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38 Missverständnis

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38 Missverständnis

Den Rest des Nachmittags hatte Harry sich mit seinem Lehrer für Zaubertränke unterhalten. Dabei hatte er ihm auch erzählt das er Trixi das Gift abnahm, oder ehr einen Teil ihres Giftes.

Die Reaktion von Slughorn war erstaunlich. Mit großen Augen betrachte er den Flakon den Harry ihm gereicht hatte.

„Das ist… das ist wirklich… Nein, ich kann keine Geschenke von Schülern annehmen, also, solange ich sie unterrichte.“

„Oh… nun, ich möchte es ihnen nicht schenken. Ich kann es ihnen für Tränke zur Verfügung stellen, immerhin weiß ich nicht, was ich sonst mit dem Gift machen soll.

Oder vielleicht ist ein Heiler oder anderer Zaubertrankmeister unter ihren ehemaligen der daran Interesse hätte.“

Slughorn dachte einen Augenblick nach. „Ja… ja, das ist eine gute Idee Harry. Ich glaube ich kann da etwas in die Wege leiten… allerdings… würde ich gerne auch eine Phiole nehmen, sie wissen schon als ein danke schön für das vermitteln.“

„Wenn es weiter nichts ist, aber… ich habe eine Bedingung, was diesen Handel angeht.“

Slughorn wies ihn mit einer Handbewegung an weiterzusprechen.

„Trixi ist mein Seelentier, meine Vertraute. Sie ist kein Gegenstand der in gemolken und angezapft werden kann.

Ich werde keine großen Mengen liefern oder verkaufen und wenn ich bemerke das es ihr nicht bekommt oder sie überfordert dann ist damit Schluss.“

„Natürlich Harry, Ich würde niemals etwas verlangen das schädlich für sie oder ihren kleinen Begleiter ist.“

„Freut mich zu hören, wenn sie etwas wissen, sagen sie mir bescheid und dann können wir alles weitere besprechen.“

Schließlich verabschiedete sich Harry da er noch zum Abendessen wollte.

Zu seinem Glück konnte er noch einen Platz zwischen Parvati und Ginny ergattern.

Beim Essen bemerkte er das Hermine nicht da war. Harry vermutete das sie noch in der Bibliothek war, sie würde dort einziehen, wenn es erlaubt wäre.

„Wie war euer Tag?“, fragte Harry, während sie aßen.

„Gut… nur… das Training war die Hölle“, gestand Ginny.

„Super“, antwortete Parvati und kicherte.

„Hast du die Erlaubnis?“, fragte Lavender.

„Ja, Professor Mcgonagall war einverstanden.“

„Was habt ihr… du denn angestellt?“, fragte Ginny.

„Lass dich überraschen, Hermine könnte heute Abend oder morgen ziemlich schlecht drauf sein… nur als Vorwarnung.“

„Danke für den Tipp Parvati, wenn es so weit ist dann sag uns bitte, was du getan hast“, bat Harry.

„Oh, sie wird es dir bestimmt erzählen.“

„Wo wir gerade von erzählen sprechen. Hat dein Bruder mal etwas über mich gesagt Ginny?“

Harry und Ginny waren beide verwundert über den plötzlichen Themenwechseln.

„Nun… ich denke nicht… wir reden selten… also, du meinst doch Ron, oder?“

„Ja natürlich, über wen denn sonst?“

Ginny zog es vor die Frage nicht zu beantworten.

Harry sah Parvati fragend an, aber die schüttelte den Kopf. Er nahm dies als Zeichen nicht weiter nachzufragen.

Zwei Stunden später betrat Hermine den Gemeinschaftsraum, sie hatte über den Büchern für ihre Verteidigung gegen die dunklen Künste Hausaufgabe völlig die Zeit vergessen.

Snape hatte ihnen die Aufgabe gegeben zwei Rollen Pergament über Inferie zu schreiben. Was genau ein solches Wesen ist, wie man es bekämpft und wie man es erschafft.

Inferie waren zum Leben erweckte Leichen. Im Gegensatz zu den Untoten wie Hermine sie aus Muggelfilmen oder Büchern kannte waren diese nicht völlig hirnlos.

Dunkle Magier nutzen sie, um Orte oder Dinge zu bewachen. Die Inferie konnten auch bis zu einem gewissen Grad komplexe Befehle befolgen.

Beispielsweise das sie erst angriffen, wenn der Eindringling etwas bestimmtes tat oder eine Grenze überschritt.

Ihre Schwäche war Feuer, das war für sie auch einfach herausfinden.

