88 Die zwei Meister der Zaubertränke
88 Die zwei Meister der Zaubertränke
Guten Tag,
nein ich habe euch letzte Woche nicht vergessen. Das Wochenende war nur stressig und ich hatte einige Termine neben der Arbeit.
Als ich gestern Abend endlich die Zeit fand zu posten wollte ich das Kapitel nochmal Korrektur lesen und bin dabei auf dem Sofa eingeschlafen.
Darum gibt’s das Kapitel erst heute und am kommenden Wochenende dann wieder zur gewohnten Zeit, wahrscheinlich Freitagmorgen.
Schönen MontagLG
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Der Nächste Morgen verging für die Schüler von Hogwarts wie jeder andere auch, bis zum Ende des Frühstücks.
Als die ersten Schüler sich auf den Weg machten, die große Halle zu verlassen und zu ihrem Unterricht zu gehen bemerkten sie das der Tagesprophet immer noch nicht angekommen war.
In den ersten Stunden wurde dieser seltsame Fall diskutiert schon entstanden die skurrilsten Gerüchte:
Das Verlagsgebäude wurde von den Todessern zerstört.
Es gab einen Angriff auf jemanden und das Ministerium hat die Herausgabe der neuen Zeitung verboten.
Während des Mittagessens erschienen dann endlich die Posteulen ein.
Die Schüler, die den Tagespropheten abonniert hatten, konnten diesen gar nicht schnell genug entgegennehmen und mussten ihn mit ihren Umsitzenden Schülern teilen.
Die mögliche Antwort, warum dieser nicht am Morgen erschienen war, fand sich schnell. Auf der Titelseite war das Bild Gebäudes mit einen Loch in der Front.
Die Überschrift lautete: Angriff auf Borgin und Burkes, erste Sichtung von dem dessen Name nicht genannt werden darf seit sieben Monaten.
Harry der neben Neville saß schaute ihm über die Schulter und war nicht weniger überrascht als alle anderen.
Schnell hatte er den Artikel überflogen. In der letzten Nacht wurde, der dessen Name nicht genannt werden darf, in der Nocturngasse gesehen.
Er betrat den alten Händler für obskure Gegenstände und einige Zeit später sah man ein grünes Leuchten durch die Vorhänge des oberen Stockwerks.
Passanten und oder Anwohner, hatten die Auroren informiert. Als diese den Ort des Geschehens erreichten, fanden sie die Leiche des Ladenbesitzers in seinem Schlafgemach.
Vom Unnennbaren fehlte jede Spur, aber die Auroren konnten beweise in Form von Erinnerungen sicherstellen das es sich bei der Person, die das Geschäft betreten hatte, wirklich um den Unnennbaren handelte.
Die Frage warum dieser selbst an diesem Ort erschienen war und warum er ausgerechnet den Betreiber des Geschäftes tötete wirft die Auroren vor ein Rätsel.
„Borgin, der letzte der beiden Gründer war ein in die Jahre gekommener Mann, der sich auch gesundheitlich in keinem guten Zustand mehr befand.
Was dieser Mann an sich hatte, um vom schwärzesten Magier aller Zeiten selbst getötet zu werden können wir nicht sagen. Aktuell suchen wir nach einer Verbindung der beiden…
Es bleibt natürlich immer noch das Borgin in seinen Diensten stand und etwas tat das den Unnennbaren verärgerte.“
Danach folgten Informationen über Borgin und seinen Geschäftspartner, eine Auflistung von Gegenständen, die man gefunden hatte, welche noch in Takt waren und teilweise spuren von schwarzer Magie aufwiesen.
Harry hörte auf zu lesen und widmete sich wieder seiner Gulaschsuppe.
„Das ist seltsam? Warum hat Tom ihn selbst getötet, statt es Bellatrix oder aber jemandem seiner Untergebenen zu übertragen?
Wenn der Mann im hohen alter war und auch gesundheitlich angeschlagen, dann war er doch kein Gegner für einen Todesser?“, dachte Harry.
„Harry?“
„Oder wusste Borgin etwas das er besser nicht wissen sollte? Immerhin kannte er Tom schon bevor er zu Voldemort wurde?“, fuhr Harry in Gedanken fort, während er einen Bissen Brot verspeiste.
