jedes Haus steht euch offen genau wie die Gelder der Blacks. Im Sommer verschwinden Sirius und ich aus diesem Land.
Er und Remus setzen sich nach Kanada ab, dort können Werwölfe ohne Vorurteile leben und niemand kennt ihn dort, also wird er nicht verfolgt werden.
Ich hingegen werde meine Ausbildung woanders beenden“, erklärte Harry.
„Das klingt zwar gut, aber ich muss dir leider einen Strich durch die Rechnung machen Harry. Sirius hat keine Papiere, er gilt als tot.
Glaubst du er kann ins Ministerium gehen und einen Internationalen Portschlüssel kaufen? Selbst wenn er Remus schickt ihn zu holen landen sie im Ministerium von Canada und er kann sich dort nicht ausweisen.
Wird dann festgenommen oder aber sofort zurückgeschickt und hier dann festgenommen“, erklärte Andromeda.
„Das ist nichts, was nicht mit etwas Gold und Kontakten gelöst werden kann“, antwortete Harry knapp.
„Da könnte er recht haben“, murmelte Tonks. Sie wusste wie korrupt das Ministerium war und Unterlagen zu fälschen war dort doch ein Kinderspiel, wenn man etwas Gold den Besitzer wechseln ließ.
„Das Ministerium ist fast völlig in unserer Hand, da muss nicht einmal Gold den Besitzer wechseln. Sondern Harry muss nur die richtige Person fragen, oder fragen lassen“, warf Bellatrix ein.
„Ein Vorteil wenn man auf der Gewinnerseite steht“, dachte Harry sich.
„Da ihr euch ja so gut auf alles einigt, könnte mir jemand von euch sagen, warum ihr mich hier haben wolltet?“, fragte Narzissa.
Sie hatte die letzte Zeit still damit verbracht dem Gespräch und Harrys Geschichte zu lauschen. Bis jetzt hatte sie aber niemand beachtet oder angesprochen.
Der größte Schock war es Sirius und Bellatrix hier zu sehen und dann auch noch wie vertraut sie ihre Schwester mit Harry Potter war.
„Natürlich Lady Malfoy. Bella wollte das ich sie einlade, egal was für ein Abschaum ihr Mann und ihr Sohn sind, sie sind eine Black und mit ihnen hatte ich niemals Streit.
Ihr Sohn hat mich angegriffen, obwohl ihr Lord ihnen allen befohlen hat das sich jeder von mir verhalten soll.
Ihr Mann hat ihn zwar vor einer Klage von mir gerettet, aber ihr Lord wird diese Befehlsverweigerung nicht ungestraft lassen. Entweder er oder ihr Sohn wird dafür bestraft werden.“
Narzissa ließ ihren Blick sinken und nickte. „Das weiß ich, oder viel mehr das befürchte ich.
Mein Mann und mein Sohn sind… sie haben…“, begann sie.
„Abschaum?“, half Bellatrix ihr.
„Nicht direkt, ich habe Lucius geliebt, auch wenn unsere Ehe arrangiert war. Er hat sich in den letzten Jahren verändert und leider nicht zum Guten.
Seit dem Misserfolg im Ministerium geht es bei uns bergab. Gesellschaftlich und auch in den Rängen des dunklen Lords.“
„Mein Angebot gilt auch für sie Lady Malfoy. Alles was zur Familie Black gehört, steht ihnen zur Verfügung.“
Narzissa schwieg, während sie nachdachte, was sie tun sollte.
„Ich… danke aber leider muss ich noch ein Geständnis machen. Mein Mann hat einige der Erbstücke des Hauses Black verkauft um, unteranderem die Besen für das Slytherin Quidditchteam zu kaufen.“
Harry zog eine Augenbraue hoch, da er nicht wusste was er dazu sagen sollte.
„Für so etwas wurden schon Ehen aufgelöst, vor allem da es ohne die Zustimmung von Narzissa geschehen ist“, plauderte Bella.
Harry blickte zu seiner Lieblingstodesserin und verstand nun was Narzissa sagen wollte.
