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06 Gringotts und Einkaufen

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06 Gringotts und Einkaufen

Nabend,

Sorry das es diese Woche so spät ist. Ich kam Freitag aus dem Urlaub und liege seit Samstagmorgen mit einer Erkältung im Bett/Sofa.

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Das Feuer hatte Harry vollkommen umschlossen, aber er fühlte keine Wärme und auch an den Stellen, wo es seine Haut berührte, hatte er keine Schmerzen.

Kurz atmete Harry auf. Er hatte für einen kurzen Moment mit einer Falle oder etwas ähnlichem gerechnet.

So schnell wie sich die Flammen gebildet hatten, verschwanden sie auch wieder.

Er stand nun in einer kleinen Seitenstraße der Winkelgasse. Niemand war zu sehen und es herrschte eine fast schon bedrückende Stille.

Harry ging zur Hauptgasse und blickte hinauf und hinunter. Auch hier war keiner zu sehen. In einigen der Fenster über den Läden brannte trotz der späten Stunde noch Licht.

Es war kurz vor zwei, um diese Zeit war Harry noch nie in der Winkelgasse gewesen.

Er zog den Tarnumhang aus seiner Tasche und warf ihn sich über, schließlich wollte er nicht gesehen werden und schlich nun durch die Straße.

Einige Male bewegte sich etwas in seinem Augenwinkel. Jedes Mal stellte es sich als Tier heraus.

Harry traute seinem ehemaligen Erzfeind inzwischen, aber das bedeutete nicht das nicht einige seiner Untergebenen es auch weiter auf ihn abgesehen hatten.

Voldemort hatte gesagt das er einige radikale Untergebene hatte und Harry kannte sie nur zu gut.

Wenn ihm Bellatrix und Wurmschwanz vor den Zauberstab kommen würden, würde er sich dieses Mal nicht zurückhalten.

Er schritt die weißen Stufen zur Bank hinauf. Sein Blick fiel auf das Schild neben der Tür und er konnte nur aufstöhnen.

Die Koboldbank öffnete erst um 6:00 Uhr am nächsten Morgen.

„Na schöne Scheiße und ich habe kein Buch oder ähnliches dabei und in den Tropfenden Kessel kann ich nicht. Wer weiß wer dort ist und es weiter tratscht“, maulte Harry.

Er betrachtete das Schild mit den Öffnungszeiten noch einen Moment und machte sich dann unter seinem Tarnumhang auf den Weg durch die Winkelgasse.

Es hatte nun alle Zeit der Welt, um sich völlig ungestört die Schaufenster anzusehen. Etwas das ihm bereits nach dem Dritten als langweilig erschien, denn an jedem hingen einige Steckbriefe.

Auch wenn die Schaufenster nun mit einigen Steckbriefen versehen waren, konnte er immer noch vieles der Auslagen sehen.

Am meisten überraschte ihn der Laden mit dem Namen: „Weasley zauberhafte Zauberscherze.“ Das Schaufenster bestand nur als einem Sammelsurium von Gegenständen: die kreiselten, blitzen, funken versprühten oder aber hin und wieder heulten.

„Wenigstens haben sie sich ihren Traum erfüllen können“, dachte Harry.

Danach setzte er seinen langen Spaziergang fort und fand sich schließlich ohne Tarnumhang vor der Gringotts Bank wieder.

Er hörte das klicken des Schlüssels von der anderen Seite der Tür und dann öffnete sich diese.

Harry sah sich einem Kobold gegenüber, der ihn von unten heran ansah.

„Guten Morgen“, sagte Harry.

Der Kobold nickte zur Begrüßung und ließ ihn ein. Harry betrat die Schalterhalle und trat zu dem ersten Kobold.

„Guten Morgen, mein Name ist Harry Potter. Ich bin wegen eines Erbes hier das mich betrifft und um Gold abzuheben.“

Der Kobold musterte ihn einen Augenblick. „Wir haben sie schon erwartet, folgen sie mir.“

Harry folgte dem kleinen Mann durch eine Seitentür und einen Gang entlang zu einem kleinen Raum. Dort stand nur ein Schreibtisch, an welchem sich Harry niederließ.

„Ein Glas Wasser? Einen Tee, oder Kaffee?“, fragte der Kobold.

„Tee… bitte“, antwortete Harry.

Kurz lächelte der Kobold und ging mit einem nicken aus dem Raum.

