60 Sirius
60 Sirius
Guten Morgen,
ich hoffe es geht euch allen gut und um der Frage gleich vor ab zu kommen. Es ist reiner Zufall das gerade bei uns die Weihnachtszeit näher rückt und wir uns gleichzeitig in der Weihnachtszeit der Geschichte befinden, die sich etwas in die Länge gezogen hat.
Das heutige Kapitel ist etwas kürzer und das nächste wird hoffentlich am 31.10 erscheinen, aber ich kann nichts versprechen da ich an dem Tag aus dem Urlaub zurückkomme.
Ich tue aber mein Bestes es an diesem wichtigen Datum zu posten.
LG Infernalsniper
__________________________________________________________
Bellatrix und einige andere Todesser waren auf die Anweisung ihres Lords in das Ministerium eingebrochen und hatten sich bis in die Mysteriumsabteilung geschlichen.
Die wenigen Auroren oder Sicherheitsleute, die sie getroffen hatten, fünf um genau zu sein, hatten sie schnell aus dem Hinterhalt ausgeschaltet.
Verglichen mit sonstigen Aufträgen war dieser hier etwas Besonderes. Keiner der Wachleute war von ihnen getötet worden, sie betäubten nur und änderten ihre Erinnerungen.
Wenn das hier funktionierte, würden sie noch öfters hier einbrechen müssen und da war es besser, wenn es keine Zeugen oder Beweise für ihr Eindringen gab.
Im Raum mit dem Schleier machten sich Roockwood an die Arbeit. Am Thorbogen des Schleiers waren einige schmale Linien und Runen eingearbeitet.
Er umrundete den Bogen und betastete mehrere von ihnen, während Bellatrix und die beiden anderen ihm zusahen.
Sie wusste das es sich um Parkinson und Zabini handelte. Die beiden waren hier, um Sirius zu untersuchen, wenn es funktionierte.
Für einen Einbruch hätte sie sich eigentlich eine andere Gruppe ausgesucht aber je mehr Personen sie mit einbezogen desto mehr Fragen würde es geben.
Roockwood hatte unterdessen seinen Zauberstab gezogen und berührte einige der Runen, die anfingen in einem schwachen Rot zu leuchten.
„Das sollte jetzt funktionieren, wen holen wir zurück?“, fragte er Bellatrix.
„Sirius Black, er wurde während unseres letzten Besuchs hier von mir durch den Schleier geschleudert“, antwortete sie so ruhig wie möglich.
„Warum ihn?“, war die sofortige Antwort.
„Weil wir von ihm wissen das er innerhalb der möglichen Zeit durch den Schleier getreten ist, wir einen persönlichen Gegenstand von ihm haben und außerdem können wir ihn noch über die Vorgänge von Dumbledores Orden befragen“, antwortete Bellatrix ruhig.
„Jetzt mach deine Arbeit!“, befahl sie und zog Sirius Zauberstab aus ihrem Umhang.
Der maskierte nahm ihn entgegen und trat vor den Schleier. Er hob den Stab und berührte mit ihm den Schleier selbst. Der Zauberstab löste sich aus seiner Hand und blieb in der Mitte des Torbogens schweben.
Er blieb dort einige Momente, bevor der Schleier anfing zu leuchten. Der schwebende Zauberstab begann plötzlich zu rotieren. Der Stab wurde immer schneller, bis er nur noch ein schwarzer Kreis war.
Nach einigen Sekunden leuchtete alles auf. Aus dem Schleier stolperte eine Person in schwarzem Umhang und wilden schwarzen Haaren.
Bellatrix Augen weiteten sich als ihr totgeglaubter Cousin vor ihnen aus dem Schleier stolpert, nur um auf die Knie zu fallen.
Sie hatte in ihrem Leben schon oft betrunkene gesehen und so kam ihr dieser gerade vor. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten, nun hing er auf allen vieren vor ihnen.
Sein Blick wanderte umher, er schien nicht zu erkennen was passiert war oder zu verstehen, was er sah.
Immer wieder wanderte sein Blick durch den Raum, als suchte er etwas.
Roockwood der ihm am nächsten Stand hatte bereits seinen Zauberstab gezogen und zielte bereits auf Sirius.
„Warte!“, befahl Bellatrix und trat vor ihn.
Sirius blickte mit einem glasigen Blick zu ihr hoch. Sie war sich nicht sicher, ob er sie wirklich sah oder auch nur erkannte.
„Harry?“, hauchte er.