Wie genau man einen Inferie erschuf konnte sie mit keinem Wort herausfinden.

Es war fast so als ob Snape ihnen extra eine Aufgabe gestellt hatte, die sie nicht beantworten konnten.

Als sie sich durch die unterschiedlichsten Literaturen gelesen hatte, war sie sogar auf Madam Pince, die Bibliothekarin zugegangen.

Diese konnte ihr zwar noch zwei weitere Bücher nennen, in welchen Inferie erwähnt wurden, aber auch darin war nichts darüber zu finden.

Hermine wusste das Inferie dunkle Kreaturen waren und entweder war die Antwort auf ihre Frage in der verbotenen Abteilung oder aber dieses Wissen war für Schüler oder aber Vertreter der guten Seite nicht zugänglich.

Schließlich hatte sie sich dazu entschieden diesen Teil der Hausaufgabe auszulassen, auch wenn es ihr widerstrebte.

Inferie waren dunkle Geschöpfe die wahrscheinlich durch einen ebenso dunklen Zauber erschaffen wurden. Vielleicht hatte ihr Lehrer diese Aufgabe extra gestellt, um herauszufinden, ob einer der Schüler wusste, wie man diese dunkle Kunst ausübte.

Sie ließ ihren Blick umherwandern und fand schließlich Ron in einem der Sessel am Kamin sitzen. Vor ihm stand ein Schachbrett.

Sie ließ sich ihm Gegenüber nieder.

„Da bist du ja endlich, wo warst du die ganze Zeit?“, frage er.

„In der Bibliothek, ich habe mich um die Hausaufgaben gekümmert.“

Ron rollte mit den Augen. „Warum müssen wir uns auch noch um diese ganzen Sachen kümmern? Wir helfen doch Professor Dumbledore und dann noch unsere Pflichten als Vertrauensschüler, da könnte man uns doch von diesem Zeug befreien.“

„Ron, wir sind Schüler. Außerdem wäre so etwas längst aufgeflogen und dann hätten wir Probleme.“

„Ja, ja… kann ich deinen Aufsatz vielleicht abschreiben? Das Training heute war anstrengend.“

Hermine stöhnte leise. „Versuch doch es selbst zu machen… ich meine. Harry macht sie seit diesem Jahr auch.“

„Ja, aber er hat nicht so viele Verpflichtungen wie ich.“

Die braunhaarige atmete durch. Sie wusste das es in einer langen Diskussion enden würde, wenn sie nun darauf einging.

„Wo ist Harry eigentlich?“, fragte sie wie beiläufig.

„Der ist in seinem Bett. Hat sogar die Vorhänge mit einem Zauber belegt das man sie nicht öffnen kann.“

„Warum sollte er das machen?“, fragte Hermine.

Ron zuckte mit den Schultern. „Woher soll ich das Wissen, das macht er seit dem Anfang dieses Jahres öfters. Vielleicht hat er Albträume wegen der Sache im Ministerium…

Oder er braucht Privatsphäre für… naja du weißt schon.“

Hermine schnaubte abfällig.

„Ist halt nicht jeder so verklemmt wie du… du bist doch attraktiv, ich wette es würden viele Jungen…“, begann Ron.

„Nein Danke!“, sagte sie und erhob sich. Schnell hatte sie die Treppe zu den Mädchenzimmern erreicht und stieg diese hoch.

Sie betrat den Raum für die sechste Jahrgangsstufe, dort saß Lavender auf dem Bett und sah auf als sie eintrat.

„Oh du bist es nur“, sagte Lavender zur Begrüßung.

„Ja, das ist genau so mein Zimmer wie eures.“

Hermine trat zu ihrem Bett, als ihr etwas auffiel. Neben Parvatis Bett stand eine große silberne Vogelstange. Unter der Sitzstange war eine Runde Platte angebracht, auf der einige Zeitungen lagen.

Auf der Stange thronte Parvatis Seelentier. Der Tukan mit dem bunten Schnabel blickte sie an und begann damit seine Flügel zu putzen.

„Was macht der Vogel hier?“

„Oh, das ist Caleb. Parvatis Seelentier, sie hat die Erlaubnis bekommen ihn hier halten zu dürfen. Schließlich ist er ein wichtiger Teil ihres Projektes für pflege magischer Geschöpfe.“

„Aber… aber, das geht doch nicht! Das ist unser Schlafraum! Außerdem wurde ich nicht gefragt!“, protestierte Hermine.

„Paravati und ich waren uns einig das er uns nicht stört und da es die Mehrheit der Anwesenden war hat Professor Mcgonagall es gestattet.

