71 Dumbledore Testet 1
71 Dumbledore Testet 1
Frohes Neues Jahr euch allen. Ich hoffe ihr seid gut in selbiges gestartet und seid beim rutschen nicht auf die Nase gefallen.
Bei uns ist es tatsächlich etwas weiß geworden. Heute beginnen wir den nächsten Teil von Harrys sechsten Schuljahr und wie der Name schon sagt gleich mit einem mehrteiligen Kapitel.
Ich hoffe sehr es gefällt euch.
_______________________________________________________
Während Pansy in den Gemeinschaftsraum der Slytherins hinunterging um sich dort mit ihren Hauskameradinnen austauschte, stieg Harry zum Turm der Gryffindors hinauf.
Einen Korridor vor dem Porträt der Fetten Dame fand er Ginny und Parvati die sich gerade unterhielten.
„Hey ihr beiden, noch einmal frohe Weihnachten“, sagte er, als er auf die beiden zutrat.
„Hey Harry“, kam es von beiden fast synchron und sie umarmten ihn abwechseln.
„Das wünschen wir dir auch“, fügten beide hinzu.
„Habt ihr auf mich gewartet, oder warum steht ihr hier?“
„Oh nein, also nicht direkt. Ich bin kurz vor dir angekommen… bis eben war ich in der Bibliothek. Aber natürlich freue ich mich dich zu sehen. Danke nochmal für die Geschenke.
Padma und ich hatten schon angst du hättest die Bücher vergessen und… naja… woher kennst du unsere Lieblings Süßigkeiten aus dem Honigtopf?“
Harry schenkte ihr ein lächeln. „Nein ich hatte euch nicht vergessen, aber es hat etwas länger gedauert als ich dacht. Als ich sie dann für euch beide fertig hatte, dachte ich mir, es wäre schöner sie euch zu Weihnachten zu schicken.
Davor hätte ich einer von euch einen Vortritt geben müssen, was ich nicht wollte. Das mit den Süßigkeiten war… nun ich fragte den Betreiber des Honigtopfes nach zwei indischen Mädchen und ihre Vorlieben.
Das soll nicht komisch klingen, aber ihr seit so weit ich weiß die einzigen Inderinnen an unserer Schule, darum seid ihr dem Betreiber, oder aber dem Verkäufer im Gedächtnis geblieben.“
Parvati grinste breit. „Kein Problem und ich soll mich für Padma entschuldigen. Sie hat dir nichts geschenkt, aber sich trotzdem riesig gefreut.“
„Nicht der Rede wert Parvati, du erinnerst dich das ich ihr die Sache mit dem Weihnachtsball immer noch ausgleichen wollte.
Sie soll die Schokolade einfach als eine Zugabe zu den Büchern sehen.
Dir habe ich ja auch noch Unterricht gegeben.“
Beim letzten Teil zwinkerte er ihr zu was sie rot werden ließ.
„Was habt ihr den miteinander getrieben?“, fragte Ginny und erinnerte so beide das sie auch noch da war.
„Ich habe sie unterrichtet“, antwortet Harry sofort.
„Und mir dabei auf die Oberweite geschaut“, fügte Parvati dazu.
„Das war vielleicht einmal und bevor ich mir Pansy zusammenkam“, protestierte er.
Die Inderin fing sofort an zu lachen.
„Ich weiß Harry und das war nur Spaß.“
„Du hättest die DA ruhig weiter machen können… ich vermisse die Stunden bei dir. Du warst besser als die meisten unserer Lehrer.“
Harry sah das sie einen Schmollmund zog und wandte sofort den Blich ab. „Naja… wen Parvati nichts dagegen hat, kannst du dich uns gerne anschließen.“
Sofort hellte sich Ginnys Stimmung auf. „Danke Harry!“
Er lächelte über die gute Laune der Rotharrigen.
„Ich habe Blacki getroffen und sie sagte: sie wolle sich gerne mit dir, Pansy und mir zu viert treffen.“
„Klar, da bin ich sofort dabei!“
„Oh und nochmal danke für dein Geschenk, auch wenn es ja etwas gegen die Schulregeln verstößt“, fügte Ginny hinzu.
Sofort schüttelte Harry den Kopf. „Oh nein, die Scherzartikel wurden von deinen Brüdern entwickelt, aber ich habe darauf geachtet das noch keiner von ihnen im Verkauf steht.
