73 Dumbledores Test 3
73 Dumbledores Test 3
Guten Morgen!
Endlich ist es so weit, das letzte Kapitel zu „Dumbledores Test“ hoffentlich gefallen euch Harrys letzte Hindernisse. Vor allem mir etwas für oder von Snape aus den Fingern zu saugen war schwer, aber ich hoffe es gefällt euch.
_____________________________________________________
Harry stand immer noch den fünf Königinnen gegenüber. Zwei von ihnen standen sogar neben dem Schachbrett. Immer noch bereit ihn erneut anzugreifen.
Sein Verstand raste. Er brauchte einen Zauber, um sich zu versteigen oder um diese Figuren so schnell wie möglich loszuwerden.
Ihm kamen ein paar der Flüche in den Sinn die er mit Bellatrix durchgenommen hatte, aber er konnte sie nicht sprechen.
Diese waren schwarzmagisch, auch wenn sie ihn retten würden, wusste er das Dumbledore ihn bestimmt beobachtete. Wie sollte er also diese Zauber erklären?
Natürlich konnte er das Black Erbe dafür verantwortlich machen, aber dann musste er sich eine predigt über die richtige Magie anhören, da war er sich sicher.
Harry biss sich auf die Lippe und schickte zwei Schnittflüche los um die Königinnen, die neben dem Brett standen zu zerstören.
„Noch drei“, dachte er und wandte seine Aufmerksam auf die Figuren.
Die erste Verschwand und Harry achtete nicht einmal darauf, wo diese auftauchte. Er lief sofort los und wich damit der Figur aus.
Er schickte einen Sprengfluch los und traf eine der anderen. Damit blieben nur noch zwei übrig.
Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, während er sich den beiden letzten Figuren zuwandte.
Die erste verschwand in diesem Augenblick und Harry lief sofort los. Hinter ihm erschien die fragliche Figur. Er warf einen Blick über die Schulter und sprach einen Knüppelfluch. Die Figur zerbarst und nun stand er der letzten Königin gegenüber.
Diese begann zu leuchten und verwandelte sich in einen König.
„Das Duell der Könige?“, fragte Harry scherzhaft. Er wusste das es immer in einem Pat endete, wenn nur noch die beiden Könige auf dem Feld waren.
Der rote König erhob sein Schwert und richtete es auf Harry.
Dieser wartete nicht darauf, was der König vorhatte, und schleuderte einen Schnittfluch auf den König. Der Fluch prallte an der Figur ab.
„Ach komm schon!“, brüllte Harry. Der König bewegte sich plötzlich nach vorne. Harry sprang zur Seite, als der König über das gesamte Feld stürmte.
Es war die Bewegung des Turms, aber das konnte der König nicht.
Schnell schickte er weitere Schnittflüche auf den König. Sie trafen diesen und es bildeten sich Risse über die Figur.
Der König hob sein Schwert und acht Feuerbälle stoben in die verschiedensten Richtungen davon.
Die meisten trafen nur die Wände, aber einer flog genau Harry zu den er mit einem Schildzauber blockte.
Schnell warf Harry einen weiteren Fluch auf die Figur, wobei einige Steinsplitter von ihr wegflogen.
Langsam ging es Harry gegen den Strich. Jede andere Figur war mit einem Zauber erledigt gewesen, auch wenn er nur den Kopf zerstört hatte, aber ausgerechnet die Letzt musste so widerstandsfähig sein?
Während er innerlich fluchte, verschwand der König. Sofort sprang er zur Seite und hörte hinter sich ein „Klonk“ als etwas hartes auf den Boden schlug.
Der König war direkt hinter ihm erschienen und hatte, mit seinem Schwert, auf die Stelle geschlagen wo er gerade noch gestanden hatte.
Der König hob sine Schwert wieder und Harry warf einen Schockzauber auf die Figur. Diese erlahmte mitten in der Bewegung.
Aus dem Schwert stoben wieder acht Feuerbälle. Die beiden die ihn hätten Treffen könnten, schaffte er gerade noch zu blocken.
„BOMBADA!“, brüllte Harry. Statt auf die Figur zu zielen richtete er seinen Zauberstab auf die Decke. Über ihnen gab es eine Explosion und es begannen Trümmer hinabzuregnen.
Diese trafen die Figur des Königs welche nun endlich zerbrach.
Harry konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, als der rote König unter den Trümmern begraben wurde.
Harry amtete durch. Langsam wurde es anstrengend und er war froh, diesen Raum hinter sich gebracht hatte. Zumindest hoffte er das.
Da nun alle Figuren zerstört waren konnte er zu der Ausgangstür gehen. Harry drückte die Klinke hinunter und die Tür öffnete sich. Als er hindurch war, lehnte er sich an die nächste Wand.
