69 Jahresende
69 Jahresende
Fröhliche Weihnachten wünsche ich euch allen und ich hoffe ihr verbringt eine schöne Zeit mit euren Familien und euren liebsten, auch wenn, wie jedes Jahr der Schnee fehlt.
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Immer noch mit der Uhr im Auge liefen die beiden weiter. Harry schaute immer wieder zu Bellatrix hinüber, wenn er eine Änderung bei ihr erkannte, würde er sie bitten mit ihm zu apparieren.
So würden sie beide zurück in den Grimmauldplatz kommen, ohne Aufsehen zu erregen.
Maximal würde das Gerücht entstehen, das er von einer älteren Frau in eine Seitengasse geschoben wurde und sie zusammen apparierten.
Als sie gerade wieder den Tropfenden Kessel erreichten, sahen sie Tonks, die gerade auf den Weg in den alten Pub war.
„Tonks!“, rief Harry und die Schwarzhaarige wandte sich zu ihm um.
„Harry, frohes Neues Jahr schon mal“, antwortete sie und umarmte ihn.
Er wünschte ihr ebenfalls ein „Frohes Neus“ und löste sich dann von ihr.
„Was führt dich hier her?“, fragte er.
„Arbeiten, zum Glück nur bis 19 Uhr. Bellatrix Lestrange war gestern hier. Falls sie wieder hier auftaucht, sollen Auroren hier sein, um sie fest zu nehmen“, erklärte Tonks.
Bellatrix kicherte neben Harry. Gerade war sie über die Verkleidung froh und nun konnte sie einmal mit ihrer Nichte sprechen, ohne dass es zum Kampf kam.
„Amüsiere ich sie, Miss?“, fragte Tonks, als sie die Frau neben Harry bemerkte.
„Mein Name ist Beatrice Blackmoon. Ich war im Sommer einer der Heiler, die sich um Harry gekümmert haben. Glauben sie wirklich das Bellatrix Lestrange hier nochmal auftaucht? Nur weil sie gestern hier einmal gesehen wurde?“
„Freut mich dich kennen zu lernen, Mein Name Ist Tonks und ich persönlich? Nein. Aber unsere Vorgesetzten wollen dieser Spur nachgehen oder aber denken sie wäre so dumm hier nochmal aufzutauchen.“
Bellatrix grinste ihre Nichte breit an. „Da gebe ich ihnen recht. Woher kennen sie denn unseren gemeinsamen Freund?“
„Harry und ich sind Freunde und er ist durch sein Erbe jetzt das Oberhaupt meiner Familie… das ist aber egal. Sie wissen wie er gelebt hat und darum bin ich ihnen dankbar, dass sie sich um ihn gekümmert haben.“
„Du musst nicht so förmlich sein. Harrys Freunde sind auch meine“, antwortete Bellatrix und reichte Tonks die Hand.
„Beatrice ist wirklich einmalig gewesen und ich bin mir sicher du würdest dich gut mit ihr verstehen Tonks.“
Die drei unterhielten sich einige Minuten, bis Harry nochmal auf seine Uhr schaute. „Beatrice, wir müssen langsam weiter. Du wolltest doch noch ins London der Muggel, um etwas abzuholen und der Laden schließt demnächst“, sagte er schnell da er sah das die Zeit langsam knapp wurde.
„Dann euch beiden viel Spaß.“ Tonks blickte auf Harrys Uhr. „Ich muss auch langsam an meine Arbeit zurück. Es war eine Freude euch beide zu sehen und Harry: Bei deinem nächsten Hogsmeade Wochenende erwarte ich deine Freundin kennenzulernen. Ginny ist auch dabei.“
„Jaaaa… toll“, antwortete Harry nur zog seine Begleitung durch den Tropfenden Kessel. Als sie diesen verließen, schob Harry sie in die nächste Seitenstraße.
