18 Dumbledores Schnitzeljagt
18 Dumbledores Schnitzeljagt
Albus Dumbledore hatte keine guten Tage hinter sich. Erst schien es so, als ob seine Marionette verstorben sei, als das Haus seiner Muggelverwandten ein Opfer der Flammen wurde.
Das wachhabende Ordensmitglied hatte sich davongeschlichen. Mundungus Fletcher war vielleicht ein Gauner und Tagedieb, aber er half ihnen auf seine eigene Art.
Es war seit der Sache mit den Dementoren nichts mehr passiert. Wer konnte schon ahnen das ausgerechnet in dieser Nacht ein Feuer ausbrach.
Leider war Dumbledore selbst gerade nicht in Hogwarts gewesen. Eines seiner Gegenstände hatte, als er wiederkam, alarmgeschlagen das etwas mit dem haus der Dursleys passiert war.
Als er dort ankam, war das Haus bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Sein nächste Anlaufpunkt war der Grimmauldplatz 12.
Diesen konnte er aber weder sehen noch betreten, egal was er tat. Es schien so, als ob die Schutzzauber auf ihm sich verändert hatten.
Seine letzte Hoffnung war der Fuchsbau. Es war das einzige Gebäude, das ihm gerade einfiel in dem es genug platz für mehrere Mitglieder des Ordens gab.
Dort wurde er dann auch fündig. Molly Weasley berichtete ihm das sie aus dem Grimmauldplatz geworfen wurden.
In den nächsten Tagen versuchte er zum einen Harry zu finden und zum anderen herauszufinden was bei den Dursleys passiert war.
Leider waren die Muggelbehörden nicht besonders kooperativ.
Schließlich war ein Artikel in der Zeitung erschienen, in welchem der Bengel zu sehen war.
Er sah anders aus, zum einen trug er keine Brille mehr, aber es war zweifelsfrei Potter. Der Junge hatte überlebt und Dumbledore vermutete, dass dieser sich im Grimmauldplatz aufhielt.
Er versuchte noch einmal einen Brief an Harry zu schicken, den er mit einem Portschlüsselzauber belegte.
Sobald der Junge den Brief öffnete, würde er sich im Fuchsbau wiederfinden, wo er wieder unter der Obhut von seinen Leuten stand.
Dumbledore wusste das es nur eine Frage der Zeit war, bis Harry wieder unter seiner Führung stand.
Ein Klopfen am Fenster erregte seine Aufmerksamkeit, vor seinem Bürofenster saß ein brauner Waldkauz mit einem Brief im Schnabel.
Mit einem Schlenker seines Zauberstabes öffnete er das Fenster und der Vogel konnte hineinfliegen. Dieser ließ den Brief auf seinen Schreibtisch fallen, bevor er wieder davonflog.
Dumbledore nahm ihn und erkannte das Wappen von Gringotts auf diesem.
„Sehr geehrter Albus Dumbledore,
hiermit teilen wir ihnen mit das der an Mr. Harry Potter durch sie versendete Brief von unserer Postsperre als verzaubert erkannt wurde.
Der nicht registrierte Portschlüssel und der Verdacht einer möglichen Entführung durch diesen wurde an das Zaubereiministerium weitergegeben.
Hochachtungsvoll Griphook. Vermögensverwalter der Familie Potter.“
Dumbledore hatte zu ende gelesen und warf den Brief mit einem Schrei in den Kamin.
„Warum besaß der Junge eine Postsperre?“ Er hatte selbst eine über den Jungen gelegt, um zu verhindern das er falsche Post erhielt oder als Kind zu früh von der magischen Welt erfuhr.
Nun aber schien es so, dass nicht nur seine gebrochen worden war, sondern der Junge auch eine eigene hatte aufbauen lassen.
„Dieses Kind wird noch einmal meinen letzten Nerv rauben“, knurrte er.
Es half nichts, es gab in zwei Tagen eine Gammotsitzung. Er würde dort die Sperre aufheben lassen. Schließlich war er Albus Dumbledore, der größte Zauberer von ganz Britannien oder aber sogar der ganzen Welt.
Dazu noch der Anführer der hellen Seite und was wichtiger war der Vormund des Jungen. Eigentlich hätte Harry diese Sperre gar nicht einrichten können dürfen.
„Verdammte gierige Kobolde. Wahrscheinlich haben sie ihm eine Unsumme dafür berechnet, damit sie diese Sperre auf ihn legen.