Er brauchte einen Moment Ruhe. Wenn er sich recht erinnerte, würde als nächstes der Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste kommen und das stieß Harry auf.
Hätte er gewusst das der Raum so ablaufen würde, hätte er sich auf das bisschen Talent, das er im Schachspielen hatte verlassen, statt es auf diesen Kampf ankommen zu lassen.
Während er sich einige Minuten ausruhte, betastete und untersuchte er seine Wunde.
Sie schien nicht besonders tief zu sein, auch blutete er nicht so stark wie er es gedacht hatte. Dafür wurde ihm nun klar, wie sehr er in den letzten Räumen geschwitzt hatte und wie er gerade aussah.
Staub und was auch immer in der Pflanze gesteckt hatte, war überall auf seinem Umhang verteilt. Dazu einige Blutflecken von der Wunde die ihm die Königin zugefügt hatte.
Er überlegte, ob er nicht besser abbrechen sollte, aber es waren nur noch zwei Räume. Nun ja, eigentlich nur noch einer auf den es wirklich ankam.
Wenn er durch den Verteidigungsraum hindurch war, dann konnte er aufgeben. Das wäre auch ein weiterer schöner Schlag in Snapes Gesicht.
Harry ruhte sich noch einige Minuten aus, bevor er weiterging. Den nächsten Raum hatte er schnell erreicht. Beim letzten Mal war ein Troll in diesem Raum gewesen, was würde Snape dort für ihn bereithalten?
„Was könnte es sein?“, murmelte Harry und drehte seinen Zauberstab in den Fingern.
„Ein Mantikor? Eine Chimäre? Ein Dementor?“, murmelte Harry nachdenklich.
Es gab nur noch eine Möglichkeit um es herauszufinden, er musste einen Blick in den Raum werfen.
Harry öffnete die Tür und sah hinein. Der Raum lag in völliger Dunkelheit da. Die Spitze seines Zauberstabes entzündete sich und er ließ das Licht in den Raum hineinscheinen.
Der Raum war leer. Vorsichtig öffnete er die Tür weiter und trat ein. Sein Blick ging hoch zur Decke, aber auch dort war nichts zu sehen.
Die Tür an der Gegenüberliegenden Seite fiel ihm sofort ins Auge. „Hallo!“, rief Harry in den stillen Raum hinein. Er vertraute Snape nicht und er konnte nur mutmaßen, was dieser hier für ihn deponiert hatte.
Vorsichtig bewegte er sich durch den Raum und versuchte jeden Winkel in Augenschein zu nehmen.
Die letzten Schritte zur Tür nahm er schnell und drückte auf die Klinke. Zu seiner Überraschung war die Tür unverschlossen.
Das ging zu einfach für seinen Geschmack, Harry behielt den Zauberstab in der Hand und blickte in den kurzen Gang vor sich. Die nächste Tür konnte er bereits sehen.
Hinter sich hörte er nichts. Selbst wenn es ein Wesen war, das sich unsichtbar machen konnte, würde er es hören. Warum aber war die Tür dann aber nicht verschlossen?
Harry versuchte sich nicht zu schnell zu bewegen, um nicht doch noch in etwas hineinzulaufen, sei es eine Falle oder aber eine Kreatur.
An der nächsten Tür öffnete er diese und sah hinein. Nun befand er sich in einem voll ausgestatten Zaubertranklabor.
Die Wände waren voller Regale, in denen sich Zutaten sammelten, sowie einige tote Tiere, die auf Tischen lagen. Am anderen Ende des Raumes sah er wieder eine Tür, von der er wusste, dass sie verschlossen war.
Auf einem Tisch in der Mitte des Raumes sah er fünf Phiolen mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gefüllt, die sich alle in ihren Farben und Konsistenzen unterschieden.
Dabei lag noch ein zusammengerolltes Pergament. Harry nahm dieses in die Hand und entrollte sie.
„Gifte und Gegengifte, zwei Seiten einer Münze. Das Gegengift ist ebenso giftig, für den Einnehmer, wenn er nicht unter der Vergiftung leidet.
Finde das Gegengift zu den Giften und somit auch den Schlüssel, um voranzukommen.“
Harry ließ das Pergament sinken und blickte auf die Fünf Phiolen. Er stellte sich gerade die Frage: „Ist dieser Raum von Snape oder Professor Slughorn?“
Wenn er von Snape war, könnte das erklären, warum im letzten Raum nichts gewesen war.
Wie sollte er unter diesen Fünf Phiolen erst das Gift und dann das Gegengift finden? Dazu kam dann noch, was sollte er damit machen?
Etwa beide trinken?