Harry wartete einige Minuten bevor eine Elfe im Tee brachte. Kurz darauf öffnete sich die Tür durch die Harry herangekommen war und ein Kobold berat das Zimmer.

„Hallo Mr. Potter.“

Harry musterte den Kobold einen Moment. „Hallo Griphook.“„Sie erinnern sich an mich?“, fragte der Kobold verwundert.

„Natürlich, sie haben mich bei meinem ersten besuch hier betreut und waren das erste magische Wesen das ich jemals gesehen oder getroffen habe.

Ich würde es außerdem als unhöflich empfinden, wenn ich mich nicht an sie erinnere, da sie ja bei der Bank arbeiten, zu der ich gehe.“

„Das ist etwas das ich selten höre. Die meisten Zauberer, vor allem die aus reinblütigen Familien halten es nicht für nötig sich unsere Namen zu merken, oder aber es für unter ihrer Würde.“

Harry schmunzelte einen Augenblick. „So bin ich nicht… vielleicht weil ich niemals auf ein hohes Ross wie die Kinder dieser Familien gehoben wurde.

Meine Verwandten, bei denen ich aufwuchs, verabscheuten Magie oder alles, was nicht in ihren Augen normal war.“

„Eine gute Sache. Es ist immer schön jemanden zu treffen der uns respektiert. Nur leider sind wir gerade nicht hier, um so etwas zu besprechen.“

Griphook setzte sich ihm Gegenüber und legte einige Pergamente zwischen sie auf den Tisch.

„Beginnen wir mit dem wichtigsten: Wir haben ihnen in den letzten Jahren etliche Briefe geschickt, auf die sie niemals reagiert haben.

Was die Aufzeichnungen über ihre Finanzen angeht können wir das sogar nachvollziehen, außerdem kümmern sich die wenigsten minderjährigen um Anlage Möglichkeiten, aber dass sie die Nachricht wegen ihrem Erbe und ihrer Emanzipation nicht beantwortet haben war merkwürdig.“

„Moment! Ich habe niemals einen Brief von ihnen wegen meiner Emanzipation oder aber dem Erbe von Sirius erhalten. Das können wir aber gerne jetzt besprechen, wenn sie Zeit haben.“

„Natürlich, ich bin stets auf alles vorbereitet. Dies sind das Testament von Sirius Black und eine Auflistung der Besitztümer der Potters und der Blacks.

Die Liste ist etwas länger, da sie feststellen werden das es sich nicht nur um Gold, sondern auch um Gegenstände sowie auch Immobilen handelt.

Darüber hinaus darf ich ihnen mitteilen, dass sie nun legal außerhalb von Hogwarts zaubern dürfen.

Lesen sie sich die Liste und das Testament erst einmal in aller Ruhe durch, sollten sie fragen haben können wir das besprechen während ich die Ringe holen lasse.“

„Ringe?“, fragte Harry verwirrt, während er die Pergamente entgegennahm.

„Die Siegelringe der Familien Potter und Black. Als der Lord dieser beiden Familien stehen sie ihnen zu.“

Harry nickte, auch wenn er es nicht ganz verstand. Er nahm die Liste in die Hand und begann zu lesen.

Neben einem beträchtlichen Geldbetrag, den er von Sirius bekommen hatte, hatte er auch den Grimmauldplatz 12 geerbt.

Dazu kamen Unmengen an Besitztümern aus dem Hause der Potters und Blacks. Ein weiteres Verlies, das wohl das Hauptverlies der Familie war.

In diesem war noch mehr Gold, er hatte ja schon mehr als er jemals ausgeben konnte. Dazu Wertgegenstände und ein Haus in Godrigshollow.

Dieses war aber nur noch eine Ruine, wie er den Unterlagen entnahm. Es musste also das Haus sein, in dem seine Eltern sich in jener Nacht versteckt hatten.

Griphook hatte inzwischen zwei Schatullen vor ihn gestellt. In der einen war ein goldener Ring mit blut-rotem Stein in den ein goldenes H eingelassen war.

In der anderen ein silberner Ring mit schwarzem Stein in den ein weißes B eingelassen war.

„Ich weiß das es schwer ist Mr. Potter. Lassen sie mich ihnen im Namen von Gringotts unser Beileid für ihren Verlust aussprechen.