Demnach ist er nicht aus ihrem Laden und somit nicht verboten.“
Ginny fing an zu lachen. „Oh Fuck… Harry, das ist gut. Das muss ich mir merken, wenn ich bei Professor Mcgonagall stehe.“
„Geschenkt Ginny… also von mir und deinen Brüdern.“
Der Rotschopf strahlte ihn an. Gerade als er sich auf den Weg durch das Porträtloch machen wollte hielt Ginny ihn auf.
„Warte noch kurz, das könnte besser für dich sein“, bat Ginny.
Diese Aussage ließ sie innehalten.
„Ja, da hat sie recht, dich wird kein schöner Anblick erwarten“, fügte Parvati hinzu.
„Was könnte so schlimm sein? Wurde unserer Gemeinschaftsraum von Umbridges Innendesigner umgestaltet?“, fragte er scherzhaft.
„Nein, aber Ron und Lavender sind nun zusammen“, antwortete Ginny so als ob sie ein Pflaster mit einem Ruck abriss.
„Und?“, fragte Harry nicht verstehend, was das mit ihm zu tun hatte.
„Sie knutschen im Gemeinschaftsraum… ständig und ihre Technik ist…“, begann Ginny.
„Grässlich“, beendete Parvati Ginnys Satz.
„Danke, ich war schon einmal kurz davor einen Lehrer zu rufen, weil ich dachte er würde ihr Gesicht aufessen.“
Sofort begann Harry zu lachen. „Danke für die Warnung, aber ich habe bestimmt schon schlimmeres gehen.“
Er betrat den Gemeinschaftsraum, während die beiden ihm nachschauten. „Da hat er echt“, murmelte Ginny.
„Jap… aber trotzdem sollte er die Warnung hören.“
Ginny lächelte die Inderin an und die beiden folgten ihm.
Im Gemeinschaftsraum sah Harry genau das was Ginny ihm vorausgesagt hatte. Ron und Lavender knutschten ausgiebig in einem der Sessel.
Harry wollte nicht zu lange hinschauen, aber er musste Ginny rechtgeben. Es sah wirklich so aus, als ob er versuchte Lavenders Gesicht zu essen.
Er löste sich von dem Anblick und ging durch den Raum. Wo er Hermine in einer Ecke sitzen sah. Sie hatte sich trotz einiger besserer leerer Plätze so gesetzt, dass sie nicht auf das Paar schauen musste.
Er ließ sich am gleichen Tisch wie sie nieder. „Hey Hermine, schöne Ferien gehabt?“
Sie sah auf. „Hey Harry! Danke für den Geschenk und naja… es gab so seine Hochs und Tiefs.“
Harrys Blick wanderte zu dem Paar, zu dem auch hin und wieder die Blicke einiger andere Schüler wanderten.
„Ginny hatte recht mich vor zu warnen, sag mal ist das regelmäßig hier so?“
Hermine musste nicht hinschauen, um zu wissen, wen oder was er meinte. „Naja, seit Weihnachten immer wieder. Aber es verstößt gegen keine Schulregeln… glaube mir ich habe es nachgeschlagen… auf Wunsch einiger Schüler.“
Harry wollte gerade lachen, als er sah, wie Rons Hände zu Lavenders Hintern wanderten und er nach dem ersten griff einen grunzen in den Kuss abgab.
„Ich glaube ich gehe in meinem Schlafsaal, das kann sich doch niemand lange mit ansehen. Gute Nacht Hermine.“
„Gute Nacht… Oh warte Harry. Ich soll dir noch eine Nachricht von Professor Dumbledore überbringen.“
„Um was geht es?“
„Er sagte er möchte dich morgen um 16 Uhr in seinem Büro sehen.“
Harry bedankte sich dafür und erhob sich.
Das war ungewöhnlich, sie waren wie gewöhnlich an einem Freitag nach den Weihnachts- und Osterfeien zurückgekommen, um sich wieder an die Abläufe in Hogwarts zu gewöhnen.
Trotzdem hatte Dumbledore ihn noch nie so früh zu sich gerufen. Entweder hatte der Mann endlich begriffen, was Wochenende bedeute und das Schüler auch vor dem Abendessen Freizeit hatten, oder aber die Stunde würde sehr lange dauern.
Harry beschloss sich überraschen zu lassen und fand sich am nächsten Tag pünktlich vor dem Büro des Schulleiters ein.