Harry schluckte und ließ seinen Blick umherwandern. Es gab hier Kessel und genug Zutaten, um etwas zu brauen.
Wenn er herausfand, was das für Tränke waren konnte er… sofort schüttelte Harry den Kopf. Das würde nicht funktionieren. Selbst wenn er die Tränke oder aber das Gift erkannte, wie sollte er das Gegengift ohne Anleitung herstellen?
Leise stöhnte Harry und nahm die erste Phiole. Ein hellblauer Trank den er vor seinen Augen schwenkte.
Nichts auffälliges, eine hellblaue Flüssigkeit durch die er sogar noch leicht hindurchsehen konnte.
Der nächste hatte ein dunkles grün, als er es schwenkte, bewegte es sich kaum. Es wirkte dickflüssig.
Der nächste in der Reihe war so klar, dass er aussah wie Wasser.
Dem folgte ein roter und zuletzt ein Trank in einem hellen Gelb.
Harry stöhnte und hielt seinen Blick auf die Phiolen gerichtet. Snapes letztes Rätsel hatte nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit Logik.
Er vermutete das sein ehemaliger Lehrer von seinem neuen Talent in Zaubertränken gehört hatte und sich darum etwas besonders Gemeines für ihn ausgedacht hatte.
Während Harry seinen Blick auf die Phiolen gerichtet ließ kaute er nachdenklich auf seiner Unterlippe.
Snape konnte nicht wissen das sein neu erlangtes Talent einzig dem Buch des Halbblutprinzen zu verdanken war.
„Vier Gifte und ein Gegengift? Woher soll ich nur wissen was zusammengehört?“, murmelte Harry.
Es könnten gegenteilige Farben sein. Nur was davon war das Gift und welches das Gegengift?
Eine 50:50 Chance wäre das. Nicht besonders erfolgsversprechend, wenn er so darüber nachte.
Es musste eine bessere Möglichkeit geben.
Mehrere Minuten betrachtete er die Phiolen vor sich und versuchte einen Anhaltspunkt zu finden. Nur konnte er nichts finden.
„Was passiert, wenn ich den Falschen trinke?“, dachte er.
Dumbledore behielt ihn bestimmt im Auge, aber er wollte sich nicht selbst vergiften. Wer weiß was danach passieren würde?
Schließlich löste sich Harry von den Phiolen und betrachtete die Kessel. Sie waren leer, darunter war Feuerholz, das nicht brannte.
Es gab viele Zutaten in diesem Raum, aber ohne Anhaltspunkte oder ein Rezept konnte er damit nichts anfangen.
Schließlich versuchte er es gegen alle Erfahrungen, die er bis jetzt hier unten gemacht hatte, noch mit dem Aufrufezauber und rief nach einem weiteren Pergament, einem Hinweis und einem Rezept.
Wie er erwartet hatte, passierte nichts und er steckte seinen Zauberstab zurück seinen Holster.
„Das ist doch zum verrückt werden! Soll ich hier drin einfach so lange stehen bis Dumbledore der Meinung ist das ich es nicht schaffe, oder aber bis ich eine der Phiolen trinke und dann zusammenbreche?“
Die Zutaten wirkten auch alle ganz normal, zumindest konnte er nichts ungewöhnliches, an ihnen feststellen.
Harry knurrte leise und betrachtete weiter die verschiedenen Trankzutaten.
Als er geführt eine halbe Stunde damit verbracht hatte die verschiedenen Zutaten wie Knollen, Krallen und Wurzeln zu betrachten wandte er sich den paar toten Tieren zu.
Neben zwei Hühnern, sah er noch ein Schwein, eine Ziege und eine Echse.
Während er die Tiere betrachte, nagte etwas an seinem Verstand. Die Tiere erinnerten ihn an etwas, aber er konnte es nicht zuordnen.
Die Echse war von ihnen der Schlange am ähnlichsten. Ein Reptil, vielleicht gab es dort einen Hinweis, oder…
Harrys Blick fiel auf die beiden toten Hühner. „Sind das Hühner oder ist da ein Hahn dabei? Es könnte auch die Lösung sein. Slytherins Monster floh nur vor dem Krähen des Hahns.“
Schnell schüttelte Harry den Kopf. Das waren eindeutig Hühner.
Er spürte, wie seine Abneigung gegen Snape wuchs, das war kein Rätsel, sondern einfach nur lächerlich. Kein Anhaltspunkt, nichts.
Genau wie Snapes Unterricht. Keine Einführung in das Fach. Snape war damals schon zur ersten Stunde aufgetaucht und hatte erwartet das jeder alles konnte.
Harry fluchte leise, als die Erinnerung an seine erste Stunde Zaubertränke in ihm aufflammte.
