05 Der letzte Tag
05 Der letzte Tag
Harry ging durch das Wohnzimmer in die Küche, wo seine Tante gerade dabei war die letzten Zeilen des Einkaufszettels zu schreiben.
Ihr Blick war dabei durch das Fenster gefallen, wo sie zwei der Nachbarinnen von gegenüber miteinander reden sah.
„Ich bin jetzt fertig Tante Petunia“, sagte er, um auf sich aufmerksam zu machen.
Seine Tante drehte sich bei seinen Worten um. „Was? Oh ja, gut… wurde auch Zeit“, antwortete sie und warf noch einen Blick in den Kühlschrank.
„Was machst du Tante?“, fragte er in einem freundlichen Tonfall.
„Ich kontrolliere unsere Vorräte, bevor ich einkaufen gehe. Das siehst du doch. Hast du nichts mehr zu tun?“
„Nein, ich bin fertig mit allem und hätte nun frei“, antwortete er.
Sie schrieb noch etwas auf ihren Einkaufszettel. „Ach wirklich?“, fragte sie, um sicher zu gehen und musterte den Zettel in ihrer Hand.
Danach schaute sie noch einmal aus dem Fenster.
„Ja, ich geh dann hoch in mein Zimmer, bis ich das Mittagessen koche. Wenn etwas ist, dann ruf mich.“
„MOMENT! Du bleibst hier, wenn du nichts zu tun hast dann geh gefälligst einkaufen, bevor du hier auf der faulen Haut liegst.
Hier die Liste und das Geld. Bring aber ja den Kassenbon mit und wehe es fehlt etwas!“, sagte sie in mahnendem Ton, während sie ihm das Geld aus ihrer Börse und den Zettel reichte.
„Okay, dann bis später.“
Harry nahm sich einige Tüten, um den Einkauf zu tragen und machte sich dann auf den Weg aus dem Haus.
Sein Plan hatte besser funktioniert als er gedacht hatte. Als er den Rand des Lingusterwegs erreichte, warf er noch einen kurzen Blick zurück.
Seine Tante stand bereits bei ihren Nachbarn und war in eine Unterhaltung vertieft. Ein lächeln konnte er sich nicht verkneifen. Seine Tante war einfach viel zu neugierig und sie wollte den neusten Klatsch aus der Nachbarschaft hören.
„Harry, warum bist du hier?“, drang eine Stimme an seine Ohren.
Er drehte sich um und sah eine junge, blonde Frau um die zwanzig vor sich. Sie trug eine schwarze Jeans und ein dunkelblaues Top darüber.
Sein Blick flackerte kurz zu ihrem Ausschnitt und wieder hoch zu ihren grünen Augen.
„Ich bin… wer bist du?“
„Tonks“, antwortete sie und grinste ihn an. Dabei färbten sich ihre blonden Haare schwarz.
„Nymphadora, schön dich zu sehen. Was machst du hier?“
„Nenn mich nicht so! Ich bin eine deiner Wachen und soll aufpassen das du nicht in der Gegend herumstromerst.“
„WAS?“, fragte Harry und hielt seine Stimme dabei nicht zurück. Tonks zuckte bei seinem Ausruf zusammen. Kurz wanderte ihr Blick zu den umliegenden Grundstücken.
Da dort niemand zu sehen war wandte sie sich wieder Harry zu:
„Psst, wir ziehen sonst die Aufmerksamkeit auf uns.“
Harry rollte mit den Augen. „Du beobachtest mich also? Du weißt also wie ich hier lebe? Wie meine Verwandten mich behandeln?“
Sein Gegenüber zuckte erneut zusammen und nickt dann niedergeschlagen.
„Wie kannst du das zulassen!“
„Ich… Harry, es tut mir in der Seele weh dich so zu sehen. Leider kann ich nichts für dich tun, du bist minderjährig und wenn ich dir mit Magie helfe… also gegen deiner Muggel Verwandten wird einer von uns ärger bekommen da du minderjährig bist.
Schließlich wird dieses Gebiet hier noch überwacht, da du minderjährig bist, würde es dann dir in die Schuhe geschoben werden.