Den gesamten Tag über hatte er damit verbracht sich einzurichten, einem kurzen Abstecher in die Bibliothek und natürlich Lavender und Ron aus dem Weg zu gehen.
Die beiden schienen an den Lippen aneinander zu kleben.
Harry betete das keiner der beiden auf die Idee kam ihn nach einem Doppeldate zu fragen. Er konnte Pansy im Zaum halten, wenn es um Ginny ging… Bei Parvati tat sie es von selbst und bei Tonks würde sie es aus Respekt vor einer ausgebildeten Aurorin tun, aber bei den beiden?
Das würde in einem Geschrei enden, das er nicht ertragen wollte.
Schnell klopfte Harry an der Bürotür des Schulleiters und wurde hineingeben. Dumbledore stand zu seiner Verwunderung bereits mitten im Raum und wünschte ihm ein frohes neues Jahr.
„Hallo Professor, das wünsche ich ihnen auch und ich bin sehr überrascht das sie mich so früh hier herbestellt haben.“
Der Professor lächelte ihn an.
„Folge mir Harry, wir haben heute viel zu tun und ich bin mir sicher du wirst es als äußerst interessant und lehrreich empfinden.“
Das ließ Harry aufhorchen. Sein durch die Verbindung verändertes Auge zuckte hinter dem Glamour.
Dumbledore öffnete die Tür und die beiden stiegen die Stufen wieder hinunter ins Schloss.
„Wohin gehen wir Professor?“, fragte er interessiert.
„Nach den Ferien und unseren letzten sehr theoretischen Stunden, dachte ich das es doch ganz amüsant wäre dich heute einmal praktisch zu testen“, erklärte Dumbledore.
Harry war so überrascht das er fast eine Stufe verpasst, sich aber gerade noch an der Wand abfangen konnte.
„Sie unterrichten mich in Magie? Mit welchem Zauber wollen sie beginnen?“
„Immer langsam Harry. Bitte, verhalte dich ruhig, bis wir da sind. Es wäre doch unpassend, wenn einer deiner Mitschüler etwas hört und das zu Gerüchten führt.“
Harry schluckte den Kommentar, der ihm auf der Zunge lag, hinunter.
„Auf einmal interessiert es ihn, was es für Gerüchte über mich gibt? Das ist der größte Mist, den ich in diesem Jahr gehört habe“, dachte er.
Dumbledore führte ihn durch zwei Geheimgänge, die fast nahtlos ineinander übergingen. Sie verließen den ersten und nur wenige Schritte weiter konnten sie den nächsten betreten.
Als sie diesen verlassen hatten, sah Harry sich um und brauchte einige Momente, um sich zu orientieren.
Der Korridor sah aus wie jeder andere in Hogwarts, wenn da nicht die dicke Staubschicht und die Spinnenweben wären.
„Professor?“, fragte Harry.
Dumbledore deutete auf eine Tür zu ihrer rechten. „Erinnerst du dich an die magischen Blockaden, hinter denen unser Lehrkörper in deinem ersten Schuljahr den Stein der Weisen verborgen hat?“
„Wie könnte ich die vergessen“, antwortete Harry und bekam ein ganz ungutes Gefühl.
„Ich war so frei und habe dir einige neue Prüfungen bereitgestellt. Sie sind wieder spezifisch von deinen Lehrern erschaffen worden, aber natürlich habe ich die Schwierigkeit und auch die Gefahr erhöht.
Schließlich bist du nun viel fortgeschrittener, als damals. Ich dachte mir das dich die alten Aufgaben unterfordert hätten, nicht nur weil, die Lösungen teilweise kanntest.
„Sie meinen also ich soll diese ganzen Prüfungen noch einmal durchlaufen? Oder aber ähnliche, um zu beweisen oder aber zu zeigen, wie sehr ich mich verbessert habe?“, fragte er unsicher.
„So ist es Harry. Du wirst es bestimmt schaffen, ich habe natürlich Sicherheitsvorkehrungen aufgestellt, um zu verhindern das dir etwas schlimmes passiert.“
„Okay, das klingt wirklich interessant… und auch nützlicher als die anderen Stunden.“
Dumbledore sah ihn einen Moment an, bevor er ihn anlächelte. „Du solltest das nicht auf die leichte Schulter nehmen, die Aufgaben sind wie die beim Trimagischen Turnier nur unter Gefahr zu lösen.“
„Natürlich und ich werde auf mich aufpassen“, versprach er und ließ seinen Zauberstab in seine Hand gleiten.