„Ich soll deine Ehe auflösen?“, fragte er verwundert.
„Mein Sohn folgt blind Lucius und mein Mann treibt die Familie in ihren Untergang.
Die beiden werden untergehen und ich werde nicht am Abgrund der Gesellschaft leben nur weil die beiden einen Fehler nach dem anderen machen.“
„Und was hast du nun vor?“, fragte Andromeda.
Narzissa blickte unsicher durch den Raum. „Wenn Lord Black, meine Ehe auflöst würde ich ein Haus der Blacks beziehen und dann… dann weitersehen.“
„Das lasse ich nicht zu, deinem Mann traue ich alles zu. Wenn Harry deine Ehe auflöst, ziehst du zu Sirius und mir in den Grimmauldplatz.“
Harry blickte auf Bellatrix, deren Worte mehr wie ein Befehl als ein Vorschlag klangen.
„Bella, ich…“, begann Narzissa.
„Nein, deinem zukünftigen Ex-Mann traue ich alles zu!“
„Von mir aus gerne. Bella du hast ein Auge auf sie, wenn sie sich daneben benimmt, kannst du sie vor die Tür setzen oder tun was auch immer du für richtig hältst.“
Bellatrix grinste bei diesen Worten, während die anderen beiden Schwestern keuchten.
„Harry, das ist keine gute Idee. Bella ist alles zuzutrauen“, warf Sirius ein.
„Hey, ich bin kein Unmensch und außerdem ist sie meine Schwester“, antwortete Bellatrix beleidigt.
„Ich vertraue Bella und wenn ich das richtig verstanden habe soll ich deine Ehe auflösen. Allerdings muss ich das richtig machen.
Darum werde ich deinen Mann bitten alle Erbstücke der Familie an mich zurückzugeben. Das wird er nicht können, damit habe ich einen Grund die Ehe aufzulösen“, fasste Harry den Plan zusammen.
„Das ist ein gute Plan Harry, allerdings hast du mir die Geschäfte der Familie Black übertragen, solange du in der Schule bist“, warf Andromeda ein.
„Ja… dann müssen wir das bis zum Sommer verschieben“, murmelte Harry.
„Du hast mich falsch verstanden. Lucius Malfoy konnte ich noch nie leiden und ich würde ihn nur zu gerne in seine Schranken weisen.
Darum würde ich dir das abnehmen.“
„Danke Andy, wenn nun alles geklärt ist, würde ich das Treffen beenden.“
Er blickte sich um und alle schüttelten die Köpfe. Die Gruppe verabschiedete sich und verließ den Raum einer nach dem anderen.
Sie erhielten ihre Zauberstäbe zurück und verließen die Bank über die Kamine.
Narzissa erschien im Haus der Malfoys wo ihr Mann im Salon bereits auf sie wartete.
„Da bist du ja. Worum ging es bei dem Gespräch!“, verlangte er sofort zu erfahren.
„Tut mir leid Lucius, ich kann dir nichts dazu sagen. Wir mussten einen Eid ablegen, damit keiner von uns darüber redet was bei dem Treffen gesprochen wurde.“
Lucius knurrte und schlug auf den Tisch. „Was hat Potter vor!“
„Ich kann nichts darüber sagen, ohne das ich Gefahr laufe meine Magie zu verlieren!“, antwortete Narzissa ungehalten.
„Diese Göre hat es auf uns abgesehen, aus Rache wegen der Sache im Ministerium und seinem ewigen Streit mit unserem Sohn.“
„Lucius, ich kann und werde nichts sagen. Es tut mir leid.“
Der Blonde schlug wütend auf den Tisch, während seine Frau aus dem Raum ging.
Gerade war sie froh das sie sich im letzten Sommer dazu entschlossen hatte eine Rückversicherung zu suchen.
Wenn ihr Mann sich ruinieren wollte, sollte er es, aber sie würde nicht untergehen. Bei Merlins Grab, sie hätte die Ehe selbst beendet wenn sie einen guten Ausweg gehabt hätte.