Snape hatte ihm damals Fragen gestellt, die keiner beantworten konnte, nur um ihn bloßzustellen.
Nun ja, niemand außer Hermine, wobei er sich, während er zurückdachte, nicht daran erinnern konnte das diese Fragen Teil des Unterrichts in diesem Jahr waren.
„Der Trank war erst in diesem Jahr Teil des Unterrichts und den Gegengiftstein haben wir bis heute nichts…“, Harry unterbrach seine Hasspredigt.
„Ein Stein, der den Einnehmer vor den meisten Giften rettet,…“, murmelte er.
Wie hatte Snape ihn nochmal genannt?
„Bezoar“, murmelte Harry.
Schnell griff er nach allen Zutaten und suchte nach einem dieser Steine.
So etwas traute er Snape zu. Fünf Gifte in diesem Raum zu deponieren und das Gegengift zu verstecken.
Mit keinem Wort stand in dem Schreiben, das das Gegengift sich unter den Phiolen befindet.
Harry sah alles noch einmal durch, aber fand nichts das der fragliche Stein sein könnte.
Leise fluchte Harry, bevor er sich daran zu erinnern versuchte, was Snape damals noch über diesen Stein gesagt hatte.
Es dauerte zwar, aber dann erinnerte er sich an etwas: „Ein Stein aus dem Magen einer Ziege…“
Harrys Blick fiel auf die tote Ziege, die auf dem Tisch lag.
Er trat zu dem Tier und betastete es. Bevor er das Tier aufschnitt, eine Sache, die er noch nie getan hatte, wollte er erstmal versuchen zu erfühlen, ob etwas im Magen von dieser war.
Es dauerte einige Minuten, aber dann spürte er etwas hartes in ihrem Magen, mit einem Schwung seines Zauberstabes ließ er das Tier in die Luft steigen, um es auch noch von der anderen Seite zu betrachten.
Dort sah er eine Naht.
Kaum hatte er diese gesehen breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus.
„Gewonnen Schniefellus!“, murmelte er und ließ das Tier wieder auf den Tisch hinunter, allerdings diesmal mit der Naht nach oben.
Statt ein Messer zu nehmen, richtete er seinen Zauberstab auf die Naht und trennte sie mit einem Schnittfluch auf.
Angewidert blickte er auf die Innereien des Tieres. „Na lecker“, murmelte er.
Ein stummer Accio später und ein paar Handschuhe flogen in seine Hände.
Scheinbar hatte sein verhasster Ex-Lehrer einmal mitgedacht.
Harry zog sich die Handschuhe über und griff in die offene Wunde des Tieres.
Langsam wühlte er immer noch angewidert darin herum. Der Körper war bereits kalt und das innere schleimig.
Schließlich fand er das, was er suchte. Als seine Finger sich um den harten Gegenstand schlossen wurde ihm klar, dass er das Ding wahrscheinlich essen musste.
Eckel überkam ihn, als er seine Hand herauszog. Zu seiner Überraschung hatte er keinen Stein in der Hand.
Seine Finger waren um einen Schlüssel gelegt. Erweiterung überkam ihn als die Überreste der Innereien von dem Schlüssel auf den Boden tropften.
Harry atmete auf und ging mit dem Schlüssel in der Hand zur Tür.
Er hatte es Snape wirklich zugetraut, dass dieser ihn dazu bringen würde ein Gift zu trinken.
Mit dem Schlüssel konnte er die nächste und wie er wusste letzte Tür öffnen und streifte sich die verdreckten Handschuhe ab.
Er ließ sie auf den Boden fallen und reinigte seine Hände von dem, was an Innereien an sie gekommen waren.
Nun gab es nur noch einen Raum, der Raum wo er damals zum ersten Mal leibhaftig auf Tom getroffen war.
„Dann wollen wir doch einmal sehen was Dumbledore sich dieses mal als letztes Rätsel oder Hindernis ausgedacht hat“, murmelte er und begann die Treppe vor sich hinunterzusteigen.
Als er um eine Ecke bog, sah er schon den Runden Raum, in dem das letzte Mal der Spiegel gestanden hatte.
Nun aber war kein Spiegel zu sehen, dieses Mal war dort...
_____________________________________________________Und ende, was Harry dort erwartet Erfurt ihr nächste Woche. Zur Erklärung mir fiel absolut nichts zu Verteidigung gegen die dunklen Künste ein und da wir bereits zwei Kämpfe mit dem Schachbrett und der Pflanze hatten, habe ich ihn ausgelassen und dafür gab es von Snapes Seite aus wieder ein Rätsel.
Ich hoffe es hat euch gefallen, bis nächste Woche.
LG Infernalsniper