08 Einzug und Auszug
08 Einzug und Auszug
Als das Gefühl des Portschlüssels wieder verschwunden war stand Harry in einer kleinen Seitengasse. Es war dunkel und er orientierte sich an den Lichtern der Hauptstraße.
Schnell ging er zu dieser und lief unter den Straßenlaternen weiter, an der nächsten Kreuzung sah er den Tropfenden Kessel.
Es war bereits alles dunkel und nur wenige Menschen und Autos waren unterwegs. „Seltsam, ich kann doch nicht länger als eine Stunde dort gewesen sein?“, dachte er, während er sich auf den Weg zum Grimauldplatz 12 machte.
An einer Apotheke hing eine Uhr, diese zeigte ihm das es fast 23 Uhr war.
„Ich war über drei Stunden dort?“, keuchte er und lief schnell weiter.
Während er auf dem Weg zu seinem Zielort war, fragte er sich wie das passieren konnte. „Vielleicht bin ich ja eingeschlafen?“, dachte er.
Parkinson hatte ihn ja gebeten die Augen zu schließen und es war so ruhig im Raum gewesen. Dazu kam noch das Harry bereits sehr lange an diesem Tag wach gewesen war.
„Ja… das könnte gut möglich sein“, murmelte er.
An der Eingrenzung zum Grimmauldplatz verzog er sich in den Schatten einer Einfahrt und warf sich den Tarnumhang über.
Dann ging er weiter, bis er das Haus mit der Nummer 12 sah.
In einigen Zimmern brannte noch Licht. Harry legte das Pergament auf eine kleine Mauer und zog eine Feder und Tinte aus seiner Tasche.
Er tunkte die Feder ein und steckte dann das Tintenfass wieder in seinen Rucksack. Dann strich er Dumbledores Namen neben dem Zauber durch.
Kaum hatte er dies getan verschwand der Name und hinterließ ein leeres Feld. Dort trug Harry seinen Namen ein, dann wartete er.
Es passierte erst nichts, aber dann öffnete sich die Tür wie von Zauberhand und plötzlich wurde eine größere Gruppe Personen aus dem Haus geschleudert.
Diese landete äußerst unsanft auf der Straße, er musste sich ein Lachen verkneifen als er sah das einige von ihnen bereits ihre Nachthemden trugen.
Unter den Rausgeworfenen waren Ron, Hermine, Ginny, Kingsley, zwei Personen, die er nicht kannte, Remus Lupin, Mrs. Weasley und zu seinem Missfallen Tonks.
„Was ist gerade hier passiert? Warum liegen wir auf der Straße Mum!“, begann Ron sofort zu meckern und kam wieder auf die Beine.
„Das weiß ich nicht Ron. Vielleicht gab es einige Probleme mit den Schutzzaubern, Blacks Erbe sollte zwar an Potter gehen, aber er müsste tot sein.
Das Haus seiner Verwandten ist völlig niedergebrannt. Selbst wenn er überlebt haben sollte, müsste das Erbe an Professor Dumbledore gegangen sein.“
Harry keuchte bei diesen Worten. „Was soll das bedeuten?“, dachte er. Da kam ihm die Kerze wieder in den Sinn. Sie hatte ihn in eine Stichflamme gehüllt.
Auch wenn sie ihn nicht verbrannt hatte, hieß das nicht das die Flammen nicht auf die Gegenstände im Keller umgeschlagen waren.
„Tom hat doch nicht…“, schoss es Harry durch den Kopf, aber dann schüttelte er den Kopf. Er atmete tief ein und wieder aus.
„Okay… okay… er wollte mir helfen… denke ich…“
„Und wenn er lebt und rausgefunden hat was hier wirklich vor sich geht?“, fragte Tonks in die Gruppe.
„Als ob Potter das rausfinden könnte, oder würde. Er ist nur die Marionette des Direktors und wenn er gestorben ist, dann wird Dumbledore das regeln.
Das Haus ist bald wieder unter unserer Kontrolle und dann können wir uns wieder um die wichtigen Dinge kümmern. Wenn er gestorben ist, würde das alles nur beschleunigen und zu unseren Gunsten wenden“, erklärte Mrs. Weasley.
