115 Quidditch und die Blacks
115 Quidditch und die Blacks
Narzissa schwieg einen Moment, bis Lucius zu seiner Frau hochsah.
„Was soll das bedeuten? Du musstest die Erbstücke meiner Familie verkaufen?“
„Es war nötig, für Investitionen in die Zukunft unseres Sohnes.“
Die Hexe mit den blonden Strähnen atmete langsam durch.
„Lucius, diese Stücke sind oder waren seit Generationen im Besitz der Familie Black.“
„Sie lagen unberührt in unserem Keller. Du bist meine Frau, was dein ist, ist auch meins!“, brüllte er.
„Also kann ich auch die Erbstücke deiner Familie verkaufen?“
„Niemals!“
Narzissa erhob sich. „Was hast du alles verkauft?“
Lucius schwieg einen Moment, während er vermied seiner Frau in die Augen zu sehen.
„Lucius?“
Seine Frau machte sich auf den Weg aus dem Zimmer, um wahrscheinlich in die Geheimkammer zu gehen.
Er atmete durch und machte sich auf das Geschrei gefasst, das gleich kommen würde.
Wie er es erwartet hatte, kam seine wütende Frau Minuten später zurück. In ihren Händen zwei Kästchen.
„Wo ist der Rest?!“, verlangte sie zu erfahren.
„Wie ich bereits sagte musste ich einige der Gegenstände verkaufen, um unserem Sohn zu helfen.“
„Lucius, es fehlen Mehrere Schmuckstücke und ein paar dekorative Dolche aus Koboldstahl. Das ist mehr als genug um ihn ein ganzes Leben zu finanzieren!“
„Es war nötig und für das Schmuckset hat er mir einen besseren Preis gemacht als für nur ein oder zwei Einzelteile.
Von dem Gold ist noch ein einiges da, wir können Potter problemlos auszahlen.“
„Lucius, es geht nicht um das Gold. Es geht um die Erinnerungsstücke, die du verkauft hast. Das wird Andy dir nicht durchgehen lassen, das kann ich dir versprechen.
Auch wenn sie aus der Familie damals verstoßen wurde, wird sie es nicht akzeptieren das du die Kette unserer Uhrgroßmutter verkauft hast, um Besen zu kaufen.“
Lucius machte eine abweisende Handbewegung. „Das ist doch kein Problem, du musst nur bestätigen das du mit dem Verkauf einverstanden warst.“
„Das war ich aber nicht. Lucius, verstehst du überhaupt, was du da getan hast? Ich habe einige dieser Teile geliebt! Ich werde dich nicht decken, wenn sie wütend wird.“
Lucius schlug auf den Tisch. „Zissa, du hast mir zu gehorchen!“
Die Schwarzblonde Frau funkelte ihn böse an und erhob sich.
„Das kläre mit ihr, ich werde dich nicht decken. An wen hast du die Schmuckstücke verkauft?“
Lucius sah seine Frau wütend an. Sie hatte ihm zuzustimmen, als seine Ehefrau.
„Borgin“, antwortete er knapp.
Seine Frau verschwand aus dem Zimmer, während er zurückblieb und ihr nachschaute. Der Verkauf lag Jahre zurück, selbst wenn es den Laden noch geben würde, wäre es fraglich, ob er die Gegenstände noch hätte.
Sie würde sich beruhigen und oder er würde sie mit einem Geschenk beschwichtigen. Sie mochte zwar gerade wütend sein, aber die Gegenstände lagen nur in ihrem Geheimkeller herum und bis heute hatte sie nicht bemerkt da sie weg waren.
Woher hätte er wissen sollen das sie wirklich so an ihnen hing?
Einige Minuten später hörte er seine Frau wie sie die Treppe hinunterkam, als er seinen Blick erhob, sah er noch, wie ein Koffer an der geöffneten Tür des Salons vorbeischwebte.
Sofort war der Blonde auf den Beinen und lief aus dem Raum.
Seine Frau durchschritt gerade die Haustür, als er sie einholte.
„Was gedenkst du zu tun?“, rief er wütend.
Narzissa wandte sich ihrem Mann zu. „Ich werde mir eine Auszeit nehmen, nicht nur wegen dem jetzt. Es ist vieles: Der Auftrag im Ministerium, die Überwachung, unser Sohn, jetzt die Erbstücke.
