11 Ausruhen und lernen
11 Ausruhen und lernen
Einen wunderschönen zweiten und da ich es letzte Woche doch tatsächlich vergessen habe auch nochmal einen wunderschönen ersten Advent euch allen.
___________________________________________________________
Als Harry am nächsten Morgen erwachte fühlte er sich etwas besser. Zumindest brannte ihm nicht mehr jeder Knochen und Muskel im Leib.
Vorsichtig richtete er sich auf und griff nach der Brille, die auf seinem Nachttisch lag. Als er sie auf der Nase hatte, stoppte er.
Alles sah er nun verschwommen. Sofort nahm er sie wieder ab und sah kristallklar. Dann kamen ihm die Worte der beiden Heiler wieder in den Sinn: „Wir haben auch ihre Augen geheilt.“
Ein kurzes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Das seine Brille die ganzen Abenteuer überstanden hatte war ein Wunder, auch weil er ohne sie noch schlecht sehen konnte, als ohnehin schon.
„Wie kam es eigentlich das ich sie nie verloren habe so oft wie ich zu Boden geschlagen wurde?“, dachte er und versuchte aus dem Bett zu steigen was er nach dem ersten Versuch und den daraus folgenden Schmerzen dann wieder sein ließ.
Er schaffte es zwar zu stehen aber seine Beine schmerzten und er war auch sehr wackelig auf diesen. Das laufen erwies sich als noch schwerer, darum ließ er sich in die Kissen zurück sinken.
„Kreacher“, sprach er in den leeren Raum. Der alte Elf erschien mit einem Plopp neben seinem Bett.
„Der junge Meister hat gerufen. Was kann Kreacher für ihn tun?“, fragte dieser und verbeugte sich.
„Würdest du mir bitte etwas zum Frühstücken bringen?“, bat er.
Der Elf sah ihn einen Moment verwundert an. „Der junge Meister hat das Frühstück verschlafen, Kreacher bereitet gerade das Mittagessen vor.
Wenn der Meister sich noch 10 Minuten geduldet, dann bringt Kreacher ihm eine Portion davon.“
„Gut, mach das doch bitte.“
Der Elf nickte, als Harry noch etwas vom vorherigen Tag in den Sinn kam.
„Haben wir gerade einen Gast?“
Sofort richteten sich die Ohren des Hauselfen auf. „Ja, die Herrin Bellatrix ist im Haus Sir. Kreacher freut sich sie wieder bedienen zu dürfen.“
Kurz zögerte Harry, aber Tom hatte ihm sein Wort gegeben und bis her hatte dieser sich immer daran gehalten. Er hatte Harry bereits mehrfach töten können und das mit Leichtigkeit.
„Gut, würdest du sie bitten zu mir zu kommen.“
Der Elf nickte und verschwand mit einem Plopp.
Es dauerte einige Minuten, aber dann hörte er Schritte, die vor seiner Tür anhielten und dann klopfte es.
„Komm rein“
Bellatrix Lestrange öffnete die Tür. Sie trug wie immer ihre Schwarze Todesserrobe. Wie auch am Abend zuvor bemerkte Harry das ihre Haare nicht mehr so wirr waren, wie im Ministerium und auch sah sie ihn nicht mehr mit diesem verrückten Blick an.
„Lord Potter-Black, wie geht es ihnen?“, fragte sie und trat vor sein Bett.
Diese höffliche Anrede überraschte Harry nun doch wirklich. „Warum genau bist du hier?“
„Der dunkle Lord wünscht das ich auf sie aufpasse und sie in einigen Dingen trainiere.“
Harry nickte, das hatte ihm Tom auch gesagt. „Und was genau willst du mir beibringen?“
„Verteidigung, dunkle Künste und allem voran Mentale Verteidigung. Sie haben bereits eine Einführung in diesem Bereich wie ich gehört habe?“
Harry schnaubte abfällig. „Okay, lass den Scheiß Bellatrix. Was soll dieses höffliche Getue, du bist die verrückteste Hexe, die ich jemals getroffen habe und liebst es zu morden und zu foltern…
Du hast mir Sirius genommen, der wohl einzige Grund dafür das du hier bist ist, weil dein dunkler Lord weiß, dass ich mich bei dir nicht zurückhalten würde, wenn wir üben.“
Zu seiner Überraschung mied die ältere seinen Blick. „Das bereue ich aus tiefstem Herzen, ich mochte Siri immer. Die Zwänge durch die Hochzeit haben mich stark verändert und nahmen mir die Kontrolle über die meisten meiner Taten.