Die Frau kniete sich hin und berührte ihn an der Schulter. „Sirius, erkennst du mich? Weißt du, wo du bist und wer du bist?“
Der Mann schwieg und starrte die Frau nur an. Es vergingen mehrere Momente, in denen er sie nur stumm ansah, dann schien er zu bemerken, wen er anschaute.
Plötzlich stürzte er sich auf sie und fiel mit Bellatrix zu Boden. Die anderen im Raum reagierten sofort und hoben ihre Stäbe, bevor es ein rotes Leuchten gab und Sirius zusammenbrach.
Bellatrix schob den erschlafften Körper von sich und kam wieder auf die Beine.
„Das ist ein gutes Zeichen, oder?“, fragte sie in die Runde.
Es herrschte eine kurze Stille, bevor Parkinson antwortete. „Nun, er scheint dich erkannt zu haben. Nach dem, wie ihr auseinander gegangen seid, ist diese Reaktion verständlich.“
„Körperlich scheint er auch unversehrt zu sein… schließlich hatte er genug Energie oder aber Kraft um sich auf die zu stürzen. Das ist in meinen Augen auch ein gutes Zeichen“, fügte Zabini hinzu.
„Sehr gut, dann nehmen wir ihn mit. Ihr beide werdet ihn untersuchen, wenn die Ergebnisse Vorliegen können wir weitersehen, ob der Plan funktioniert.“
Die Männer nickten zustimmend, während Zabini Sirius bewusstlosen Körper schweben ließ.
Rockwood wirkte mehr als nur zufrieden das es funktioniert hatte, damit hatten sie einen neuen Trumpf und dass er es gefunden hatte, musste doch eine Belohnung wert sein.
Malfoys alte Stellung in den Reihen des dunklen Lords war immer noch unangetastet, wenn es so lief wie er es hoffte dann war er bald eines der hochrangigsten Mitglieder, des engsten Kreises.
Als die Gruppe den Raum verlies zog Bellatrix erneut ihren Zauberstab, als ihr etwas auffiel.
„Accio Sirius Blacks Zauberstab“
Nichts passierte. Ihr Blick wanderte über Sirius, aber sie konnte den Zauberstab nicht finden.
„Wo ist sein Zauberstab?“
Zabini und Parkinson blickten sich suchend im Raum um.
„Der Gegenstand, den man benutzt, um die Person zurückzuholen verschwindet“, erklärte Roockwood ruhig.
Bellatrix wandte sich schlagartig zu ihm um. „DAS SAGST DU UNS JETZT!“, brüllte sie.
„Wo ist denn das Problem?“
„Das Problem ist, das wir so etwas wissen müssen. Glaubst du es war einfach diesen Stab zu bekommen? Wie sollen unsere Leute erklären, wenn plötzlich die beschlagnahmten Gegenstände verschwinden?“
„Das… wenn wir das Ministerium kontrollieren, dann…“
„Wenn! Das dauert aber noch und wenn das Gesetz durchgebracht wird, dann verlieren wir Anhänger!
Geht das auch mit anderen Dingen als beispielsweise einem Zauberstab?“
Roockwood zuckte etwas. Er wusste um Bellatrix Talente und das letzte, was er gerade wollte, war das diese Frau auf ihn losging.
„Da bin ich mir nicht sicher… Blut könnte ich mir vorstellen. Es ist aus dem Körper der Person und genauso, wenn nicht sogar noch persönlicher als der Zauberstab.“
Bellatrix wandte sich von ihm ab. „Das werden wir testen, bete das es funktioniert bevor das Gesetz durchgebracht wird, sonst wirst du persönlich dafür verantwortlich gemacht.“
Roockwood schluckte ängstlich, aber nickte.
„Gut, dann werden wir das hier noch einige Male wiederholen, ich bin mir sicher wir finden ein paar Personen die freiwillig durch den Schleier treten, um zu testen, ob sie zurückkommen können… Wenn nicht werde ich jemanden vorschlagen.“
Bei Bellatrix letzten Worten ruhten ihre Augen auf Roockwood der sich plötzlich sehr unwohl in seiner Haut fühlte. Seine frühere Euphorie über den Erfolg war verschwunden.
Roockwood folgte den anderen und ging dabei seinen Gedanken nach, ob einer seiner Kollegen etwas gesagt hatte, um seine Theorie mit dem Blut oder ähnlichem zu stützen.