„HARRY! Ich rede mit dir!“
Das ließ ihn sich endlich umdrehen. Hinter ihm stand Hermine und hielt die Zeitung in ihrer Hand.
„Hast du das auch gelesen?“, fragte sie aufgeregt.“
„Ja, ich hab bei Neville mit reingeschaut.“
„UND?“
Harry biss in seine Scheibe Brot und schluckte während sie wohl gespannt auf etwas wartete.
„Und was?“
„Na, was denkst du? Warum hat er es getan?“
Harry sah sie verwirrt an. „Woher soll ich das denn bitte wissen?“
„Du bist doch schon mehrfach mit ihm zusammengetroffen, du musst doch eine Theorie haben, warum er das getan hat?“
Harry schnaubte nur. „Guter Witz, wenn ich wüsste, wie Voldemort tickt, würde ich im Ministerium sitzen und den Auroren Ratschläge geben.“
Beim klang des Namens zuckten wieder einige Schüler in seiner Umgebung zusammen.
„Wirklich? Keine Theorie? Kein kleiner Gedanke?“, fragte Hermine sichtlich bemüht.
Er zog eine Augenbraue hoch. „Die will doch etwas aus mir rauskitzeln?“, dachte er.
„Vielleicht hat Borgin ihn mit einem Artefakt betrogen… wie gesagt ich bin kein experte für Voldemort und will es auch gar nicht sein.“
„Aber du hast uns doch erzählt das…“
„Ja, und was ich dir erzählt habe, solltest du für dich behalten.“
Die Personen um sie herum versuchten nicht einmal mehr so zu tun, als ob sie der Unterhaltung nicht folgen würden.
„Aber… Harry, wenn du eine Idee hast, solltest du sie Professor Dumbledore mitteilen.“
„Notiz an mich, Cormac einen falschen Liebesbrief von ihr schicken oder aber ihr den Zahnfluch wieder auferlegen, um sie von mir abzulenken“, dachte er.
„Hermine, ich kann dir versichern das unser Direktor mehr über das Leben und die Pläne dieses Mannes weiß als ich und wenn du mich nun entschuldigen würdest ich habe hunger.“
Damit drehte er sich wieder um und widmete sich seinem Teller mit Suppe.
Hermine stand noch einen Moment unter den blicken einiger ihrer Hauskameraden da, bevor sie sich umdrehte und zurück zu ihrem Platz ging.
„Nerviger Biber“, hörte er Parvati neben sich murmeln. Ginny und Neville die in Hörweite saßen fingen an zu kichern.
„Stimmt doch… Weiß einer von euch wie man in die Schulküche kommt?“
Der plötzliche Gesprächswechsel wunderte Harry und er blickte zu Parvati.
„Warum?“, fragte er.
„Ich hatte da eine lustige Idee… die vielleicht etwas schwer umzusetzen ist, aber es könnte lustig sein“, erklärte sie kryptisch.
„Meine Brüder haben es mir mal gezeigt“, warf Ginny ein.
„Ich weiß es auch, aber halt dich ruhig an Ginny. Sie kann dir bestimmt helfen… wenn ihr dort seit fragt nach Dobby und erwähnt meinen Namen.“
„Danke Harry“, antworteten beide Mädchen im Chor.
„Du weißt, wie man in die Schulküche kommt?“, fragte Neville neben ihm interessiert.
„Fred und George haben mir… sagen wir einfach: hier und da ein Geheimnis verraten. Sie haben doch auf unseren Siegespartys öfters für Essen und Getränke gesorgt… oder aber für Leckereien aus dem Honigtopf.
Dafür sind sie immer eine ganze Weile verschwunden.“
Nevills Gesichtsausruck hellte sich auf, als er verstand. „Also gibt es Geheimgänge aus dem Schloss und in die Küche, die nicht überwacht werden?“
„Wer weiß… vielleicht wussten die beiden auch einfach nur wie man Filchs Überwachung entgeht“, antwortete Harry.
Damit war das Thema für sie erstmal beendet. Parvati und Ginny redeten über einen Abstecher in die Küche, während am Lehrertisch Dumbledore die Zeitung studierte.
Voldemorts Schritt war ihm ein Rätsel, aber es war etwas das er zu seinem Vorteil machen konnte.
Angefangen bei der Erinnerung die Harry von Horace besorgen sollte. Seine Marionette hatte diese zwar angeblich aus den Erinnerungen von Voldemort geholt, aber er traute dieser Sache nicht.