Dabei sah er auch das Bellatrix Augen sich verdunkelten. „Der Trank lässt nach“, sagte er zu Bellatrix die ihn fragend anschaute.
Sie schnalzte mit der Zunge, scheinbar war es ihr zu schnell vorbei gegangen. „Wie gut warst oder bist du eigentlich im brauen von Zaubertränken?“, fragte Harry interessiert, während sie etwas weiter von der Hauptstraße weg gingen.
„Durchschnittlich, für einen UTZ hat es damals nicht gereicht.“
„Schade, sonst hätte ich dir das Rezept besorgen können, dann hättest du dich selbst mit Tränken versorgen können.“
„Leider nicht“, antwortete sie. Als sie die Mitte der Seitengasse erreichten, nahm sie ihn an der Schulter und apparierte mit ihm zurück in das Haus der Blacks.
Es war zwar ein kurzer Ausflug, aber es hatte Bellatrix gefallen einmal unbeschwert durch die Straßen zu laufen ohne das die Gefahr bestand das sie von Auroren angegriffen wurde.
Den Rest des Tages verbrachten die drei Bewohner des Hauses zusammen mit einem ruhigen Abendessen und einer langen Unterhaltung.
Für das letztere der beiden gingen sie in den Salon, wo Kreacher sie mit Snacks und Getränken versorgte.
Die drei unterhielten sich über Hogwarts und Sirius fragte sein Patenkind: „Was er denn nach Hogwarts vorhatte?“
„Es würde mich reizen einmal die Schule in Salem zu besuchen. Das wäre zumindest etwas das ich gerne im nächsten Sommer machen würde… wenn man die Schule in den Ferien besichtigen kann.“
„Wahrscheinlich nicht Harry… die Schule wird geschlossen sein und das Gelände wird genau wie Hogwarts mit Schutzzaubern umgeben sein.
Wenn du dich dort umsehen möchtest, musst du dich dort einschreiben, oder aber warten bis du mit Hogwarts fertig bist.“
„Da hat Sirius recht… aber du bist doch nach diesem Jahr mit Hogwarts fertig“, merkte Bellatrix an.
„Da hast du recht, aber ich kann doch nicht einfach…“
„Oh glaube mir. Wenn das alte Huhn endlich weg ist, wirst du an die vorderste Front geschoben und dann versuche einmal zu erklären das du nicht kämpfen willst“, unterbrach sie Harry.
„Ich hasse es das zu sagen Harry, aber sie hat recht. Wenn das mit Dumbledore wahr ist, dann wirst du immer mehr bedrängt werden.
Auch könnten wir zusammen einige Zeit in den Staaten verbringen.“
Harry lachte kurz auf. „Sehr führsorglich Sirius, aber wenn ihr es so sagt. Meinen UTZ könnte ich auch dort machen und sogar noch mehr. Nur müsste ich dann einiges hier aufgeben.“
Sirius schenkte ihm ein lächeln. „Wenn dir der Blick auf die Schule reicht, können wir es nächsten Sommer gerne machen. Es wäre auch ein guter Weg für mich, um das Land zu verlassen.“
Bellatrix winkte das sofort ab. „Wenn es dir um den Portschlüssel geht, das ist das kleinste Problem. Etwa das halbe Ministerium untersteht unserem Lord.
Entweder durch Zwänge oder aber durch Treue.
Ein Portschlüssel für dich oder euch zu besorgen damit ihr verschwinden könnt ist kein Problem.“
Beide Männer sahen sie ungläubig an.
„Und das sagst du uns erst jetzt?“, platztes es aus Sirius heraus.
„Natürlich, eigentlich sollte ich es dir noch gar nicht sagen bis Zabini und Parkinson ihre Zustimmung geben.
Immerhin bist du ja noch ihr Patient und sie nehmen ihren Job da leider sehr ernst.“
Harry nickte zustimmend. „Sie sind kompetent… aber hey, wenn es mir dreckig geht, kann Pansy mich an ihren Vater vermitteln. Das sehe ich als einen super Bonus der Beziehung“, scherzte Harry.