Ich habe Dumbledore bereits gesagt, wie du hier leben musst… und wie sie dich behandeln.“
Harry schluckte seinen ersten Kommentar hinunter und fragte stattdessen: „Und was hat der Direktor gesagt?“
Tonks biss sich auf die Lippe und blickte sich kurz unsicher um. „Es… nun… Er sagte das es schon nicht so schlimm sein würde. Deine Verwandten wären vielleicht etwas härter, aber du würdest nur davon profitieren.
Schließlich musst du dich du weißt schon wem entgegenstellen und da würde eine Ohrfeige dir nicht schaden, um dich an schmerzen zu gewöhnen.“
„Und das hast du ihm geglaubt?“
„Ja… also, ich meine nein. Harry es tut mir leid, aber ich konnte dir nicht helfen. Ich habe es bei einem Treffen angesprochen, aber Dumbeldore bekam den Zuspruch der meisten anderen.
Wenn es nach mir ginge, hätte ich dich zu meinen Eltern gebracht. Das Haus ist zwar klein, aber alles ist besser als das, was du gerade durchleben musst.“
„Meinst du das ernst?“
„Ja… und… und… Verdammt, es tut mir so leid, das mit Sirius.“
Tonks fiel ihm um den Hals und Harry erwiderte die Umarmung. „Ich verstehe das du traurig warst, also mach dir keine Gedanken“, schluchzte sie.
„Wie bitte?“, entkam es ihm. Seine Stimmung war so schnell von gut zu schlecht gewechselt wie zuvor.
„Na, ich hatte dir eine Eule geschickt und dir mein Beileid ausgesprochen, aber du hast sie nicht beantworten.“
„Ich habe seit dem Beginn der Ferien keine Eule bekommen.“
Tonks sah ihn verwundert an. „Harry ich schwöre dir ich habe dir geschrieben. Meine Mutter und Sirius waren Cousin und Cousine… sie mochten sich und kamen immer gut miteinander aus.
Ich habe dir von uns beiden und meinem Dad unser Mitgefühl kundgetan und dich eingeladen uns zu besuchen.“
„Leider kam nie eine Eule bei mir an. Danke aber Tonks, ich muss jetzt weiter.“
„Warte… ich kann dich nicht gehen lassen.“
Harry wandte sich zu dem Methamorphmagus um. „Du kannst nicht? Du weißt was mir blüht, wenn ich nicht gehe oder aber die Aufgabe nicht erledige die mir gestellt wurde!“
Tonks stöhnte auf. „Harry… fuck. Okay, versprich mir nur, dass du vorsichtig bist. Wen dir etwas während meiner Schicht passiert, dann…“
Harry schenkte ihr ein lächeln. „Tonks, ich mag dich. Ich würde niemals etwas tun das dich in Gefahr bringt. Kannst du mir aber zwei Fragen beantworten?“
„Natürlich, welche liegen dir auf der Seele?“
„Bis wann hast du Schicht und wer ist in der nächsten Schicht?“
Tonks zog eine Augenbraue hoch. „Ich bin bis 20 Uhr hier und danach ist Mundungus dran.“
„Der ist noch immer für meine Überwachung zuständig?“, entkam es Harry.
„Ja… er hat einen Fehler gemacht, aber Dumbledore sagt wir sollten ihm verzeihen, da jeder Mensch einmal einen Fehler macht.“
„Okay… danke Tonks, ich werde so gut auf mich aufpassen, wie ich nur kann.“
Sie grinste ihn an und drückte ihm dann einen Kuss auf die Stirn. „Du bist ein Schatz.“
Harry errötete als sie das tat. „Wie sieht es eigentlich am Grimmauldplatz aus?“, fragte er mit gespielter Neugier.
„Ach so wie immer, nur ohne… naja du weißt schon. Molly und ihre Familie wohnen nun dort… Oh und Hermine ist dort über die Ferien untergekommen. Ansonsten aber hat sich nichts verändert.
Wir nutzen es als Hauptquartier und ich selbst bin nur alle paar Tage dort.“
„Danke Tonks, ich mache mich dann mal auf den Weg“, damit hob er seine leere Tüte hoch und sie nickte.