Mr Black hat dieses Testament nur wenige Tage vor seiner Inhaftierung hinterlegt. Haben sie noch fragen, zu ihrem Erbe?“

„Eine hätte ich, das Haus von Sirius steht unter einem Proteuszauber. Allerdings war weder Sirius noch ich der Geheimniswahrer…“

„Interessant, das Haus der Blacks ist mit den besten Zaubern gesichert, die es gibt. Ich denke ich kann ihnen da helfen.

Wenn die Zauber noch intakt sind, können sie den Proteuszauber auf sie übertragen. Das würden sie einem der Schutzzauber verdanken, die auf dem Haus liegen.

Es gestattet dem Lord der Familie die Schutzzauber anzupassen. Wenn angenommen dieser wegen eines Todesfalles wechselt können sie die Schutzzauber auf sich übertragen, ohne sie neu zu sprechen.“

„Danke Mr. Griphook, das ist eine gute Nachricht… wenn angenommen noch Personen im Haus sind, was würde dann mit ihnen passieren?“

„Sie werden hinausgeworfen. Darum sollte das Haus leer sein, wenn sie es auf sich übertragen außer sie möchten dabei zusehen.“

Der Kobold konnte sich ein breites Grinsen bei diesen Worten nicht verkneifen. Harry schwieg und dachte nach, bevor er nickte.

„Danke für diese Info. Was genau ist nun mit den Briefen, die sie mir geschrieben haben? Sie sagten sie hätten mich über alles informiert.“

„Ja, ich denke sie wurden mit einer Postsperre belegt. Alle Briefe an sie werden umgeleitet, wohin kann ich aktuell noch nicht sagen.“

„Blödsinn! Ich bekomme Briefe!“

„Ist dem so?“, fragte der Kobold interessiert.

„Ja, zum Beispiel von Hogwarts und meinen Freunden.“

„Interessant, das ist gut zu wissen. Wie ich den Unterlagen entnehmen kann, war bis zu ihrer Teilnahme am Trimagischen Turnier Albus Dumbledore ihr Vormund.

Dieser hat einige wichtige Entscheidungen für sie getroffen und auch in Bezug auf ihre Finanzen.

Monatliche Überweisungen an die Familie Dursley, die Familie Weasley und auch an Hogwarts.“

„WAS?!“, rief Harry.

„Nach ihrer Reaktion wollen sie diese Überweisungen nicht weiter fortsetzen?“

„Ach keinen Fall. Stoppen sie alles bitte.“

Der Kobold machte sich eine Notiz. „Gut, dann sind wir fertig würde ich sagen. Die Ringe gehören ihnen, sollten sie noch Fragen haben können sie sich gerne jederzeit an mich oder einen anderen Kobold unserer Bank wenden.

Wenn sie mir den Rat erlauben, dann sollten sie mit ihrem Zauberstab zu einem Zauberstabmacher gehen und schauen, ob die Spur auf ihm noch intakt ist.

Auch wenn sie selbst emanzipiert sind, könnte es sein das die zweite Spur, die auf dem Stab liegt, sich nicht gelöst hat.“

„Danke für ihren Ratschlag, ich werde ihn beherzigen. Wie funktioniert das nun mit den Schutzzaubern?“

„Das ist einfach, im Verlies der Blacks befindet sich ein Pergament das sämtliche Schutzzauber auflistet.

Auch die Personen, die die Kontrolle über diese haben werden, dort vermerkt.

Streichen die den Namen der Person durch und setzten sie ihren eigenen darauf.

Danach haben sie die Kontrolle über alles Lord Potter-Black.“

„Danke dafür, ich würde dieses Pergament gerne mitnehmen und dann noch Gold aus meinem Verlies abheben… Auch Muggelgeld.“

„Natürlich, ich lasse ihnen das Pergament aus ihrem Verlies holen auch was ihre Abhebung in Muggelgeld angeht, werde ich mich darum kümmern.

Warten sie bitte hier, ich komme gleich wieder.“

Der Kobold nickte und verabschiedete sich von Harry. während dieser sich die Ringe über die Finger streifte.

Beide leuchteten kurz auf und passten sich dann der Größe seiner Finger an.

„Moment, ich habe ihm gar nicht gesagt wie viel ich haben möchte“, schoss es Harry durch den Kopf.

20 Minuten später kam Griphook wieder. Er legte ein Pergament sowie eine Plastikarte mit einem weiteren Pergament auf den Tisch.

„Was ist das?“, fragte Harry und betrachtete die schwarze Plastikkarte. Auf ihr waren einige Nummern aufgedruckt.