Sein tot war ein tragischer Unfall. Auch wenn ich gegen ihn kämpfen musste, hatte ich nicht vor ihn zu töten.
Einer der wichtigsten Punkte in Eheverträgen der Blacks ist, das egal unter welchen Umständen sich ein Black niemals in tödlicher Absicht gegen einen anderen wenden kann.
Der Schleuderfluch, mit dem ich ihn traf, hätte ihn nur aus dem Weg schlagen sollen und nicht…“
Harry sah, wie der Frau eine Träne die Wange hinunterlief.
„Du mochtest ihn wirklich?“, fragte er geschockt.
Sie nickte. „Ja und es vergeht kein Tag, an dem ich mir dafür keine Vorwürfe mache. Darum hat mich der dunkle Lord auch hierhergeschickt.
Meine Stellung hat sich nicht verändert und wenn ein anderer Todesser bemerkt das ich nicht mehr auf der Höhe bin könnte er meinen tot wollen, um selbst an meine Stelle zu rücken.“
Harry wusste nicht, was es war, aber er glaubte der Frau vor ihm. So etwas konnte niemand schauspiellern, da war er sich sicher.
„Gut, aber du hast mir meine Frage nicht beantwortet, warum diese höffliche Tour? Willst du dich bei mir einschleimen?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein, du bist das Oberhaupt der Familie Black zu der ich gehöre. Du magst jünger sein aber dem Oberhaupt hat man mit Respekt zu begegnen.
Auch habe ich dich Kämpfen sehen, du bist stärker als die meisten deines Alters und einige Erwachsene, auch wenn du viel zu weich bist.
Würdest du stärkere Magie verwenden und dich nicht scheuen deine Gegner schwer zu verletzen dann wärst du viel weiter.
Ein geschockter Gegner kann immer wieder aufgeweckt werden. Auch wenn du einen entwaffnest, könnte er plötzlich ein Messer ziehen.“
Zur Unterstreichung ihrer Worte zog sie einen Dolch aus ihrem Umhang und drehte ihn in den Fingern.
„Ein gebrochenes Bein, ein abgetrennter Arm, eine Person, die sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmt… ja so jemand kann nicht mehr Kämpfen und wird auch, wenn er wieder gegen dich antreten soll zurückweichen, weil die Schmerzen, die du ihm beigebracht hast sich in ihn eingebrannt haben.“
Während sie den letzten Teil sprach, zeichnete sich wieder ein Grinsen auf ihren Lippen ab und Harry sah wieder das wahnsinnigen Funkeln in ihren Augen.
„Du hast dich also nicht völlig zum Guten gewendet“, merkte er an.
Bellatrix ließ ein lautes Lachen hören. „Ich war immer etwas Besonderes, aber mein Mann wollte das ich nur so bin, zum Spaß foltere aber ihm hörig bin.
Oh, wenn ich die Chance hätte ihn für alles leiden zu lassen zu dem er mich gezwungen hat. Ich würde…“
„Bellatrix das ist genug“, sagte Harry und sie verstummte zu seiner Überraschung sofort.
„Gut, also wie wolltest du das hier jetzt gestalten? Ich gebe deinem Lord recht und wollte mich sowieso etwas weiterbilden in einigen Dingen.“
Die schwarzhaarige Frau grinste kurz. „Meiner Meinung nach würde ich vorschlagen wir beginnen mit Okklumentik. Den Geist zu verschließen ich wichtig in unserer Arbeit.
Das Gegenteil werden wir erst einmal auslassen. Das du deinen Geist verschließt ist wichtiger als das du in einen eindringst.
Verwandlungszauber, Duellzauber und schwarze Magie stehen dann noch auf meiner Liste.
Wenn ich mich recht erinnere, wurdest du von Severus Snape bereits in Okklumentik Unterricht, demnach sollten wir dafür nicht lange brauchen.“
Harry lachte bei ihren Worten laut auf was er sofort bereute, da er ein stechen in einer seiner Rippen spürte.
„Fuck!“, stöhnte er und hielt sich die Seite. Bellatrix grinste nur.
„Um deine Frage zu beantworten sein Unterricht war die reine Zeitverschwendung. Sogar noch schlechter als Zaubertrankunterricht bei ihm.
Die Stunden bestanden daraus das er mir sagte ich solle meinen Geist leeren und mir dann den Zauber auferlegt hat.“
Bellatrix hörte ihm zu und zog dann eine Augenbraue hoch.