Sirius stöhnte leise. „Also Zabini… gut Harry, dann weiß ich nun bescheid.“
Harry grinste seinen Paten an. „Falsch“, sagte er nur.
„Moment, der Geistheiler ist der Vater deiner Freundin?“
„Ja, und nach allem, was mir passiert ist könnte ich ihn noch lange nötig haben und das auch nur wenn ich nicht noch X-Flüche abbekomme.“
Bellatrix grinste breit und widmete sich ihrem Glas Elfenwein.
Sollten die beiden das doch ausdiskutieren. Das Mädchen hatte sie heute kennengelernt und sie war nett… naja bis sie die Flucht vor ihr ergriffen hatte, aber wer könnte es ihr auch verübeln.
Bellatrix hatte sich nicht diesen Ruf in der Zaubererwelt erarbeitet damit jeder sie mochte.
Darum hielt sie sich aus dem Gespräch heraus. Beziehungsfragen interessierten sie wenig und sie war dankbar als das Thema wechselte.
Harry rief schließlich ein Kartenspiel zu sich damit sie neben den Unterhaltungen auch eine andere Beschäftigung hatten, bis es Mitternacht wurde.
An diesem Abend lernte Harry noch einige weitere äußerst unpassende Worte, die aus Bellatrix Mund kamen als sie gegen die beiden einige Male verlor.
Dazu musste man aber auch sagen das die beiden sich etwas gegen sie verschworen hatten.
Es war lustig zu sehen, wie die Frau immer ausfallender bei ihren Flüchen wurde.
Schließlich faste sich Harry ein Herz und spielte fairer in dem er auch gegen seinen Paten feuerte.
Er vertraute Bellatrix, aber nach den unzähligen Stunden, in denen sie ihn trainiert hatte, wusste er das wenn ihr Geduldsfaden riss man besser nicht in der Schusslinie ihres Zauberstabes stehen sollte.
Während des Abends rutschte Sirius immer merkwürdig auf seinem Stuhl umher.
Um Mitternacht konnte man dann sehen, wie das Silvesterfeuerwerk startete. Draußen, im Park vor dem Haus waren einige Familien und Gruppen unterwegs die dort Raketen und andere Dinge in die Luft schossen.
Die Ferien waren schließlich zu Ende, die letzte interessante Sache war das Zabini einmal vorbeikam um Sirius zu „behandeln“.
Bellatrix war genauso erpicht darauf herauszufinden, was die Zauberstabmacherin mit ihm gemacht hatte, wie Harry selbst.
Zabini kam mit einem leichten Grinsen aus dem Zimmer von Sirius, begleitet von einem üblen Geruch.
„Was hat er?“, fragte Harry besorgt.
„Nun… der Zauber, unter dem er steht, hat Eiterblasen in seinem gesamten Intimbereich und seinem Gesäß wachsen lassen. Begleitet werden diese von einem Ausschlag, der laut seiner eigenen Aussage einen starken Juckreiz verursacht.“
Bellatrix unterdrückte ein Lachen und auch Harry grinste breit bei der Vorstellung.
„Die Eiterblasen sind wie der Name schon sagt mit einem Eiter gefüllt, der diesen angenehmen Geruch verströmt.“
„Oh ich dachte schon hier wäre etwas gestorben und verweste“, sagte Bellatrix.
„Und was können wir dagegen tun?“
Lord Zabini dachte einen Moment nach. „Nun, wenn sie mir nicht genau sagen können welche Flüche und Verhexungen benutzt wurden dann würde ich sagen, dass sie es einfach abwarten bis sich die Zauber von selbst auflösen.
Außer wir bringen ihn ins Sankt Mungo Hospital zur Behandlung und das wäre aus mehreren Gründen keine gute Idee.“
Harry gab ihm recht und war insgeheim froh, dass er sich nicht mit dem Geruch herumschlagen musste, da er morgen abreisen würde.