„Dann viel Erfolg Harry, ich erwarte dich im letzten Raum.“
Dumbledore verließ ihn und ging den Gang weiter, in Richtung der Tür, die ins Treppenhaus führte.
Harry sah auf die Tür hinter der damals Fluffy auf sie gewartet hatte und atmete durch. Dabei löste er die Verbindung zu Tom.
„Das würde ihn bestimmt nicht interessieren“, dachte er und öffnete die Tür einen Spalt, um hineinzuspähen.
Der Raum war leer und die Falltür stand bereits offen. Harry trat ein und sah sich mit gezogenem Zauberstab um.
Der Raum war völlig verlassen. Vorsichtig trat er näher an die Falltür heran, darauf achtend das sich nichts plötzlich auf ihn stürzte.
Als er sicher war, dass er wirklich allein war, blickte er hinunter und sah wie beim letzten Mal völlige Schwärze.
Schnell schickte er einen Lichtzauber nach unten und sah dort dicke Ranken, die den gesamten Boden bedeckten.
„Na gut, dann auf ein Neues“, murmelte er und sprang hinunter.
Der Aufprall war hart, aber nicht schmerzhaft. Die Pflanzte hatte ihn wie auch in seinem ersten Jahr abgefangen.
Kaum war er wieder auf den Beinen spürte er wie sich unter ihm etwas bewegte.
Schnell schickte er zwei Brandzauber los und traf einige der Ranken, die Feuer fingen.
Sofort begannen die Ranken um ihn herum sich zu bewegen. Er dachte sie würden von ihm zurückweichen, aber dem war nicht so.
Im schwachen Licht des Raumes und der Flammen konnte er gerade noch sehen wie eine Dicke Ranke auf ihn zukam und er musste sich ducken, um ihr auszuweichen.
„Was zum Teufel?“, brüllte er als auch schon die nächsten Ranken nach ihm peitschten.
Harry rollte sich so gut es ging zur Seite und warf weitere Brandzauber auf die Pflanze, die den ganzen Raum einnahm.
Sein Blick huschte umher auf der Suche nach dem Ausgang und bedacht darauf das er weiteren hieben der Pflanze auswich.
Gerade als er die Tür sah, kamen die nächsten Ranken und er wich ihnen mit einem Hechtsprung aus.
Als er wieder auf den Beinen war, lief er zur Tür, packte die Klinke, um sie zu öffnen aber die Tür war verschlossen.
Sein Blick ging nach unten, um zu sehen, ob die Tür vielleicht von Ranken blockiert wurde, aber da war nichts.
Auf der Fläche vor der Tür war ein halbrunder Kreis ohne eine einzige Ranke.
„Was ist das hier?“, murmelte er und ließ seinen Blick über die immer noch zitternde Pflanze wandern. Die sich bewegte. Ranken und Wurzeln schob sich übereinander.
Die Feuer, die er gelegt hatte, wurden immer kleiner. Die Brennenden stellen wurden immer weiter unter den Ranken und Wurzen begraben, um so die Flammen zu ersticken.
„Okay, keine Teufelsschlinge“, dachte er und sah sich hektisch um.
Da die Tür verschlossen war, musste es einen Schlüssel geben, um die Tür zu öffnen.
Diesen aber bei der sich ständig bewegenden Pflanze zu entdecken war schwierig.
Er beschwor drei große, schwebende, goldene Kugeln die nun den Raum erhellten.
Die Gün-bräunlichen Wurzeln und Ranken zitterten leicht bei dem neuen Licht.
Sein Blick ging umher, gerade als er einen Schritt nach vorne machen wollte, sah er wie sich dünne Ranken über den Boden auf ihn zubewegten.
Schnell warf er einen Schnittfluch nach vorne trennte sie ab. Feuer genau vor seinen Füßen konnte er nicht gebrauchen.
An der Stelle, wo die die Ranken abgeschnitten waren, stieg sofort ein leichter Dunst auf. Harry wollte gerade seinen Mund und seine Nase bedecken, als ihm die Übelkeit durch den Körper jagte.
Er musste stark husten und hielt sich den Mund zu, in dem Moment als er deswegen nicht mehr auf seine Umgebung achtete traf ihn eine Dicke Ranke in den Magen und schleuderte ihn gegen die Tür.