„Was sollen wir aber bis dahin machen Mum?“, fragte Ginny. Die jüngste Rothaarige trug genau wie Hermine bereits ihr Nachthemd.
Ginny zitterte allerdings.
„Wir gehen zurück in den Fuchsbau. Hermine du und Tonks können bei Ginny schlafen, die übrigen bekommen wir auch noch unter.“
„MUM! Nein, das wird zu eng. Mein Zimmer ist für zwei Personen schon zu eng, aber drei!“, protestierte Ginny.
„Ich bin dir dankbar Molly, aber es wäre doch besser, wenn wir in unsere Häuser zurückgehen. Wir wollen euch nicht stören“, warf Kingsley ein.
„Ach papperlapapp, ihr stört uns nicht“, antwortete diese mit einer Handbewegung.
„Könnt ihr euch bitte einigen? Es ist kühl“, meckerte Ginny.
„Da hat sie recht“, warf Ron ein und legte Tonks einen Arm um die Hüfte.
Diese rollte mit den Augen, wand sich aus seinem Arm und trat zu Ginny hinüber. Sie legte ihr beide Arme um den Hals und zog sie an sich.
„Besser?“, fragte sie und Ginny nickte.
„Ginny hat recht, wir gehen zu uns und bereden dort alles in Ruhe. Je länger wir hier stehen, desto mehr Aufmerksamkeit bekommen wir“, erklärte Mrs. Weasley.
Ginny blickte von ihrer Mutter zu Tonks hoch. „Bitte“, hauchte sie.
Tonks erwiderte den Blick der Rothaarigen und nickte. „Molly, ich nehme Ginny mit zu meiner Mum, du meckerst doch immer das die Kinder nicht von den Angelegenheiten des Ordens mitbekommen sollen.“
Mit diesen Worten apparierte Tonks, mit Ginny, ohne Mrs. Weasley auch nur die Möglichkeit zu geben zu antworten.
Kurz wirkte die Mutter der Weasley empört, aber sie fing sich dann wieder.
„Gut die anderen kommen zu uns. Wir haben genug Betten für alle. Professor Dumbledore sollte in drei Tagen wieder von der Konferenz der Schulleiter zurück sein.
Er wird sich dann um das alles hier kümmern. So lange warte wir ab und wir müssen noch entscheiden wer ihm erzählt das Potter wahrscheinlich nicht mehr am Leben ist.“
„Wenn er den tot ist“, warf Lupin ein.
„Natürlich ist er das, das Feuer hat das ganze Haus verschlungen. Potter könnte sich davor niemals retten. Sehen wir das Positive an der Situation, es erspart Ginny oder mir die Hochzeitsnacht“, erklärte Hermine.
„Merlin sei dank, noch zwei Jahre ihm hinterher in tödliche Gefahren laufen hätte ich nicht ertragen“, warf Ron ein.
„Für euch ist er wirklich nur ein Geldbeutel, oder?“, fragte Lupin in die Runde.
„Es ist der Ausgleich für das, was er uns an nerven und Blut kostet“, antwortete Ron.
Lupin schnaubte abfällig. „Molly, ich denke ich übernachte im Tropfenden Kessel. Vielleicht kann ich im Schankraum noch etwas herausfinden.
Als Voldemort das letzte Mal mächtig war haben viele seiner jüngeren Anhänger dort getrunken.“
„Meinetwegen Remus, wenn du aber ein Bett brauchst bist du uns jederzeit willkommen“, antwortete sie.
Harry wurde bei dem Gespräch, das er gerade mitangehört hate schlecht. Der Rest seines schlechten Gewissens, wegen seiner Kooperation mit Tom hatte sich nun verabschiedet.
„Sollen sie doch alle brennen“, dachte er und wandte sich der Eingangstür seines neuen Hauses zu.
Hinter ihm nahmen die verbliebenden Erwachsenen Hermine und Ron mit, um mit ihnen zu apparieren.
Harry betrat das Haus von Sirius, das nun ihm gehörte. Sein Blick fiel sofort auf den geschlossenen Vorhang, hinter dem das Porträt von Sirius Mutter war.