Ich brauche Abstand, um mir alles durch den Kopf gehen zu lassen und ob ich das alles noch kann.“
„ZISSA WARTE! Du kannst nicht gehen! Ich verbiete es!“
Seine Frau trat die Stufen hinunter und ergriff ihren Koffer. Bevor sie verschwand, hörte er sie etwas murmeln bei dem er die Worte: „Freies Zimmer und Schwester“, hörte.
Nun blickte Lucius Malfoy auf die Stelle, wo seine Frau gerade verschwunden war. Mit einem knurren wandte er sich ab und ging zurück in den Salon.
Er würde Andromeda Tonks/Black, eine Antwort schreiben. Die Erbstücke gehörten ihm, da Narzissa seine Frau war und er konnte mit ihnen tun und lassen, was er wollte.
Sie würde das zu verstehen haben und wenn sie es nicht wollte, dann würde er sie schon dazu bringen.
Vielleicht war er im Ansehen des dunklen Lords gefallen, aber er war das Oberhaupt einer alten Reinblütigen Familie, die seinem Lord immer treu gewesen war.
Er würde ihm erlaubten diese Blutsverräterin zu vernichten, um damit die Kontrolle über die Blacks weiter in ihre Hand zu bringen.
Vielleicht würde es einen blutigen Überfall kosten, aber das würde er niederen Anhängern überlassen.
Potters Ende würde auch bald eintreten und je weniger andere Blacks lebten desto besser stand die Chance das die Familie Black in seine und oder die Hand seines Sohnes fiel.
In den nächsten Tagen hörte er nichts mehr von Narzissa, bis er schließlich zu einem Termin im Ministerium eintraf.
Die Schwarzhaarige Hexe, die Bellatrix sehr ähnlichsah, wurde von einer jungen rothaarigen Hexe begleitet, welche die Robe eines Auroen trug und auf sie einredete.
Lucius beschleunigte seine Schritte und näherte sich den beiden, bevor er in seinem üblichen herablassenden Ton sprach: „Lady Tonks… Black, ich habe mit ihnen zu reden.“
„Guten Morgen Lord Malfoy, was kann ich für sie tun?“
Die rothaarige Hexe blieb bei ihnen stehen und sah zwischen ihnen hin und her. Sie trug die Robe eines Auroren aber das sollte ihn nicht stören.
„Es geht um die Briefe, die sie mir geschrieben haben. Diese waren eine untragbare Frechheit! Wie können sie sich erdreisten solche Anforderungen an mich zu stellen?“
Sein Blick wanderte zu der Aurorin welche ruhig bei ihnen stand, aber sich nicht um ihre Worte zu kümmern schien.
„Wie sie meinem Brief bereits entnommen haben, habe ich die volle Befugnis alle Erbstücke zurückzufordern, um sie im Namen des aktuellen Oberhaupts neu verteilen zu lassen.
Warum interessiert sie das aber? Narzissa ist die betroffene in diesem Fall. Die Gegenstände gehören, auch wenn sie verheiratet sind, ihr.
Wenn sie sich weigern die Erbstücke herauszugeben wird das Konsequenzen nach sich ziehen, das habe ich ihnen auch geschrieben.“
Lucius lächelte schwach.
„Das haben sie aber nett auswendig gelernt. Ich bin das Oberhaupt der Familie Malfoy und das wird sich auch nicht ändern.
Die Gegenstände gehören demnach genauso mir und darum werde ich sie ihnen nicht aushändigen, nur weil Potter oder sie glauben, dass sie sie mehr verdienen.
Der Minister oder aber der Gammot wird mir in diesem Fall recht geben.“
Andromeda schüttelte den Kopf. „Sie haben sie nicht mehr, oder?“
„Das kann ihnen egal sein. Sagen sie meiner Frau das ich alles regeln werde und sie zurückkommen kann.“
Die ältere Hexe schaute ihn verwirrt an. „Ich habe seit dem Treffen bei Gringotts keinen Kontakt mehr mit meiner Schwester gehabt.“
Lucius sah sie schief an. „Nicht? Ich dachte… vergessen sie es.“ Der Blonde drehte sich um und ging davon, während die beiden Frauen ihm nachschauten.
„Ich habe fast Mitleid mit ihm“, murmelte Andromeda.
„Brauchst du nicht, er und sein Sohn haben alles verdient“, antwortete ihre Tochter und wandte sich wieder ihrer Mutter zu.