Wenn dieser Krieg vorbei ist und das magische Britannien unter meiner Kontrolle ist, werde ich sie dafür bestrafen.“
Die beiden Tage vergingen und wurden nur davon unterbrochen das er einem seiner ehemaligen Lehrer Kollegen einen Besuch abstatte und Molly Weasley mehrfach um ein Gespräch mit ihm bat.
Die Frau wollte wissen was mit dem Grimmauldplatz war und mit Harry. Schließlich hatte er ihnen den Jungen versprochen um diese gute und ihm treue Familie etwas Wohlstand zu verschaffen.
Natürlich würde er das meiste des Potter Besitzes verwalten aber der Familie würde es an nichts mehr fehlen.
Was seinen Kollegen anging hatte er aber einen Durchbrauch. Horrace Slughorn war der ehemalige Lehrer für Zaubertränke und hatte sich bereit erklärt wieder nach Hogwarts zurückzukommen.
Es hatte ein sehr langes Gespräch gebraucht, bis dieser sich bereit erklärt hatte. Dumbledore hatte eigentlich geplant dieses Gespräch zusammen mit Harry zu führen, Horrace sammelte einflussreiche Schüler. die er um sich scharte.
Er stellte sie alten Schülern von sich vor und bekam dafür immer wieder Geschenke oder aber andere Dinge.
Harry wäre das Juwel seiner Sammlung von großen Persönlichkeiten gewesen und auch hätte es nicht so lange gedauert.
Nun war es aber endlich so weit. Er würde die Sperre von Harry aufheben lassen und ihm dann einen weiteren Portschlüssel zuschicken.
Danach würde er mit dem Jungen mal ein ernstes Wort reden. Einfach zu verschwinden war falsch und das würde er ihm sagen.
Er würde dem Jungen ein schlechtes Gewissen einreden, das war etwas das er in den letzten Jahrzehnten perfektioniert hatte.
Dumbledore betrat den Tagungsraum, in der Tür stand gerade der Zaubereiminister Cornelius Fudge und war ins Gespräch mit einer schwarzhaarigen Frau vertieft. „Albus, guten Morgen“, sagte der Minister als Dumbledore auf ihn zutrat.
„Guten Morgen Cornelius. Ich hoffe es geht ihnen gut?“
„Ausgezeichnet Albus, was führt sie den heute zu uns?“
„Das heute Gammottreffen natürlich. Ich habe noch ein wichtiges anliegen an sie. Die Kobolde haben unrechtmäßig eine Postsperre über Harry Potter gelegt.
Ich als sein Vormund wurde nicht darüber informiert und muss auf eine Auflösung bestehen.“
Fudge sah den Mann schief an. „Ich glaube da muss ein Fehler vorliegen Albus. Madam Black… oder Tonks?“
„Inzwischen wieder Black“, antwortete die Frau und wandte sich Dumbledore zu.
„Guten Tag Professor.“
„Ja, Madam Black hat mich gerade darüber informiert das sie die Sitze der Familien Black und Potter einnimmt.
Harry wurde emanzipiert, wie sie diesem Schreiben der Kobolde entnehmen können.“
„Das muss ein Fehler sein. Der junge ist noch keine 17!“
„Es hat etwas mit der Teilnahme am Trimagischen Turnier zutun und ist rechtskräftig. Er bat mich seine Plätze einzunehmen da er auf seine Aufgaben nicht vorbereitet wurde.
Außerdem wollte er sich auf sein Studium konzentrieren und die Stimmen an jemanden aus der Familie Black übergeben.“
„Andromeda, ich verwalte die Familie Potter schon seit Lillys und James tragischem tot. Ich bin mir sicher wir können das klären.
Wenn du mir sagst, wo ich Harry finden kann, dann rede ich mit ihm. Ich bin mir sicher ich kann das alles aufklären.“
„Tut mir leid, aber ich weiß nicht, wo er sich befindet. Herr Minister, ich danke ihnen für ihre Zeit vor dem Treffen, wenn sie noch etwas brauchen, dann können sie mich jederzeit per Eule kontaktieren.“
„Natürlich Madam, dass selbe wollte ich ihnen ebenfalls gerade sagen“, antwortete der Minister und warf sich etwas in die Brust.
Er erinnerte sich das Lucius Malfoys Frau aus der Familie Black stammte. Er hatte sich schon länger gefragt, warum das Erbe nicht an die Malfoys gegangen war.