Er schluckte die Wut darüber hinunter, dass seine Freunde sich am Grimmauldplatz eine gute Zeit machten. Das scheinbar trotz des Wissens wie seine Verwandten ihn behandelten und er bei ihnen wie ein Hauself lebte.
„Na wartet, das werde ich mir merken“, dachte er sich.
Harry wanderte durch den Supermarkt und kaufte alles von Tante Petunias Einkaufliste ein. Dabei suchte er nach einer Spur von Voldemort/Tom, oder einem seiner Anhänger.
Ein magisches Zeichen, das nur er verstand, aber er sah nichts. „Hab ich etwas übersehen?“, dachte Harry und drehte noch einmal eine Runde durch den ganzen Supermarkt bevor er an die Kasse ging.
Er bezahlte die Einkäufe und packte alles in die Tüten. Draußen auf dem Parkplatz ließ er den Blick umherwandern. Auch dort konnte er nichts erkennen.
Als er sich gerade auf den Weg machen wollte, stieß ein älter Mann mit ihm zusammen. „Kannst du nicht aufpassen!“, keifte er ihn an und ging dann weiter in den Laden.
Harry schaute dem unfreundlichen Mann mit den braunen Haaren nach und machte sich dann kopfschüttelnd auf den Weg zum Haus seiner Verwandten.
„Warum hab ich nur gedacht das er mir helfen würde“, dachte Harry.
Naja, wenigstens hatte ihn niemand gepackt und war mit ihm appariert.
Als er in die Straße zum Lingusterweg einbog, sah er Tonks die ihn grüßte. Seine Tante war noch immer im Gespräch mit den Nachbarrinnen.
Er betrat das Haus und begann die Einkäufe zu sortieren.
Die erste Tüte ging ihm schnell von der Hand, als er die zweite Tüte öffnete, sah er eine schwarze Schachtel. Harry zog eine Augenbraue hoch.
„Das hab ich nicht gekauft“, dachte er und öffnete diese. Darin lag ein brauner Zauberstab zusammen mit einer runenbesetzten Kerze. Darunter lag ein Brief.
Harry verschloss die Schachtel sofort wieder und rannte hoch in sein Zimmer. Dort packte er sie unter das lose Dielenbrett und ging dann so schnell er konnte wieder nach unten.
Dann begann er die Einkäufe weiter einzuräumen. Als er das beendet hatte, machte er sich daran das Mittagessen zu kochen.
Das sein ehemaliger Erzfeind wortgehalten hatte freute ihn. Er würde nun endlich von hier verschwinden können, ohne dass ihn jemand aufhielt.
Das würde er aber erst machen, wenn Tonks keine Schicht mehr hatte. Er wollte nicht, dass sie ärger bekam, sie schien sich um ihn zu sorgen und es tat ihr leid was passiert war.
Mandungus hatte ihn im letzten Jahr schon ins offene Messer laufen lassen. Sollte dieser sich doch ärger einhandeln.
Als er das Mittagessen auf den Tisch stellte, kam auch seine Tante wieder zurück.
„Ah du bist fertig, gut. Nimm dir etwas und iss schnell und dann gehst du auf den Dachboden. Da oben muss dringend mal wieder geputzt werden und sieh ja zu das du fertig bist, bis dein Onkel von der Arbeit kommt.“
„Ja Tante Petunia, darf ich mich davor umziehen? Es ist heiß und ich habe geschwitzt.“
„Mach nur, Hauptsache du wirst fertig.“
„Ja Tate Petunia.“
Die beiden aßen zusammen. Dudley war bei einem seiner Freunde und würde erst am Abend wiederkommen. Das machte er fast jeden Tag. Etwas das Harry nur begrüßte.
Wenn sein Cousin nicht im Haus war, dann ließ dieser ihn wenigstens in Ruhe.
Nach dem Essen packte er das dreckige Geschirr in die Spüle und wusch es schnell ab.
Als er fertig war, ging er hoch in sein Zimmer, reinigte sich schnell selbst mit einem Waschlappen und zog sich etwas anderes an. Dabei schob er sich den Zauberstab in seine Hose.