Außerdem geht es hier um ein Projekt an dem Parvati teilnimmt. Die anderen Mitglieder von diesem dürfen ihre Vertrauten auch in ihrem Zimmer halten.“

„JA, aber… aber… für Vögel gibt es die Eulerei!“

„Kläre das mit Parvati und Professor Mcgonagall… Caleb ist still und dazu noch ganz hübsch anzusehen.“

Hermine grummelte, sie hatte mit ihren beiden Zimmergenossinnen schon seit der ersten Klasse nie wirklich einen Draht gehabt und nun hatten sie auch noch einen Vogel hier.

„Aber…“

„Wir haben uns geeinigt, das ist genauso unser Zimmer wie deines und wenn du hier für Prüfungen lernen oder aber dich mit Projekten beschäftigst, dürfen wir das auch.“

„Das ist etwas vollkommen anders“, protestierte Hermine.

Lavender zuckte mit den Schultern. „Klär das mit Parvati und Professor Mcgonagall. Sie hat es ihr erlaubt.“

„Okay… wo ist Parvati?“

„Bei Harry“, antwortete Lavender knapp.

„Okay dann…“, Hermine unterbrach sich selbst. „Moment, wo hast du gesagt ist sie?“, rief Hermine.

Lavender sah sie wegen dem plötzlichen Stimmungswechsel verwirrt an. „Bei Harry, ist das ein Problem?“

„JA UND WIE!“

Damit lief Hermine aus dem Zimmer und hinunter in den Gemeinschaftsraum. Dort lief sie, ohne auf die Blicke zu achten die ihr folgen die Treppe zu den Jungenzimmern hoch.

Als sie das Zimmer für die sechste Klassenstufe erreichte, machte sie sich nicht die Mühe zu klopfen. Immerhin war das hier ein Notfall.

Sie wusste das Schüler Besenkammern nutzten, um zu knutschen oder anderes und sie war, seit sie Vertrauensschülerin war froh, dass sie nur Paare gefunden hatte, die knutschten.

Nicht dass sie etwas gegen Liebesbeziehungen hatte, es war nur gegen jede Sitte das die beiden es miteinander im Schlafraum der Jungen taten.

Die Vorhänge von Harrys Bett waren zugezogen und dahinter konnte sie nichts sehen. Das Zimmer war zu ihrem Glück völlig leer, also musste sie sich um keine Nachfragen kümmern.

Der Versuch den Vorhang mit der Hand zu öffnen scheiterte, aber das hatte sie auch nicht anders erwartet.

„HARRY!“, rief sie aber bekam keine Antwort.

Darum zog sie ihren Zauberstab und schwang ihn. Nichts passierte, was sie stutzen ließ.

Daraufhin versuchte sie noch drei weitere Zauber. Bei den ersten beiden passierte wieder nichts.

Beim dritten leuchtete der Vorhang kurz auf. Als sie dann versuchte ihn erneut mit der Hand zu öffnen funktionierte es nicht.

Mit einem genervten Stöhnen lief sie die Stufen hinunter.

Sie wusste nicht, welchen Zauber Harry verwendet hatte, aber er war stark, so viel wusste sie.

Im Gemeinschaftsraum trat sie vor den Kamin und entzündete ihn mit einem Brandzauber. Danach folgte eine Priese Pulver, das sie aus einem kleinen Beutel aus ihrem Umhang zog.

Vertrauensschüler wie sie hatten alle etwas Flohpulver bekommen, das für die Kamine in Hogwarts war.

„Professor Mcgonagall ich brauche sie hier, es ist wirklich“, sagte sie mit fester Stimme.

Es dauerte einen Moment, aber dann stieg die Verwandlungslehrerin aus dem Kamin.

„Miss Granger, was ist den los?“, fragte sie ohne Umschweife.

„Folgen sie mir bitte, es geht um einen Regelbruch“, erklärte Hermine.

Dies war eine Notlüge, es gab keine Schulregel den Schülern den romantischen Kontakt miteinander verbot. Allerdings hieß das nicht das die Schüler dazu eingeladen waren es miteinander zu tun, wann und wo sie wollten.

Die Stellvertretende Schulleiterin folgte Hermine hinauf zu den Jungenzimmern und bis vor das Bett von Harry.

Während sie die Stufen hochstiegen, hatte Hermine ihrer Hauslehrerin erklärt, worum es ging.

„Nun Miss Granger das ist wie sie wissen sollten nicht direkt verboten, aber ich muss ihnen Recht geben. Es geht schon in einem gewissen Sinne zu weit.