Das Ganze könnte doch noch nach hinten losgehen und er wollte nicht alles verlieren weil er dieses kleine aber doch vielleicht bedeutende Detail nicht erwähnt hatte.
Das verlassen des Ministeriums war einfach, die Wächter waren alle außer Gefecht. Roockwood und Bellatrix nahmen sich vor das sie vorschlagen würden das Wachpersonal des Ministeriums zu infiltrieren.
Wenn sie Leute unter diesen hätten, wäre das ein und ausgehen im Ministerium viel einfacher.
Im Anwesen von Slytherin untersuchten die beiden Heiler den bewusstlosen Sirius so gut es ihnen möglich war.
Bellatrix wartete vor Tür und kaute auf ihrer Unterlippe. Wenn es ihm gut ginge, würde ihr ein gigantischer Stein vom Herzen fallen und zumindest die Last das sie ihn getötet hatte würde von ihrer Seele abfallen.
Schließlich kamen die beiden Heiler aus dem Zimmer. „Er ist normal… Er hat einige alte Verletzungen, um die ich mich kümmern werde, sobald er wach ist“, sagte Mr. Zabini.
„Ich habe versucht ihn zu testen, Blacks sind was Geistesmagie und Schutz von diesem angeht sehr stark. Wenn man bedenkt das er über ein Jahrzehnt unter Dementoren gelebt hat ist es ein Wunder, das er überhaupt noch fähig war, hier zu kämpfen“, fügte Mr. Parkinson hinzu.
Bellatrix dachte über das gesagt einen Moment nach, bevor sie antwortete: „Ihr beide sagt also das er völlig… oder aber so normal wie möglich ist?“
„Ja, aber trotzdem würde jeder von uns ihn noch untersuchen, wenn er wach ist… ich unteranderem auch um die besagten Wunden zu heilen“, antwortete Zabini.
„Wäre es möglich ihn zu verlagern?“
„Dem spricht nichts entgegen, oder?“
„Nein“, antwortete Parkinson.
„Wir bringen ihn in das Anwesen der Blacks in London. Zum einen um nicht hier zu sein und zum anderen…“, Bellatrix brach mitten im Satz ab.
„Wegen Harry, ich halte das für eine gute Idee. Für jeden der beiden ist es gut. Bellatrix behalte Black aber im Auge. Wenn er dir merkwürdig vorkommt, dann sag es uns sofort!“
Bellatrix schnaubte. „Ich nehme von dir keine Befehle an Parkinson“, knurrte sie. Sie wusste das Harry mit seiner Tochter etwas am Laufen hatte.
Ob sie deswegen schlecht gelaunt war oder aber, weil sie in der Rangordnung der Todesser über ihm stand, wusste sie nicht.
„Dem bin ich mir bewusst, aber Black ist der erste der jemals aus dem Bogen zurückgekommen ist, wenn es zu Nachwirkungen kommt… Problemen oder sonst etwas kommt müssen wir es wissen.“
„Verstehe, es ist also dein Berufsethos?“
„Das ist einer der Gründe und wenn wir den Plan mit dem Schleier fortsetzen, müssen wir über alles informiert sein. Wenn der Tritt durch den Schleier zu Komplikationen führt, gesundheitlich oder mental dann müssen wir so etwas wissen.
Oder aber uns Behandlungsmethoden bereitlegen. Wenn wir beide unsere Jobs aufgeben um 24/7 unsere Leute zu behandeln dann wird das Fragen aufwerfen, auf die wir glaubhafte antworten brauchen.“
Bellatrix schaute die beiden Männer an.
„Gut, gut… ich werde mit unserem Lord reden und Sirius überwachen. Vor dem ersten Treffen, im neuen Jahr wird der Gammot nicht über das neue Gesetz abstimmen.
Bis dahin beobachte ich ihn und wir testen den Schleier noch ein paar Mal mit Blut oder anderen Dingen wie dem Zauberstab.“
Beide Männer stimmten dem zu.
„Wir hätten allerdings gern Zugang zu Black“, warf Mr. Zabini ein.
Bellatrix knurrte leise. „Okay, ich rede mit Harry. Parkinson wenn du in Harrys Gegenwart gesehen wirst, ist das kein Problem, er und deine Tochter sind zusammen, da ist es nur verständlich das du ihm etwas auf den Zahn fühlen oder aber ihn näher kennen lernen wollen würdest.“
Parkinson sah die Frau überrascht an.