„Andromeda, eine Frage noch: Wie kam Harry zu dir? Ich bin mir sicher ihr habt euch noch nie getroffen.“
„Über meine Tochter, wie du weißt sind die beiden befreundet.“
Dumbledores Augenbraue zuckte kurz. „Gut danke schön.“
„Albus, bevor ich es noch vergesse. Ich habe die Anklage gegen sie fallen lassen, also nicht vollständig, aber es wird keinen Prozess geben.
Sie kommen mit einer Geldstrafe wegen des Portschlüssels davon. Ich muss sie aber dringend darauf hinweisen so etwas nicht noch einmal zu wiederholen.
Wir haben uns alle Sorgen um Harry gemacht, aber ihm geht es sehr gut.“
„Natürlich Cornelius. Ich werde mich mit Harry besprechen ich bin mir sicher, wir können dieses ganze Missverständnis hier aufklären.“
Andromeda war anderer Meinung aber sagte nichts dazu. Harry war beim Essen ziemlich eindeutig. Er schien von einigen der Pläne die Dumbledore mit ihm hatte zu wissen und er schien nicht begeistert davon zu sein.
Ihre Tochter hatte, in dem letzten Jahr immer wieder über die Pläne des Ordens geflucht und durch Zufall hatte sie zwei Gespräche, die diese mit Ginny hatte, gehört.
„Da bin ich mir sicher Albus. Harry ist emanzipiert und somit untersteht es seinem Urteil ob oder wen er als Stellvertreter einsetzt.“
Dumbledore machte auf dem Absatz kehrt und ging zurück zu den Fahrstühlen. Dabei kam ihm Lucius Malfoy entgegen.
Dieser warf ihm einen Verachtenden Blick zu. Er konnte sich wenigstens mit dem Gedanken trösten das heute nichts Wichtiges besprochen wurde.
Somit konnte Andromeda, welche Neutral war keinen unbewussten Schaden anrichten.
Natürlich stand es außerfrage das er sich auch einmal mit Nymphadora unterhielt. Am besten vor dem nächsten Ordenstreffen.
Dieser schickte er einen Brief und am nächsten Morgen fand sich diese in seinem Büro in Hogwarts ein.
„Nymphadora, wie schön, dass du es einrichten konntest.“
„Guten Morgen Professor, leider nicht wirklich. Ich habe nicht viel zeit, da ich direkt weiter zur Arbeit muss.“
„Bedauerlich, dass du dir für unsere Sache so wenig Zeit nimmst.“
Tonks rollte mit den Augen, sie war nun einmal auf ihren Beruf angewiesen und konnte nicht 24/7 umsonst für den Orden arbeiten, auch wenn sie das nicht einmal für Gold mehr tun wollte.
„Setz dich doch erstmal, möchtest du ein Zitronenbonbom?“
„Nein danke Professor zu beidem. Worum geht es denn nun, wie gesagt habe ich es heute eilig.“
Sie strich sich ihre langen schwarzen Haare aus dem Gesicht. Ein seltener Anblick auch für Dumbledore, sie ähnelte heute sehr ihrer Mutter, oder ihrer Tante statt wie sonst ihrem Bunten selbst.
„Es geht um deine Beziehung zu Harry, wie ich hörte hast du ihn an deine Mutter vermittelt, damit er ihr die Posten als Verwalterin für die Blacks und Potters übertragen kann.
Ich wüsste gerne, wie das zustande kam.“
Dumbledore beugte sich an seinem Schreibtisch etwas nach vorne, aber Tonks wich wie zufällig seinem Blick aus.
„Er bat mich meine Mum besuchen zu dürfen und ich habe ihm das Passwort für unseren Kamin gegeben.
So weit ich weiß hat Sirius ihm von ihr erzählt und da Sirius gestorben ist fiel das Erbe nun einmal auf Harry.“
„Nymphadora…“
„Nennen sie mich nicht so!“
„Gewiss, Verzeihung“, antwortete er mit seinem wie üblich großväterlichen Lächeln und sah, wie sich die Haare des Mädchens rot färbten.
„Du weißt doch das ich diese Familien bis jetzt verwaltet habe und das auch im Gammot. Ich wäre dir dankbar, wenn du mit deiner Mutter redest oder mir sagst, wie ich Harry erreiche kann damit er mir die Befugnisse zurückgibt.
Deine Mutter ist unserem Orden nicht beigetreten und sie könnte, wenn sie von unseren Plänen nichts weiß versehentlich großen Schaden anrichten.“
„Ich bin mir sicher meine Mutter weiß, was sie tut, und leider kann ich das nicht, da ich selbst nicht weiß, wo Harry sich aufhält.