Voldemort war ein Meister in der Geistesmagie und er muss das eindringen von Harry bemerkt haben zumindest jetzt da er davon weiß und ihm damals eine falsche Vision schickte, um ihn ins Ministerium zu locken.
Darum war die Möglichkeit das er auch die Erinnerung von seinem damaligen Gespräch mit Horace gefälscht hatte. Nun aber hatte er damit ein Druckmittel, um doch noch die Richtige Erinnerung von Horace zu bekommen.
Er faltete die Zeitung zusammen und blickte zum Tisch der Gryffindors hinunter wo Harry und Hermine Granger sich unterhielten.
Wenigstens auf sie konnte er sich noch verlassen, wenn es darum ging Harry in gewisse Spuren zu lenken oder aber ihm Informationen zu entlocken oder aber Anregungen zu geben.
Der Weasley Junge war völlig unbrauchbar geworden und seine Schwester hatte seit beginn des Jahres ihre Aufgabe völlig vernachlässigt.
Vielleicht sollte er doch einmal darüber nachdenken seine Angelegenheiten mit der Familie Weasley zu überdenken.
Diese schien ihm nicht mehr groß zu nützen, die beiden ältesten Söhne waren wegen ihrer Berufe im Ausland. Percy Weasley war ein treuer Anhänger des Ministeriums.
Die Zwillinge waren zwar im Orden, aber hinterfragten einige seiner Entscheidungen.
Die beiden jüngsten taten auch nicht mehr das, was sie tun sollten. Es war zwar schade um Molly und Arthur die ihn immer sehr treu unterstützt hatten, aber man muss Opfer bringen und wenn jemand mehr leistete verdiente er eine Belohnung.
Dumbledore nahm einen letzten Schluck aus seinem goldenen Kelch und erhob sich von seinem Thron.
Als er am Lehrertisch entlang auf den Seitenausgang zuging blieb er am Platz von Horace Slughron stehen.
„Horace mein guter, bitte komm doch heute im laufe des Tages in mein Büro, wenn es deine Zeit erlaubt… Es gibt etwas Wichtiges, über das wir reden müssen.“
Der Mann blickte über seine Schulter zu ihm auf und nickte. Erwähnte aber das er noch einige Unterrichtsstunden hatte und es wohl erst nach dem Abendessen schaffen würde.
Während der Unterrichtstag vorbeiging, war das Hauptthema der angriff des Unnennbaren auf den Laden in der Nokturngasse.
Gerüchte und Spekulationen waren an der Tagesordnung, wobei die meisten nicht einmal wussten das der Laden existierte oder aber was für Waren dort angeboten wurden.
Harry versuchte nicht Toms Plan zu verstehen, es war einfacher ihn an diesem Abend zu fragen, als sich den Kopf zu zerbrechen.
Gerade war er allerdings froh das Hermine ihr Gespräch nicht laut in der ganzen Halle umhergebrüllt hatte. Sonst wäre er wieder der Mittelpunkt von allen.
Er wusste natürlich das Hermine immer noch auf Dumbledore hörte und wahrscheinlich hatte dieser ihr einen Befehl gegeben und dieses Gespräch provoziert.
„Vielleicht wollten sie wieder ein neues Gerücht erschaffen damit ich von allen gemieden werde“, dachte er.
Es war die einzige Erklärung, die ihm einfiel, außer Hermine wollte sich an ihm rächen, weil er und Pansy ihr Cormac an die Fersen gehängt hatten.
Während der Unterricht für die Schüler normal ablief und sie danach zum Abendessen gingen, fand sich Horace Slughorn im Büro des Direktors ein.
Dumbledore saß hinter seinem großen Schreibtisch und erwartete seinen Gast bereits. „Horace, ich danke dir das du gekommen bist. Bitte setz dich, es ist wichtig.“
Der neue Meister der Zaubertränke ließ sich auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch nieder und wartete erwartungsvoll darauf was sein alter Freund von ihm wollte.