Die Tatsache das ihr dieser jetzt ausgerechnet von Harry Potter und ihrem Cousin gegeben wurde hätte sie niemals erwartet.
Nun musste sie abwarten bis Andromeda ihren Zug mit den Erbstücken machte. Bis dahin würde sie sich gedulden und einige Dinge vorbereiten.
Wenn es erstmal anfing, dann sollte sie alles so weit vorbereitet haben das sie schnell verschwinden konnte, bevor ihr Göttergatte auf dumme Ideen kam.
Seine letzte war es das sie ihren Sohn nach Durmstrang schicken sollten. Dort war er weit weg von Potter, sie kannte ihren Sohn und er würde es nun bestimmt nicht gut sein lassen.
Ein weiterer Versuch Potter zu schaden, stand für sie außerfrage und das würde sie völlig ruinieren, oder schlimmer noch in den Tod führen.
Wenn ihr Lord ein Bündnis mit Potter hatte, dann würde er jeden Angriff auf ihn bestrafen, vor allem da er ausdrücklich verboten hatte das jemand Hand an ihn legte.
Natürlich war Durmstrang eine angesehen Schule, aber dort waren fast ausschließlich Reinblüter und auch schwarze Magie wurde dort gelehrt.
Ihr Sohn würde seine Einstellung niemals ändern, in seinen Augen war jeder der nicht von reinem Blut war ihm unterlegen.
Das ihn eine Muggelgebohrene bei jeder Prüfung übertrumpft hatte wollte er nicht einsehen.
Ihr Sohn würde noch ein böses erwachen erleben und auch wenn sie ihn liebte, würde sie ihr Leben nicht opfern nur damit er weiter von einem Fehler in den nächsten rannte.
Narzissa öffnete ihren Kleiderschrank und warf einige Kleider sowie Schmuck in einen Koffer, bevor sie ihn wieder zurück stellte.
Ihre Schwester würde einige Tage warten bevor sie ihrem Mann die Nachricht schickte und bis dahin hatte sie genug Zeit um sich die Kleider, den Schmuck und auch noch einige Bücher auszusuchen die sie mitnehmen wollte.
Bellatrix Lestrange erschien im Kamin am Grimmauldplatz 12 und klopfte sich den Ruß von ihrem Schwarzem Kleid. Bevor Sirius hinter ihr erschien, machte sie sich auf den Weg in das Treppenhaus.
„Kreacher!“, rief sie, während sie auf das Porträt ihrer Tante zuging.
Der alte Hauself erschien sofort ihr und verbäugte sich. „Lady Black hat nach Kreacher gerufen?“
„So ist es Kreacher, bereite eines der Schlafzimmer vor, meine Schwester zieht demnächst hier ein. Ihre Ehe wird beendet und sie bracht eine Unterkunft.“
„Wie die Herrin wünscht“, der Elf verschwand.
Der Blick von Bellatrix fiel auf das Porträt von Walpurga Black.
„Andromeda ist also endlich zur Besinnung gekommen, dass dieser Abschaum unter ihrer Würde ist?“
„Nein Tante, Narzissas Ehe wird von Andromeda beendet. Die aktuellen Geschäfte der Familie Black obliegen Andy, das hatte Harry dir gesagt.“
Walpurga schluckte einen bissigen Kommentar hinunter, da sie schon damals mit dieser Entscheidung unzufrieden war.
„Warum beendet deine Schwester oder aber Harry die Ehe von Narzissa und Lucius?“
„Malfoy Senior oder ehr sein Spross haben Harry angegriffen. Dazu kommt das Lucius einige unserer Erbstücke verkauft hat, ohne mit seiner Frau darüber zu sprechen.“
Sirius saß gerade in der Küche als er seine Mutter schreien und fluchen hörte.
Es ging nur wenige Sekunden bevor es totenstill wurde.
Bellatrix betrat keine Minute später die Küche und rieb sich die Ohren.
„Das war ein Fehler, den ich nicht noch einmal mache.“