Zu seiner Freude war dieser Vorhang geschlossen. Leise ging er durch den Gang. Die meisten der Lichter waren noch erleuchtet. Etwas das er verstehen konnte, da er gerade sämtliche Bewohner des Hauses vor die Tür gesetzt hatte.
In der Küche setzte er sich an den Tisch und räusperte sich. „Kreacher!“, sprach er.
Zu seiner Überraschung erschien der Elf sofort vor ihm.
„NEIN! Kreacher gehört Mrs. Bellatrix“, klagte der Elf.
Harry knurrte, als er das hörte. „Kreacher! Sei still. Dieses Haus gehört nun mir.“
Der Elf wollte weiter klagen, wie Harry es schon kannte, aber dieses Mal kamen keine Worte aus seinem Mund. Harry grinste, als er das sah.
„Kreacher Sirius hat mir das Haus und die Familie Black übertragen. Du kannst jetzt klagen und ich werfe dich raus, im Gegensatz zu den früheren Bewohnern ist es mir egal ob du hier bist.
Wenn nicht dann arbeitest du nun für mich.“
Der Elf sah Harry mit einem komischen Blick an, den er nicht deuten konnte.
„Du darfst wieder sprechen und dann habe ich zwei Aufgaben für dich.“
„Und welche Aufgaben hat der neue Meister für Kreacher?“, knurrte der Elf.
„Mach mir etwas zum Abendessen, es sollte schnell gehen und muss nichts Großes sein. Wenn noch etwas von dem Essen der Weasleys da ist, nehme ich auch das.
Als zweites: Du hast als wir letztes Jahr einige der Gegenstände, die wir in den Müll geworfen haben aus diesem herausgeholt.
Bring sie alle wieder an ihre ursprünglichen Plätze zurück.“
Bei Harrys Worten stellten sich die Ohren des Elfen plötzlich auf.
„Wie der Meister wünscht“, sprach der alte Elf und verschwand. Einige Minuten später erschien ein Teller mit Sandwiches vor ihm.
Harry begann zu essen und machte sich dann auf den Weg in das Schlafzimmer von Sirius. Dort ließ er sich in das Bett fallen und schlief sofort ein.
Ginny und Tonks erschienen in einem kleinen Wohnzimmer vor einem weiß-grauen Sofa. Sofort ließ Ginny ihren Blick umherwandern.
Sie war noch nie bei Tonks Zuhause gewesen. Auf dem Kamin auf ihrer anderen Seite standen einige Fotos, die ein Mädchen in verschiedenen Altern zeigte, zusammen mit zwei Erwachsenen.
Die Eltern änderten sich nicht viel, das Kind, Tonks, wie Ginny vermutete sah auf jedem Bild anders aus.
Haarlänge und Farbe und Art der Frisur variierte in fast schon lächerlichen Maßen.
„Wir haben leider kein Gästezimmer, aber du kannst bei mir schlafen und ich leg mich auf das Sofa“, sagte Tonks und zog so Ginnys Aufmerksamkeit auf sich.
„Wie bitte? Äh, nein… Tonks das ist nicht nötig. Ich will dich nicht aus deinem Zimmer vertreiben, wenn du mich schon hierbleiben lässt.
Ich kann das Sofa nehmen.“
„Ginny du bist mein Gast, es wäre…“
„Ich bestehe darauf“, redete Ginny dazwischen. Sie würde sogar auf dem Fußboden schlafen, wenn sie dafür bleiben durfte.
Tonks schwieg einen Moment und grinste dann. „Okay, ich mach dir ein Angebot: Wenn du mir versprichst deine Finger bei dir zu behalten dann teilen wir uns mein Bett.“
Ginny brauchte einen Moment um das gesagt zu verstehen und wurde daraufhin so rot wie ihre Haare was Tonks zum lachen brachte.
„Jetzt komm schon, es ist spät.“
Ginny nickte und folgte de Methamorphmagus durch eine Tür in einen Flur und dann eine Treppe hinauf.
Tonks öffnete schließlich eine Tür und ließ Ginny den Vortritt. Diese ließ kurz den Blick umherwandern und setzte sich dann auf das Bett.
Während Ginny es sich bequem machte, suchte Tonks auf ihrem völlig überladenen Schreibtisch nach einem leeren Pergament und einer Feder.
