30 Gryffindor Abend
30 Gryffindor Abend
Auf dem Weg zum Mittagessen traf Harry auf Ginny und erinnerte sie daran, dass sie sich treffen wollten. Die Zeit bis dahin hatte er damit verbracht mit Ron Schach zu spielen.
Er verlor wieder zwei Runden gegen ihn, wie es immer der Fall war. Von Hermine hatte er den restlichen Morgen nichts mehr gehört.
Als sie aus dem Schlafsaal der Mädchen herunterkam, war sie sichtlich angefressen.
Kurz nach ihr kamen Lavender und Parvati hinunter, beide grinsten breit. Scheinbar hatte Parvati Hermine darüber informiert das Harry, der beste in Verteidigung war und nochmal erwähnt das er das Fach abgewählt hatte.
Er und Ginny verabredeten sich im ehemaligen DA Raum für den Nachmittag, sie würde das Geschenk ihrer Brüder mitbringen.
Nach dem Mittagessen gingen Harry, Ron und Hermine in die Bibliothek. Ron wollte zwar lieber aufs Quidditchfeld, aber Harry und Hermine überstimmten ihn.
Die drei machten sich an ihre Hausaufgaben, wobei sie sich trennten, um nach Büchern zu suchen.
Diesen Moment nutzte Parvati, um Harry abzufangen.
„Ich habe schon mit dir gerechnet“, sagte er als die Inderin vor ihn trat.
„Gut“, antwortete sie. Das Mädchen war bester Laune.
„Wie mies war ihre Laune?“, fragte Harry, während sie nebeneinander durch die Regalreihen gingen.
„Oh, sie war ziemlich angefressen, aber ich möchte dennoch das du es mir zeigst.“
„Ich weiß und ich stehe zu meinem Wort… wie wäre es heute Abend um… 17 Uhr im Raum der Wünsche? Wünsch dir das ehemalige DA Hauptquartier.“
„Gerne doch Harry und ich hoffe du kannst dein Versprechen halten.“
„Ich doch immer.“
Parvati wollte sich gerade verabschieden, als ihr noch etwas einfiel.
„Bevor ich es noch vergesse. Das mit ihren Zähnen war wirklich gut. Schade, dass du es rückgängig gemacht hast.“
Harrys Mund verzog sich zu einem breiten Lächeln.
„Ach habe ich das?“
Damit zog er das gesuchte Buch aus dem Regal und machte sich auf den Rückweg zu den anderen beiden.
Parvati sah ihm verwundert nach. „Was meint er den jetzt damit? Sie sieht doch aus wie vorher“, dachte sie. Schließlich zuckte sie mit den Schultern und ging zurück zu ihrer Schwester.
Sie würde es schon selbst sehen.
Nach den Hausaufgaben verabschiedete sich Harry von den anderen beiden da er Ginny versprochen hatte etwas mit ihr zu unternehmen.
Beide wünschten ihm viel spaß, wobei Ron Hermine merkwürdig angrinste. Harry dachte sich aber nichts dabei.
Sollte der doch glauben, was immer er wollte. Er würde sich nicht zur Marionette machen lassen.
Als er den Raum der Wünsche betrat, war Ginny schon da. Es sah alles noch genau so auf wie bei ihrem letzten Treffen.
Die Bücherregale waren noch gefüllt mit einigen dicken Wälzern, sogar die Trainingspuppen standen, oder lagen noch an den gleichen stellen.
Die Kissen stapelten sich noch in einer Ecke des Raumes, abgesehen von zweien, die in der Mitte des Raumes lagen.
Ginny saß auf einem von ihnen, neben ihr ein kleines, verschnürtes Päckchen.
„Hallo Ginny, wie war dein Tag?“, fragte er und setzte sich ihr gegenüber auf das bereitliegende Kissen.
„Ganz gut, Luna und ich waren am Waldrand und haben nach…“, Ginny unterbrach sich selbst und dachte nach.
„Ihr habt was gemacht?“, fragte Harry.
„Wir haben eines ihrer magischen Geschöpfe gesucht. Leider hab ich den Namen vergessen. Ich weiß noch das es in Bäumen lebt und angeblich seinem Finder glück bringen.“
„Und habt ihr es gefunden?“
„Nein, glaubst du wirklich es gibt so etwas?“
„Natürlich, in unserer ersten Stunde Zaubertränke hat Professor Slughorn eine Phiole von einem Glückstrank an denjenigen übergeben der den besten Trank braut.“
Ginny pfiff einmal, als er das sagte. „Wer hat es gewonnen?“, fragte sie und rechnete mit Hermine.