„Mit dieser Karte können sie in allen Geschäften bezahlen, sowohl bei den Muggeln als auch hier in der Winkelgasse.

Eine weitaus schnellere und bessere Methode zu bezahlen. Es erspart ihnen die Zeit immer wieder Gold abzuheben oder aber es in Muggelgeld wechseln zu lassen.“

„Danke, das ist wirklich praktisch“, antwortete Harry.

„Dann unterschreiben sie bitte hier. Dieses Dokument bestätig, das sie die Karte erhalten haben und sie auch nutzen.“

Harry unterschrieb das Dokument, nachdem er es gelesen hatte. Zu der Karte kam eine Monatliche Gebühr für ihre Nutzung und den Aufwand, den die Kobolde wegen der Überweisungen hatten.

Etwas mit dem Harry leben konnte. Er wusste zwar, dass er die meisten Monate des Jahres in der Schule war und diese Karte darum nicht nutzen konnte, aber später wäre sie bestimmt praktisch.

Er brauchte schließlich neue Kleidung und auch einige Bücher zum Zeitvertreib wären nun gut.

„Dann haben wir hier noch das Dokument, um das sie gebeten haben. Dafür bitte hier unterschreiben, dass sie es aus dem Verliess holen ließen und mitnehmen.“

Harry unterschrieb das zweite Pergament ebenfalls und bekam dann das Pergament, das Auskunft über die Schutzzauber gab.

Nach dem ersten Blick war Harry sprachlos. Es waren drei Dutzend Zauber auf dem Haus und alle waren unter der Kontrolle von Arcturus Black.

Der einzige andere Name auf dem Pergament war der von Albus Dumbledore neben dem Proteuszauber, dieser war wohl als letztes auf das Haus gelegt worden.

„Wenn sie die Zauber auf sich übertragen wollen, dann streichen sie den Namen durch und setzten sie ihren eigenen ein… oder den Namen der Person, auf die der Schutzzauber übertragen werden soll.“

„Danke, das habe ich verstanden. Ich würde mich gerne noch einmal für ihre Hilfe bedanken und sollte ich noch weitere Fragen haben werde ich auf ihr Angebot zurückkommen und mich hier wieder melden.“

„Nichts zu danken Lord Potter, es ist unsere Aufgabe. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag und bis zu ihrem nächsten Besuch.“

Harry nickte und verabschiedete sich, während er die Plastikarte und das Pergament in seinen Rucksack packte.

Er würde die Schutzzauber erst am Abend auf sich übertragen es würde merkwürdig aussehen, wenn plötzlich eine Gruppe von Leuten mitten in London auf der Straße erscheint und niemand weiß oder sieht, wo sie herkamen.

Harry schritt durch die Empfangshalle und machte sich auf den Weg in die Winkelgasse, um sich dort mit den nötigsten einzudecken, was er brauchte.

Angefangen von einigen Umhängen, Roben und einem neuen Zauberstab. Danach würde er nach Muggellondon gehen und sich auch mit normaler Kleidung eindecken.

Schließlich konnte er nicht immer in diesen Fetzen von seinem Cousin herumlaufen.

Sein erster halt war der Zauberstabmacher Ollivander. Zu seinem ärger war der Laden mit Brettern vernagelt.

„Wo soll ich jetzt bitte einen neuen Stab herbekommen?“, murmelte er und ging weiter.

Die anderen Menschen auf der Straße schienen es eilig zu haben. Niemand hielt an, um sich zu unterhalten, jeder war nur darauf aus, seine Einkäufe zu beenden.

Harry betrat Madam Melkins Anzüge für alle Gelegenheiten. Die Klingel über der Tür ertönte und sofort kam die Besitzerin heran.

„Guten Morgen Mr. Potter, was kann ich heute für sie tun? Für die neuen Schulumhänge ist es noch etwas zu früh, finden sie nicht?“

Harry schmunzelte und nickte. „Da haben sie recht. Ich brauche eine neue Garderobe. Umhänge, Mäntel, Roben für drinnen und draußen, sowie für feierliche Anlässe.“

„Sehr gerne“, antwortete die Verkäuferin mit einem breiten Grinsen. Sie führte Harry in den hinteren Teil des Raumes vor einen Spiegel und holte einige Stoffe.

„Haben sie Vorstellungen was die Farben oder Stoffe angeht?“

„Nun ich kenne mich da nicht mit aus. Die Stoffauswahl überlasse ich ihnen, so lange für jede Jahreszeit etwas dabei ist.