Der Dachboden war vollgestellt mit Kisten und alten Möbeln. Seine Verwandten hatten hier alles gelagert, was sie gerade nicht in ihren Wohnräumen wollten oder brauchten.
Darunter waren auch alte Reisekoffer, Spielsachen, Fotoalben und Dinge, die wohl noch aus der zeit vor ihrer Ehe waren.
Alles war verstaubt und es gab einige Spinnennetze in den Ecken.
Harry erinnerte sich dunkel daran das er hier oben das letzte Mal mit acht Jahren war und auch geputzt hatte.
Damals hatte er zwei Tage dafür gebraucht und wen er es nicht besser wüsste, dann würde er sagen das seit diesem Tag niemand mehr hier oben war, um sauber zu machen.
„Hoffen wir mal das er die Wahrheit gesagt hat“, murmelte Harry und schloss die Luke hinter sich.
Bevor er sich an die Arbeit machte, öffnete er das Fenster am anderen Ende des Raumes. Sollte Voldemort gelogen haben würde die Eule wenigstens direkt bei ihm landen und nicht seine Tante auf den Plan rufen.
Harry zog seinen neuen Zauberstab, er fühlte sich komisch an. Es war etwas anders als sein Phönixstab und er richtete ihn auf eine Ecke des Raumes.
„Ratzeputz“, sagte er und der Staub in der Ecke verschwand. Nun wartete er einige Minuten.
Nach 10 Minuten war immer noch keine Eule zu sehen also wiederholte er den Zauber noch einige Male.
Der Staub und die Spinnenweben verschwanden im Bruchteil von Sekunden. Der Zauber war sehr praktisch und die Stelle sah aus wie feucht gewischt.
Er ging Stelle für Stelle des Raumes mit dem Zauber ab. Schließlich war er fertig und warf einen Blick auf seine Uhr.
Es war etwas über eine Stunde vergangen. Harry wusste das er nicht hinuntergehen konnte. Seine Tante würde es komisch finden das er jetzt schon fertig war.
Darum ließ er sich auf einer der Kisten nieder und begann die Kisten zu öffnen.
Seine Verwandten bewahrten scheinbar alles auf. Harry fand altes Porzellan, abgelegte Kleidung sowie altes Spielzeug, das wohl mal Dudley gehört hatte.
Einige weitere Kleider die von seiner Tante waren. Dekoartikel aus Urlauben in denen die drei waren und schließlich in einer der letzten Kisten einige Bücher.
Von denen nahm er sich eins und schob dann eine der schwereren Kisten so, dass sie auf der Klappe nach unten stand.
So verhinderte er das jemand hinaufkommen konnte und ihn beim lesen vorfand, oder aber sah das er schon fertig war.
Harry verbrachte den Rest des Nachmittags mit dem Lesen in den Büchern und machte sich dann rechtzeitig auf den Weg nach unten, um das Abendessen zu kochen.
Bevor er das tat legte er den Zauberstab aber zurück unter das lose Dielenbrett in seinem Zimmer.
„Da bist du ja, ich wollte dich gerade holen, damit du das Abendessen machst. Ich hoffe doch du bist fertig geworden?“
„Ja Tante Petunia, ich bin gerade fertig geworden“, antwortete er und trat an den Herd.
„Das wird deinen Onkel nicht… Moment du bist fertig?“, fragte sie verwundert.
„Ja? Warum?“, antwortet Harry gespielt verwirrt. Es war ihm klar, dass er die Aufgabe eigentlich nicht hätte schaffen sollen oder können. Der Zauberstab war ihm da recht gekommen, sonst hätte er wieder Schläge einstecken müssen.
„Nichts schon gut. Jetzt mach dich ans Kochen“, befahl sie und ging aus dem Zimmer.
Harry grinste in sich hinein, während er das Abendessen vorbereitete.
Dieses verlief zu seiner Freude ohne größere Zwischenfälle und auch sein Onkel ignorierte ihn, nachdem er erfahren hatte das Harry fertig war.
Als Harry später am Abend in seinem Zimmer war hörte er das sein Onkel auf den Dachboden ging und dann mit schlechter Laune wieder zurück kam zumindest konnte er das an dem wütenden brummen hören das er von sich gab.