Während Harry sein ruhigstes Weihnachten und Silvester hatte war es in Hogwarts etwas anderes.
Direkt nach den Feiertagen war Madam Bones, während des Frühstücks, begleitet von vier Auroren in der Schule aufgetaucht und bat um ein Gespräch mit dem Direktor.
Dieser bat sofort, dass sie die Unterredung in sein Büro verlegten, da er nicht wollte das sie, um welches Missverständnis es auch immer ginge, das vor der ganzen Schule besprachen.
Im Büro holte Madam Bones einige Akten heraus.
„Was führt sie den heute zu mir Amelia? Es ist doch alles in Ordnung hoffe ich?“, fragte Dumbledore mit seiner üblichen freundlichen Art.
„Das werden wir noch sehen. Wir wurden angewiesen die letzten Vorfälle in dieser Schule noch einmal zu untersuchen.“
Dumbledore sah sie schief an. „Meine Liebe, sie wollen mir doch nicht sagen das sich die Magischestrafverfollgung nun mit Kinderstreichen abgibt?“, fragte er scherzhaft.
Amelia lächelte ihn an. „Nicht doch Albus, wir reden von den letzten Jahren. Das einer ihrer Lehrer durchdrehte und Schüler angriff. Die Überfälle auf Muggelstämmige, die Debakel mit den Dementoren und zu guter Letzt noch einmal die völlige Überschreitung der Pflichten von Miss Umbridge.“
Dumbledores Maske des ruhigen alten Mannes zuckte kurz. „Wie kommen sie plötzlich darauf?“, fragte er interessiert.
„In den letzten Jahren lief in ihrer Schule einiges aus dem Ruder und Merlin bewahre die Einmischung des Ministeriums… oder ehr von Miss Umbridge waren auch zu viel, aber dennoch sind immer noch viele offene Fragen zu klären.
Minister Fudge hat veranlasst das wir die letzten Jahre noch einmal aufarbeiten sollen, um eben solche Debakel zu vermeiden.
Dabei hat er auch eingesehen das das Postieren von Dementoren um eine Schule keine gute Idee war und Auroren besser geeignet gewesen wären.
Diese Wesen sind wie sie wissen nur schwer zu kontrollieren und griffen darum einmal das Quidditchfeld an. Der Angriff auf Lord Potter und Sirius Black hingegen war ein tragischer Unfall, wobei wir uns immer noch fragen, warum es alle Dementoren, die um die Schule postiert waren, zu den beiden gezogen hat und nicht nur die kleine Gruppe dir dort in der Nähe war.“
„Eine gute Frage Amelia, diese habe ich mir nach dieser tragischen Nacht auch einige Male gestellt aber leider werden wir nie eine Antwort darauf bekommen.
Dementoren können nun einmal nicht reden und Harry wird uns das auch nicht sagen können. Eben so wenig wie der verblichene Sirius Black.“
„Da haben sie leider recht, dennoch bleiben unsere Fragen über die letzten drei Jahre.“
„Quirrells angriff war… nun, ich möchte es nicht schön reden, aber er wahr besessen. Von Lord Voldemort.“
Amelia Bones zog eine Augenbraue hoch. „Und das haben sie wie herausgefunden?“
„Es ist schwer zu erklären meine Liebe. Voldemort teilte sich mit ihm seinen Körper. Quirrel war immer noch die gleiche Person wie früher nur war nicht mehr völlig er selbst.
Hätten sie mit ihm gesprochen hätten sie keinen Unterschied zu all den anderen malen erkannt, als sie vor seiner Besessenheit mit ihm gesprochen haben.
Amelia machte sich eine Notiz.