Sie richtete ihren Zauberstab auf die Vorhänge und schwang ihn. Diese leuchteten auf, aber mehr passierte nichts.

Die Verwandlungslehrerin wirkte überrascht. Sie vollführte eine längere Schlingerbewegung mit dem Zauberstab und murmelte dabei eine längere Beschwörung.

Schließlich berührte sie den Vorhang mit dem Zauberstab und dieser öffnete sich von selbst.

Dahinter saßen Harry und Parvati zusammen auf dem Bett.

„Mr. Potter, Miss Patil, was tuen sie hier?“, fragte ihre Lehrerin direkt.

„Wir üben den Zauber, den wir gerade in Zauberkunst behandeln“, antwortete Parvati sichtlich verwirrt.

„Warum sind sie hier Professor? Wir haben doch niemanden gestört, oder?“ fragte Harry.

„Nein, nun… Miss Granger rief mich, weil sie den Verdacht hatte sie beide würden…“, begann ihre Lehrerin. Den Satz ließ sie unbeendet, aber die beiden Teenager verstanden um was es ging.

„Wie kommst du den darauf Hermine?“, fragte Parvati die Braunhaarige. Dabei versuchte sie ihr Lachen zurück zu haltetn.

„Lavender sagte du wärst bei Harry und Ron hat mir erzählt du hättest dich unter einem Schutzzauber in deinem Bett verkrochen, da dachte ich ihr beide…“

„Also das ist lächerlich Hermine und selbst wenn es so wäre, geht es dich nichts an“, warf Harry ein.

„Eben, ich hatte in den letzten Stunden Probleme mit dem Zauber und da Harry und ich zusammenarbeiten haben wir hier geübt“, erklärte Parvati.

„Das habe ich verstanden Miss Patil, aber warum tun sie dies im Jungenschlafsaal… genauer gesagt in seinem Bett unter einem, wie ich gestehen muss beeindruckenden Schutzzauber.

Wo haben sie diesen gelernt Mr. Potter?“, fragte seine Lehrerin.

„Aus dem Nachlass meines Paten. In der Bibliothek der Familie Black gab es viele Bücher zu jedem Thema.

Wir fanden es besser als den Zauber im Gemeinschafstraum zu üben, dort ist es immer sehr laut und außerdem könnte es unsere Mitschüler stören, wenn wir Zauber üben“, erklärte Harry.

Ihre Lehrerin sah die beiden nachdenklich an.

„Und der Zauber?“

„Um nicht gestört zu werden, oder aber um die anderen nicht zu stören.“

„Okay, das war sehr umsichtig von ihnen. Ich möchte sie beide dennoch bitten einen anderen Weg zu finden, wie sie zusammen lernen können.

Oder zumindest einen anderen Schutzzauber zu verwenden, einen durch den sie hören, wenn man versucht mit ihnen zu reden.“

„Natürlich Professor“, antworteten die beiden.

„Moment, das war alles?“, meldete sich Hermine wieder zu Wort.

„Ja Miss Granger, ihre beiden Mitschüler haben keine Regel gebrochen. Wegen eines Missverständnisses werde ich die beiden nicht bestrafen oder aber meinem eigenen Haus punkte abziehen.“

„Danke Professor, können wir dann weiter üben?“, fragte Harry.

„Ja, aber wie gesagt beherzigen sie bitte meinen Ratschlag.“

Beide nickten zustimmend.

„Dann ihnen beiden einen schönen Abend und Miss Granger versuchen sie beim nächsten Mal, nicht so einen Aufriss wegen nichts zu machen.“

„Aber Professor! Wegen dem, was ich gehört hatte, dachte ich, das…“

„Das mag sein, aber wie sie feststellen, ist hier nichts derartiges passiert.“

Hermine murmelte etwas undeutliches aber nickte.

„Kein Grund zur Eiversucht Hermine“, kicherte Parvati und fing sich dafür einen bösen Blick ein.

Ihre Professorin verabschiedete sich daraufhin und verschwand aus dem Zimmer.

„Was war das für ein Zauber?“, fragte Hermine an Harry gerichtet.

„Wie gesagt Hermine ein Schutzzauber aus dem Nachlass von Sirius. Ich hab ihn zufällig gefunden, als ich die Bücher durchgesehen habe, die in seinem Verlies lagen“, log Harry.

Den Zauber hatte er aus einem der Bücher im Grimmauldplatz. Bellatrix hatte ihm eine kleine Geheimkammer gezeigt, wo Sirius Eltern oder aber Vorfahren allerhand Bücher und Gegenstände aufbewahrten.