„Er hat dir keine Lektüre gegeben? Oder Übungen?“
„Nein, ich sagte ja. Dieser Mann ist vollkommen unfähig in seinem Lehrerdasein.“
Sein Gegenüber stöhnte leise. „Gut also auch das von vorne. Ich werde dir einige Bücher zusammensuchen, die kannst du lesen, während du hier noch liegst.
Zabini hat heute Morgen noch einige Tränke vorbeigebracht, die du nehmen solltest, wenn die Schmerzen zu viel werden.“
„Das ist gut, hat er gesagt wie lange ich hier liegen bleiben sollte?“
„Noch etwas zwei Tage, dann kannst du zumindest wieder laufen und dich normal bewegen. Duellieren solltest du dich dann aber noch nicht.“
„Okay.“
Bellatrix hielt, was sie versprach, und brachte ihm nach dem Essen einige Bücher über Okklumentik und Mediation.
Das zweite davon enthielt auch eine Anleitung wie man seinen Geist leere oder aber befreite.
In den nächsten Tagen verbrachte er die meiste Zeit mit lesen und den Übungen aus dem Buch, sowie einigen einfachen Zaubern aus Büchern die im Kreacher brachte.
Bellatrix ließ sich alle paar Stunden bei ihm sehen, um sich zu erkundigen, ob er Fragen hatte.
Meistens verneinte er es oder aber bat sie um einen Ratschlag. Er hätte es nicht für möglich gehalten aber die Frau verstand ihr Handwerk, zumindest was die Geistesmagie anging.
Mentale Schutzwälle in seinem Kopf zu errichten war zeitaufwendig und wenn er im letzten Jahr damit angefangen hätte, wäre es wohl alles anders gekommen.
„Eine Frage: Die Schutzwälle der Mentalen Verteidigung verstehe ich ja, aber gibt es auch noch andere Möglichkeiten seinen Geist zu schützen?“
„Was würde dir den vorschweben? Die Verteidigung von jedem ist anders. Einige Schützen ihren Verstand mit Mauern oder Rätseln andere mit Kreaturen.
Es kann nicht schaden mehrere Linien zu haben.“
Harry grinste die Frau vor sich an. Inzwischen hatte er sich nicht nur an ihre Anwesenheit gewöhnt, sondern es gefiel ihm sogar.
Beim planen seiner Mentalen Verteidigung erwies sie sich als kreativ und hinterhältig, was fallen anging.
Auch fluchte sie oft und Harry war sich sicher das Professor Mcgonagall ihm allein für die Hälfte davon Nachsitzen bis zum Ende des Schuljahres gegeben hätte.
Er wusste zwar nicht, wann er solche Beschimpfungen verwenden sollte, aber es lohnte sich diese zu kennen, falls er mal in eine passende Situation kam.
„Ich dachte da an etwas ganz Besonderes für Snape.“
Sie bat ihn weiter zu reden und Harry fing an zu erzählen.
Mit jedem Wort wurden ihre Augen größer und sie fing schließlich an zu lachen.
„Das gefällt mir, bist du dir sicher, dass du nicht nach Slytherin gehörst?“
„Der Hut wollte mich dort hinschicken, aber ich habe es abgelehnt“, gestand Harry.
„Nun gut, das ist in der Tat möglich, um genau zu sein ist das eine der einfachsten Verteidigungen, mit denen man seinen Geist schützen kann, in deinem Fall ist es jedoch…“
Sie ließ den Satz unbeendet und Harry nickte verstehend.
„Danke, das wird ihm bestimmt eine lehre sein sollte er noch einmal versuchen in meine Gedanken zu schauen“
„Das hoffe ich doch.“
Harry streckte sich ausgiebig und griff nach dem Verwandlungsbuch neben seinem Bett.
Er hatte sich in den letzten Tagen einen Glamourzauber angeeignet damit er in die Winkelgasse oder das Ministerium gehen konnte ohne erkannt zu werden.
Beides stand auf seiner Liste, schließlich musste er seine restlichen Sachen abholen, er brauchte einen neuen Zauberstab und dann musste er noch etwas wegen seinem Wunsch Auror zu werden herausfinden.
Er kannte seine ZAG Noten noch nicht, aber dass er ein O in Zaubertränke bekommen würde, bezweifelte er.
Darum galt es herauszufinden, ob es möglich war UTZ-Kurse nachzuholen.