Die Dursleys gingen kurz darauf zu Bett und Harry holte endlich das Päckchen aus seinem Versteck. Er wollte wissen, was in den Brief stand und warum eine Kerze darin lag.
Es früher zu holen oder zu öffnen hatte er sich nicht getraut. Sein Cousin oder aber seine Tante und sein Onkel klopften niemals bei ihm an und wenn sie das Packet sahen, würde er eine Menge Ärger bekommen.
Harry entfaltete den Brief und begann zu lesen.
„Ich habe mein Wort gehalten Potter, sieh es als einen weiteren Beweis das ich die Wahrheit sage. Diese magische Kerze wird dich, wenn du sie entzündest in eine kleine Seitenstraße in der Winkelgasse bringen.
Von dort aus kannst du Gringotts sehr schnell zu Fuß erreichen und dich um dein Erbe kümmern.
Wenn du das erledigt hast, entzünde die Kerze noch einmal und sie bringt dich zu mir.
Ich würde unsere Unterhaltung gerne Fortsetzen und herausfinden, was es mit unserer Verbindung auf sich hat.“
Voldemort.“
Harry kaute auf seiner Unterlippe. Er wollte von hier verschwinden, aber konnte er wirklich zu seinem Erzfeind gehen?
Dabei musste er dem dunklen Lord zugestehen das er ihm mehr geholfen hatte als seine Freunde oder aber der Orden.
Tonks beobachtete Harry und er wusste durch sie das es noch mehr gab die ihn scheinbar rund um die Uhr beobachteten.
Dumbledore und die anderen wussten also wie er lebte, aber niemand unternahm etwas, um ihm zu helfen.
Auch der Gedanke daran endlich zu wissen, warum er in Voldemorts Kopf schauen konnte, gefiel ihm.
Vielleicht konnte er dadurch herausfinden, wie sie diese Verbindung lösen konnten.
Hätte Voldemort ihn töten oder entführen wollen dann hätte er das heute tun können. Es wäre einfacher gewesen ihn zu packen und zu apparieren als das mit dem Zauberstab zu machen.
Harry beschloss es darauf ankommen zu lassen und legte sich ins Bett. Er würde noch einige Stunden schlafen, um sicher zu gehen das seine Verwandten wirklich fest schliefen und dann seine Sachen aus dem Keller holen.
Zumindest seine wertvollsten Besitztümer. Der Besen, den er von Sirius bekommen hatte, die Karte des Rumtreibers und den Tarnumhang.
Ales andere würde er sich neukaufen können. Natürlich brauchte er auch seinen richtigen Zauberstab, auch wenn er diesen nicht nutzen konnte.
Er wollte ihn nicht zurücklassen.
Um 1 Uhr morgens schlich Harry sich aus dem Zimmer und ging hinunter in den Keller. Die Türe konnte er mit dem neuen Zauberstab öffnen.
Sein Koffer stand in einer Ecke des Raumes. Schnell öffnete er ihn und ihm drehte sich beim Anblick der Magen um.
Jemand, zweifellos sein Onkel hatte alles, was im Koffer war, zerstört. Die Bücher waren zerrissen und auch der Besen war zerbrochen worden. Zwischen den Resten der Bücher und des Besens sah er auch die Überreste seines Zauberstabes.
Harry wollte schreien, aber das würde nur seine Verwandten wecken. Er holte alles aus dem Koffer und entnahm den Boden seines Koffers, um zu sehen, ob die Karte und der Tarnumhang verschont geblieben waren.
Zu seiner Freude war beides unbeschadet. Er hatte die beiden Dinge versteckt, als er seinen Koffer gepackt hatte. Die Karte sah aus wie Abfall und auch wenn die Dursleys Magie hassten etwas so Nützliches wie den Tarnumhang hätten selbst sie behalten.
Er packte beides in einen alten Rucksack, der auf einem Regal lag und richtete dann seinen Zauberstab auf die Kerze.
„Dann wollen wir mal“, dachte er und entzündete sie.
Für einen Moment passierte nichts, dann fingen die Runen an zu leuchten und die Flamme der Kerze stob nach oben, bis sie ihn vollständig umhüllte.