„Ich, sehr zum Missfallen einiger unserer Mitschüler.“
Ginny fing an zu kichern. „Oh, ich denke ich kenne da mindestens eine Person, der das nicht gefallen hat.“
„Du hast ja keine Ahnung und das wird bestimmt noch schlimmer in diesem Jahr. Ich habe nämlich nicht vor mich weiter hinter Hermine zu verstecken.
Zumindest was die Leistungen angeht, wenn jemand einen Fluch auf mich wirft, würde ich sie hingegen als Schutzschild verwenden.“
Der Rotschopf lachte laut auf. „Gut, kommen wir nun aber zum wirklichen Grund für unser kleines Treffen.“
Sie schob Harry das Päckchen hin.
„Gut Ginny, was ist das nun?“, fragte er und wollte es öffnen, aber Ginny hielt ihn auf.
„Mach das bloß nicht, zumindest nicht, solange ich hier bin!“
Harry zog eine Augenbraue hoch.
Sie reichte ihm einen Brief aus ihrer Tasche. Zu Harrys Verwunderung war dieser geöffnet.
„Sorry Harry, ich konnte nicht anders als hineinzusehen. Ich wollte einfach wissen, was die beiden dir geschickt haben und was ich da mit mir herumtrage.“
„Kein Problem Ginny, also was haben wir nun hier?“
„Was genau es ist kann ich dir nicht sagen, aber wenn du es öffnest, hast du 30 Sekunden bevor sich der Raum oder Korridor, in dem es sich befindet in einen Sumpf verwandeln wird.“
„Oh, das gefällt mir. Ich muss deinen Brüdern wirklich dafür danken.“
„Mach das, aber bedenke das es noch in der Entwicklung ist. Sie weißen dich daraufhin das es noch einige Macken haben könnte.“
„Gut, gut… ähm… könnte ich dich um einen gefallen bitten?“
„Worum geht es denn?“
„Könntest du es bei dir aufbewahren? Ich vertraue einigen hier in dem Schloss nicht und ich möchte vermeiden das jemand das in meinem Schlafsaal öffnet, weil man meine Sachen durchwühlt hat.“
Ginny legte den Kopf schief. „Glaubst du wirklich jemand würde versuchen deine Sachen zu durchwühlen?“
„Nun es wäre nicht das erste Mal.“
Harry lächelte Ginny an die kurz rot wurde. Sie wusste das er auf die Geschichte mit dem Tagebuch anspielte.
„Aber ja, mein neuer Koffer sollte eigentlich verhindern das jemand an meine Sachen geht, aber ich möchte auf Nummer sicher gehen.“
„Hmm… Harry, ich habe dich gern aber wenn dieses Ding in meinem Schlafraum? Nein, ich hätte zu viel Panik davor das es doch von selbst hochgeht.“
„Schade, aber trotzdem danke.“
Sie ließ den Blick durch den Raum wandern.
„Versteck es doch hier. Ich meine, nicht hier im DA Hauptquartier, sondern in einem anderen Raum. Einem… Nein warte, ich will es nicht wissen.“
„Die Idee ist gut Ginny. Danke, ich glaube das mach ich.“
Sie lächelte ihn breit an. „Nichts zu danken Harry.“
Die beiden unterhielten sich noch eine Weile über ihre Ferien, wobei Ginny gern von der Zeit bei oder ehr mit Tonks erzählte.
Harry lachte über die Streiche, welche die beiden sich gegenseitig gespielt hatten.
Schließlich verabschiedete sich Ginny von ihm und er ging auch mit ihr hinaus.
Er warf noch einen schnellen Blick auf seine Uhr, um zu sehen, ob er noch genug Zeit hatte, bevor Parvati auftauchen würde.
Da er noch 10 Minuten hatte ging er vor der Tür noch drei Mal auf und ab. Die Farbe und Form der Tür veränderte sich.
Schnell trat er und sah sich um. Nun befand er sich in einem großen Raum, der gefüllt war mit allerhand verschiedenen Gegenständen.