„Soweit ich weiß, griff er den damals 11-jährigen Lord Potter in den Kerkern an… Mitten in der Nacht. Wie mir bekannt ist, ist er ein Gryffindor warum befand er sich mitten in der Nacht in den Kerkern?“
Dumbledore schüttelte den Kopf. „Wie sie wissen war ich in der fraglichen Nacht abwesend. Als ich zurückkam, war der gute Quirinius bereits den Nachwirkungen seiner Besessenheit erlegen und Harry war ohnmächtig. Natürlich brachte ich ihn sofort auf die Krankenstation der Schule.“
„Sie sagen also sie haben sich nicht darum gekümmert herauszufinden was genau passiert ist?“
„Natürlich habe ich mich darum gekümmert. Voldemort versuchte ein magisches Artefakt zu stehlen das sich damals in Hogwarts befand.
Der junge Harry und seine Freunde fanden es heraus und versuchten, ihn davon abzuhalten. Es erfüllt mich immer wieder mit Stolz so mutige und rechtschaffende Schüler in meiner Schule anzutreffen.“
Einer der Auroren schnaubte bei diesen Worten und wollte gerade etwas sagen als Amelia ihn mit einem Blick zum schweigen brachte.
„Und dieses Artefakt lag in den Kerkern in einem Lagerraum oder wie muss ich mir das vorstellen?“
„Natürlich nicht, es war hinter magischen Barrikaden versteckt. Darum war auch ein Korridor im dritten Stock geschlossen da man von dort aus in diesen Bereich eintrat.“
Amelia überlegte einen Moment. Daran konnte sie sich noch erinnern. Ihre Nichte hatte erwähnt das ein Korridor in dem fraglichen Jahr verboten war.
„Also sind drei Erstklässler einem erwachsenen Zaubrer gefolgt, um ihn aufzuhalten und das durch von ihnen beschworene Schutzmechaniken?“
„Natürlich nicht, ich bat die vier Hauslehrer zusammen mit dem damaligen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ebenfalls jeder eine Kammer vor dem Artefakt mit einem Schutz zu versehen.
Es erschien mir wie die beste Möglichkeit da so niemand einfach hineinkam außer er wäre in allen Bereichen von Hogwarts geschult genug.“
Amelia Bones rieb sich die Nasenwurzen.
„Und die drei Erstklässler haben jede dieser Prüfungen gemeistert?“
„Nicht jede“, antwortete Dumbledore aber auf den ungläubigen Blick der Leiterin der magischen Strafverfollgung fügte er noch hinzu:
„Ich sehe darin nur das diese drei Schüler bewiesen haben das sie über herausragende Teamarbeit verfügten und auch ihr hohes Potenzial.“
Madam Bones machte sich weitere Notizen und dankte Lady Magic das ihre Nichte gescheit genug war nicht in den verbotenen Korridor gegangen zu sein.
„Okay, die Angriffe auf Schüler ein Jahr später… sie haben es niemals genau aufgeklärt. Es wurde nur bekanntgegeben das der Schuldige gefasst und das Wesen besiegt wurde.“
„Und wieder kann ich ihnen nur sagen das es sich um Voldemort handelte. Es war es auch vor über 50 Jahren der die Kammer damals geöffnet hat.
Leider wurde damals der falsche Junge dafür bestraft. Tragisch, dass wir diesem Jungen sein Leben in unserer Welt damit so eingeschnitten haben.“
Amelia erinnerte sich noch grob an die Berichte von vor über 50 Jahren, die sie damals, als die Angriffe wieder angefangen hatten angefordert und gelesen hatte.
„Und was genau ist passiert?“
„Darüber kann ich ihnen nichts sagen. Wieder war ich nicht in der Schule, der Schulbeirat hatte mir die Leitung abgenommen.“
Amelia Augen verengten sich zu schlitzen. „Und wer hat das Monster aufgehalten?“
„Wieder war es Harry. Sie werden verstehen, wie stolz ich war als ich hörte das er die Schule vor der Schließung bewahrt hat.“
„Und warum haben sie nichts genaues bekanntgegeben? Welches Monster war es? Was genau ist passiert? Warum wurde er nicht befragt?“
„Sie müssen verstehen das ich den Jungen beschützen wollte. Als sein magischer Vormund hielt ich es nicht für gut, wenn er von Auroren zu diesem Thema befragt wurde.