„Woher… weißt du das?“
Bellatrix grinste sie breit an. „Denkst du ich rede nicht mit Harry, während ich ihn ausbilde bzw. trainiere?“
Parkinson schluckte, während sein Kollege die beiden interessiert anschaute.
„Du kannst ihn zu Harrys Haus bringen, oder?“, fragte Parkinson.
Bella nickte zustimmend und verabschiedet die beiden, bevor sie sich dem immer noch schlafenden Sirius zuwandte. Ein trauriger Ausdruck lag auf ihrem Gesicht, während sie ihren Zauberstab zog.
„Es tut mir wirklich leid“, murmelte sie, bevor sie ihn schweben ließ.
Bellatrix beendete die Erzählung ihrer Nacht damit das die beiden Heiler Sirius frei gaben.
„Offensichtlich geht es ihm also gut… Wie er aber mental auf seine Rückkehr reagiert bleibt abzuwarten… Oder aber auf dich… bzw. ob sein Aufenthalt wo auch immer der Schleier ihn hingebracht hat Langzeitfolgen hat.“
Harry verkrampfte sich. Davor hatte er Angst, Sirius alles zu erzählen und dann auf Ablehnung zu treffen.
„Okay, es ist erstmal die Hauptsache das es ihm gut geht… was machen wir nun?“
„Er ist betäubt, wir können ihn wecken und du kannst mit ihm reden“, schlug Bellatrix vor.
Harry überlegte einen Moment. Erst kam ihn in den Sinn seinen Paten an den Beinen zu lähmen oder aber zu fesseln, aber das konnte er nicht.
Sirius hatte ihn 12 Jahre lang nicht gesehen und ihn trotzdem behandelt wie seine Familie.
„Ich weck ihn auf, ich werde ihn beruhigen“, sagte Harry und zog seinen Zauberstab.
Bellatrix sah nicht sonderlich begeistert aus, aber kam seiner Bitte nach, bevor sie hinter ihn trat.
„Welcher Zauber?“, murmelte Harry.
Bellatrix zog ihren eigenen Zauberstab und richtete ihn auf Sirius.
Sie zögerte aber.
„Was machen wir, wenn er nicht kooperiert?“, fragte Bellatrix.
Harry schluckte und dachte nach. „Ich… ich weiß nicht… ihn gefangen halten? Zurück durch den Schleier? Der Imperius?“, murmelte er und schüttelte den Kopf.
„FUCK! Bella, ich habe nie darüber nachgedacht, was wir tun, wenn es funktioniert und er nicht auf uns hört oder aber kooperiert!“
„WAS! Er ist doch dein Pate!“
„Und dein Cousin! Ich will ihn weder sterben lassen noch gefangen halten! Crouch Junior wurde es von seinem Vater und er war…“, Harry beendete den Satz nicht.
Bellatrix sah ihn nachdenklich an, bevor sie stöhnte. „Okay, wir werden das regeln. Je nachdem, was passiert. Nur… ich werde ihn nicht als Gefangenen hierbleiben.“
„NEIN! Das würde ich nicht verlangen. Wir… ich… ich rede mit ihm. Wenn er nicht zuhören will, dann… ähm… fuck!“
Bellatrix sah ihn besorgt an, bevor sie lächelte.
„Du wirst es schaffen und auch wenn er nicht mit mir in einem Raum sein kann, beruhigt es mich schon zu wissen das ich nicht für seinen tot verantwortlich bin.“
Harry gab ihr recht. „Gut, im schlimmsten Fall verfrachte ich ihn zu…“ Harry unterbrach sich selbst. „Fuck, ich hätte mit Remus einmal reden müssen.
Er ist der letzte Freund den Sirius noch hat. Wenn er im Ausland wäre, würde Sirius bereitwillig dieses Land verlassen um das alles hinter sich zu lassen.
Er wüsste das ich glücklich und sicher bin und könnte frei in einem anderen Land mit seinem letzten Freund von vorne anfangen.“
Bellatrix sah auf den bewusstlosen hinunter.
„Ich… rede du mit ihm. Du wirst… du kannst es schaffen. Sirius wird auf dich hören, spätestens wenn du ihm alles und ich meine alles erklärt hast.
Auch wenn du es noch nicht getan hast, könnte ein Gespräch mit diesem Remus vielleicht nicht schlecht sein.
Zumindest wenn du weißt, wie er zu Dumbledore steht… oder aber zu unserer Sache.“
Harry gab ihr stillschweigend recht und gab ihr das Zeichen seinen Paten aufzuwecken.