Diese Gegenstände stapelten sich teilweise bis fast unter die Decke.
„Also hier wird das niemand finden“, dachte er schmunzelnd und ging einige Meter durch den Raum.
Schließlich blieb er vor einem alten Braunen Schrank stehen. Scheinbar war etwas darauf gespritzt oder aber jemand hatte ihn mit einem Zauber getroffen.
Die Doppeltür hatte ein Loch und das Holz darum war verrottet.
Was auch immer mit dem Schrank passiert war, hatte diesen unbrauchbar gemacht. Zumindest wenn man Wert auf gutes Aussehen von seinen Möbeln legte.
Für ein Versteck war es aber gut genug und diesen Schrank würde er wiederfinden da war sich Harry sicher. Er verstaute das Päckchen in dem Schrank und machte sich dann auf den Rückweg.
Wieder verließ er den Raum und wiederholte die Prozedur, um wieder den Raum für das DA Hauptquartier zu bekommen.
Einige Minuten später kam Parvati auch schon hinein.
„Hey Harry, tut mir leid das ich etwas zu spät bin.“
„Kein Problem, ich habe Zeit und auf dich warte ich doch gerne mal ein paar Minuten.“
Parvati lächelte ihn an und setzte sich ihm gegenüber.
„Also, Ich habe mit Hermine gesprochen und neben einigem Maulen ihrer Seitz hat sie mir gesagt das Snape mit ihnen ungesagte Zauber durchnimmt.“
„Genau und ich wollte dir beweisen das Snape mir nichts beibringen kann. Also lass mich es dir vorführen.“
Harry schnickte seinen Zauberstab in seine Hand und richtete ihn auf Parvati.
Diese betrachtete wieder mit großen Augen seinen Zauberstab.
„Dir gefällt er, oder?“
„Natürlich, aber genug geschwärmt. Jetzt zeig mal.“
Harry wünschte sich eine Kerze, welche sofort zwischen ihnen erschien. Er schwang seinen Zauberstab und im nächsten Moment brannte diese.
„Wow“, machte Parvati nur.
„Ich kann dir noch mehr zeigen. Das Verteidigungsbuch für die sechste Klasse hab ich gelesen. Die meisten Zauber habe ich gelernt. Möchtest du eine Demonstration?“
„Oh ich bitte darum.“
Harry überlegte einen Augenblick und entschied sich dann für einen Zauber.
Danach wandte er sich den Puppen zu. „Dieser Zauber hier wird gegen Vampire verwendet und steht am Ende des Buches… genau genommen gibt es zwei Zauber, um sich gegen diese freundlichen Blutsauger zu verteidigen.“
„Freundliche Blutsauger“, wiederholte Parvati kichernd.
„Ja, schau mal in einen Roman, wo es um diese Wesen geht. Meistens werden sie als gutaussehende, gutgekleidete, charmante, reiche, Schlossherren beschrieben.
Okay sie trinken Blut, aber darüber kann man doch bei all diesen positiven Eigenschaften hinwegsehen.“
Parvati überlegte einen Augenblick. „Also… naja, es kommt mir auch auf den Character an. Die Malfoys sind beispielsweise auch reich, aber trotzdem würde ich ihn nicht einmal mit der Zange anfassen.“
„Gute Antwort… jetzt pass auf.“
Harry schwang seinen Zauberstab gegen eine der Puppen. Aus seinem Zauberstab schoss ein Holzpflog der den Kopf der Puppe vom Rumpf trennte.
Parvati starrte auf die Puppe.
„Einer der letzten Zauber im Buch, die er wahrscheinlich erst am Ende des Jahres durchnimmt. Wie du siehst, ist er auch gegen normale Ziele nützlich und nicht nur gegen Vampire.“
„Also ich würde mich nur ungern davon treffen lassen. Das sieht sehr schmerzhaft und… und, naja tödlich aus.“
„Ist er auch, also wenn du richtig triffst. Natürlich würde ich mit diesem Zauber nicht einfach hier in der Schule um mich werfen.“
„Das hoffe ich doch. Ich kann mir schöneres Vorstellen als aufgespießt zu werden.“
Harry grinste sie verschmitzt an. „Sicher? Es gibt da einen Pfahl, der dir gefallen könnte.“
Parvati sah ihn einen Moment verwirrt an bevor sie anfing zu lachen.