„Um aber nochmal auf das Thema zurückzukommen: Du wirst das mit ihm durchziehen?“
Andromeda nickte. „Ja, Zissa hat selbst gesagt das sie die Ehe für beendet hält. Also handle ich in ihrem Interesse und ihrem Wunsch.
Würde sie darauf bestehen bei ihm zu bleiben würde ich es nicht tun, sie ist immer noch meine Schwester und auch wenn wir alle in Ehen gezwungen wurden… oder gezwungen werden sollten werde ich diese Tradition unserer Familie nicht weiter fortsetzen.“
Tonks grinste und folgte ihrer Mutter zu den Kaminen damit diese zurück nach Hause flohen konnte.
„Ich wäre so gerne dabei, wenn er die Scheidungspapiere bekommt. Genau wie Harry, es seinem Sohn gerne unter die Nase reiben würde.“
Andromeda grinste schwach, bis sie die Kamine erreichten.
„Arbeite heute nicht so lange Dora. Deine Tante hat uns zum Tee eingeladen.“
Die heute Rothaarige gab ein unglückliches Geräusch von sich. „Welche?“
„Sie leben zusammen, also beide.“
Damit verschwand Andromeda und ließ ihre geschockte Tochter stehen. Mit einem leisen stöhnen drehte sie sich um und machte sich auf den Weg hoch in ihre Abteilung.
Sie hatte an diesem Treffen wenig Interesse, aber alleine wollte sie ihre Mutter auch nicht gehen lassen.
Am Ende drehte Bellatrix doch durch. Harry hatte ihr zwar versichert das die dunkle Hexe harmlos war, aber sicher war sicher.
Im schlimmsten Fall würde sie eine ihrer Tanten verhaften, aber das würde sich noch zeigen.
Am späten Nachmittag fanden sich die Gryffindors jubelnd in ihrem Gemeinschaftsraum ein. Ihr Team hatte die Raben schlussendlich doch geschlagen.
Zum Gesamtsieg des Turnieres hatte es nicht gereicht, aber sie hatten den Sieg gegen die Mannschaft eingefahren.
30 Punkte hatten ihnen dafür gefehlt. Ginny hatte den Schnatz schließlich fangen müssen. Cho Chang war dem Schnatz zwei Mal sehr nahegekommen. Ginny hatte sich dazu entschieden es zu beenden und ihnen den Sieg des Spiels zu sichern bevor sie es noch weiter in die Länge zogen, um vielleicht doch das ganze Turnier zu gewinnen.
Der Sieg im Spiel war besser als dann doch noch eine Niederlage einzustecken.
Ihre Kapitänin Kathie Bell, war natürlich etwas geknickt, sie hätte den Sieg im gesamten Turnier gewollt, aber konnte die Entscheidung der Rothaarigen verstehen.
Für sie war es die letzte Chance gewesen den Pokal zu holen, aber es gab für die anderen aus dem Team immer noch ein nächstes Jahr und mit diesem völlig neuen Team so weit gekommen zu sein war in ihren Augen eine Leistung.
Kathie hatte es sich in einem Sessel bequem gemacht, als sich Harry neben sie setzte.
„Glückwunsch zum Sieg Kathie“ sagte er und prostete ihr mit einem Butterbier zu.
„Danke Harry, auch wenn ich immer noch der Meinung bin wir hätten den Gesamtsieg verdient oder aber hätten ihn bekommen wenn du für uns gespielt hättest.“
Er zuckte mit den Schultern und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Ich weiß und ich liebe das Spiel immer noch, nur leider gibt es in der heutigen Zeit wichtigeres…“
Während er das sagte, konnte er sich seinen ehemaligen Teamkapitän Olliver Wood vorstellen, wie er ihm da entschieden widersprechen würde.
„Außerdem ist das mein erstes Jahr an dem ich nicht im Krankenflügel war.“
Kathie überlegte einen Moment und nickte dann. „Da hast du recht, dafür übrigens auch herzlichen Glückwunsch.“
Er schenkte ihr ein Lächeln und die beiden begannen ein Gespräch über das letzte Spiel.
Tonks ging gerade mit ihrer Mutter durch den Kamin am Grimmauldplatz. Dort wurden sie von Kreacher mit einer Verbeugung begrüßt, der sie mit einigen leisen Flüchen in den Salon bat.
Sie folgten ihm, während Tonks die Küche betrachtete. Es war sauber und wie sie von Harry gehört hatte lag das an dem alten Hauselfen.