Nach seinem Besuch hat er sich nicht mehr gemeldet.“
„Als ob einer von uns überhaupt groß in etwas eingeweiht wird“, fügte sie in Gedanken hinzu.
„Dann bitte ich dich ihm zu schreiben, er hat für eine Menge Wirbel in den letzten Tagen gesorgt. Erst die Sache mit seinen lieben Verwandten und dann das Interview…“
„Liebe Verwandte“, dachte Tonks spottend.
„Ich muss wissen was dort genau passiert ist, auch sah der Junge anders aus auf den Bildern.“
„Er hat sich von einem Heiler behandeln lassen, nachdem er von seinen Verwandten geflohen ist, so viel weiß ich.“
Dumbledore schmunzelte, das war doch wenigstens einmal etwas.
„Danke, damit hast du mir weitergeholfen. Ich entlasse dich dann wieder an deine Arbeit, aber bitte dich, wenn er nochmal Kontakt mit dir aufnimmst dich sofort bei mir zu melden.
Wir müssen ihn in Sicherheit bringen.“
„bis zum nächsten Treffen“, antwortete Tonks nur und verschwand durch den Kamin, um ins Ministerium zu reisen.
„In Sicherheit? Von wegen, egal wo er jetzt ist, es geht im besser als bei diesen Muggeln“, dachte sie und beeilte sich, um zu den Aufzügen zu kommen.
Ihre Vorgesetzt legte großen Wert auf Pünktlichkeit und wegen des Treffens würde das nun knapp werden.
„Und selbst wenn er sich meldet, werde ich einen Teufel tun. Das letzte was Ginny braucht, ist das ihre Familie wegen dem Potter Gold ihren Arsch verkauft“, dachte sie.
Kurz schmunzelte Tonks und schüttelte dann den Kopf, während sie den leeren Aufzug bestieg. „Ich sollte wirklich aufhören über Ginnys Hintern nachzudenken… wobei er eigentlich ganz schön ist.“
Wieder grinste sie und drückte den Knopf für den dritten Stock.
Dumbledore betrat einige Minuten nachdem Tonks ihn verlassen hatte das Sankt Mungo Hospital für magische Krankheiten und Verletzungen.
Er würde Harry dieses Schnitzeljagt nach ihm heimzahlen und auch mit Nymphadora würde er noch einmal reden.
Die junge Frau wusste das sie nach Harry gesucht haben und sie hatte ihn nicht sofort informiert. Zu ihrem Glück hatte sie ihm wenigsten, wenn auch unbewusst eine wichtige Information gegeben.
Dumbledore schritt an den wenigen Besuchern vorbei bis an die Information an der ein junger Mann, mit nach hinten gegelten schwarzen Haaren, in weißem Kittel saß.
„Damien, wie geht es dir?“, fragte er mit seinem großväterlichen lächeln.
„Guten Morgen Professor Dumbledore. Mir geht es ausgezeichnet, danke der Nachfrage. Was kann ich den für sie tun? Brauchen sie einen heiler? Oder nur einen Termin für eine Untersuchung?“
„Nein, nein. Mir geht es ausgezeichnet. Es freut mich immer wieder, wenn ich einen meiner alten Schüler Treffe. Wegen einem solchen bin ich auch hier.
Harry Potter, um genau zu sein. Er hat wohl letztens einen eurer Heiler aufgesucht.“
Der junge Mann überlegte einen Moment und schüttelte dann den Kopf. „Nein, an Mr. Potter würde ich mich erinnern.“
„Nun, ich bin sein magischer Vormund und er ist verschwunden. Kannst du mir sagen, wer vielleicht etwas genaueres wissen könnte?“
„Natürlich, ich schlage ihnen Chefheiler Zabini vor. Er ist vor einigen Minuten angekommen und ich bin mir sicher, dass er sich für sie gerne einige Minuten zeitnimmt.“
„Da bin ich mir auch sicher. Wo finde ich ihn?“
„Sein Büro ist im sechsten Stock, den Gang runter und dann auf der rechten Seite.“
„Danke Damien, du hast mir sehr geholfen.“
„Bis bald Professor.“
Dumbledore ging hinüber zu den Aufzügen und fuhr mit einem von ihnen hinauf in den sechsten Stock. Das Büro hatte er schnell gefunden.
Nach einem kurzen Klopfe wurde er hineingebeten.