Der Zauber erschien ihm als einer der nützlichsten und vor allem war er schwer zu brechen. Da Hermine extra ihre Professorin geholt hatte, ging Harry davon aus das die „klügste Hexe“ ihres Jahrgangs wohl nicht fähig war den Zauber zu brechen.

„Das habe ich verstanden. Wie heißt er und wie führt man ihn aus?“

„Oh, tut mir leid Hermine. Der stammt aus dem Erbe der Blacks und ich habe das Erbe an Dora und ihre Familie übertragen.

Es wäre mir unwohl, wenn ich einen der Familienzauber an dich verrate.“

„ABER HARRY!“, protestierte Hermine.

„Tut mir leid Hermine, schreib am besten Tonks oder ihrer Mutter, wenn du wissen möchtest, wie der Zauber funktioniert.“

Sie blickte ihn böse an.

„Warum sagst du mir nicht einfach, wie genau der Zauber funktioniert. Wissen sollte allen zur Verfügung stehen und außerdem sollte ich als Vertrauensschülerin wissen, wie man einen solchen Zauber aufhebt.“

„Wäre das nicht ein Eingriff in unsere Privatsphäre? Dann könntest du genau so verlangen das wir unsere Koffer immer offenstehen lassen“, warf Parvati ein.

„Nein, das ist etwas anderes!“, beharrte Hermine.

„Wie gesagt das ist ein Zauber, der von der Familie Black erfunden wurde. Ich kann und werde dieses Wissen nicht mit dir teilen, da es auch nur Zufall war das ich ihn gefunden habe.“

Hermine sah ihn böse an und nahm sich vor mit Professor Dumbledore zu reden. Vielleicht konnte dieser ihr helfen und einen Zauber zeigen, mit dem sie so starke Schutzzauber brechen konnte.

„Kannst du jetzt bitte gehen, oder willst du uns noch weiter vom lernen abhalten?“

„Nein… ich meine JA. Ich gehe, aber erst will ich noch, dass du deinen Vogel aus unserem Zimmer entfernst.“

„Nein, ich habe die Erlaubnis ihn dort zu halten. Lavender und mich stört er nicht, außerdem ist es für unser Projekt sehr wichtig das ich so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringe, um unsere Bindung zu stärken.“

„Aber er stört mich!“

„Wie stört er dich denn?“, fragte Harry interessiert.

„Na… du weißt schon, er ist laut und macht Dreck. Ich werde mich nicht mehr konzentrieren können.“

Parvati rollte für Harry sichtbar mit den Augen. „Also erstens weißt du das gar nicht, da Caleb gerade den ersten Tag hier ist. Zweitens habe ich die Stange so verzaubert das sie sich selbst reinigt, sobald Dreck entsteht.

Mein Seelentier bleibt, Professor Mcgonagall hat es mir gestattet, du kannst auch einmal Rücksicht auf Lavender und mich nehmen und nicht immer deinen Willen durchsetzen.“

„Aber… wenn er die ganze Nacht krächzt, dann…“

„Dann wird er Lavender und mich genauso damit wachhalten und wir werden uns eine Lösung ausdenken. Du gehst gerade davon aus das er dich stört ohne das du auch nur einmal in seiner Nähe warst.“

Hermine murmelte etwas und verschwand dann beleidigt aus dem Zimmer.

„Das wird noch ein Nachspiel haben, das ist dir klar, oder?“

„Ist mir egal. Seit unserem ersten Jahr nervt sie uns mit allen möglichen Sachen und nun habe ich sogar vom Ministerium eine Sondererlaubnis etwas zu tun das ihr gegen den Strich geht.

Das werde ich ausnutzen und das richtig. Außerdem muss ich wirklich mehr Zeit mit ihm verbringen, um ihm Sprechen beizubringen.

Vielleicht kann ich ihm einige Gemeinheiten beibringen und es auf Pansy schieben.“

Harry lachte bei diesen Worten. „Oh, ich bin mir sicher sie wäre nicht einmal sauer auf dich, wenn du das tust.“

Parvati lächelte ihn an und lehnte sich im Bett zurück, wobei sie ihren Kopf auf seine Brust legte.

Harry legte einen Arm um sie. „Du hast keine Lust mehr weiterzumachen?“, fragte er.

„Ne… der Zauber gelingt mir inzwischen. Lass mich aber bitte noch etwas bleiben.“

„Wie könnte ich einem schönen Mädchen so eine Bitte abschlagen.“