Als sie noch mit dem Orden hier waren, hatte dieser keinen Finger gerührt und durch das „retten“ der Dinge, die sie weggeworfen haten ihnen die Arbeit sogar noch erschwert.
Im Salon angekommen fanden sie die anderen beiden Blackschwestern sowie Sirius vor, die bereits eine Kanne Tee auf dem Tisch zwischen sich stehen hatten.
„Andy, Nymphadora, setzt euch. Schön, dass ihr gekommen seid“, sagte Narzissa zur Begrüßung und bot ihnen die Plätze ihnen gegenüber an.
Tonks warf ihr bei der Nennung ihres Vornamens einen bösen Blick zu und sah sich in dem Raum um bevor sie sich mit einem Seufzer setze.
Harry schuldete ihr eine Menge, was er ihr anvertraut hatte, würde das Land in völligen Aufruhr versetzen.
Bereitwillig hatte sie den Schwur geleistet das sie nichts von dem, was sie in der Bank besprochen hatten an jemand anderen erzählen würde.
Das war auch zu ihrem eigenen Schutz. Sie würde ihr Leben oder ihre Magie nicht opfern, auch wenn sie immer noch nicht 100% überzeugt war, das Harry das richtige getan hatte.
Während Tonks sich für den Tee und das Gebäck interessierte, oder aber mit Sirius plauderte, warf sie immer wieder einen prüfenden Blick auf die Schwestern ihrer Mutter. Die drei waren in ein Gespräch über ihre Schulzeit vertieft.
Tonks hatte schnell herausgehört das Bellatrix immer etwas verrückt war, sogar schon während ihrer Schulzeit, nur war sie damals noch nicht so gefährlich. Das hatte man daran gesehen, was sie mit einigen Mitschülern gemacht hatte. Sie nannte es Streiche Tonks schwankte zwischen Körperverletzung und Mobbing.
„Das ist alles teilweise aus dem Zusammenhang gerissen und die Geschichte mit Dorlesh ist ja wohl Andys schuld gewesen“, protestierte Bellatrix gerade.
Diese schnaubte abfällig, während Tonks die Ohren spitzte.
„Da hat sie recht Andy und es war nicht nur bei ihm so.“
„Das ist lächerlich, ich bin mir keiner Schuld bewusst und im Gegensatz zu euch wurde ich niemals zum Nachsitzen bestellt.“
Narzissa und Bellatrix warfen sich einen kurzen Blick zu.
„Also als Aurorin kann ich nur sagen: Ohne Beweise kann niemand angeklagt werden“, erklärte Tonks.
„Danke Dora, seht ihr sie…“
„Natürlich wäre es etwas anderes wenn ihr Beweise vorbringen, könntet“, warf Tonks schnell ein. Die Augen der beiden verengten sich plötzlich.
„Oh, wo soll ich anfangen? Ich hoffe du hast dir heute nichts mehr vorgenommen. Deine Mutter ist nicht so eine brave Frau wie du vielleicht glaubtest.
Wir drei waren gefürchtet, auch wenn deine Mutter als die vernünftigste von uns galt. Sie war insgeheim sogar schlimmer als ich“, erklärte Bellatrix.
„Da hat sie recht“, stimmte Narzissa ihr zu.
„Lügen! Dora, glaube deinen Tanten kein Wort. Sirius, du kannst meine Unschuld bestätigen.“
Der einzige Mann der Gruppe nippte an seiner Tasse, bevor er sie abstellte. „Das müsst ihr untereinander klären“, sagte er nur und bediente sich am Gebäck.
Narzissa nickte ihm zu während Bellatrix teuflisch lächelte. „Wenn du so unschuldig bist Andy, dann sag mir doch einmal bitte: Warum du dich immer lautstark über Herren beschwert hast, die dir gegenüber zu aufdringlich waren, wenn ich in Hörweite war?
Du wusstest das ich als gute Große Schwester mich diesem Problem annehmen würde.“
„Zufall und Spekulation, ich habe mich nicht nur in deiner Nähe über einige unserer Mitschüler ausgelassen Bella“, antwortete Andromeda.
„Was ist mit den dutzenden malen, bei denen du Bella und mich übersehen hast, als wir uns rausgeschlichen haben? Oh, oder aber wo wir dich in den Gemeinschaftsraum lassen mussten, weil er ab der letzten Sperrstunde nicht mehr von außen geöffnet werden konnte?“, fragte Narzissa.