Als sie beides endlich gefunden hatte, schrieb sie kurz etwas und klebte den Zettel dann außen an ihre Tür.
„Was hast du gemacht?“, fragte Ginny neugierig als die ältere sich zu ihr auf Bett setzte.
„Meinen Eltern geschrieben das ich da bin und du auch hier bist. Nicht das meine Mum hier morgen reinplatzt, um zu lüften und uns weckt.
Oder schlimmer noch sie das hier missversteht und ich mir dann wochenlang Sprüche von meinem Dad anhören muss.“
Ginny kicherte und nickte während Tonks zu ihr unter die Decke kam.
„Dann gute Nacht… denke ich mal“, murmelte Ginny verlegen.
„Gute Nacht“, antwortete Tonks und zog Ginny an sich. Diese zuckte zusammen. „WAS MACHST DU DENN DA?“, quietschte sie.
„Du hast vorhin so gezittert, da dachte ich, ich wärme dich noch etwas auf… oder stört es dich?“
Ginny schwieg einen Moment und schüttelte dann den Kopf. Tonks hatte sie gerade nur überrascht, eigentlich gefiel es ihr sehr gut jetzt in ihren Armen zu liegen.
Beide schweigen einige Minuten bis Ginny nochmal den Mund öffnete:„Was denkst du ist heute passiert?“
„Naja, entweder hat Dumbledore aus Gründen, die wir nicht kennen uns aus dem Hauptquartier geworfen oder Harry hat sein Erbe angetreten und uns aus seinem Haus geworfen“, erklärte Tonks gähnend.
„Du denkst also auch, dass er noch lebt?“
„Natürlich, Harry ist zäh, den bringt so schnell nichts um… egal was die anderen sagen oder was die geplant haben.“
Ginny lächelte und schmiegte sich näher an Tonks.
„Danke… ich hatte wirklich angst das ich alleine damit wäre.“
Tonks lächelte leicht und strich Ginny über den Rücken.
„Harry wird es schon rausfinden… wenn er es nicht schon hat.“
„Wie kommst du denn darauf? Bis jetzt hat er doch immer alles getan…“
„Ginny, wir wurden um kurz vor 12 in der Nacht aus dem Hauptquartier geworfen. Wenn Harry das getan hat, wovon ich ausgehe, dann muss er dafür einen Grund gehabt haben.“
„Ich hoffe es. Das letzte, was ich will ist das alles so passiert wie Dumbledore es geplant hat.“
„So? Du willst nicht Mrs. Potter werden, um deiner Familie ein schönes Leben mit dem Gold von ihm zu machen?“, fragte Tonks mit einer Spur Spot in der Stimme.
„Leck mich, ich werde ihn nicht heiraten. Ich war mal in ihn verknallt, aber das ist vorbei und nur weil…“
„Ginny, ich habe nur Spaß gemacht, beruhige dich. Es ist alles gut.
Oh und was das lecken angeht, lad mich davor bitte erstmal zum essen ein, sonst käme ich mir billig vor.“
Ginny kicherte und schüttelte den Kopf. Hinter ihr grinste Tonks.
„Ich mag es, wenn du lachst“, murmelte diese Ginny ins Ohr.
„Darum unterhältst du mich immer so gut bei den Mahlzeiten?“
„Ja und weil ich dich gerne lachen sehe und höre. Du hast ein schönes Lächeln und ein freundliches Lachen Ginny.
Es verschönert auch meinen Tag, wenn ich dich lachen sehe.“
Der Rotschopf spürte, wie ihr Herz einen Hüpfer machte bei diesen Worten.
„Aber langsam sollten wir schlafen gehen, es ist spät. Wir können morgen noch alles andere besprechen.“
„Du hast recht… jetzt wirklich gute Nacht.“
„Gute Nacht“, Tonks beugte sich über Ginny und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
Ginny schloss ihre Augen und schwieg, während sie versuchte, nicht auf ihr wild schlagendes Herz zu achten.
Tonks grinste hinter ihr und ließ sich in ihr Kissen zurücksinken.