Schließlich war man der festen Überzeugung erlegen, das Voldemort tot sei. Sie hätten ihn für verrückt gehalten oder aber ihm vorgeworfen er wolle Panik verbreiten.“
Amelia biss sich auf die Lippe. Sie wollte es am liebsten abstreiten, aber leider war genau das im letzten Jahr passiert.
„Gut, ich denke wir sparen uns den Teil mit Dolores. Sie waren ja auch bei dem Ende ihrer schulischen Karriere nicht mehr an dieser Schule und haben darum nicht miterlebt was genau passiert ist.“
„Das ist korrekt meine Liebe und dies war auf den dringenden Wunsch des Ministers hin, wie sie sich erinnern können.“
Amelia schluckte einen giftigen Kommentar hinunter. Sie glaubte an Zufälle. Himmel sie hatte ihre Nichte alleine großgezogen und nebenbei noch ihre Karriere gehändelt.
Es gab Zufälle, aber das immer, wenn etwas Schlimmes an dieser Schule passierte, der Direktor zufällig gerade nicht im Schloss war glaubte sie nicht.
„Gut, damit ist das hier beendet. Würden sie bitte noch Severus Snape hierherrufen?“
„Was werfen sie Severus vor?“
„Lord Potter macht sich sorgen um seine Privatsphäre. Sie haben Professor Snape angewiesen ihm Okklumentik beizubringen damit er sich vor du-weißt-schon-wem besser schützen kann.
Ich bestreite nicht, dass dies eine gute Idee war vor allem da er wohl ganz oben, auf der Liste des Unnennbaren steht, aber sie wissen doch bestimmt auch das dieser Unterricht unter sehr strengen Auflagen abgehalten werden muss.
Ein magischer Eid zum Beispiel ist Voraussetzung und ich bin hier, um sicher zu gehen das dieser Eid und auch andere Vorkehrungen eingehalten wurden.“
„Amelia das ist unnötig. Ich als Harrys damaliger Vormund habe den Unterricht gestattet und Severus mag vielleicht etwas streng bei den Übungen gewesen sein aber…“
„Es geht nicht darum, wie er ihn unterrichtet hat, aber da sie es erwähnen, werde ich ihn dazu wohl auch noch befragen.
Es geht mir darum, ob sie sich an die Gesetzte zu der Ausbildung in diesem Bereich gehalten haben.“
Dumbledore erhob sich. „Ich werde sehen, ob Severus verfügbar ist. Er nutzt die Ferien meistens, um sich ganz seinem Studium der Zaubertränke zu widmen, auch wenn er das Fach nicht mehr unterrichtet.“
Amelia nickte und Dumbledore verlies das Büro.
________________________________________________________Ich hoffe es hat euch gefallen eine Aufarbeitung von Harrys Schuljahren und wir wissen nun was dem armen Sirius fehlt.
Er hat eine Strafe erhalten die man niemandem wünschen sollte… naja außer er hat es verdient.
Als ich dieses Kapitel schrieb, ist mir das erst aufgefallen. Immer wenn es zum großen Finale in Buch 1,2 und 5 kam, war Dumbledore zufällig nicht da.
Dementoren können nicht reden und daher kann auch niemand herausfinden warum hundert von ihnen zufällig an dem See auftauchten wo Sirius und Harry waren.
Das Trimagische Turnier habe ich hier ausgelassen, weil ich sonst noch einmal ein ganzes Kapitel geschrieben hätte, um die ganzen Fehler darin aufzuzählen.
Das nächste Kapitel kommt wie üblich am Wochenende.
Noch einmal frohe Weihnachten.
LG