„Horrace ich bin mir sicher du hast auch von dem letzten Zwischenfall in der Zeitung gelesen.“
„Du redest bestimmt von dem Überfall auf Borgin. Tragisch, auch wenn dieses Geschäft nicht gerade seriös war.“
„Das stimmt, aber es gibt da etwas das du wissen solltest: Du erinnerst dich doch noch daran das ich dich vor einigen Monaten um eine Erinnerung bat in der Tom dich nach etwas fragte?“
Der Zaubertrankmeister schnaubte. „Ja und ich gab sie dir. Scheinbar bist du aber der Meinung das sie falsch ist, darum hast du mir Mr. Potter an die Fersen geheftet.
Allerdings hat er seit geraumer Zeit aufgegeben.“
Dumbledore lächelte sein gegenüber leicht an.
„Darüber wollte ich nicht mit dir reden, der überfall auf Borgins Laden ist wohl zum Teil meine Schuld.
Wie du weißt, bin ich seit einiger Zeit auf der Suche nach Informationen über Tom. Deswegen war ich auch bei Borgin. Tom, hat einige Zeit in dessen Unternehmen gearbeitet.
Ich fürchte das unser alter Feind von meinem Unterfangen Windbekommen hat. Das erklärt auch den Angriff auf Borgin und seinen Laden.
Genau wie die Tatsache das Tom selbst seinen alten Chef getötet hat. Vermutlich versucht er nun seine Verbindungen zu seinem alten Selbst zu kappen und jeder der ihn damals kannte könnte nun sein Ziel sein.“
Horace zuckte kaum merklich zusammen. „Albus, wie ich dir bereits im Sommer sagte bin ich mir der Gefahr völlig bewusst. Es gab Gründe warum ich seit seiner Rückkehr nie länger als zwei Wochen an einem Ort blieb.“
Dumbledore seufzte leise. „Ich weiß und ich hätte mir gewünscht, dass du dich an uns gewandt hättest, statt dich zu verstecken.
Trotz allem bist du hier, auch aus dem Grund, weil es hier sicherer ist als immer auf der Flucht zu sein… leider muss ich dich, wegen deiner Vergangenheit, darüber informieren das du trotzdem vorsichtig sein solltest.
Hogwarts gilt zwar als einer der sichersten Orte der Welt, aber leider haben es in den letzten Jahren ein paar Personen geschafft in unser schönes Schloss einzudringen.
Sirius Black, der verstorbenen Peter Pettigrew und Barty Crouch Junior.“
„WAS?! Warum hast du mir das nicht früher gesagt, bevor ich diese Stelle angenommen habe?“, brüllte Slughorn.
„Weil du sie dann nicht angenommen hättest… Tom, hat seit über einem Jahr keinen Versuch unternommen in diese Schule einzudringen, außerdem haben wir die Sicherheitsvorkehrungen natürlich erhöht.
Die Wege, durch die die ersten beiden hier eingedrungen sind, haben wir durch Zauber und andere Vorkehrungen verschlossen.
Es sollte nun keinen Weg in unsere Schule geben den wir nicht überwachen. Ich hielt es nur für meine Pflicht dich zu warnen.
Hogwarts mag sicher sein, aber an den freien Wochenenden oder auch an normalen Wochenenden machst du meins Wissens gerne einen Abstecher nach Hogsmeade.
Dort ist der Schutz unserer Schule natürlich nicht gegeben. Es war mir wichtig dich darüber zu informieren, dass du von nun an dort in Gefahr sein könntest.“
Horace atmete durch. „Das hättest du mir früher sagen müssen… aber dennoch danke für die Warnung.“
„Ich hätte nicht gedacht das er so reagiert. Borgin, du und auch viele andere hat er in den letzten Jahren ignoriert, auch nach seiner Rückkehr.
Wie er von dem erfahren hat weiß ich nicht, oder aber kann nur mutmaßen aber jetzt wo es so weit ist, ist es um so wichtiger das wir ihn aufhalten.
Wenn sich herumspricht das Voldemort persönlich umherzieht und unsere Mitmenschen tötet dann wird es eine Panick geben
Horace, ich muss dich noch einmal bitten: Die Erinnerung, die wahre Erinnerung, sie mir zu geben. Sie könnte einen wichtigen Hinweis enthalten, der uns helfen wird, ihn aufzuhalten.“
„Albus, du… ich…“
„Horace, ich werde nicht schlecht von dir denken, egal was die Erinnerung zeigt. Wir brauchen dieses Wissen, je länger dieser Konflikt dauert, desto stärker wird Tom und die Zahl seiner Anhänger wächst.