Auch wenn er nicht mehr in diesem Krieg kämpfen wollte, war die Ausbildung zum Auroren etwas das ihm gefallen könnte.
Einige Verwandlungszauber hatte er in den letzten Tagen, an denen er ans Bett gefesselt war, auch schon geübt. Er freute sich schon das er ab dem nächsten Tag wieder gehe konnte, wohin er wollte.
Am ersten Tag brauchte er sogar hilfe, um auf die Toilette zu gehen, eine Tatsache, die er ständig wieder versuchte zu verdrängen.
Die Kommentare die Bellatrix seit diesem Tag machte waren dafür aber nicht förderlich.
„Freust du dich schon das du dich ab morgen wieder richtig bewegen darfst?“, fragte sie wie beiläufig, während sie sich von dem Stuhl neben seinem Bett erhob.
„Und wie, ich kann die Räume hier oben nicht mehr sehen.“
Sie grinste kurz. „Ja es ist schon nervig, wenn man ans Bett gefesselt ist, zumindest diese Art von ans Bett gefesselt sein und nicht die gute“, antwortete sie und trat zur Tür.
„Wie meinst du das?“, fragte er verwirrt.
„Das wirst du eines Tages bestimmt rausfinden“, antwortete sie und ließ ihn alleine.
Harry hatte ein großes Fragezeichen über dem Kopf aber wandte sich dann wieder dem Buch zu. Er wollte vor dem schlafengehen noch etwas lesen.
Wie er es bereits gewohnt war, erschien neben seinem Bett ein Teller mit Sandwiches und eine Schale Suppe. Nach der Unterrichtsstunde mit Bellatrix servierte Kreacher ihm das Abendessen und dann ging er schließlich zu Bett.
Am nächsten Morgen ging Harry erstmal duschen und zog sich an, bevor er die Stufen hinunterstieg, um endlich einmal wieder das Erdgeschoss zu betreten.
Er spürte zwar beim Treppensteigen noch immer ein leichtes Stechen in den Beinen aber er war schlimmere Schmerzen gewohnt.
Am Fußende der Treppe sah er hingegen etwas das ihn erstaunte. Die Vorhänge zu dem Porträt von Sirus Mutter waren geöffnet und die alte Frau blickte in dem Moment auf als er sie erblickte.
Sie sah ihn stumm an und er ging schließlich weiter, während er sich die Augen rieb. „Hab ich jetzt schon Wahnvorstellungen?“, fragte er sich und betrat die Küche wo schon Bellatrix saß und in er Tasse rührte.
„Guten morgen“, sagte er und setzte sich ihr Gegenüber.
„Morgen Harry“, antwortete sie und schob ihm ebenfalls eine Tasse zu. Er nahm sie an und trank, ohne nachzudenken, einen Schluck, bevor er das Gesicht verzog.
„Was ist das denn?“
„Kaffee, extra stark und schwarz“, antwortete sie und nahm einen Schluck.
„Was auch sonst als schwarz“, murmelte Harry.
„Hast du was gesagt?“, fragte sie und blickte über den Rand ihrer Tasse auf ihn.
„Nein, alles gut“, antwortete er und nahm noch einen Schluck.
Es schmeckte bitter, aber Koffein war etwas das er heute gebrauchen konnte. Nach mehreren Tagen des nur im Bett Herumliegens wollte er heute aktiver sein.
„Sag mal, habe ich Wahnvorstellungen oder ist Sirius Mutter tatsächlich wach, bei offenen Vorhängen und schreit nicht wie eine wahnsinnige Banshee?“
„Ob du Wahnvorstellungen hast, kann ich dir nicht beantworten, aber meine Tante ist wach und das Porträt hängt offen, wie es sollte.
Ich habe mir die Freiheit genommen und mit ihr geredet. Sie ist froh, dass wieder anständige Menschen in diesem Haus verkehren.“
„Ah ja…“, antwortete Harry auf diese Erklärung und entschloss sich erstmal nichts weiter dazu zu sagen.
Während Kreacher das Frühstück vor ihnen erscheinen ließ, ging Harry seinen Plan für heute durch. Als erstes würde er sich einen neuen Zauberstab besorgen, danach musste er seine restlichen Sachen abholen und vielleicht nochmal einen Blick in den Buchladen werfen.
Danach könnte er, wenn noch Zeit war ins Ministerium gehen und sich wegen dem UTZ Nachholkurs erkundigen.