„HARRY! Du bist unmöglich!“, rief sie lachend und schlug ihm gegen die Schulter.
„Ich weiß, tut mir leid. Gut soll ich weiter machen? Es gibt noch einen Zauber, den ich dir zeigen kann.“
Parvati sah unschlüssig auf die Puppe mit dem abgeschlagenen Kopf, bevor sie den Kopf schüttelte.
„Ich verzichte, aber trotzdem danke.“
„Damit habe ich es wohl bewiesen. Eigenstudium ist besser als alles was Snape dir beibringen kann und vor allem kommst du schneller voran.“
„hmm, damit könntest du recht haben… sag mal, kannst du mir vielleicht dieses ungesagte Zaubern beibringen?“
„Klar, das ist einfacher als du glaubst. Wichtig ist Konzentration. Hast du mal meditiert?“
Harry hatte mit vielem gerechnet aber nicht damit das Parvati anfing zu lachen.
„Was ist so lustig?“, fragte Harry und musste auch grinsen. Das Lachen des Mädchens war ansteckend.
„Meine Familie kommt aus Indien… wir sind Hindus… das ist eine Religio, falls du das nicht weißt.
Meditation gehört zu unserem Glauben und zu den meisten Gebeten.“
„Oh… wenn ich das einmal früher gewusst hätte. Das hätte mir einiges erleichtert in unserem letzten Schuljahr.
Es tut mir übrigens leid, ich wollte dich nicht beleidigen, falls du es so empfunden hast.
Entspann dich und konzentriere dich. Leere deinen Geist.“
Parvati atmete durch und schloss ihre Augen. Harry sah das sie wie selbstverständlich ihre Beine an den Körper anzog und sich in den Schneidersitz setzte.
Harry stand auf und trat zu ihr hinüber.
„Leere deinen Geist und konzentriere dich.“
Parvati blieb ruhig und still sitzen, Harry sah nur wie sich ihre Brust bewegte, weil sie immer wieder tief ein- und ausatmete.
Er ließ ihr kurz Zeit und sah ihr zu.
„Machen wir weiter oder willst du mir weiter auf die Brüste schauen?“, murmelte sie.
„Wie bitte?“, fragte Harry und löste seinen Blick von ihr. Er fühlte sich ertappt und fragte sich wie sie ihn gesehen haben konnte.
Als er den Blick nach vorne richtete, sah er einen großen Spiegel an der Wand ihnen gegenüber. Er war sich sicher das dieser vor einigen Minuten noch nicht dort gewesen war.
Darin konnte er die Inderin grinsen sehen, auch wenn sie die Augen wieder geschlossen hatte.
„Nein wir machen weiter. Ich wollte dir nur genug zeit geben, um dich zu entspannen“, fuhr Harry fort. Dabei versuchte er die Frage von ihr zu ignorieren.
„Gut, als nächste zieh deinen Zauberstab und richte ihn auf die Kerze, welche genau vor dir steht.“
Harry schob die Kerze vor ihren Zauberstab vor sie und blies sie aus.
Aus reiner Sicherheit und weil er an seine erste Stunde mit Bellatrix denken musste, ging er um sie herum.
Nicht etwa, um Parvati genauso abzulenken, wie Bellatrix es bei ihm getan hatte, sondern um nicht ins Schussfeld des Feuerzaubers zu kommen.
„Die Zauberstabbewegung für den Incendiozauber kennst du ja. Führe sie bitte einmal aus, aber ohne die Zauberformel.“
Parvati tat wie ihr geheißen.
„Sehr gut, nun wiederhole das einige Male und denke dabei an die Zauberformel. Sprich sie in Gedanken und wenn dein Geist stark genug ist, wird es dir gelingen.“
Harry sah der Inderin einige Minuten dabei zu wie sie immer wieder den Zauberstab schwang, aber nichts passierte. Schließlich schaffte sie es die Kerze zu entzünden.
Harry applaudierte, was die Inderin dazu veranlasste die Augen zu öffnen.
„Hab ich es geschafft?“, fragte sie aufgeregt. Ihr Blick war dabei auf die brennende Kerze vor sich gerichtet.