Am nächsten Morgen erwachte Ginny in Tonks leerem Bett. Sie gähnte und ließ ihren Blick durch den Raum wandern.
Erst jetzt bemerkte sie das allerhand Klamotten auf dem Boden und über dem Schreibtischstuhl hingen. Das Tonks kein Ordnungsfanatiker war wusste sie.
Die junge Frau war oftmals das völlige Chaos. Nicht nur von ihrem äußeren, vor allem wegen ihrer Schusseligkeit.
Noch einmal ließ sie ihren Blick suchend durch den Raum wandern. Es gab keine andere Tür, also musste sie gegangen sein.
Ihr Blick fiel auf ein Violettes Shirt und eine Hose aus weißem Stoff.
Ginny zögerte kurz, da sie aber immer noch nur ihr Nachthemd trug und Tonks scheinbar schon zum Frühstücken gegangen war, oder auf die Arbeit musste sie etwas anderes anziehen.
Sie war sich sicher das die Sachen in der Nacht noch nicht da waren. Darum zog sie sich die Sachen an und legte ihr Nachthemd auf das Bett.
Als sie das Zimmer verließ, stieg ihr bereits der Duft des Frühstücks in die Nase. Ihrer Nase folgend ging sie nach unten und fand Tonks am Frühstückstisch sitzend.
„Morgen“, sagte sie, um auf sich aufmerksam zu machen.
„Morgen Ginny, na ausgeschlafen?“, fragte Tonks und wandte sich zu ihr um.
„Ja… und du?“
„Auch.“ Tonks blick wanderte einmal über Ginny. „Meine Sachen stehen dir, auch wenn sie vielleicht etwas zu groß sind.“
„Ja.. danke übrigens. Wo sind deine Eltern?“
Ginny nahm neben Tonks platz, welche ihr einen Korb mit Brötchen reichte.
„Dad ist schon zur Arbeit und meine Mum ist draußen, sie kommt aber gleich wieder.“
„Okay… danke nochmal das du mich hast hierbleiben lassen.“
„Nichts zu danken… oh bevor ich es vergesse: Bleib bitte gleich ganz ruhig, wenn meine Mutter zurück ist.“
Ginny legte den Kopf schief. „Warum?“
„Nun ja… sie ist die Schwester von Bellatrix Lestrange und sieht ihr ziemlich ähnlich… also… bekomm keinen schreck.“
„Ich werde es versuchen.“
„Braves Mädchen“, antwortete Tonks und schenkte sich Kaffee nach.
„Wo wir aber gerade von Eltern reden… hat meine Mutter sich schon gemeldet?“
„Nein, was mich wundert. Vielleicht hat sie noch alle Hände voll zu tun die Ordensmitglieder zu bekochen und zu bemuttern“, scherzte Tonks.
Ginny rollte mit den Augen. „Hey, ich mach doch nur Spaß. Wenn dir das Leben im Hauptquartier oder bei deiner Familie zu stressig wird, dann kannst du mir schreiben.
Ich nehme dich gerne für ein Wochenende hier auf.“
„Wirklich? Ich störe euch, oder dich auch nicht?“, fragte Ginny unsicher.
„Natürlich nicht. Ich habe dich gerne in meiner Nähe. Wenn du noch ein paar Tage bleiben möchtest, dann würde mich das freuen.
Ich habe gerade Urlaub und jetzt da mein Wachdienst bei Harry nicht mehr nötig ist könnten wir uns amüsieren.“
„Das klingt viel zu gut… und deine Eltern stört es nicht?“
„Bestimmt nicht, wir haben zwar kein Gästezimmer, aber du kannst ja weiter bei mir schlafen. Ich vergrößere das Bett mit einem leichten Zauber und dann haben wir auch etwas mehr Platz.“
„Okay dann… Moment, du hättest das Bett letzte Nacht vergrößern können? Also war es unnötig das wir so zusammengeschmust geschlafen haben?“
„Oh ja… jetzt wo du es sagst, das hätte ich, aber gestern hast du dich nicht beschwert.“
Ginny öffnete den Mund und schloss ihn wieder, da sie nicht wusste was sie antworten sollte oder wollte.
Sie hatet ihre Position viel zu sehr genossen, um sich nun zu beklagen.