„Das war… nun, Familientreue. Ich konnte euch ja schlecht an die Lehrer verraten, das hätte nur zu Problemen mit unseren Eltern geführt und bei der Sperrstunde… das war… ähm… oh ja! Das lag daran das ich aufgehalten wurde…“
„In einer Besenkammer“, murmelte Bellatrix laut in ihren Tee. Tonks und Sirius fingen an zu lachen während Andromeda anfing zu erröten.
„Das ist nicht wahr! Ich hatte Patrouillen in meiner Funktion als Vertrauensschülerin!“
Den Protest ihrer Mutter erkannte Tonks als Lüge, sie wusste wie sie sich anhörte, wenn sie versuchte sich aus einer für sie ungünstigen Situation herauszulügen.
„Oh Mum, das wusste ich ja alles gar nicht. Also waren alle deine Vorträge über das beherrschen und nicht ausnutzen meiner Kräfte ein: Tu was sage und nicht was ich in meiner Zeit getan habe, Ding?“, fragte Tonks breit grinsend.
„Dora! Das waren andere Zeiten und andere Situationen!“, ermahnte Andromeda ihre Tochter.
Bellatrix und Narzissa grinsten sich an.
„Dein Mum war wirklich unangefochten die anständigste von uns dreien. Wahrscheinlich bekam sie darum auch das Amt der Vertrauensschülerin, Dumbledore hatte wahrscheinlich die Hoffnung das sie uns etwas bremsen könnte.
Auch wenn sie an einigen unserer Streiche, bei der Planung beteiligt war, oder aber sie verursachte Situationen durch ihre passiven Kommentare“, erklärte Narzissa.
„Das hätte ich so gerne früher gewusst. Das hätte einige unserer Gespräche so viel einfacher für mich gemacht“, sagte Tonks.
Andromeda atmete durch und wandte sich völlig an ihre Tochter. „Dora, ich habe… vielleicht einmal meine Schwester dazu gebracht einen aufdringlichen Jungen von mir fernzuhalten.
Das ist nicht mit dir zu vergleichen. Wenn ich dich daran erinnern darf, hat mir Hogwarts einen Brief geschrieben, weil du: Dich in das Ebenbild eines deiner männlichen Mitschüler verwandelt hast und dann in die Jungenduschen spaziert bist.““
Tonks Gesicht nahm einen Farbton an, den man nur mit Ginnys Haren beschreiben konnte und sie machte sich in ihrem Sitz plötzlich sehr klein.
„Oh und dann war da noch die Geschichte als du dich als Professor Mcgonagall ausgegeben hast um…“
„HALT! Ja ich habe es begriffen, aber hör auf darüber zu reden. Ich vergesse, dass was ich gehört habe und du hörst auf so etwas zu erzählen.
Wir trinken unseren Tee und essen das Gebäck und gehen, okay?“
Andromeda lächelte ihre Tochter an. „Natürlich Dora.“
Sirius, der bis gerade nur stumm zugehört und gelacht hatte, klopfte sich auf den Oberschenkel und ließ ein weiteres bellendes Lachen ertönen.
„Ich habe es vermisst mit euch dreien zusammen zu sitzen. Ihr seid so eine großartige Unterhaltung.“
Der Blick aller drei Schwestern richtete sich auf Sirius. „Da gebe ich Siri recht, wir sollten weiter für gute Unterhaltung sorgen.“
„Da gebe ich Andy recht. Reden wir doch über dein Missgeschick bei Jenneva Nott.“
Schlagartig hörte der einzige Mann in der Runde auf zu lachen.
„Nein, das ist unpassend Zissa!“, warf Bellatrix ein. Daraufhin schauten sie alle verwundert an.
„Ich bevorzuge die Geschichte mit Amelia Bones.“
Sirius stöhnte laut auf, bevor Tonks die Hand hob und bestimmend zur Unterbrechung rief.
Die drei Schwestern sahen sie verwundert an, während Sirius dankbar wirkte. Tonks rief einen Block und eine Feder zu sich.
„Okay, jetzt redet weiter. Was genau war zwischen ihm und meiner Chefin und spart nicht an Details!“
Sirius versank stöhnend vor Scham im Erdboden. Er hätte es besser wissen müssen, aber er konnte seinen Mund nicht halten.