Mr. Zabini saß hinter seinem Schreibtisch und blickte auf als Dumbledore eintrat.
„Albus Dumbledore, wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen. Was verschafft mir die Ehre?“
„Sie wurden mir empfohlen, ich brauche Informationen über Harry Potter. Ich bin sein magischer Vormund und er soll einen Heiler aufgesucht haben.
Leider ist er seit einigen Tagen wie sie wissen verschwunden. So weit ich weiß werden nach Behandlungen doch immer Nachuntersuchungen durchgeführt oder aber Zaubertränke an die Person geschickt.“
„Ah, natürlich Professor. Wenn ich mich an unser letztes Gammottreffen richtig erinnere, dann ist Lord Potter emanzipiert und somit sind sie nicht mehr sein Vormund.“
Dumbledore entging die Gehässigkeit in der Stimme des Mannes nicht.
„Mr. Zabini, das ist ein großes Missverständnis. Ich bitte sie nur mir zu sagen wer den Jungen behandelt hat und oder wohin die Tränke für ihn geschickt wurden.“
„Sie werden nicht lockerlassen, bis sie eine Antwort haben, oder?“, fragte Mr. Zabini.
„Es ist für das größere Wohl und zum Wohle von Harry mein Freund.“
Mit einem stöhnen erhob sich der Mann und ging an einen seiner Aktenschränke.
Schließlich zog eine Mappe aus diesem. „Potter… Rippenfraktur und Spuren des Cruziatusfluchs… Verletzung erfolgte im Dienst bei der Verteidigung…
Nein das ist James Potter…
Geburtsnachuntersuchung von Lilly Potter und einige kleiner Beschwerden während eben dieser…
Harry Potter…
Harry Potter…“
„Also?“, fragte er als der Mann noch drei weitere Akten aus seinem Schrank zog.
„Tut mir leid, aber zu Harry Potter gibt es keine Akte. Die letzten Aufzeichnungen zu seiner Familie beziehen sich auf seine Eltern.“
„Dann muss er unter anderem Namen hier gewesen sein.“
„Nicht möglich, wir identifizieren jeden unserer Patienten entweder durch seinen Zauberstab, sein Blut oder aber durch einige einfache Zauber.
Es wäre sofort herausgekommen, wer er wirklich war.“
„Gut und was bedeutet das nun?“
„Sollte er sich wirklich in Behandlung begeben haben dann war es nicht hier.“
Dumbledore knurrte leise und erhob sich.
„Danke für nichts“, murmelte er, als er sich wieder auf den Weg zur Tür machte.
„Einen Moment bitte, sie sagten sie waren Harry Potters magischer Vormund?“
„Ja, war und werde es wieder sein, warum?“
„Es liegt uns keine Erstuntersuchung von ihm vor. Genau so wenig wie eine Bestätigung das er vor seinem ersten Schuljahr geimpft worden ist.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann war er niemals mit einem ihrer Lehrer hier und so weit ich weiß haben sie in den Sitzungen immer gesagt das er bei seinen Muggelverwandten lebt.“
„Bestimmt nur ein Ablagefehler. Ich bin mir sicher das sich das alles aufklären wird.“
„Natürlich Professor. Ich werde unser Archiv durchsehen lassen und auch an Mr. Potter schreiben.
Als Schulleiter von Hogwarts muss ich ihnen doch sicher nicht sagen wie gefährlich es für sowohl Mr. Potter als auch für seine Mitschüler wäre, wenn ihm die Impfungen fehlen würden.“
„Natürlich“, murmelte Dumbledore und verschwand durch die Tür.
Sein besuch hier hatte ihm nicht weitergeholfen und die Lage noch verschlimmert. Er musste Harry finden und wieder unter seine Kontrolle bringen.
Damals hatte er extra Hagrid beauftrag den Jungen zu holen damit dieser ihn gleich auf die Spur vom Stein der Weisen und somit seinem ersten Test brachte.
Außerdem musste er verhindern das ein Lehrer mit ihm hierher kam, so wäre die Misshandlung durch seine Verwandten aufgefallen.
Harry musste lügen was die Untersuchung und die Impfungen anging. Sollte Harry sich weigern dann würde er einfach seine Erinnerungen verändern.
_________________________________________________________Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen.
Eine der tragischsten Erkenntnisse, die jeder in seinem Leben machen musste: Am ende einer Schnitzeljagt bekommt man kein Schnitzel.
LG Infernalsniper