Farben würde ich sagen: Schwarz, Blau, Silber und ein dunkles Rot.“

Die Verkäuferin nickte und schaute die Stoffe, die sie gebracht hatte durch. „Wenn sie meine professionelle Meinung hören wollen würde ich ihnen auch noch zu grün raten. Es passt zu ihren Augen.“

„Nun dann nehmen wir diese auch noch dazu.“

Madam Malkin nahm seine Maße und begann dann mit Nadeln die ersten Stoffe abzustecken.

„Ich brauche nur einen als Muster, die restlichen kann ich anhand von diesem anfertigen und dann müssen wir nur den letzten Feinschliff vornehmen.“

„Vielen Dank Madam, lassen sie sich ruhig Zeit. Ich habe alle Zeit der Welt und denke das ich sie nicht in den nächsten Tagen brauchen werde.“

„Das höre ich gerne Mr. Potter. Soll ich ihnen auch gleich ihre Schulroben umnähen?“

„Die sind leider… nun egal. Ich brauche also neue. Wenn es ihnen keine Umstände macht, dann würde ich mich freuen, wenn sie das auch tun könnten.“

„Das sind doch keine Umstände Mr. Potter. Ich kümmere mich gerne darum.“

20 Minuten später stand Harry an der Kasse. Madam Malkin hatte sich dann doch dazu entschieden zwei Muster anzufertigen.

„Wie viel bekommen sie?“, fragte er und zog die Karte aus seiner Tasche.

Madam Malkin blickte auf die Karte und schüttelte den Kopf. „Das ist noch nicht nötig. Sie bezahlen nur das, was sie auch nehmen.“

„Vielen Dank Madam.“

Harry ließ die Karte wieder in seine Tasche gleiten und verabschiedete sich.

Er würde in ein paar Tagen wiederkommen und die Sachen abholen was bis dahin fertig war.

Auf dem Weg zum Buchladen kaufte er sich noch eine neue Tasche. Diese hatte einen Vergrößerungszauber und bot viel mehr Platz als man von außen erahnen konnte.

Im Buchladen kaufte er sich einige Bücher über Verteidigung gegen die dunklen Künste, Zauberkunst und auch noch zwei Romane, um sich seine Zeit zu vertreiben.

Danach ging es nach Muggellondon. Er betrat das erstbeste Kaufhaus und suchte sich dort eine Vielzahl an Kleidung zusammen.

Er wollte endlich aus den Fetzen raus die er von seinen Verwandten hatte. Von Sommer über Winterkleidung bis hin zu Unterwäsche kaufte er sich alles in größerer Zahl.

Als er schließlich an der Kasse stand und der Berg Kleidung abkassiert wurde musterte ihn der Verkäufer argwöhnisch.

Harry konnte ihn sogar verstehen, er sah nicht aus wie jemand der sich das leisten konnte.

Als ihm die hohe Summe, die er bezahlen sollte, genannt wurde zog er die Karte hervor und reichte sie dem Verkäufer.

Dieser musterte erst die Karte und dann Harry.

„Einen Augenblick bitte“, sagte der Verkäufer und nahm das Telefon neben der Kasse zur Hand.

Er wählte die Nummer auf der Karte und legte sich den Höher ans Ohr.

Harry wartete geduldig.

„Guten Tag, mein Name ist James Mayer, ich arbeite für das Londoner Kaufhaus Harrods. Gerade steht ein junger Mann vor mir der versucht mit einer ihrer Karten bei uns zu bezahlen.“

Es herrschte kurz Stille.

„Die Karte ist auf einen Harry Potter ausgestellt…“

Der Verkäufer musterte Harry. „Etwa 1.75 m, schlank, verstrubelte schwarze Haare, grüne Augen… Brille… und…“

Der Verkäufer unterbrach sich.

„Ja… jaa… vielen Dank, ich wollte nur sicher gehen. Dann ihnen noch einen schönen Tag.“

Der Verkäufer zog die Karte durch einen Schlitz an der Kasse und reichte sie Harry zusammen mit dem Kassenzettel.

„Entschuldigen sie die Unannehmlichkeiten, ich wollte nur sicher gehen, dass sie…“

„Kein Problem, es ist ja ihr Job. Ich würde es auch komisch finden. Mir sind meine normalen Klamotten abhandengekommen, darum sehe ich heute so aus… Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag.“

Harry nahm sich die Tüten und machte sich auf den Weg aus dem Geschäft.