„Worüber denkst du nach?“, fragte Bellatrix die sich eine zweite Tasse von dem Kaffee einschenkte.
„Ich gehe meinen Plan für heute durch. Ich brauche einen neuen Zauberstab und danach muss ich noch einige Sache abholen und ins Ministerium.“
„Ollivander?“, fragte sie und nahm sich ein Brötchen.
„Natürlich wo denn sonst?“
Sie schmunzelte bei seinen Worten. „Dann viel Erfolg, der sitzt in einem magischen Kerker, weil mein Meister einige Fragen an ihn hat.“
Harry stöhnte laut auf. „Na super, wo zum Teufel soll ich denn jetzt einen neunen Stab herbekommen?“
„Nocturngasse, geh bis Borgin und Börgs und dann die kleine Gasse rechts von dem Laden entlang.
Dort kommst du zu einem guten Zauberstabmacher… er bedient zwar nicht jeden aber als zweifacher Lord dürfte er an dich etwas verkaufen.“
Harry zog eine Augenbraue hoch. „Das ist ein Scherz, oder? Er sucht sich aus, an wenn er seine Waren verkauft?“
„Nein, er verkauft dir keinen Stab, er macht dir einen Stab. Dafür braucht er eine Probe deines Blutes, Blutstäbe sind viel passender als Normale.
Du wirst merken das er sich leichter führen lässt als deine bisherigen.“
„Na ganz toll und wenn er mich nicht als Kunden will?“
„Dann viel Erfolg mit dem Stab, den mein Meister dir geschenkt hat, oder aber du wirst im Ausland bei einem Händler suchen müssen.“
Harry fluchte leise und brachte die Frau vor sich zum lachen. „Solche unflätigen Worte aus deinem Mund? Ich sollte ihn dir mit Seife auswaschen.“
„Bitte, bei dem was du schon alles in den Mund genommen hast, war das doch gar nichts.“
Sie funkelte ihn einen Augenblick an, als ob sie etwas sagen wollte aber schwieg dann.
Die beiden frühstückten zu Ende und schließlich erhob sich Harry. „Ich würde dich fragen, ob du mich begleitest, aber du bist wohl genau wie Sirius in diesem Haus gefangen.“
„Nicht ganz so schlimm wie er. Was hast du nun eigentlich mit der Familie Black vor?“
„Wie meinst du das?“
„Du bist nun das Oberhaupt der Familie, du kannst sie nicht einfach verkommen lassen.“
Harry biss sich auf die Lippen. „Wer ist denn noch übrig? Also nur die Nahverwandten.“
„Abgesehen von mir nur noch Narzissa, Draco und… naja unsere Schwester Andromeda und ihr Tochter Nym… nyma…“
„Nymphadora Tonks?“, fragte Harry und Bellatrix nickte.
„Also das ich Malfoy etwas von dieser Familie überlasse kann er vergessen. Dieses Erbe ist Teil meines Tickets in die Freiheit und ich will ein ruhiges Jahr in Hogwarts erleben.
Du fällst auch flach, also bleibt nur noch Tonks Mutter. Kann ich nicht die Familiengeschäfte auf sie übertragen? Oder gleich alles, sie hat eine Tochter also wäre das Erbe damit gesichert, oder habe ich das falsch verstanden.“
„Sie hat eine Tochter, aber wurde aus der Familie verstoßen.“
„Mach ich rückgängig“, antwortete Harry mit einer Wegwischenden Handbewegung.
„Gut, dann bitte sie darum es zu übernehmen, vielleicht macht sie es, ansonsten wirst du Erben für zwei Häuser hervorbringen müssen.
Die gute Nachricht ist aber das du dir dafür auch eine zweite Frau suchen kannst.“
Harry gefiel der Ton nicht in dem sie das sagte. Er hatte noch nie mehr als ein Date in seinem Leben gehabt und nun sollte er zwei Frauen heiraten und Kinder bekommen nur wegen der Gesetze dieses Landes?“
„Du kannst es auch Narzissa geben, dann wird Draco der nächste Lord Black.“
„Nur über meine Leiche“, knurrte Harry.
Daraufhin wurde ihr Grinsen noch breiter. „Wir scheinen da etwas gemeinsam zu haben. Wie wäre es, wenn du…“
____________________________________________________________
So ich hoffe es hat euch gefallen und auch die etwas veränderte Bellatrix. Egal wie man kann sie einfach nicht völlig nett machen. Das ist gegen jede Natur.
LG