Bei dem Treffer in seinen Magen spürte er wie die Luft aus seinen Lungen gedrückt wurde und er hustete noch mehr.
Krächzend hob er seinen Zauberstab und warf neue Brandzauber in den Raum.
Feuer schien die Pflanze nicht so stark zu verletzen wie die Teufelsschlinge, aber sie hielt sie auf und es war besser als sie zu zerschneiden.
Die ersten Zauber fanden ihr Ziel, was die Pflanze wieder in Bewegung brachte um sich um die neuen Brandstellen zu kümmern.
Harry sprach den Kopfblasenzauber mit dem Fleur und Cedric während seines vierten Jahres in den schwarzen See getaucht waren, um sich vor den Dämpfen zu schützen, die aus den Schnittstellen der Pflanze strömte.
Da er nun wieder frei atmen konnte ließ er den Blick umherwandern, nichts das wie ein Schlüssel aussah oder eine Funktion, um die Tür zu öffnen.
„Muss ich die ganze Pflanze verbrennen?“, fragte er sich und schüttelte dann den Kopf.
„Nein, das könnte ich wahrscheinlich nicht überleben, da es den ganzen Raum in Brand steckt.
Sein Blick ging weiter, aber er sah nur Ranken und Wurzeln.
Die Flammen wurden wieder erstickt und er sprach weitere Zauber, um die Pflanze zu beschäftigen, während er den wenigen angriffen von ihr auswich.
Das erinnerte ihn an etwas. Die Pflanze schlug nach ihm wie die Peitschende Weide es, während seines zweiten und dritten Schuljahres getan hatte.
Das war etwas mit dem er arbeiten konnte, die Pflanze hatte damals einen Knoten, der sie erlahmen ließ. Wenn das hier auch eine von diesen Pflanzen war, dann musste er diesen Knoten finden.
Das war leichter gesagt als getan. Gerade sprach er einen Brandzauber, als er etwas Merkwürdiges sah. Eine der Feuerkugeln, die er immer ohne bestimmte Ziele abfeuerte, war von einer der Ranken in der Luft zerschlagen worden.
Zufall, oder Absicht? Harry wusste es nicht, aber testen konnte er es. Schnell schickte er weitere Brandzauber auf die Stelle und tatsächlich, die Wurzeln und Ranken türmten sich auf, um die Stelle zu beschützen.
Eine besonders Dicke Ranke die vom Boden bis zur Decke reichte. „Gefunden“, dachte er Schadenfroh und erhöhte das Tempo seiner Angriffe.
Von Brandzaubern ging er zu Schnittflüchen über. Wenn es reichte den Knoten der Peitschenden Weide zu berühren, damit sie anhielt, was würde passieren, wenn man ihn zerschnitt?
Die ersten Schnittflüche trafen und der ganze Raum begann zu Beben. Alle Ranken und Wurzeln zogen sich fast ängstlich von ihm Weg.
Dadurch konnte er näher an die Hauptranke treten, die nun einige Einschnitte hatte.
Die Ranken versuchten die scheinbare Hauptranke zu schützen, aber Harry hielt mit weiteren Zaubern dagegen und schließlich platzte die Ranke auf.
Der ganze Raum erzitterte erneut als grünlicher Harz aus der Ranke spritzte und ihn traf.
Froh über den Kopfblasen Zauber schickte er einen weiteren Zauber gegen die Ranke, die nun völlig aufplatzte und seinen ganzen Oberkörper mit diesem Harz bedeckte.
Er spürte seinen Umhang an seiner Brust kleben und auch seine Hose, die einige Tropfen und Spritzer abbekommen hatte.
Die Pflanze erbebte erneut und erschlaffte schließlich völlig.
Die Ranken an Decke und Wänden hingen nun, wie tot herab und er atmete durch.
„Accio Schlüssel!“, rief er. Ein klobiger silbernen Schlüssel kam von hinter der zerstörten Hauptranke in seine Hand geflogen und er machte sich auf den Weg zur Tür.
„Vielleicht war ich doch zu voreilig, dem hier so einfach zuzustimmen“, dachte er, als er den Schlüssel ins Schloss steckte.
________________________________________________Ich hoffe doch sehr, das euch die überarbeitete und verbesserte Teufelsschlinge gefallen hat.
Freut euch auf die nächsten Räume, keine Angst es wird nicht nur Aktion und Kampf geben in den folgenden Prüfungen.
LG