„Ja das hast du. Herzlichen Glückwunsch Parvati.“
Harry sah auf die Uhr. „Du hast es in 20 Minuten geschafft. Damit warst du schneller als Hermine in ihrer ersten Stunde.“
Das Grinsen der Inderin wurde noch breiter und Harry konnte sich schon vorstellen, dass sie es Hermine wahrscheinlich unter die Nase reiben würde.
„Danke Harry, ich kann es nicht oft genug sagen. Du bist ein super Lehrer!“
„Danke Parvati, aber du bist auch eine gute Schülerin. Wenn du das weiter üben möchtest, kann ich dir ein oder zwei Bücher über Meditationsübungen geben, das ist auch ein guter Einstieg in die Geistesmagie.
Der Rest ist einfach nur die stumpfe Wiederholung und Übung.“
Parvati lächelte ihn breit an und nickte sofort. „Danke Harry, etwas Bettlektüre kann ich super gebrauchen. Vor allem da die Hexenwoche ja nur einmal in der Woche kommt.“
„Dann freue ich mich dir helfen zu können, aber pass auf das Hermine die Bücher nicht in die Finger bekommt. Sie wird mich, sonst anbetteln sie ihr zu leihen und die stammen aus dem Nachlass der Familie Black.“
Plötzlich zuckte Parvati. „WAS? Oh, bei Morgana Harry. Nein, das kann ich nicht verantworten. Wenn eines der Bücher verloren geht dann könnte ich mir das niemals verzeihen oder aber dir ersetzen.“
Harry wusste was sie meinte. „Okay… dann… dann… ja, ich glaube ich habe mal etwas von einem Zauber gelesen, um Abschriften oder Schriftstücke auf leeres Pergament zu übertragen.
Gib mir Zeit es nachzuschlagen und wenn du mir das Pergament dafür zur Verfügung stellst, dann mach ich dir Kopien von diesen Büchern.“
Parvati sah ihn mit großen Augen an. „Meinst… meinst du das ernst? Also? Ja… JA! Verdammt Harry. Ich würde diese Bücher gerne haben.
Meditation ist wohltuend und in Geistesmagie wollte ich mich schon immer mal versuchen.
Leider gibt es hier in Hogwarts keine Bücher darüber.“
„Gut, dann sage ich dir wie viele Seiten die Bücher haben und ich bräuchte noch einige Pergamentseiten zum üben. Kannst du mir das Bereitstellen?“
„Natürlich, aber… hättest du was dagegen, wenn ich die Bücher mit meiner Schwester teile? Sie würde sich bestimmt auch darüber freuen.“
„Na gut, aber nur ihr beide und keine weiteren Kopien von den Büchern machen.“
„Das verspreche ich dir hoch und heilig!“
Mit diesen Worten streckte sich Parvati ihm entgegen, umarmte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Harry grinste sie breit an. „Das kannst du ruhig öfters machen. Von schönen Mädchen werde ich gerne umarmt und geküsst.“
„Da bist du bestimmt nicht der einzige“, kicherte sie.
„Gut, dann noch zwei kleine Ratschläge für deine ungesagten Zauber.“
Parvati sah ihn schief an und setzte sich wieder normal hin.
„Ich dachte ich habe es geschafft? Was könnte ich den noch verbessern?“
„Das hast du, aber versuch mit offenen Augen zu zaubern. Sonnst kannst du nicht genau lenken, wo dein Zauber hingeht.
Zweitens: Übung macht den Meister. Übe ruhig weiter, nur weil du einen Zauber ungesagt in völliger Konzentration ausführen kannst, bedeutet das nicht das es auch in einem Duell klappt, wo du den Zaubern deines Gegners ausweichen musst.
Such dir einen Zauber, den Schwebezauber oder den Aufrufezauber zum Beispiel, setz dich abends in dein Bett und übe ihn an einem Buch oder einem Kissen.
Natürlich mit offenen Augen. Wenn es dir dort immer gut gelingt dann mach es im Gemeinschaftsraum. Verstärke die Umwelteinflüsse auf dich, bis du der Meinung bist das dir der Zauber in einer Stressigen Situation gelingt.“
Parvati nickte zustimmend. „Das mache ich und danke, das ist wirklich ein guter Ratschlag.“
„Kein Problem, einer so netten, guten und auch hübschen Schülerin muss ich einfach helfen.“
Parvati errötete leicht und murmelte etwas das er nicht verstand.