Wenn er das Ministerium übernimmt, egal ob durch einen Kampf oder durch Unterwanderung wird es für uns kaum noch möglich sein ihn aufzuhalten.
Wenn es zum äußersten kommt, werden sie diese Schule angreifen und was dann passiert vermark ich mir gar nicht vorzustellen.“
Slughorn stöhnte leise und zog eine Phiole aus seinem Umhang.
„Gut Albus, ich gebe dir die echte… verurteile mich nicht wegen dem, was du siehst… ich wusste damals nicht, was es für Auswirkungen haben würde… oder könnte.“
Dumbledore lächelte seinen alten Freund an, während dieser die Erinnerung aus seinem Kopf zog und sie in die Phiole gab.
„Nicht doch Horace, ich kannte ihn auch als Schüler und weiß, wie er war. Du hast uns damit sehr geholfen, versprich mir nur im Dorf auf dich zu achten und hoffe das wir den Krieg beenden können, bevor er so mächtig wird das er den Krieg bis in dieser Schule tragen kann.“
Slughorn nickte zustimmend. „Ja… wir müssen die Schüler beschützen um jeden Preis… und was unser letztes Gespräch angeht… wegen der jetzigen Umstände… ich denke es wäre doch nicht falsch, wenn ich doch länger als nur für dieses Jahr bleibe.“
Dumbledore schenkte ihm ein mitfühlendes Lächeln. „Du bist uns hier immer willkommen Horace, einen Meister der Zaubertränke wie dich brauchen die Schüler.
Hogwarts wird dir Obdach und Schutz bieten so lange du ihn brauchst“, sagte Dumbledore großmütig.
„Danke alter Freund… wenn das dann alles ist, werde ich mich wieder an die Vorbereitung meiner nächsten Stunden machen.“
„Gewis Horace und vielen Dank für deine Hilfe. Vielleicht überlegst du es dir doch noch einmal mit dem Eintritt in den Orden?
Du hast es zwar im letzten Krieg abgelehnt, aber wir könnten von deinem Wissen profitieren.“
Der Meister der Zaubertränke zögerte einen Moment und erhob sich dann.
„Ich werde noch einmal darüber nachdenken, bis morgen Albus.“
Damit verließ er das Büro, während Dumbledore die Phiole in seiner Hand betrachtete.
Nun da er die wirkliche, wahre Erinnerung hatte konnte er sie mit dem vergleichen, was seine Marionette aus den Gedanken von Tom geholt hatte und würde damit sicher wissen, ob der Zugang zum Geist ihres Feindes echt war oder nur eine neue Falle.
Beides würde ihm verschiedene Möglichkeiten eröffnen, von denen es nur galt, die beste Auszuwählen.
Gerade als er sich dem Denkarium zuwenden wollte, öffnete sich seine Bürotür erneut.
Severus Snape betrat schritt herein, ohne sich die Mühe zu machen anzuklopfen und blieb genau vor seinem Schreibtisch stehen.
„Severus, schön das du es einrichten konntest. Ich hoffe du hast nicht zu lange gewartet, während ich mit Horace gesprochen habe?“
Der schwarzhaarige schüttelte den Kopf. „Ich kam gerade an als er ihr Büro verließ.
Was ist aber gerade heute so wichtig, dass sie mich hier her zitieren?“
„Der Artikel in der Zeitung. Ich habe eine Aufgabe für dich: Finde heraus, warum Voldemort Borgin selbst tötete. Derweil werde ich Kingsley und Nymphadora bitten die Waren im Geschäft mit den Bestandslisten des Besitzers zu vergleichen.
Vielleicht hatte jemand etwas an Borgin verkauft, was Voldemort zurückhaben wollte.“
„Direktor, sie wissen eben so gut wie ich das ich nicht einfach beim dunklen Lord erscheinen und um Auskunft bitten kann. Auch gibt es keinen Rhythmus der Treffen.
Er setzt sie so an wie es ihm gerade beleibt. Das nächste könnte morgen sein, oder aber erst in einem Monat.“
„Dem bin ich mir bewusst, aber du hast immer noch Kontakte, die du befragen kannst. Vielleicht weiß einer von ihnen etwas.“
Snapes Blick verharrte auf der Phiole in den Händen von Dumbledore. „Wie sie wünschen Direktor“, schnarrte er und verließ das Büro so schnell wie er es betreten hatte.